Die Fehde der Königinnen - Maaser, Eva

Eva Maaser 

Die Fehde der Königinnen

Historischer Roman. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Die Fehde der Königinnen

Europa im Jahr 566: Königin Brunichild führt einen erbitterten Kampf mit ihrer Schwägerin Fredegunde. Seit Jahren tobt nun schon die Fehde zwischen den beiden Königinnen um Gebietsansprüche, Macht und Ansehen. Brunichild jedoch hat Wittiges, einen jungen Landadeligen, als Verbündeten und treuen Vasallen an ihrer Seite. Er hat sein Herz in der ersten Stunde an die Königin verloren, doch müssen sie ihre unstandesgemäße Beziehung verbergen ... Wie weit wird er in seiner Liebe für sie gehen? Ein lebendiger historischer Roman aus einer Zeit, um die sich bis heute viele Geheimnisse ranken.

Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 477 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Serie Piper Bd.5344
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 30mm
  • Gewicht: 388g
  • ISBN-13: 9783492253444
  • ISBN-10: 349225344X
  • Best.Nr.: 25571787
Eva Maaser wurde 1948 in Reken (Westfalen) geboren. Sie studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster.

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Kundenbewertungen zu "Die Fehde der Königinnen" von "Eva Maaser"

Durchschnittliche Kundenbewertung 3.8 von 5 Sterne bei 16 Bewertungen ***** sehr gut
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Bewertung von kockritz aus Dresden am 18.03.2010 ***** gut
"Die Fehde der Königinnen" ist ein historischer Roman, welcher die Geschichte des jungen Landadligen Wittges im 6. Jahrhundert erzählt, der sich mittellos an den Hof des Westgotischen Königs begibt um dort sein Glück zu machen. Dort verliebt er sich in die Prinzessin Brunichild, welche aus politischen Gründen dem fränkischen König Sigibert angetraut wird. Durch die leiseste Hoffnung auf Erwiderung der Gefühle veranlasst macht sich Wittges zusammen mit dem Brautzug auf den Weg in seine neue Heimat. Dort wird er schnell in persönliche und politische Intrigen des Fränkischen Hofes verwickelt. Doch immer wieder beweist er sich aber als treuer Vasal und wird mit einem eigenen Landgut belohnt, wo er sich versucht ein neues Leben fernab der Heimat aufzubauen. Zusammen mit seiner Frau Aletha, welche er aus Strafe für seine anhaltenden Gefühle für Brunichilde heiraten musste, Alexander, einem kastrierter Musiker, und Pontius, ein beinahe-Mönch, baut er sein Gut wieder auf und gibt seinen Untergebenen ein neues Zuhause. Doch dann bricht der Krieg zwischen den fränkischen Brüdern, Sigibert und Chilperich, aus und alles verändert sich.

Das Buch lässt sich gut lesen. Die Zusammenhänge sind unkompliziert hergestellt und die verschiedenen Handlungen kunstvoll miteinander verwoben. Passgenau fügen sch die einzelnen Schicksale ineinander. Mehr kann und soll man nicht von einem historischen Roman erwarten. Leider sah der Herausgeber die beschriebene Handlung wohl nicht als spannend genug an. Warum sonst hätte er im Klappentext und der Beschreibung auf dem Buchrücken eine Verbindung zum Nibelungenlied aufbauen sollen? Ich finde nicht, dass ein Königinnenstreit der Aufhänger der Geschichte ist. Mag ja sein, dass das Nibelungenlied auf die gotischen Bruderkriege zurückgeht aber eine Verbindung mit dem Buch besteht wohl nur indirekt. Um so peinlicher wirkt es, wenn eine künstliche Bindung über die Namen geschaffen werden soll. Wieso muss Wittges als Drachentöter bezeichnet werden? Und der Brautschatz wird auch ein bißchen zu oft erwähnt. Schade, denn diese aufgebaute Erwartungshaltung kann in dem Buch nicht erfüllt werden und wahrscheinlich fanden viele das Buch gut, waren aber enttäuscht, weil sie eine andere Geschiche erwartet hatten.

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Bewertung von charlotte_30 aus Dresden am 13.11.2009 ***** gut
Eva Massers Roman „Die Fehde der Königinnen“ ist spannend und mitreißend. Der Schreibstil ist fließend und sehr plastisch.

Wittiges und Brunichild lernen sich in Toledo kennen, ihre Lebensgeschichte wird im Roman erzählt. Der Plot führt den Leser in das frühe Mittelalter, in eine Zeit in der es in Europa zu einer Neuordnung kommt. Die Vormachtstellung der Römer ist beendet, sie hinterlassen ihren Nachfolgern ihre Kultur und ihre Gesetze. Der Autorin ist es gelungen dieses Erbe in ihren Roman aufzunehmen. Ebenso bemüht sie sich den Glaubensstreit darzustellen, welcher erst im 7.Jh. offiziell beendet wurde. Die historische Glaubwürdigkeit ihrer handelnden Figuren stimmen teilweise mit der Quellenlage überein und so beleuchtet der Roman eine bisher vernachlässigte Zeit, denn die meisten historischen Romanen spielen im Hochmittelalter. Ein Glossar der Personen und eine Karte wären beim Lesen hilfreich, statt des Klappentextes. Die Handlung des Romans erinnert weder an die Nibelungensage /Lied, noch passt der Titel, dies wären die größten Kritikpunkte.

Gegen Ende des Romans häufen sich Ereignisse, welche nicht 100% geklärt werden, daraus könnte man schließen, dass es eine Fortsetzung gibt. Diese Fortsetzung könnte Vergleichbar zu Rebecca Gablé sein.

