Gegen die Welt - Brandt, Jan

Jan Brandt 

Gegen die Welt

Roman

Gebundenes Buch
 
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Gegen die Welt

Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Kuper beginnt einen Kampf gegen das Dorf und seine Bewohner. Sie sind es, gegen die er aufbegehrt, und sie sind es, gegen die er am Ende verliert.
Gegen die Welt ist ein großer deutscher Roman: über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen.

"Ein tollkühner Roman über Freundschaft und Verrat. Rebellisch und bewegend, wahnsinnig und witzig. Großes Kino."

Sönke Wortmann


Produktinformation

  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 927 S.
  • Seitenzahl: 927
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 150mm x 46mm
  • Gewicht: 926g
  • ISBN-13: 9783832196288
  • ISBN-10: 3832196285
  • Best.Nr.: 33353348
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.09.2011

Der nächste Bundestrainer kann nicht Dieter Schatzschneider heißen

Hier hätten die Brüder Karamasow sich einiges abschauen können: Jan Brandt legt mit "Gegen die Welt" einen gewaltigen, beeindruckenden Roman vor, der das Zeug zum Sieger hat.

Von Edo Reents

Der Lokführer, der mit den Selbstmördern auf den Gleisen nicht fertig wird, bezieht es nur aufs Wetter; aber man versteht es bald in einem allgemeinen Sinne: "Vorhersagen mögen für den Rest der Republik gelten, für Ostfriesland sind sie nutzlos. Hier muss man jederzeit auf alles gefasst sein." Machen wir uns gefasst auf ein Romandebüt, dessen Umfang (mehr als neunhundert Seiten) nicht die einzige Überraschung ist. Hier wird keine Tee-und-Kluntje-Romantik verzapft, es gibt weder Moorleichen noch Ostfriesennerze, und es wird auch kaum Plattdeutsch gesprochen. Das lokale Aroma ist nicht besonders streng und der Ort des Geschehens, das fingierte Dorf Jericho, hinter dem sich die Stadt Lee verbirgt, vielleicht zufällig gewählt.

"Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen" - in diesem berühmten Einstieg in Uwe Johnsons Debüt "Mutmaßungen über Jakob" (1959) spiegelt …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Von der Begeisterung, die Jan Brandts "Gegen die Welt" bei vielen Kritikern ausgelöst hat, ist bei Jutta Person nichts zu spüren. Zwar kann sie dem Debütroman viele gute Beobachtungen und einige komische Szenen attestieren, aber die gehen in ihren Augen im Endlosstrom dieses Tausendseitenbacksteins ziemlich unter. In immergleicher Tonlage fahre Brandt hier die Fetischobjekte der achtziger Jahre auf, vermenge sie mit mit SciFi-Paranoia und bliblisch-unheilvollem "Hintegrundgeschrammel". Dass Person dies ungefähr für das Gegenteil von geschichtsgesättigter Literatur hält, wird ziemlich bald klar. Und von wegen "Gegen die Welt": Der Roman ist in Person Augen das reinste Retro-Fest und umarmt alle, "die mal einen Parka hatten".

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 03.09.2011

Wenn Schnee fällt in Jericho
Ostfriesische Apokalypse mit Heavy Metal-Tonspur: Jan Brandts wagemutiger Debütroman „Gegen die Welt“
Die erste Frage, die sich stellt: Ist das Mut oder Hybris? Ein deutschsprachiger Debütroman, der auf knapp 1000 Seiten seinen räumlich beengten Kosmos nur ganz selten einmal verlässt. Ein Buch, das in einer ostfriesischen Kleinstadt angesiedelt ist und nur dort; das sich, so könnte man meinen, jeden einzelnen der Bewohner vor- und ihn auseinandernimmt. Das noch dazu keinen Hehl aus seiner Ambition macht; mit in der Mitte geteilten Seiten und parallel laufenden Erzählsträngen arbeitet, mit typographischen Variationen, mit Leerseiten.
Ein Akt der Maßlosigkeit. Der Versuch, alles in einen Text einfluten zu lassen, was da war und ist. Mehr als zehn Jahre, so hört man, habe Jan Brandt, der 1974 in Leer geboren wurde und in Berlin lebt, an seinem ersten Roman gearbeitet. Es ist, gerade angesichts seines gewaltigen Umfangs, ein erstaunlich stilsicheres, in seinem komplexen Aufbau klug durchdachtes Buch geworden, das sich nach allen Seiten hin öffnet und gleichzeitig absichert: nach oben, hin zu Gott und den Außerirdischen. In …

