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Die stärkste Frau der deutschen Literatur - und ein Gaukler mit Stelzfuß aus dem "Deutschen Krieg" So eine Frau kann man lange suchen: wild, unabhängig, wagemutig - und für jeden derben Spaß zu haben. Reinhard Kaiser holt "die Courage" ins Hier und Jetzt zurück - und vergisst auch den seltsame Herrn Springinsfeld nicht. Ein Jahr nach dem gewaltigen Erfolg seines "Abenteuerlichen Simplicissimus Deutsch" ließ Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen 1669/70 seinem großen Buch zwei kürzere Romane folgen, deren Protagonisten es in sich haben wie der Simplicissimus: der gelernte Gaukler un…mehr

Produktbeschreibung

Die stärkste Frau der deutschen Literatur - und ein Gaukler mit Stelzfuß aus dem "Deutschen Krieg" So eine Frau kann man lange suchen: wild, unabhängig, wagemutig - und für jeden derben Spaß zu haben. Reinhard Kaiser holt "die Courage" ins Hier und Jetzt zurück - und vergisst auch den seltsamen Herrn Springinsfeld nicht. Ein Jahr nach dem gewaltigen Erfolg seines "Abenteuerlichen Simplicissimus Deutsch" ließ Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen 1669/70 seinem großen Buch zwei kürzere Romane folgen, deren Protagonisten es in sich haben wie der Simplicissimus: der gelernte Gaukler und Tierstimmenimitator Springinsfeld, der sich zuerst als Soldat und später als Bettler durch die verkehrte Welt seiner Zeit schlägt, und die Landstreicherin, Soldatin, Marketenderin, Hure, siebenmalige Ehefrau und spätere Zigeunerkönigin Courage. Packend und präzis in jedem Detail erzählen sie von ihrem wüsten Leben und...
  • Produktdetails
  • Die Andere Bibliothek Bd.310
  • Verlag: Ab - Die Andere Bibliothek
  • Best.Nr. des Verlages: 006233
  • Seitenzahl: 353
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 350 S.
  • Deutsch
  • Abmessung: 226mm x 128mm x 30mm
  • Gewicht: 570g
  • ISBN-13: 9783821862330
  • ISBN-10: 3821862335
  • Best.Nr.: 29669997

Autorenporträt

Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen wurde 1621 oder 1622 im hessischen Gelnhausen geboren. Dass er im "Simplicissimus" seine Kindheit und sein Soldatenleben im Dreißigjährigen Krieg geschildert habe, ist wohl nur ein Teil der biographischen Wahrheit. Wie die ganze Wahrheit aussieht, weiß man nicht. Er starb im August 1676 in Renchen bei Offenburg.
Hans J. Chr. von Grimmelshausen

Rezensionen

"Grimmelshausen zeigt sich auch hier als sprachmächtiger, fabulierfreudiger und, was die Konstruktion der Romane angeht, geradezu moderner Autor. Wer schon einmal einen Abend lang Kaiser bei einer Lesung gelauscht hat, der weiß, dass er reich beschenkt nach Hause gehen wird."(Jürgen Lentes, Frankfurter Rundschau, 12. Oktober 2010)

"Erneut ein Wunderwerk der Adaption eines jahrhundertealten literarischen Werkes für die Gegenwart."(Hans-Joachim Müller, Butzbacher Zeitung, 12. Oktober 2010)

"(...) wichtig ist dem Übersetzer und Wortkünstler Kaiser, dem modernen Leser Freude bei der Lektüre zu schenken und ihm Einsichten zu vermitteln, die zeitlos sind und von Grimmelshausen zur Bewältigung auch moderner Probleme angeboten werden."(Alois Weimer, Gelnhäuser Tagblatt, 6. Oktober 2010)

"Dieser Zeit zu begegnen - mit Grimmelshausen als kundigem Führer - ist ein wahres Abenteuer. Und geschmückt wird es von dieser unglaublichen barocken Sprachkraft, der auch durch Kaisers feine Eingriffe das Funkeln nicht abhanden kam. (...) Geschichten voller Wahn- und Irrsinn, Lug und Trug."(Lothar Schröder, Rheinische Post, 4. Oktober 2010)

"Dem "Simplicissimus" vor einem Jahr ist jetzt ein Band mit den beiden anderen Romanen gefolgt. Dieser neue Grimmelshausen ist ein Werk des Schriftstellers und Übersetzers Reinhard Kaiser. Er hat sich der Bücher, die ihn schon immer beeindruckt haben, mit Liebe, Respekt und Feingefühl angenommen und ist dabei so dicht wi möglich am Original geblieben. Er lässt nichts weg und fügt nichts hinzu, er macht sich auch nicht durch auffällige Wortfindungen oder andere Mätzchen wichtig. (...) Kaisers Fassungen haben Schwung, und sie lesen sich wunderbar. Der Verlag, der die barocken Romane, nobel gedruckt und fantastisch ausgestattet, in seiner Anderen Bibliothek herausbrachte, hat viel Engagement und Liebe in dieses Projekt investiert. Der "Simplicissimus" ist ein bemerkenswerter, sogar erstaunlicher Erfolg geworden. Er wäre auch dieser "Courage" zu wünschen."(Klaus Bellin, Neues Deutschland, 24. November 2010)

"Kaiser übertrug die weitschweifige Barock-Sprache in ein elegantes modernes Deutsch, ohne die Ecken und Kanten zu glätten. (...) Was der Erzbetrügerin zu wünschen ist? Dass sie mindestens so erfolgreich sein wird wie der Held des Abenteuerlichen Simplicissimus."(Jürgen Werth, NDR, 25. November 2010)

"Wie der [Grimmelshausen] diese Frau durch die Wirren des Dreißigjährigen Krieges zeihen lässt, ist atemberaubend. Und wie er sie frei von Moralin und Belehrungen, dafür mit Witz und unverstelltem Blick über ihre Abenteuer und Amouren schwadronieren lässt, ist schlicht umwerfend."(Heinz Storrer, Schweizer Familie, Dezember 2010)

"Äußerst vergnüglich."(Harald Schwiers, Badische Neueste Nachrichten, 01. April 2011)
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Angesichts der Übersetzung der beiden in diesem Band versammelten Barockromane in modernes Deutsch von Reinhard Kaiser wird es Manfred Koch etwas weh ums Herz. Denn das "krause Barockdeutsch" mit seinen derben Wendungen und herrlich vertrackten Fügungen verliert, in zeitgenössische Sprache gebracht, ihre Ausstrahlung, bedauert der Rezensent, der dafür gleich mehrere Beispiele einander gegenüberstellt. Ohne Frage seien die Übersetzungen Kaisers alle richtig, räumt Koch ein. Doch wenn aus "es war Null und verhimpelt" ein schnödes "versiebt und nicht zu ändern" wird, geht eben auch der besondere "Reiz" verloren, so der Rezensent. Dabei hätte es in seinen Augen durchaus gereicht, die heute unverständlichen Stellen durch Anmerkungen zu erhellen.

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