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Bewertung von hasewue am 03.11.2009 ***** gut
Die 16 – jährige Brunichild, Tochter des westgotischen Königs Athanagild, wird mit dem Frankenkönig Sigibert verheiratet und muss daraufhin im Jahre 566 n. Chr. von Westgoten nach Frankreich an den Hof von Toledo ziehen.
Brunichild ist aber nicht allein, unter ihrer Dienerschaft befindet sich auch ein junger Landadliger, Wittiges, der verarmt ist und ihre Vertraute und Dienerin Aletha.
Eva Maaser schafft mit bildhafter und vielfältiger Sprache ein tolles geschichtliches Wer, dass durchaus unterhaltsam ist. „Die Fehde der Königinnen“ verspricht eine lebhafte und gelungene Geschichte um Brunichild und ihr Leben als Ehefrau.
Dennoch war ich Stellenweise enttäuscht und auch die nötige Spannung kam etwas zu kurz, was Maaser aber mit einem sensationellen und prägenden Schreibstil und authentischen Charakteren wieder gut macht.

3,5 von 5 Sternen!

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Bewertung von anushka aus Berlin am 28.09.2009 ***** sehr gut
Gleich als erstes vorweg: eigentlich hätte dieses Buch die volle Punktzahl verdient, wenn nicht Titel und Klappentext am eigentlichen Inhalt des Buches vorbeizielen würden.

Brunichild ist eine Tochter Athanagilds, König der Westgoten. Im Jahr 566 wird sie aus politischen Gründen an den Frankenkönig Sigibert I verheiratet. Dieses Buch setzt kurz vor dem Aufbruch ins Frankenland ein. Zu diesem Zeitpunkt ist Wittiges bereits seit zwei Wochen an Athanagilds Hof in Toledo. Da er nur der zweitgeborene Sohn seines Vater war, erbte sein Bruder das Gut und Wittiges muss sein Glück woanders suchen. Doch von einem Edelmann werden auch immer wieder Geldgeschenke erwartet und so ist Wittiges bald pleite. Als er Brunichilds Stute Bella beim Fohlen das Leben rettet, lernt er auch Brunichild kennen und verfällt ihr. So entschließt sich Wittiges, den Brautzug nach Reims zu begleiten, was Brunichild gar nicht recht ist, hat sie doch Wittiges' Hingabe für sich ausgenutzt und nun die Befürchtung, dass ihr kurzes Verhältnis zu ihm bekannt werden könnte. Sie legt ihm viele Steine in den Weg und beide erwartet unabhängig voneinander eine abenteuerliche Reise ... und ein abenteuerliches neues Leben. Brunichild muss zur Königin heranreifen und sich als solche behaupten und Wittiges wird bald in die Garde des Königs aufgenommen und zum Krieger ernannt.

In diesem Buch passiert unglaublich viel. Die Autorin hat auf 477 eng bedruckten Seiten sehr viel Geschichte untergebracht und doch ist sie nur ansatzweise der Beginn der Königinnenfehde und der Auseinandersetzungen im Frankenland. Nach etwas Recherche im Internet bin ich mir sicher, dass sich mit dem weiteren Verlauf der Ereignisse noch mehrere Bände füllen lassen. Dabei ist mir auch bewusst geworden, wie gut recherchiert dieses Buch ist und wie überzeugend die Charaktere dargestellt wurden. Viele der Personen sind tatsächliche historische Figuren und die damalige Zeit ist farbenprächtig, anschaulich und sehr gut vorstellbar dargestellt. Auch Maasers Sprachstil fand ich angenehm und angemessen. Immer wieder gibt es neue Wendungen und die Geschichte wird nie langweilig. Mit Wittiges hat Maaser zudem einen sympathischen Helden erschaffen und der ständige Wechsel zwischen Wittiges' und Brunichilds Perspektive bietet viele Einblicke in die damalige Politik und zahlreiche Intrigen. Allerdings sind sowohl Klappentext als auch Titel irreführend, da Brunichild und Fredegund anfangs noch Freundinnen sind und sich die Feindschaft erst auf den letzten hundert Seiten abzeichnet, als Brunichilds Schwester Gailswintha ins Spiel kommt. Ab diesem Punkt flammt der Bruderkrieg wieder voll auf und beide Frauen, Fredegund und Brunichild, sind aktiv involviert. Das Buch endet an einem Punkt, an dem die Geschichte unmöglich zu Ende sein kann und es wird offensichtlich, dass es einfach weitere Bücher geben muss. Und auf diese freue ich mich schon sehr, denn Maaser konnte mich voll überzeugen und mich für einen Teil der europäischen Geschichte begeistern, für die ich mich von selbst wohl eher weniger interessiert hätte. Faszinierend fand ich auch die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Bezüge zur Römerherrschaft, die da noch nicht allzu lange her ist. Nach diesem ersten Buch, dass ich von Eva Maaser gelesen habe, gehört sie für mich bereits mit zu den besten deutschen Autoren im Genre des historischen Romans.

10 von 14 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von goldfisch am 27.09.2009 ***** sehr gut
Die Geschichte von Brunichild, Königin der Westfranken

Es war einmal eine Prinzessin namens Brunichild. Sie lebte mit ihren Eltern und Geschwistern in Toledo im Reich der Westgoten. Eines Tages beschloss ihr Vater Athanagild das Bündnis mit den Franken zu stärken und Brunichild mit Sigimund, König der Westfranken, zu verheiraten. So musste Brunichild von ihrer Heimat ins ferne Frankenland ziehen. Doch kurz vor ihrer Abreise lernte sie im Pferdestall den attraktiven jungen Wittiges kennen und schenkt ihm ihre Unschuld. Gegen ihren Willen folgt Wittiges ihr ins Frankenland, wo Brunichild erstmals ihren Gemahl trifft und sich die Wege von ihr und Wittiges immer wieder kreuzen.