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"Das ehrgeizigste Debüt der neuen Saison." -- FAZ

"Ein berührendes, aufwühlendes und brillantes Buch und das deutsche Debüt des Jahres!" -- BÜCHER

"Ein Debüt, das aufs Ganze geht." -- BOERSENBLATT.NET

"Eine zu Herzen gehende Geschichte (...) und auch optisch ausnehmend schönes Buch. Ein grandioser Rundumblick auf eine kleine Welt, in der sich mehr von der großen Welt da draußen widerspiegelt als ihre Bewohner manchmal erkennen können." -- SPIEGEL ONLINE

"Ich habe selten etwas von einem neuen Autor gelesen, das mich auf so vielen Ebenen begeistert, erinnert, unterhalten und fasziniert hat, und prognostiziere ihm einen durchschlagenden Erfolg!" -- EMOTION.DE

"Es fehlt ja sonst so oft an Genauigkeit, an Sprachgefühl, Liebe zum Gegenstand und Wut über den Zustand der Welt. All das gibt es in Brandts Buch. (...) Jan Brandt zeigt, was für ein guter Erzähler er ist, wie genau er beobachtet, wie er unterschiedliche Tempi beherrscht und wie er eine Geschichte verknappen und beschleunigen kann." -- FAS

"Brandts halluzinogener Roman "Gegen die Welt" ist ein Wunderwerk über Erwachsenwerden in der Provinz, Freundschaften, weites Ostfriedland, den noch weiteren Pop und sowieso, über den ganzen Rest." -- STERN

"Ein kolossaler Debütroman: Es ist ein Meisterstück, wie nahe er Personen kommt." -- HAMBURGER ABENDBLATT

"(...) eines der ehrgeizigsten Buchprojekte dieses Herbstes." -- BERLINER MORGENPOST

"Gegen die Welt liest sich wie ein Bastard aus dem Uwe Johnson der Jahrestage, der Abgründigkeit von J.D Salinger und dem Horror von Stephen King (...)" "Eine wilde Mixtur aus verstellt autobiografischer Rekonstruktion, Jugendroman, Coming-of-Age-Geschichte und fiebriger Untergangsfantasie. Ein wuchtiges, wunderbar anmaßendes und in seiner Detailversessenheit und seinem lexikalischen Reichtum triumphales Buch, das sich gegen eine Welt der Verhinderung und der Unterdrückung richtet." -- ROLLING STONE

"Ein beeindruckendes Buch." -- ZEIT ONLINE

"Brandt schreibt herrliche Dialoge. (...) Ein hoch ambitioniertes Projekt. Man langweilt sich nicht ein einziges Mal." -- JOURNAL FRANKFURT

"Dass seine pessimistische Weltsicht dennoch nicht zu einer deprimierenden Lektüre führt, verdankt sich der formalen Brillanz, mit der Jan Brandt seinen Stoff präsentiert." -- WDR3

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wenn die Jury nicht wieder branchenpolitisch entscheidet, dann muss der Buchpreis Mitte des Monats einfach an Jan Brandt gehen. Der 37-Jährige wagt sich mit seinem Debütroman nicht nur an das eigentlich überstrapazierte Genre des Coming-of-Age-Romans, er gönnt sich auch gleich mehr als 900 Seiten, um die Geschichte des jugendlichen Außenseiters Daniel Kuper in dem fiktiven ostfriesischen Dorf Jericho zu erzählen. Mit vielen Nebenfiguren und Detailliebe, mit Perspektivwechseln und Science-Fiction-Elementen erzählt er in apokalyptischen Bildern vom Niedergang. Nach und nach wird dabei das tiefenscharfe Psychogramm zu einer Chronik des Provinzlebens, in die Brandt hintergründig das Weltgeschehen der 80er einarbeitet. Und das gelingt ihm dann auch noch mit formalen Innovationen wie split pages und verblassender Schrift, die nicht aufgesetzt wirken, sondern inhaltlich motiviert sind. (cs)

