Sich lieben - Toussaint, Jean-Philippe

Jean-Philippe Toussaint 

Sich lieben

Roman

Aus d. Französ . v. Bernd Schwibs
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Produktbeschreibung zu Sich lieben

"Eine wehmütige Ode an den Schmerz der Liebe." Der Spiegel

"Sein bisher schönster Roman." Neue Zürcher Zeitung

Ein Paar in Tokio, ein anonymes Hotelhochhaus in der schlafenden Stadt. Sie wollen sich trennen. Er, der namenlose Erzähler, der stets ein Fläschchen mit Salzsäure bei sich trägt. Sie, die ewig weinende Marie, erfolgreiche französische Modeschöpferin, die in Tokio eine Ausstellung vorbereitet. Sie lieben sich zum letzten Mal. Wirklich das letzte Mal? Es braucht Zeit, um den Menschen nicht mehr zu lieben, den man nicht mehr liebt ...

Wer 'Lost in Translation' mochte, wird Toussaints Roman lieben.

Produktinformation


  • Verlag: Btb
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 153 S.
  • Seitenzahl: 160
  • btb Bd.73471
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 117mm x 15mm
  • Gewicht: 172g
  • ISBN-13: 9783442734719
  • ISBN-10: 3442734711
  • Best.Nr.: 20765222
"Sein bisher schönster Roman."

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.12.2003

Die letzte Nacht der Nacktschwimmer
Tränen unter der Schlafbrille, Salzsäure im Kulturbeutel: Jean-Philippe Toussaint inszeniert eine Trennung in Tokio
Ein europäisches Paar landet nächtens in Tokio. Im Taxi beginnt die schöne Frau „schwere Tränen der Trauer” zu weinen, während es damals, vor sieben Jahren, in einem anderen Taxi, in Paris, „reine Tränen der Freude” waren, die ihr „leicht und duftig wie Schaum schwerelos ihre Wangen hinunterrannen”. In der Nacht von Paris hatten die beiden ein billiges Hotel gesucht, um sich zum ersten Mal zu lieben, jetzt steigen sie im sündteuren Grandhotel von Shinjuku ab, um es das letzte Mal zu tun. Man ahnt, dass Gewaltiges bevorsteht, denn als sie die menschenleere Hotelhalle mit ihren Kristall-Lüstern durchqueren, beginnen diese leise zu klirren, und aus einer namenlosen Ferne ist dieses „verzweifelte Grollen der Materie” zu vernehmen, „das den Boden erzittern und die Wände wackeln ließ”.
Ein Erdbeben ist für einen Sexualakt gewiss eine imponierende Ouvertüre, vor allem wenn es sich um den letzten handeln soll, mit dem sich ein Paar endgültig voneinander trennt. Denn um dieser Trennung …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.10.2003

Zwischen Himmel und Leere
Jean-Philippe Toussaint stellt seinen Roman "Sich lieben" vor

Aus der Reserve läßt er sich nicht gern locken. Nicht einmal von einem Übersetzer, der seine Bücher so feinfühlig ins Deutsche überträgt wie Bernd Schwibs. Wo auch immer sein Gesprächspartner im ausverkauften Frankfurter Literaturhaus ansetzte, Jean-Philippe Toussaint entzog sich wortreich verschmitzt in die nächstbeste Banalität. Wer den französischen Romancier und einstigen Junioren-Weltmeister im Scrabble kennenlernen möchte, muß sich also in seine Bücher vertiefen. Den jüngsten Roman hat er nun präsentiert: "Faire l'amour" ist voriges Jahr in den Pariser Éditions de Minuit erschienen und unter dem Titel "Sich lieben" jetzt in der Frankfurter Verlagsanstalt. Verleger Joachim Unseld ließ es sich nicht nehmen, den "letzten Gegenwartsautor, den Beckett noch lesen wollte", selbst vorzustellen.