Eva Maaser erzählt ihren Leserinnen allerdings kein Märchen, sondern einen fundierten historischen Roman. Weder die wohlvertraute Nibelungensage noch der Klappentext passen so recht zum Inhalt von "Die Fehde der Königinnen", sondern wecken völlig falsche Vorstellungen vom Inhalt. Das allerdings im positiven Sinne!

Eva Maaser erweckt die historischen und fiktiven Figuren (Wittiges und einige andere) zum Leben, nimmt ihre Leser mit in das sechste Jahrhundert ins Frankenland. Lebendige Figuren und authentische Schilderungen des Lebens am Königshofe und auf dem Lande, viele historische Details zeigen die gründliche Recherche der Autorin und ihr Interesse am Thema.

Ein fesselndes Buch, das ganz nebenbei viel Wissen über europäische Geschichte vermittelt. Gefehlt haben mir eine Erklärung über Fakten und Fiktion sowie eine Europakarte aus dem sechsten Jahrhundert. Über eine Fortsetzung würde ich mich freuen.

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Bewertung von Silke B. aus Köln am 27.08.2009 ***** sehr gut
Inhalt:
Wittiges, ein junger Landadeliger trifft am Hof von Toledo die 16jährige Prinzessin Brunichild.
Brunichild soll in wenigen Wochen zu ihrer Hochzeit mit Sigibert, dem König der Franken aufbrechen. Die beiden so unterschiedlichen Leute fühlen sich zueinander hingezogen und so beschließt Wittiges, alles zu unternehmen, um sich dem Hochzeitszug anschließen zu können. Als Stallmeister findet er seine neue Berufung und in dem jungen Eunuchen Alexander eine Begleitung. Auch die junge Aletha geht als Dienerin der Prinzessin mit nach Franken. Sie ist froh, dem Hof der Westgoten und Brunichilds Vater zu entkommen, der Gefallen an ihr gefunden hat.
Die Schicksale dieser Personen sind untrennbar miteinander verbunden und schließlich kommen auch noch König Sigiberts Brüder mit ins Spiel ...

Meine Meinung:
Für die Entscheidung "Die Fehde der Königinnen" zu lesen, sollte man Titel und Klappentext außen vor lassen, denn diese sind schlicht und ergreifend falsch!
Unabhängig davon, hat mir das Buch aber gut gefallen.
Der Fehler liegt schon darin, dass Brunichild im Jahr 566 gerade einmal 16 Jahre alt ist und noch Jahre davon entfernt, ihre spätere Schwägerin Fredegunde überhaupt kennenzulernen. Eine wirkliche Fehde zwischen den beiden findet in "Die Fehde der Königinnen" eigentlich gar keine richtige Erwähnung, zumal Fredegunde nur eine Randfigur ist und der Auslöser der historisch bekannten Fehde spielt erst auf den letzten 80 (von über 400) Seiten eine Rolle. Wer sich also für den berühmten Streit der Königinnen aus dem Nibelungenlied interessiert, der sollte besser Fachliteratur heranziehen und nicht dieses Buch.
Sehr schön erzählt wird hier allerdings die Zeit bevor Fredegunde und Brunichild Schwägerinnen wurden. Sowohl aus Sicht der Prinzessin und späteren Königin, als auch aus Sicht des Landadeligen Wittiges wird hier Einblick in eine Zeit gewährt, die noch zu den Anfängen des in historischen Roman allseits so beliebten "Mittelalters" liegt. Die Ränkeschmiederei an den Königshöfen, die von politischen oder finanziellen Gründen beeinflussten Hochzeiten, die Machtkämpfe zwischen den Religionsformen und die Ehrbegriffe der Zeit sind anschaulich dargestellt und gut in die Geschichte eingebunden. Es handelt sich hier aber um einen eher leichten historischen Roman, der sich weniger mit der Erwähnung historischer Daten aufhält, sondern vielmehr dem Gefühls- und Liebesleben seiner Figuren widmet.
Gerne hätte ich noch eine Stellungnahme der Autorin gelesen, in der sie erläutert, was Fakt und was Fiktion ist. Leider fehlt dies jedoch ebenso wie eine Karte der Königreiche und politischen Grenzen. Da es hier insbesondere um Gebietsansprüche geht, wäre das von Vorteil gewesen.
Eva Maasers Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar, schon mit ihrem Buch "Die Astronomin" konnte sie mich überzeugen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie sich dieser Epoche in einem weiteren Buch widmet, da ich bisher noch nicht viele historische Romane gelesen habe, die vor dem 11. Jahrhundert spielen.

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Bewertung von Andie aus Sauerland am 22.08.2009 ***** sehr gut
Im Jahr 566 wird die westgotische Königstochter Brunichild aus rein politischen Erwägungen heraus mit dem Frankenkönig Sigibert verheiratet. Unmittelbar vor ihrer Abreise trifft sie zum ersten Mal auf Wittiges, der als völlig mittelloser 2. Sohn an den Hof ihres Vaters gekommen war. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, während Brunichild zur angesehenen Königin heranreift und Wittiges im Laufe der Jahre vom Stallmeister zum Gutsherrn und Vertrauten des Königs aufsteigt und auch in die Bruderkriege zwischen den fränkischen Königen verwickelt wird.