Ein beeindruckendes Buch. ZEIT ONLINE Brandt schreibt herrliche Dialoge. ( ) Ein hoch ambitioniertes Projekt. Man langweilt sich nicht ein einziges Mal. JOURNAL FRANKFURT Dass seine pessimistische Weltsicht dennoch nicht zu einer deprimierenden Lektüre führt, verdankt sich der formalen Brillanz, mit der Jan Brandt seinen Stoff präsentiert. WDR3 "Ein erstaunlich stilsicheres, in seinem komplexen Aufbau klug durchdachtes Buch (...) variantenreich, kühn und zugleich sicher." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Der Roman hat sich vom Gestaltungsfuror seines Schöpfers nicht beirren lassen. Gegen die Welt hat alle Tugenden eines altmodischen Romans: einen Ort, einen Konflikt und viele Figuren, die man nachher zu seinem Bekanntenkreis zählt." DIE WELT Brandt hat wirklich etwas zu erzählen ( ) ein fulminanter Roman über die Provinz und ihre Mentalität. DER TAGESSPIEGEL Höhepunkt des auch formal famosen Buches ist der sich über 150 Seiten als Fußnote hinziehende Monolog eines Lokführers, dem sich immer wieder jemand vor den Zug wirft. DAS MAGAZIN Grandios. 1LIVE "Hier hätten die Brüder Karamasow sich einiges abschauen können: ein gewaltiger, beeindruckender Roman, der das Zeug zum Sieger hat (...)Jan Brandt hat mit diesem gewaltigen Roman viel gewagt und (praktisch) alles gewonnen. FAZ Brandt experimentiert auf Teufel komm raus, teilt Seiten, und kann eben doch, was ein Romancier können muss: beschreiben, Bögen spannen und glaubhafte Charaktere entwerden, kurz: eine Welt schaffen. ( ) Dieser Roman rockt. DIE WELT Ein auch formal famoses Buch. DAS MAGAZIN Der Leser wird in die Brandt sche Welt gesogen und zu einem Bewohner Jerichos. ( ) Jan Brandt ist ( ) ein grandioses Debüt gelungen. BERLINER ZEITUNG Die Schönheit dieses Buchs liegt, neben allem anderen, im Ehrgeiz seines Autor, in der Anmaßung seines erzählerischen Programms, in seiner großen Geste. ( ) Jan Brandt hat nicht einfach einen Roman geschrieben, in diesem Herbst ist Gegen die Welt tatsächlich das Buch der Bücher. SPIEGEL Gegen die Welt macht von Anfang an süchtig: mit subtilem Humor und entlarvenden Dialogen. ( ) Wer noch nach dem großen Herbstroman sucht: hier ist er. NEON 928 Seiten lang glaubt man, in Ostfriesland mitzuleben und mitzuleiden. Das ist es, was ein großer Roman schaffen kann. MUSIKEXPRESS Eines der überraschendsten Bücher dieses Herbstes. TAZ Es entsteht ein Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Dass es das 900-Seiten-Wekr auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat, ist also keine Überraschung. DEUTSCHLANDRADIO KULTUR Die Feuilletons der Republik schäumen über vor Lob für Jungautor Brandt. Völlig zu Recht. GQ In diesem unglaublichen Buch fasziniert jeder Satz. GRAZIA Große Szene, großes Buch. HAMBURGER ABENDBLATT Er enthält alles, was einen großen Roman ausmacht. FRANKFURTER NEUE PRESSE "Klug, dunkel und vor allem ein raffiniertes Spiel mit der Wirklichkeit." NDR KULTURJOURNAL Einer der schönsten, aufregendsten Romane dieses Jahres. FRANKFURTER NEUE PRESSE Wie Brandt bei allem Aufwand seine erzählerischen Zügel in der Hand behält und am Ende locker einen Trumpf aus dem Ärmel schüttelt, ist schlicht großartig. BUCHJOURNAL Gegen die Welt besticht durch seinen komplexen Aufbau, ist klug und tollkühn und ein Wahnsinn von einem Buch! EMDER ZEITUNG Ganz, ganz große Literatur. WZ - GENERALANZEIGER