Schon der deutsche Titel verweist mit seiner reflexiven Form auf die narzißtische Gebrochenheit der Liebe, die hier "gemacht" wird. Der Aktionismus wiederum, den der französische Titel insinuiert, scheint jener "Immobilité" zu spotten, die die …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Ganz hingerissen ist Ina Hartwig von Jean-Phillippe Toussaints neuem Roman, dem sie den Aufmacher der November-Literaturbeilage der FR widmet. Das Buch ist eine "Hommage an Tokio, die Mode und die Blumen des Bösen", schwärmt Hartwig und präzisiert: "Sich lieben" ist trotz des Titels keineswegs pornografisch, sondern vielmehr die minutiöse, "fast möchte man sagen liebevolle" Erzählung vom Ende der Liebe zwischen einem namenlosen Ich-Erzähler und der Pariser Modeschöpferin Marie. Abgesehen davon liefere Toussaint ein "leichthändiges, genaues" Porträt Japans. Besonders beeindruckt ist Hartwig von der qualitativen Dichte des Buches, der anspruchsvollen Erzähltechnik, der Anordnung der miteinander korrespondierenden Szenen sowie der Detailfreude und -genauigkeit bei Objekten oder Lichtverhältnissen. "Allein die Logik von Sehen und Nichtsehen in diesem Roman zu erforschen, wäre abendfüllend." Der Abschluss des Buches, wenn die Sprache in die Poesie abgleitet, beweist der Rezensentin endgültig, dass Toussaint ihr Lob voll und ganz verdient hat.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Um Toussaint einzuordnen, müßte man ihn irgendwo neben Kafka und Beckett stellen, eine Brücke zwischen Mondrian und Pascal. Mit großer schriftstellerischer Reife lotet sein neuer Roman die Tiefen einer Liebeskrise aus. Und den Moment danach, das Nicht-mehr-Lieben." (Le Monde)
"Diese Geschichte einer unendlich traurigen Trennung ist ein Juwel an melancholischer Einfachheit, Toussaints bestes Buch bisher." (Les Inrockuptibles)
"Sich lieben besitzt dieselbe Schönheit wie ein langes Saxophonsolo in der Nacht, eine nicht enden wollende Melancholie." (Le Soir)
Jean-Philippe Toussaint, geboren 1957, ist Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur und Fotograf. Er lebt in Brüssel und auf Korsika. Sein Roman Sich lieben (FVA 2003) avancierte 2002 in Frankreich zum Bestseller. 2005 erhielt Toussaint für Fliehen (FVA 2007) den "Prix Médicis", einen der wichtigsten französischen Literaturpreise. Mit Die Wahrheit über Marie stand Toussaint auf der Shortlist für den Prix Goncourt. Die Wahrheit über Marie ist der einstweilen abschließende Teil seiner Romantrilogie, die mit Sich lieben und Fliehen begann.

Leseprobe zu "Sich lieben" von Jean-Philippe Toussaint

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Sich lieben - Toussaint, Jean-Philippe

Roman

Aus d. Französ . v. Bernd Schwibs

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Andere Ausgaben:
Produktinformation
  • Verlag: Btb
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 153 S.
  • Seitenzahl: 160
  • btb Bd.73471
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 117mm x 15mm
  • Gewicht: 172g
  • ISBN-13: 9783442734719
  • ISBN-10: 3442734711
  • Best.Nr.: 20765222

Leseprobe zu "Sich lieben"

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Produktbeschreibung zu "Sich lieben"

Kurzbeschreibung

"Eine wehmütige Ode an den Schmerz der Liebe." Der Spiegel

"Sein bisher schönster Roman." Neue Zürcher Zeitung

Beschreibung

Ein Paar in Tokio, ein anonymes Hotelhochhaus in der schlafenden Stadt. Sie wollen sich trennen. Er, der namenlose Erzähler, der stets ein Fläschchen mit Salzsäure bei sich trägt. Sie, die ewig weinende Marie, erfolgreiche französische Modeschöpferin, die in Tokio eine Ausstellung vorbereitet. Sie lieben sich zum letzten Mal. Wirklich das letzte Mal? Es braucht Zeit, um den Menschen nicht mehr zu lieben, den man nicht mehr liebt ...

Wer 'Lost in Translation' mochte, wird Toussaints Roman lieben.