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und offensichtlich auch gut recherchiert - da ich mit diesem Zeitraum nicht so vertraut bin, bin ich allerdings nicht sicher, ob Daten und Personen so korrekt sind. Ein Personenverzeichnis und Landkarten wären für geschichtlich so ahnungslose Leser wie mich sicherlich hilfreich gewesen. Das Leben bei Hof und auch das Leben der Landbevölkerung sind auf jeden Fall sehr anschaulich und lebendig beschrieben; die Haupt- und Nebencharaktere sind interessant und sympathisch dargestellt, haben aber durchaus auch ihre Ecken und Kanten. Durch den Nebenstrang um Alexander und Aletha, der sich mit anderen Strängen und Entwicklungen abwechselt, wird die Handlung nie langweilig oder einseitig, sondern bleibt das ganze Buch über spannend. Ich kann zwar nicht beurteilen, inwieweit Sitten und Gebräuche des frühen Mittelalters korrekt wiedergegeben wurden; es ist der Autorin aber auf jeden Fall gelungen, eine Zeit lebendig werden zu lassen, die im Genre des historischen Romans sonst kaum Beachtung findet.

Zum Ende des Buches hin gibt es allerdings einen regelrechten Bruch in diesem ausführlichen, atmosphärisch dichten Erzählstil, als ein Zeitraum von ca. 10 Jahren sehr kurz und knapp, wie im Zeitraffer, geschildert wird. Aus diesem Zeitraum hätte man gut und gerne einen zweiten Band machen können, der sicherlich viele Leser/-innen gefunden hätte. Zu diesem zweiten Band hätten dann vielleicht auch der Buchtitel "Die Fehde der Königinnen" und der entsprechende Klappentext gepasst, die offensichtlich von jemandem verfasst wurden, der/die das Buch überhaupt nicht gelesen hat. Es ist schade, wenn das Lesevergnügen dadurch getrübt wird, dass Buchtitel und Klappentext völlig falsche Erwartungen wecken - damit tut man dem Buch und der Autorin wirklich keinen Gefallen.

Insgesamt ist es jedoch ein Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe: eine spannende und unterhaltsame Geschichte in mittelalterlicher Atmosphäre, sympathische Hauptpersonen mit glaubhafter Entwicklung, ein flüssig zu lesender, lebendiger Schreibstil. Als Urlaubslektüre absolut lesens- und empfehlenswert!

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Bewertung von Avathea aus Großalmerode am 16.08.2009 ***** weniger gut
Da ich ein Freund von historischen Romanen bin, habe ich mich auf die Fehde der Königinnen gefreut und bin mit großen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Am Ende angekommen, war ich dann doch relativ enttäuscht, da der Buchtitel und die Buchbeschreibung rein gar nichts mit der eigentlich erzählten Geschichte zu tun haben.
Die Tatsache, dass Brunichild und Fredegunde, die auch erst gegen Ende des Buches Brunichilds Schwägerin wird, nicht die besten Freundinnen sind, findet zwar Erwähnung, aber von einer Fehde, die sich durch den gesamten Roman zieht, kann nun wirklich keine Rede sein. Auch die groß angekündigte Liebschaft zwischen der Königin Brunichild und dem Landadligen Wittiges wird übertrieben beschrieben. Sie haben zwar anfangs eine kleine Affäre und Wittiges fühlt sich zu ihr auch durchgehend hingezogen, aber von einer geheimen Liebschaft kann nicht gesprochen werden. Zumal Brunichild auch keine Anstalten macht, um Wittiges, später im Buch, näher zu kommen. Selbst die Titel der vier Kapitel korrespondieren nicht grundlegend mit ihrem Inhalt und stiften teilweise doch Verwirrung beim Leser.
Der Schreibstil des Romans hat mir ganz gut gefallen und hier und da kam auch eine gewisse Spannung auf, wo man weiterlesen wollte. An sich aber war dieses Buch eine Enttäuschung für mich, da es falsche Erwartungen geweckt und aus einer vielversprechenden Geschichte eher eine langweilige Erzählung gemacht hat, die nur wenige Höhepunkte aufzeigen konnte.

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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 11.07.2009 ***** sehr gut
Zu diesem Buch muss ich zunächst zwei grundlegende Punkte äußern:
1. Ein spannend zu lesender Historienroman.
2. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Titel schlechter zum Inhalt passte, als dieser.
Zu 1. Das Buch liest sich sehr flüssig. Die Geschichte ist gut aufgebaut und mit verschiedenen Handlungssträngen wird die Spannung aufrecht erhalten. Leider verstrickt sich die Autorin scheinbar in ihren verschiedenen Ideen. Manche Handlungsabläufe erscheinen unlogisch und klären sich nur wenig oder unbefriedigend zum Ende hin auf. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen.
Zu 2. Das Buch heißt „Die Fehde der Königinnen“. Wenn man überhaupt etwas davon in der Geschichte findet, dann im letzten Siebtel des Buches. Diese Begebenheiten mögen ja „historisch belegt“ sein, aber bitte: warum hat die Autorin diese dann nicht in den Vordergrund gestellt und ihre Geschichte darum herum aufgebaut??? Es wird ein ewiges Rätsel bleiben.
Diese extreme Unstimmigkeit einmal beiseite gelassen: Das Buch war ein Genuss. Ich würde es trotzdem jedem empfehlen, der sich für historische Spannungsromane interessiert.

