Eigentlich wollen Nick und Kee nur ihren Commodore 64 abstauben.
Noch einmal in die Welt von Space Invaders, Pac-Man und Donkey Kong
zurückreisen. Doch der Nostalgietrip endet mit einer Überraschung:
In einem Spiel aus den Achtzigern entdecken die alternden
Joystickhelden eine geheime Botschaft. WELCOME TO DATACORP
Plötzlich erwacht der alte Hackerinstinkt wieder. Die Freunde gehen
im Dschungel der Bytes auf die Jagd - und entdecken eine weitere
Spur: Sie führt nach Iowa, mitten in die amerikanische Provinz.
Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Von der digitalen Schnitzeljagd
magisch angezogen, tritt das Duo die Reise in die USA an. Für die
Hobby-Computerarchäologen beginnt eine Odyssee um die halbe Welt -
und durch die Geschichte der Games. Doch am Ende geht es in dem
Spiel um viel mehr als nur den nächsten Highscore.
C't Magazin ... Im Zuge der Handlung, die an ein Roadmovie erinnert, reißen die beiden um zwei Jahre gealterten Helden aus "Extraleben" so ziemlich alles an, was den Bodensatz der Erinnerung heutiger Admins, Entwickler und IT-Manager in den Vierzigern bildet: den Commodore-Killer-Poke, das Land-of-Confusion-Video von Genesis, den Pentium-Rechenfehler... Intensive Medienkonsumenten und Computernostalgiker verschlingen das Buch begeistert.
Titanic In guter romantischer Tradition beweist Gillies, dass sich Ironie und Sentimentalität ebenso wenig ausschließen müssen wie Fachidiotie und Intelligenz. Stilsicher ist er außerdem und - bei einer Geschichte, deren Thema so beschränkt ist, das Allerwichtigste: Er hat Charme. Und damit sind deutsche Unterhaltungsautoren so selten begnadet, dass ich sie auf keinen Fall unerwähnt lassen wollte.
Constantin Gillies hat den Aufstieg und Fall des deutschen Webwunders hautnah miterlebt. Als Korrespondent bei der Welt hat er beim Aufbau der Beilage WebWelt mitgewirkt. Heute arbeitet er als freier Journalist unter anderem für die Welt, die FAZ, das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.