Naked Lunch - Burroughs, William S.

William S. Burroughs 

Naked Lunch

Die ursprüngliche Fassung

Übersetzung: Kellner, Michael; Herausgegeben von Grauerholz, James; Miles, Barry
Broschiertes Buch
 
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Naked Lunch

"Naked Lunch", eines der wichtigsten literarischen Werke des 20. Jahrhunderts, liegt erstmals vollständig vor. Von Fehlern bereinigt, um alle unterdrückten Passagen ergänzt, enthält die Neuausgabe dieses Klassikers der Beat-Generation einen Anhang mit Briefen des Autors sowie ein Nachwort, das die abenteuerliche Publikationsgeschichte des Buches erzählt. Nun ist dieses wahrhaft bahnbrechende Werk in neuer Übersetzung neu zu entdecken.


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 409 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 409
  • rororo Taschenbücher Nr.25644
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 115mm x 30mm
  • Gewicht: 320g
  • ISBN-13: 9783499256448
  • ISBN-10: 3499256444
  • Best.Nr.: 32470275
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 20.11.2009

Der Kassenarzt der Vorhölle

Die Offenbarung der Beat-Generation in der ursprünglichen Fassung: William Burroughs' Kult-Roman "Naked Lunch". Erst die neue Übersetzung macht für deutsche Leser nachvollziehbar, warum Burroughs von Kerouac als größter Satiriker seit Swift gefeiert wurde.

Drogen und Wahn, Sex bis zum Abwinken, keine Handlung - so machte Literatur um 1960 Furore. Was ist heute davon geblieben? Der vielleicht immer noch radikalste Roman, der je geschrieben wurde. Auch wer "Naked Lunch" nie gelesen hat, kennt seinen Ruf. Sein Einfluss ist enorm: Die Popkultur sog viel süßes Gift aus ihm, eine Handvoll Bands fand hier zu ihrem Namen, wie etwa Steely Dan - im Roman steht die Bezeichnung für einen Dildo der Extraklasse.

In vielen Junkie-Büchern, man denke an die "Kinder vom Bahnhof Zoo", verbindet sich kaum verhohlener Erfahrungsstolz mit der gerade deshalb eher unglaubwürdigen Drogenwarngeste; man kennt die Mischung auch aus zahllosen Rocksongs. Zwar wurde auch "Naked Lunch" mit dem Junkie-Etikett zum Underground-Standardwerk. Der Reiz des Buchs besteht jedoch weniger im Drogen-Insidertum als in den schräg-surrealen Szenerien, …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Es ist so: Der Roman ist ein radikales, schockierendes Underground-Happening, noch immer. William S. Burroughs satirischer Aderfluss in diesem Werk hat, findet Wolfgang Schneider, sogar an Aktualität gewonnen (Stichwort "Islam-AG"). Allerdings handelt es sich bei dem hier vorliegenden Exemplar um eine großspurig annoncierte Rückkehr zur Urfassung. Und da muss Schneider dann doch einhaken. Denn seine freudige Erwartung früherer Textstufen wird jäh gedämpft. Im Nachwort nämlich kommt es raus: Die Herausgeber ducken sich weg vor den betonharten Leseerwartungen eingefleischter Fans und beziehen sich auf die hinlänglich bekannte Fassung der Grove-Ausgabe! Schneider kann's nicht glauben. Nach dem anfänglichen Schreck entdeckt er dann doch noch ein paar Eingriffe (verlorengegangene beziehunsgweise alternative Passagen, eine Verschärfung des Tons), die ihn aufatmen lassen. So richtig versöhnt wird der Rezensent allerdings erst durch die Neuübersetzung von Michael Kellner. Die nun macht für ihn Burroughs' "antimoralischen Furor", seine Direktheit und auch seine "bizarre Komik", die Schneider nun allesamt als in der Tradition Ferdinand Celines stehend erkennt, höchst nachvollziehbar. Mal ehrlich, klingt "Tunte" nicht gleich viel besser als "Warmer"?

© Perlentaucher Medien GmbH

"Das größte Verdienst der deutschen Ausgabe ist indessen die sehr gelungene Neuübersetzung von Michael Kellner. Burroughs komplexe Sprache ist eine harte Nuss für Übersetzer, denn mit Genauigkeit allein ist es hier nicht getan. Vielmehr gilt es, eine Sprachmusik nachzukomponieren. Das ist Kellner gelungen. Erst die neue Übersetzung macht für deutsche Leser nachvollziehbar, warum Burroughs von Kerouac als größter Satiriker seit Swift gefeiert wurde." Wolfgang Schneider, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.09
"Michael Kellner hat den Text neu übersetzt, scharf, kompromisslos, brillant, was im Ergebnis ebenfalls zu einem Text-Ereignis führt, dem unbedingt zuzuraten ist." Susanne Mayer, Die Zeit, 17.09.09
"Wenn zum 50. Jahrestag der Erstveröffentlichung nun die deutsche Übersetzung der originalen Fassung erscheint, wird damit ein wichtiges Dokument der Underground-Literatur abermals erschlossen." Jürgen Brôcan, Neue Zürcher Zeitung, 19.09.09
"Michael Kellner hat eine Kärrnerarbeit bewältigt. Nicht nur, dass er das Meisterwerk nun neu ins Deutsche übertragen hat. Kellners Arbeit bringt auch den Urtext erstmals zum Vorschein. Die mustergültige Edition des literarischen Durcheinanders stellt zum Text noch Briefe von Burroughs und eine minutiöse Aufarbeitung der komplizierten Veröffentlichungsgeschichte." Berliner Morgenpost, 13.03.09
William S. Burroughs (1914-97) studierte englische Literatur, Ethnologie, Archäologie und Medizin in Harvard und Wien. Arbeitete in den USA zeitweise als Privatdetektiv, Kammerjäger, Farmer und Reporter, und verfiel dem Rauschgift. Reisen nach Europa und Südamerika, lange Aufenthalte in Tanger. 1974 zieht er nach New York, 1982 nach Lawrence, Kansas. Für sein Gesamtwerk wurde Burroughs 1975 mit dem 'Literature Award des National Institute of Arts and Letters' geehrt.

Kundenbewertungen zu "Naked Lunch" von "William S. Burroughs"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 1 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** schlecht)
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***** sehr gut
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(1)
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Bewertung von Nicole Menge aus Freiburg, Schweiz am 18.12.2002 ***** schlecht
Inhaltlich gibt es nichts an diesem Buch auszusetzen. Es ist eines meiner Lieblingsbücher. Ich finde es auch sehr schön, dass ro ro ro es 1999 wieder rausgegeben hat und dazu noch ungekürzt. Gekauft habe ich es dennoch nicht. Die aufmachung ist leider entsetzlich. Um es aufzupeppen (was bei so einem buch eigentlich gar nicht nötig ist), haben sie einen Salat aus verschiedenen Schriftarten serviert und das ganze noch mit Strichcodes dekoriert. Gerne hätte ich auch etwas mehr geld ausgegeben, um es auf einem höherwertigen Papier zu erhalten. Schade. Ich muss sagen, da warte ich lieber auf was Besseres oder suche im Antiquariat.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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