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04.10.2003

Zwischen Himmel und Leere
Jean-Philippe Toussaint stellt seinen Roman "Sich lieben" vor

Aus der Reserve läßt er sich nicht gern locken. Nicht einmal von einem Übersetzer, der seine Bücher so feinfühlig ins Deutsche überträgt wie Bernd Schwibs. Wo auch immer sein Gesprächspartner im ausverkauften Frankfurter Literaturhaus ansetzte, Jean-Philippe Toussaint entzog sich wortreich verschmitzt in die nächstbeste Banalität. Wer den französischen Romancier und einstigen Junioren-Weltmeister im Scrabble kennenlernen möchte, muß sich also in seine Bücher vertiefen. Den jüngsten Roman hat er nun präsentiert: "Faire l'amour" ist voriges Jahr in den Pariser Éditions de Minuit erschienen und unter dem Titel "Sich lieben" jetzt in der Frankfurter Verlagsanstalt. Verleger Joachim Unseld ließ es sich nicht nehmen, den "letzten Gegenwartsautor, den Beckett noch lesen wollte", selbst vorzustellen.

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01.12.2003

Die letzte Nacht der Nacktschwimmer
Tränen unter der Schlafbrille, Salzsäure im Kulturbeutel: Jean-Philippe Toussaint inszeniert eine Trennung in Tokio
Ein europäisches Paar landet nächtens in Tokio. Im Taxi beginnt die schöne Frau „schwere Tränen der Trauer” zu weinen, während es damals, vor sieben Jahren, in einem anderen Taxi, in Paris, „reine Tränen der Freude” waren, die ihr „leicht und duftig wie Schaum schwerelos ihre Wangen hinunterrannen”. In der Nacht von Paris hatten die beiden ein billiges Hotel gesucht, um sich zum ersten Mal zu lieben, jetzt steigen sie im sündteuren Grandhotel von Shinjuku ab, um es das letzte Mal zu tun. Man ahnt, dass Gewaltiges bevorsteht, denn als sie die menschenleere Hotelhalle mit ihren Kristall-Lüstern durchqueren, beginnen diese leise zu klirren, und aus einer namenlosen Ferne ist dieses „verzweifelte Grollen der Materie” zu vernehmen, „das den Boden erzittern und die Wände wackeln ließ”.
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

26.11.2003

Ganz hingerissen ist Ina Hartwig von Jean-Phillippe Toussaints neuem Roman, dem sie den Aufmacher der November-Literaturbeilage der FR widmet. Das Buch ist eine "Hommage an Tokio, die Mode und die Blumen des Bösen", schwärmt Hartwig und präzisiert: "Sich lieben" ist trotz des Titels keineswegs pornografisch, sondern vielmehr die minutiöse, "fast möchte man sagen liebevolle" Erzählung vom Ende der Liebe zwischen einem namenlosen Ich-Erzähler und der Pariser Modeschöpferin Marie. Abgesehen davon liefere Toussaint ein "leichthändiges, genaues" Porträt Japans. Besonders beeindruckt ist Hartwig von der qualitativen Dichte des Buches, der anspruchsvollen Erzähltechnik, der Anordnung der miteinander korrespondierenden Szenen sowie der Detailfreude und -genauigkeit bei Objekten oder Lichtverhältnissen. "Allein die Logik von Sehen und Nichtsehen in diesem Roman zu erforschen, wäre abendfüllend." Der Abschluss des Buches, wenn die Sprache in die Poesie abgleitet, beweist der Rezensentin endgültig, dass Toussaint ihr Lob voll und ganz verdient hat.

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"Sein bisher schönster Roman."

Rezension

"Um Toussaint einzuordnen, müßte man ihn irgendwo neben Kafka und Beckett stellen, eine Brücke zwischen Mondrian und Pascal. Mit großer schriftstellerischer Reife lotet sein neuer Roman die Tiefen einer Liebeskrise aus. Und den Moment danach, das Nicht-mehr-Lieben." (Le Monde)
"Diese Geschichte einer unendlich traurigen Trennung ist ein Juwel an melancholischer Einfachheit, Toussaints bestes Buch bisher." (Les Inrockuptibles)
"Sich lieben besitzt dieselbe Schönheit wie ein langes Saxophonsolo in der Nacht, eine nicht enden wollende Melancholie." (Le Soir)

Autorenporträt zu "Jean-Philippe Toussaint"

Jean-Philippe Toussaint, geboren 1957 in Brüssel, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Romanveröffentlichungen, mehrere Filmdrehbücher und führte selbst Regie. Der Autor lebt in Brüssel und auf Korsika.

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