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Bewertung von Anja Birkholz aus Siegen am 07.07.2009 ***** ausgezeichnet
Brunichild, Tochter des Königs von Toledo wird mit dem König der Franken gegen ihren Willen verheiratet. Die Verbindung der beiden wird von König zu König geregelt und soll Toledo vor Unruhen schützen. Brunichild fällt die Trennung von ihrem Zuhause und besonders von ihrer kleinen Schwester sehr schwer und beschließt daher ihre Stute Bella mit dem neugeborenen Fohlen gegen den Rat ihres Vaters mit in ihre neue Heimat zu nehmen. Doch bevor sie sich ihrem Schicksal völlig geschlagen hingibt, möchte sie wenigstens bei der geheimnisvoll umschriebenen Hochzeitsnacht, die ihr am Ende der Reise bevorsteht, mit Würde entgegentreten. So nimmt sie eines Nachts heimlich die Lehren der Palasthure, draußen vor den Toren, in anspruch und entdeckt die Geheimnisse der Verführung. Auch möchte sie selber den Mann bestimmen, der sie als erste bekommen soll und somit baut sich vor ihrer abreise eine verbotene und sehnliche liebe zweier Menschen, die einander nicht bestimmt sind auf. Wittiges, der es nicht ertragen kann sie zu verlieren kündigt Hals über Kopf seinen Job und schließt sich heimlich ihrem Geleit an.
Jedoch ahnt er nicht, das mit dieser Entscheidung sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Er erlebt nicht nur eine Achterbahnfahrt seiner Gefühle sondern auch seines Standes. Neben Wittiges, einem der Hauptcharakter des Buches handelt es um die Königin Brunichild und ihr Leben, ihre Regierung.


Für mich, ist die Fehde der Königinnen ein sehr spannender historischer Roman der in Europa um 566 n. Chr. spielt. Zu Beginn kann man ihn mit viel Leidenschaft „verschlingt“ jedoch im mittleren Teil sollte man einen längeren Atem haben um bis zu dem hervorragenden spannenden Schluss zu kommen. Denn hier zeigt die Autorin das sie einen Spannungsbogen gekonnt aufbauen kann um ihn im Richtigen Moment zu beenden. Ihr Schreibstyle ist angenehm zu lesen und man kann sich mit Leichtigkeit in die Zeit hineinversetzen.

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Eva Maaser 

Die Fehde der Königinnen

Die Fehde der Königinnen - Maaser, Eva

Historischer Roman. Originalausgabe

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  • Verlag: Piper
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 477 S.
  • Seitenzahl: 480
  • Serie Piper Bd.5344
  • Deutsch
  • Abmessung: 192mm x 121mm x 30mm
  • Gewicht: 388g
  • ISBN-13: 9783492253444
  • ISBN-10: 349225344X
  • Best.Nr.: 25571787

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Beschreibung

Europa im Jahr 566: Königin Brunichild führt einen erbitterten Kampf mit ihrer Schwägerin Fredegunde. Seit Jahren tobt nun schon die Fehde zwischen den beiden Königinnen um Gebietsansprüche, Macht und Ansehen. Brunichild jedoch hat Wittiges, einen jungen Landadeligen, als Verbündeten und treuen Vasallen an ihrer Seite. Er hat sein Herz in der ersten Stunde an die Königin verloren, doch müssen sie ihre unstandesgemäße Beziehung verbergen ... Wie weit wird er in seiner Liebe für sie gehen? Ein lebendiger historischer Roman aus einer Zeit, um die sich bis heute viele Geheimnisse ranken.

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Das Buch lässt sich gut lesen. Die Zusammenhänge sind unkompliziert hergestellt und die verschiedenen Handlungen kunstvoll miteinander verwoben. Passgenau fügen sch die einzelnen Schicksale ineinander. Mehr kann und soll man nicht von einem historischen Roman erwarten. Leider sah der Herausgeber die beschriebene Handlung wohl nicht als spannend genug an. Warum sonst hätte er im Klappentext und der Beschreibung auf dem Buchrücken eine Verbindung zum Nibelungenlied aufbauen sollen? Ich finde nicht, dass ein Königinnenstreit der Aufhänger der Geschichte ist. Mag ja sein, dass das Nibelungenlied auf die gotischen Bruderkriege zurückgeht aber eine Verbindung mit dem Buch besteht wohl nur indirekt. Um so peinlicher wirkt es, wenn eine künstliche Bindung über die Namen geschaffen werden soll. Wieso muss Wittges als Drachentöter bezeichnet werden? Und der Brautschatz wird auch ein bißchen zu oft erwähnt. Schade, denn diese aufgebaute Erwartungshaltung kann in dem Buch nicht erfüllt werden und wahrscheinlich fanden viele das Buch gut, waren aber enttäuscht, weil sie eine andere Geschiche erwartet hatten.
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Wittiges und Brunichild lernen sich in Toledo kennen, ihre Lebensgeschichte wird im Roman erzählt. Der Plot führt den Leser in das frühe Mittelalter, in eine Zeit in der es in Europa zu einer Neuordnung kommt. Die Vormachtstellung der Römer ist beendet, sie hinterlassen ihren Nachfolgern ihre Kultur und ihre Gesetze. Der Autorin ist es gelungen dieses Erbe in ihren Roman aufzunehmen. Ebenso bemüht sie sich den Glaubensstreit darzustellen, welcher erst im 7.Jh. offiziell beendet wurde. Die historische Glaubwürdigkeit ihrer handelnden Figuren stimmen teilweise mit der Quellenlage überein und so beleuchtet der Roman eine bisher vernachlässigte Zeit, denn die meisten historischen Romanen spielen im Hochmittelalter. Ein Glossar der Personen und eine Karte wären beim Lesen hilfreich, statt des Klappentextes. Die Handlung des Romans erinnert weder an die Nibelungensage /Lied, noch passt der Titel, dies wären die größten Kritikpunkte.

