Letzte Nacht in Twisted River - Irving, John

John Irving 

Letzte Nacht in Twisted River

Roman

Aus d. Amerikan. v. Hans M. Herzog
Buch mit Leinen-Einband
 
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Letzte Nacht in Twisted River

Von der Sehnsucht und der Flüchtigkeit des Glücks. Die Odyssee eines Kochs und seines Sohns durch New Hampshire und halb Amerika, ausgelöst durch eine tragische Verwechslung. Die Geschichte einer großen Liebe und vieler kleiner.

1954 in einem Flößer- und Holzfällercamp in den Wäldern von New Hampshire: Der 12-jährige Danny verwechselt im Dunkeln die Geliebte des Dorfpolizisten mit einem Bären, mit tödlichen Folgen. Der Junge muss mit seinem Vater Dominic, dem Koch des Camps, fliehen - zuerst nach Boston und von dort weiter nach Vermont und Iowa und schließlich nach Kanada, verfolgt von einem Rächer, der auch nach Jahrzehnten nicht vergisst. Jedes Mal steht Dominic in einer neuen Küche und muss aus fremden Zutaten etwas zaubern: ein neues Gericht, eine neue Identität, eine neue Existenz für sich und seinen Sohn. Doch das Leben von Danny und Dominic bleibt eine Achterbahnfahrt, mit höchstem Glück und tiefstem Schmerz, mit bedrohlichen ebenso wie mit liebenswerten Weggefährten. Dabei sehnen sich die beiden nur danach, endlich zur Ruhe, irgendwo anzukommen.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 732 S.
  • Seitenzahl: 832
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 126mm x 39mm
  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783257067477
  • ISBN-10: 325706747X
  • Best.Nr.: 27956922

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Rezensentin Irene Binal ist enttäuscht und etwas gelangweilt von diesem neuen Roman von John Irving. Das stimmt sie geradezu traurig, da sie sehr gut in Erinnerung hat, wie Irving vor zwanzig Jahren noch mit seiner Figurenzeichnung in der Lage war, "dem Leser das Herz aus dem Leib zu reißen". Diesmal erscheint der Rezensentin vieles "allzu absehbar" und selbst die "skurrilen Wendungen", von denen es durchaus einige gibt, wirken im Ergebnis auf Binal "wenig spektakulär". Fast erleichtert ist sie dementsprechend, als sie mit der Geschichte endlich durch ist. Die Rezensentin hat das Gefühl, den "Abgesang" eines vormals von ihr sehr geschätzten Autors mitzuerleben.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Irvings heißblütigster und gleichzeitig klarsichtigster Roman, von traumwandlerischer Eleganz, scharf und bissig, abgeklärt, intim, tolldreist. In diesem Roman verwebt Irving alles, was wir an seinen Büchern lieben, zu etwas völlig Neuem. (Los Angeles Times)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.06.2010

Da wird der Bär in der Pfanne verrückt

Wenn der Pizzaservice Küchenpsychologie anbietet: John Irvings neuer Roman ist sein bislang politischster - leider.

Von Martin Halter

Nicht ganz überraschend handeln die acht Romane des Schriftstellers Danny Angel von den gleichen Obsessionen und Urängsten wie die zwölf, die John Irving geschrieben hat: "zerrüttete Familien; belastende sexuelle Erlebnisse; diverse Verluste der Unschuld, alle mit Reue und Trauer verbunden". Wo Irving draufsteht, das muss man ihm lassen, ist auch Irving drin, und so gibt es auch in seinem jüngsten Werk wieder jede Menge zerrüttete Familien, bizarre sexuelle Erlebnisse, frühkindliche Traumata und asymmetrische Liebesgeschichten. Die Männer sind wie immer jung, schwach und schüchtern, die Frauen älter, stärker und furchtloser: Sixpack-Pam etwa ist ein rauhes, aber herzliches Flößerluder, Lady Sky eine exzentrische Nacktfallschirmspringerin, die mit ihrer Punktlandung im Schweinestall die sexuelle Revolution der sechziger Jahre auf den Begriff bringt. Außerdem werden wieder linke Hände abgehackt und Bären gejagt.