"Das ehrgeizigste Debüt der neuen Saison." FAZ "Ein berührendes, aufwühlendes und brillantes Buch und das deutsche Debüt des Jahres!" BÜCHER "Ein Debüt, das aufs Ganze geht." BOERSENBLATT.NET "Eine zu Herzen gehende Geschichte (...) und auch optisch ausnehmend schönes Buch. Ein grandioser Rundumblick auf eine kleine Welt, in der sich mehr von der großen Welt da draußen widerspiegelt als ihre Bewohner manchmal erkennen können." SPIEGEL ONLINE "Ich habe selten etwas von einem neuen Autor gelesen, das mich auf so vielen Ebenen begeistert, erinnert, unterhalten und fasziniert hat, und prognostiziere ihm einen durchschlagenden Erfolg!" EMOTION.DE "Es fehlt ja sonst so oft an Genauigkeit, an Sprachgefühl, Liebe zum Gegenstand und Wut über den Zustand der Welt. All das gibt es in Brandts Buch. (...) Jan Brandt zeigt, was für ein guter Erzähler er ist, wie genau er beobachtet, wie er unterschiedliche Tempi beherrscht und wie er eine Geschichte verknappen und beschleunigen kann." 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Ein hoch ambitioniertes Projekt. Man langweilt sich nicht ein einziges Mal." JOURNAL FRANKFURT "Dass seine pessimistische Weltsicht dennoch nicht zu einer deprimierenden Lektüre führt, verdankt sich der formalen Brillanz, mit der Jan Brandt seinen Stoff präsentiert." WDR3 "Ein erstaunlich stilsicheres, in seinem komplexen Aufbau klug durchdachtes Buch (...) variantenreich, kühn und zugleich sicher." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Der Roman hat sich vom Gestaltungsfuror seines Schöpfers nicht beirren lassen. Gegen die Welt hat alle Tugenden eines altmodischen Romans: einen Ort, einen Konflikt und viele Figuren, die man nachher zu seinem Bekanntenkreis zählt." DIE WELT "Brandt hat wirklich etwas zu erzählen (...) ein fulminanter Roman über die Provinz und ihre Mentalität." DER TAGESSPIEGEL "Höhepunkt des auch formal famosen Buches ist der sich über 150 Seiten als Fußnote hinziehende Monolog eines Lokführers, dem sich immer wieder jemand vor den Zug wirft." DAS MAGAZIN "Grandios." 1LIVE "Hier hätten die Brüder Karamasow sich einiges abschauen können: ein gewaltiger, beeindruckender Roman, der das Zeug zum Sieger hat (...)Jan Brandt hat mit diesem gewaltigen Roman viel gewagt und (praktisch) alles gewonnen." FAZ "Brandt experimentiert auf Teufel komm raus, teilt Seiten, und kann eben doch, was ein Romancier können muss: beschreiben, Bögen spannen und glaubhafte Charaktere entwerden, kurz: eine Welt schaffen. (...) Dieser Roman rockt." DIE WELT "Ein auch formal famoses Buch." DAS MAGAZIN "Der Leser wird in die Brandt'sche Welt gesogen und zu einem Bewohner Jerichos. (...) Jan Brandt ist (...) ein grandioses Debüt gelungen." BERLINER ZEITUNG "Die Schönheit dieses Buchs liegt, neben allem anderen, im Ehrgeiz seines Autor, in der Anmaßung seines erzählerischen Programms, in seiner großen Geste. (...) Jan Brandt hat nicht einfach einen Roman geschrieben, in diesem Herbst ist "Gegen die Welt" tatsächlich das Buch der Bücher." SPIEGEL "Gegen die Welt" macht von Anfang an süchtig: mit subtilem Humor und entlarvenden Dialogen. (...) Wer noch nach dem großen Herbstroman sucht: hier ist er." NEON "928 Seiten lang glaubt man, in Ostfriesland mitzuleben und mitzuleiden. Das ist es, was ein großer Roman schaffen kann." MUSIKEXPRESS "Eines der überraschendsten Bücher dieses Herbstes." TAZ "Es entsteht ein Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Dass es das 900-Seiten-Wekr auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat, ist also keine Überraschung." DEUTSCHLANDRADIO KULTUR "Die Feuilletons der Republik schäumen über vor Lob für Jungautor Brandt. Völlig zu Recht." GQ "In diesem unglaublichen Buch fasziniert jeder Satz." GRAZIA "Große Szene, großes Buch." HAMBURGER ABENDBLATT "Er enthält alles, was einen großen Roman ausmacht." FRANKFURTER NEUE PRESSE "Klug, dunkel und vor allem ein raffiniertes Spiel mit der Wirklichkeit." NDR KULTURJOURNAL "Einer der schönsten, aufregendsten Romane dieses Jahres." 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Kundenbewertungen zu "Gegen die Welt" von "Jan Brandt"