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Die 16 – jährige Brunichild, Tochter des westgotischen Königs Athanagild, wird mit dem Frankenkönig Sigibert verheiratet und muss daraufhin im Jahre 566 n. Chr. von Westgoten nach Frankreich an den Hof von Toledo ziehen.
Brunichild ist aber nicht allein, unter ihrer Dienerschaft befindet sich auch ein junger Landadliger, Wittiges, der verarmt ist und ihre Vertraute und Dienerin Aletha.
Eva Maaser schafft mit bildhafter und vielfältiger Sprache ein tolles geschichtliches Wer, dass durchaus unterhaltsam ist. „Die Fehde der Königinnen“ verspricht eine lebhafte und gelungene Geschichte um Brunichild und ihr Leben als Ehefrau.
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Gleich als erstes vorweg: eigentlich hätte dieses Buch die volle Punktzahl verdient, wenn nicht Titel und Klappentext am eigentlichen Inhalt des Buches vorbeizielen würden.

Brunichild ist eine Tochter Athanagilds, König der Westgoten. Im Jahr 566 wird sie aus politischen Gründen an den Frankenkönig Sigibert I verheiratet. Dieses Buch setzt kurz vor dem Aufbruch ins Frankenland ein. Zu diesem Zeitpunkt ist Wittiges bereits seit zwei Wochen an Athanagilds Hof in Toledo. Da er nur der zweitgeborene Sohn seines Vater war, erbte sein Bruder das Gut und Wittiges muss sein Glück woanders suchen. Doch von einem Edelmann werden auch immer wieder Geldgeschenke erwartet und so ist Wittiges bald pleite. Als er Brunichilds Stute Bella beim Fohlen das Leben rettet, lernt er auch Brunichild kennen und verfällt ihr. So entschließt sich Wittiges, den Brautzug nach Reims zu begleiten, was Brunichild gar nicht recht ist, hat sie doch Wittiges' Hingabe für sich ausgenutzt und nun die Befürchtung, dass ihr kurzes Verhältnis zu ihm bekannt werden könnte. Sie legt ihm viele Steine in den Weg und beide erwartet unabhängig voneinander eine abenteuerliche Reise ... und ein abenteuerliches neues Leben. Brunichild muss zur Königin heranreifen und sich als solche behaupten und Wittiges wird bald in die Garde des Königs aufgenommen und zum Krieger ernannt.

In diesem Buch passiert unglaublich viel. Die Autorin hat auf 477 eng bedruckten Seiten sehr viel Geschichte untergebracht und doch ist sie nur ansatzweise der Beginn der Königinnenfehde und der Auseinandersetzungen im Frankenland. Nach etwas Recherche im Internet bin ich mir sicher, dass sich mit dem weiteren Verlauf der Ereignisse noch mehrere Bände füllen lassen. Dabei ist mir auch bewusst geworden, wie gut recherchiert dieses Buch ist und wie überzeugend die Charaktere dargestellt wurden. Viele der Personen sind tatsächliche historische Figuren und die damalige Zeit ist farbenprächtig, anschaulich und sehr gut vorstellbar dargestellt. Auch Maasers Sprachstil fand ich angenehm und angemessen. Immer wieder gibt es neue Wendungen und die Geschichte wird nie langweilig. Mit Wittiges hat Maaser zudem einen sympathischen Helden erschaffen und der ständige Wechsel zwischen Wittiges' und Brunichilds Perspektive bietet viele Einblicke in die damalige Politik und zahlreiche Intrigen. Allerdings sind sowohl Klappentext als auch Titel irreführend, da Brunichild und Fredegund anfangs noch Freundinnen sind und sich die Feindschaft erst auf den letzten hundert Seiten abzeichnet, als Brunichilds Schwester Gailswintha ins Spiel kommt. Ab diesem Punkt flammt der Bruderkrieg wieder voll auf und beide Frauen, Fredegund und Brunichild, sind aktiv involviert. Das Buch endet an einem Punkt, an dem die Geschichte unmöglich zu Ende sein kann und es wird offensichtlich, dass es einfach weitere Bücher geben muss. Und auf diese freue ich mich schon sehr, denn Maaser konnte mich voll überzeugen und mich für einen Teil der europäischen Geschichte begeistern, für die ich mich von selbst wohl eher weniger interessiert hätte. Faszinierend fand ich auch die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Bezüge zur Römerherrschaft, die da noch nicht allzu lange her ist. Nach diesem ersten Buch, dass ich von Eva Maaser gelesen habe, gehört sie für mich bereits mit zu den besten deutschen Autoren im Genre des historischen Romans.
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Bewertung von goldfisch am 27.09.2009
*****
sehr gut
Die Geschichte von Brunichild, Königin der Westfranken

Es war einmal eine Prinzessin namens Brunichild. Sie lebte mit ihren Eltern und Geschwistern in Toledo im Reich der Westgoten. Eines Tages beschloss ihr Vater Athanagild das Bündnis mit den Franken zu stärken und Brunichild mit Sigimund, König der Westfranken, zu verheiraten. So musste Brunichild von ihrer Heimat ins ferne Frankenland ziehen. Doch kurz vor ihrer Abreise lernte sie im Pferdestall den attraktiven jungen Wittiges kennen und schenkt ihm ihre Unschuld. Gegen ihren Willen folgt Wittiges ihr ins Frankenland, wo Brunichild erstmals ihren Gemahl trifft und sich die Wege von ihr und Wittiges immer wieder kreuzen.