Der Bär ist bekanntlich das Wappentier …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.05.2010

Die linke Hand des Schicksals
Etwas Besseres als den Tod findest du überall: John Irvings neuer Roman „Letzte Nacht in Twisted River“
„Er wusste, dass Geschichten Wunder waren – sie ließen sich einfach nicht aufhalten. Er hatte das Gefühl, dass das große Abenteuer seines Lebens erst begann . . .“. So beginnt der letzte Absatz des 730-seitigen Romans „Letzte Nacht in Twisted River“ von John Irving. Es ist der Schluss eines großen Buches. Denn, obwohl man dem Autor bis hierhin – und bisweilen atemlos – durch ein Panoptikum der fürchterlichsten Begebenheiten und anrührendsten Gestalten, der unmöglichsten Begegnungen und schlimmsten Schicksalsschläge über geschilderte fünf Dekaden hinweg gefolgt ist, in denen mehrere Leben begonnen und wieder verloren wurden, ist man bereit, Irving auch dies sofort zu glauben: Daniel Baciagalupo, ein Greis im besten Alter und weltberühmter Schriftsteller, steht am Ende immer noch vor dem großen Abenteuer seines Lebens.
Man muss Irvings Romane als Märchen lesen. Als moderne Märchen, durch die eigentümliche Luftwesen, nicht gestaltende Menschen, hindurchgeweht werden wie Schneeflocken durch …

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John (Winslow) Irving, geboren am 2. März 1942 in Exeter, im Staat New Hampshire, als ältestes von vier Kindern. John Irvings Vater war Lehrer und Spezialist für russische Geschichte und Literatur. Seine Kindheit verbrachte Irving in Neuengland. 1957 begann er mit dem Ringen; 19jährig wusste Irving, was er werden wollte: Ringer und Romancier. Studium der englischen Literatur an den Universitäten von New Hampshire und Iowa, wo er später Gastdozent des Schriftsteller-Workshops war. Deutschkurs in Harvard. 1963-1964 Aufenthalt in Wien. 1964 Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Arbeit als Lehrer an Schule und Universität bis 1979. Lebt heute in Toronto und im südlichen Vermont. 1992 wurde Irving in die National Wrestling Hall of Fame in Stillwater, Oklahoma, aufgenommen, 2000 erhielt er einen Oscar für die beste Drehbuchadaption für seinen von Lasse Hallström verfilmten Roman Gottes Werk und Teufels Beitrag.

Kundenbewertungen zu "Letzte Nacht in Twisted River" von "John Irving"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von lillz aus Nürnberg am 08.08.2011 ***** ausgezeichnet
Ein tolles Buch! Man muss sich zwar erst eine Zeit lang einlesen, aber dann wachsen einem die Personen richtig ans Herz und man möchte gar nicht, dass das Buch/die Geschichte aufhört :)! Sehr empfehlenswert!

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Bewertung von Max aus Penzberg am 09.08.2010 ***** gut
John Irvin steht immer für gute Unterhaltung. In "Letzte Nacht in Twisted River" entwirft er ein pralles Panorama an der Ostküste der USA, das von den 1950ern bis mehr oder weniger heute reicht. Es geht um die Lebensläufe eines Kochs in einem Holzfällercamp, der aufgrund eines dummen Unfalls mit seinem Sohn über Nacht fliehen muss. Eigentlich geht alles gut, aber es wäre nicht John Irving, wenn er seinen Protagonisten nicht immer wieder Knüppel zwischen die Beine werfen würde. Sehr komisches Personal stolpert da durch die Erzählung.
Punktabzug gibts, weil für meinen Geschmack zu viel John Irvin persönlich drin ist, wie der Schriftsteller um Worte ringt, wo er schreibt, was er beim Joggen gegen beißwütige Hunde unternimmt, klingt dann doch sehr nach tatsächlich Erlebtem des Autors. Und im Fenster seiner Schreibstube sieht er ein mickrige Kiefer, die sich im Wind neigt. Wiederzufinden als Foto von Everett Irving im Vorsatz. Das ist mir dann doch etwas zu durchsichtig.

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