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Bewertung von Karthause am 21.02.2012 ***** sehr gut
Jan Brandt erzählt in seinem beachtenswerten Debütroman die Geschichte des im fiktiven ostfriesischen Jericho lebenden Daniel Kuper. Der Leser begleitet Daniel rund 20 Jahre lang. Er sieht ihn aufwachsen, beobachtet ihn bei Jungenstreichen und begleitet ihn durch seinen Alltag. Durch häufige Perspektivwechsel ermöglicht es Jan Brandt dem Leser, das gesamte Umfeld des Jungen kennenzulernen und zu erfahren, wie er auf andere Menschen wirkt. Eigentlich ist er ein ganz normales Kind - mit ein bisschen viel Fantasie und nur wenigen Möglichkeiten, diese in die richtigen Bahnen zu lenken. So werden ihm von den Bewohnern Jericho’s schnell alle möglichen sonderbaren Ereignisse zur Last gelegt, Nazischmierereien, Schneefall im Sommer, Kornkreise. Je mehr er versucht, seine Unschuld zu beweisen, umso mehr zieht er die Verdachtsmomente auf sich. Er wird zum Außenseiter und wirkt schon wie ein junger Don Quichote, der einen Kampf gegen Windmühlenflügel oder auch gegen die Welt aufgenommen hat. Mit großer Liebe zum Detail, man kann es auch fast schon als Detailversessenheit nennen, beschreibt der Autor das Leben in der Kleinstadt, charakterisiert die Bewohner, bis man schlussendlich glaubt, man kenne die Gegend, ihre Menschen und wäre den Weg vom Bahnhof zur Drogerie Kuper selbst schon x-mal gegangen. Das mag einerseits ein Vorteil sein, denn es schafft Nähe, andererseits entstehen durch die Ausführlichkeit unweigerlich Längen, die den Lesefluss hemmen. Besonders die schier endlosen und im ganzen Roman vorkommenden Aufzählungen haben meinen guten Gesamteindruck doch etwas getrübt. Ungewohnt, weil unüblich, ist auch das Layout des Romans. Er beginnt und endet mit jeweils 6 unbedruckten Seiten. Andere Seiten sind nur zum Teil mit Text gefüllt. In einer ganzen Passage existieren in einem oberen und einem unteren Teil unterschiedliche Handlungsstränge. Dann wieder verblasst das Druckbild.
Ungezählte Male gibt es Verweise auf Musik, Bücher und Filme der damaligen Zeit. Das lässt das Buch authentisch wirken, denn der Leser begibt sich in Gedanken auf die gleiche Zeitebene wie die Protagonisten.
Für mich ist "Gegen die Welt" ein unkonventionelles, mutiges Buch, das die Experimentierfreudigkeit eines jungen Autors belegt, der zum Teil mit Althergebrachtem und literarischem Einerlei bricht. Trotz meiner Kritik wird Jan Brandt bei mir nicht in Vergessenheit geraten. Auf einen neuen Romanen von ihm bin ich sehr gespannt.

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