Sommergewitter - Loest, Erich

Erich Loest 

Sommergewitter

Roman

Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,90
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Sommergewitter

Erich Loest schildert die Schicksale unterschiedlichster Menschen während des Volksaufstands vom 17. Juni 1953. Er erzählt von ganz normalen Leuten, von Mutigen und Mitläufern, Nachdenklichen und Nachbetern. Sie geraten mitten hinein in die Ereignisse des 17. Juni, an dem eine unbedachte Äußerung, eine leichtsinnige Unterschrift, ein übermütiger Auftritt über Knast oder Karriere entscheidet. So fängt Loest auf spannende und anschauliche Weise die Atmosphäre einer aufregenden Zeit ein.

Im Frühsommer 1953 lebt niemand einfach nur sein Leben - in der jungen DDR soll sich jeder auch für den Aufbau des Sozialismus einsetzen. Doch die Bevölkerung will nicht allein mit Parolen gut versorgt sein. Am 17. Juni gehen die Menschen auch in Bitterfeld und Halle auf die Straße. Loest schildert eindringlich die Schicksale zahlreicher Menschen während des Volksaufstands.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 352 S. 191 mm
  • Seitenzahl: 341
  • dtv Taschenbücher Bd.13879
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 121mm x 23mm
  • Gewicht: 296g
  • ISBN-13: 9783423138796
  • ISBN-10: 3423138793
  • Best.Nr.: 28013770
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.10.2005

Tage der Deutschen Einheit
Tua res agitur: Erich Loests neuer Roman über den 17. Juni

Den letzten deutschen Kaiser hat er nicht gekannt, den Ersten Weltkrieg nicht miterlebt, auch nicht die Elendsjahre der großen Inflation und die allzu zögernde Erholung danach. Aber alles, was dann während des zwanzigsten Jahrhunderts in Deutschland geschah, wurde zur Kulisse seines Daseins und zum Thema seiner Bücher: Erich Loest, geboren 1926, gehört zu den Schriftstellern, die über ihr Leben nicht berichten können, ohne zugleich die Geschichte ihres Landes darzustellen. Das hat er mehr als ein halbes Jahrhundert lang in vielen Romanen und Erzählungen getan. Er porträtierte die Hitler-Zeit, in der er ein Knabe, ein Jüngling gewesen ist und an deren Ende er noch in den Krieg ziehen mußte. Er schaute hinter die Kulissen des Ulbricht-Staates, dessen Bürger er war, an dessen Verheißungen er glauben wollte und doch nicht recht konnte, was er in sieben Jahren Zuchthaus bitter büßen mußte. Rund ein Jahrzehnt lang lebte er dann im Westen, bis er nach der Wende, 1990, in die Stadt seines Herzens zurückkehrte, nach Leipzig.

Man könnte Loest einen …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Erich Loest schreibt einen Roman des 17. Juni 1953, und Beatrix Langners Begeisterung hält sich in Grenzen. Das eigentliche Problem scheint zu sein, dass auch bei ihr diese Erzählung "über den DDR-Arbeiteraufstand" "kaum noch auf Interesse" stößt - das ist das Dilemma dieses "Sommergewitters". Gut gemacht, aber wen geht das noch an? So lobt die Rezensentin zwar Loest als "Volkserzähler und gründlichen Romanhandwerker", auch zeigt sie sich nicht unbeeindruckt von der Stringenz, mit der die politischen Ereignisse in der DDR zu persönlichen Tragödien geführt werden. Loest schildert, so Langner, eindringlich die Unerträglichkeit der Lebensverhältnisse in einem Staat, der "unbedingte politische Loyalität" einforderte, diese Ideologie jedoch in der Praxis kaum einmal umsetzte. Besonderes Gefallen findet die Rezensentin an den Figuren von Manfred Mannschatz und dessen Schwiegersohn. Szenisch und dialogisch attestiert sie diesen beiden eine Lebendigkeit, die - und da sind wir wieder beim Dreh- und Angelpunkt ihrer Kritik, da taucht das große Aber auf - die auch "das hinlänglich Bekannte" noch einmal goutierbar machen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 24.02.2006

Prompt pladderte Beifall auf
Erich Loest wird achtzig. Sein Roman „Sommergewitter” zeigt den 17. Juni 1953 als Anfang vom Ende der DDR
Anders als Ingo Schulzes Wenderoman „Neue Leben” fand Erich Loests „Sommergewitter” im vergangenen Herbst nur geringe Aufmerksamkeit. Das hat das Buch nicht verdient, auch wenn es sich um keinen großen Roman handelt, sondern eher um ein Stück flotter Kolportage. Der Herbst 1989 ist uns eben näher als die Ereignisse des 17. Juni 1953, die im Westen als Volksaufstand gewertet und zum Feiertag hochgejubelt wurden, während die DDR-Propaganda sie als faschistischen Putschversuch denunzierte. Dabei lässt sich der 17. Juni, der bei Loest im Mittelpunkt steht, von heute aus gesehen als Anfang vom Ende deuten, das Ingo Schulze darstellt. Wer also den Herbst 1989 begreifen will, kann vom Juni 1953 nicht schweigen. So ist es nur konsequent, dass Erich Loest seinem erfolgreichen Wenderoman „Nikolaikirche” einen historischen Roman über den 17. Juni folgen ließ. „Beim nächsten Mal klappt’s”, lässt er am Ende einen kampferprobten Arbeiter sagen, um den historischen Bogen ins Jahr 1989 anzudeuten. Im Mittelpunkt stehen die …

Weiter lesen
Erich Loest, 1926 in Mittweida (Sachsen) geboren, war 1944/45 Soldat, danach Hilfsarbeiter, später bei der "Leipziger Volkszeitung". Seit 1950 freischaffender Schriftsteller, 1957 aus politischen Gründen verhaftet und zu einer siebenjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. 1981 verließ er die DDR und gründete im Dezember 1989 den Linden-Verlag, Leipzig. Er lebt in Leipzig. 2009 wurde Erich Loest mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet und 2010 mit dem Kulturgroschen für sein herausragendes kulturpolitisches und schriftstellerisches Engagement.

7 Marktplatz-Angebote für "Sommergewitter" ab EUR 2,20

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 2,20 1,55 PayPal, offene Rechnung books in a box 99,8% ansehen
gebraucht; sehr gut 3,80 1,80 offene Rechnung texxt - bücher anders 99,9% ansehen
gebraucht; sehr gut 4,35 3,00 PayPal, Banküberweisung Sparbuecher 98,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,90 1,20 Banküberweisung MaKaEu 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 7,94 1,50 offene Rechnung, Banküberweisung KULTur-Antiquar iat 100,0% ansehen
Wie neu 8,99 1,60 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Hausmanns Büchershop 98,8% ansehen
Wie neu 9,50 1,60 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 99,1% ansehen
Mehr von