Eva Maaser erzählt ihren Leserinnen allerdings kein Märchen, sondern einen fundierten historischen Roman. Weder die wohlvertraute Nibelungensage noch der Klappentext passen so recht zum Inhalt von "Die Fehde der Königinnen", sondern wecken völlig falsche Vorstellungen vom Inhalt. Das allerdings im positiven Sinne!

Eva Maaser erweckt die historischen und fiktiven Figuren (Wittiges und einige andere) zum Leben, nimmt ihre Leser mit in das sechste Jahrhundert ins Frankenland. Lebendige Figuren und authentische Schilderungen des Lebens am Königshofe und auf dem Lande, viele historische Details zeigen die gründliche Recherche der Autorin und ihr Interesse am Thema.

Ein fesselndes Buch, das ganz nebenbei viel Wissen über europäische Geschichte vermittelt. Gefehlt haben mir eine Erklärung über Fakten und Fiktion sowie eine Europakarte aus dem sechsten Jahrhundert. Über eine Fortsetzung würde ich mich freuen.
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Bewertung von Silke B. aus Köln am 27.08.2009
*****
sehr gut
Inhalt:
Wittiges, ein junger Landadeliger trifft am Hof von Toledo die 16jährige Prinzessin Brunichild.
Brunichild soll in wenigen Wochen zu ihrer Hochzeit mit Sigibert, dem König der Franken aufbrechen. Die beiden so unterschiedlichen Leute fühlen sich zueinander hingezogen und so beschließt Wittiges, alles zu unternehmen, um sich dem Hochzeitszug anschließen zu können. Als Stallmeister findet er seine neue Berufung und in dem jungen Eunuchen Alexander eine Begleitung. Auch die junge Aletha geht als Dienerin der Prinzessin mit nach Franken. Sie ist froh, dem Hof der Westgoten und Brunichilds Vater zu entkommen, der Gefallen an ihr gefunden hat.
Die Schicksale dieser Personen sind untrennbar miteinander verbunden und schließlich kommen auch noch König Sigiberts Brüder mit ins Spiel ...

Meine Meinung:
Für die Entscheidung "Die Fehde der Königinnen" zu lesen, sollte man Titel und Klappentext außen vor lassen, denn diese sind schlicht und ergreifend falsch!
Unabhängig davon, hat mir das Buch aber gut gefallen.
Der Fehler liegt schon darin, dass Brunichild im Jahr 566 gerade einmal 16 Jahre alt ist und noch Jahre davon entfernt, ihre spätere Schwägerin Fredegunde überhaupt kennenzulernen. Eine wirkliche Fehde zwischen den beiden findet in "Die Fehde der Königinnen" eigentlich gar keine richtige Erwähnung, zumal Fredegunde nur eine Randfigur ist und der Auslöser der historisch bekannten Fehde spielt erst auf den letzten 80 (von über 400) Seiten eine Rolle. Wer sich also für den berühmten Streit der Königinnen aus dem Nibelungenlied interessiert, der sollte besser Fachliteratur heranziehen und nicht dieses Buch.
Sehr schön erzählt wird hier allerdings die Zeit bevor Fredegunde und Brunichild Schwägerinnen wurden. Sowohl aus Sicht der Prinzessin und späteren Königin, als auch aus Sicht des Landadeligen Wittiges wird hier Einblick in eine Zeit gewährt, die noch zu den Anfängen des in historischen Roman allseits so beliebten "Mittelalters" liegt. Die Ränkeschmiederei an den Königshöfen, die von politischen oder finanziellen Gründen beeinflussten Hochzeiten, die Machtkämpfe zwischen den Religionsformen und die Ehrbegriffe der Zeit sind anschaulich dargestellt und gut in die Geschichte eingebunden. Es handelt sich hier aber um einen eher leichten historischen Roman, der sich weniger mit der Erwähnung historischer Daten aufhält, sondern vielmehr dem Gefühls- und Liebesleben seiner Figuren widmet.
Gerne hätte ich noch eine Stellungnahme der Autorin gelesen, in der sie erläutert, was Fakt und was Fiktion ist. Leider fehlt dies jedoch ebenso wie eine Karte der Königreiche und politischen Grenzen. Da es hier insbesondere um Gebietsansprüche geht, wäre das von Vorteil gewesen.
Eva Maasers Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar, schon mit ihrem Buch "Die Astronomin" konnte sie mich überzeugen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie sich dieser Epoche in einem weiteren Buch widmet, da ich bisher noch nicht viele historische Romane gelesen habe, die vor dem 11. Jahrhundert spielen.
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Bewertung von Andie aus Sauerland am 22.08.2009
*****
sehr gut
Im Jahr 566 wird die westgotische Königstochter Brunichild aus rein politischen Erwägungen heraus mit dem Frankenkönig Sigibert verheiratet. Unmittelbar vor ihrer Abreise trifft sie zum ersten Mal auf Wittiges, der als völlig mittelloser 2. Sohn an den Hof ihres Vaters gekommen war. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, während Brunichild zur angesehenen Königin heranreift und Wittiges im Laufe der Jahre vom Stallmeister zum Gutsherrn und Vertrauten des Königs aufsteigt und auch in die Bruderkriege zwischen den fränkischen Königen verwickelt wird.

Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben und offensichtlich auch gut recherchiert - da ich mit diesem Zeitraum nicht so vertraut bin, bin ich allerdings nicht sicher, ob Daten und Personen so korrekt sind. Ein Personenverzeichnis und Landkarten wären für geschichtlich so ahnungslose Leser wie mich sicherlich hilfreich gewesen. Das Leben bei Hof und auch das Leben der Landbevölkerung sind auf jeden Fall sehr anschaulich und lebendig beschrieben; die Haupt- und Nebencharaktere sind interessant und sympathisch dargestellt, haben aber durchaus auch ihre Ecken und Kanten. Durch den Nebenstrang um Alexander und Aletha, der sich mit anderen Strängen und Entwicklungen abwechselt, wird die Handlung nie langweilig oder einseitig, sondern bleibt das ganze Buch über spannend. Ich kann zwar nicht beurteilen, inwieweit Sitten und Gebräuche des frühen Mittelalters korrekt wiedergegeben wurden; es ist der Autorin aber auf jeden Fall gelungen, eine Zeit lebendig werden zu lassen, die im Genre des historischen Romans sonst kaum Beachtung findet.

Zum Ende des Buches hin gibt es allerdings einen regelrechten Bruch in diesem ausführlichen, atmosphärisch dichten Erzählstil, als ein Zeitraum von ca. 10 Jahren sehr kurz und knapp, wie im Zeitraffer, geschildert wird. Aus diesem Zeitraum hätte man gut und gerne einen zweiten Band machen können, der sicherlich viele Leser/-innen gefunden hätte. Zu diesem zweiten Band hätten dann vielleicht auch der Buchtitel "Die Fehde der Königinnen" und der entsprechende Klappentext gepasst, die offensichtlich von jemandem verfasst wurden, der/die das Buch überhaupt nicht gelesen hat. Es ist schade, wenn das Lesevergnügen dadurch getrübt wird, dass Buchtitel und Klappentext völlig falsche Erwartungen wecken - damit tut man dem Buch und der Autorin wirklich keinen Gefallen.

Insgesamt ist es jedoch ein Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe: eine spannende und unterhaltsame Geschichte in mittelalterlicher Atmosphäre, sympathische Hauptpersonen mit glaubhafter Entwicklung, ein flüssig zu lesender, lebendiger Schreibstil. Als Urlaubslektüre absolut lesens- und empfehlenswert!
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Bewertung von Avathea aus Großalmerode am 16.08.2009
*****
weniger gut
Da ich ein Freund von historischen Romanen bin, habe ich mich auf die Fehde der Königinnen gefreut und bin mit großen Erwartungen an dieses Buch gegangen. Am Ende angekommen, war ich dann doch relativ enttäuscht, da der Buchtitel und die Buchbeschreibung rein gar nichts mit der eigentlich erzählten Geschichte zu tun haben.
Die Tatsache, dass Brunichild und Fredegunde, die auch erst gegen Ende des Buches Brunichilds Schwägerin wird, nicht die besten Freundinnen sind, findet zwar Erwähnung, aber von einer Fehde, die sich durch den gesamten Roman zieht, kann nun wirklich keine Rede sein. Auch die groß angekündigte Liebschaft zwischen der Königin Brunichild und dem Landadligen Wittiges wird übertrieben beschrieben. Sie haben zwar anfangs eine kleine Affäre und Wittiges fühlt sich zu ihr auch durchgehend hingezogen, aber von einer geheimen Liebschaft kann nicht gesprochen werden. Zumal Brunichild auch keine Anstalten macht, um Wittiges, später im Buch, näher zu kommen. Selbst die Titel der vier Kapitel korrespondieren nicht grundlegend mit ihrem Inhalt und stiften teilweise doch Verwirrung beim Leser.
Der Schreibstil des Romans hat mir ganz gut gefallen und hier und da kam auch eine gewisse Spannung auf, wo man weiterlesen wollte. An sich aber war dieses Buch eine Enttäuschung für mich, da es falsche Erwartungen geweckt und aus einer vielversprechenden Geschichte eher eine langweilige Erzählung gemacht hat, die nur wenige Höhepunkte aufzeigen konnte.
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Bewertung von Toschi3 aus Königswinter am 11.07.2009
*****
sehr gut
Zu diesem Buch muss ich zunächst zwei grundlegende Punkte äußern:
1. Ein spannend zu lesender Historienroman.
2. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Titel schlechter zum Inhalt passte, als dieser.
Zu 1. Das Buch liest sich sehr flüssig. Die Geschichte ist gut aufgebaut und mit verschiedenen Handlungssträngen wird die Spannung aufrecht erhalten. Leider verstrickt sich die Autorin scheinbar in ihren verschiedenen Ideen. Manche Handlungsabläufe erscheinen unlogisch und klären sich nur wenig oder unbefriedigend zum Ende hin auf. Trotzdem habe ich das Buch sehr genossen.
Zu 2. Das Buch heißt „Die Fehde der Königinnen“. Wenn man überhaupt etwas davon in der Geschichte findet, dann im letzten Siebtel des Buches. Diese Begebenheiten mögen ja „historisch belegt“ sein, aber bitte: warum hat die Autorin diese dann nicht in den Vordergrund gestellt und ihre Geschichte darum herum aufgebaut??? Es wird ein ewiges Rätsel bleiben.
Diese extreme Unstimmigkeit einmal beiseite gelassen: Das Buch war ein Genuss. Ich würde es trotzdem jedem empfehlen, der sich für historische Spannungsromane interessiert.
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Bewertung von Anja Birkholz aus Siegen am 07.07.2009
*****
ausgezeichnet
Brunichild, Tochter des Königs von Toledo wird mit dem König der Franken gegen ihren Willen verheiratet. Die Verbindung der beiden wird von König zu König geregelt und soll Toledo vor Unruhen schützen. Brunichild fällt die Trennung von ihrem Zuhause und besonders von ihrer kleinen Schwester sehr schwer und beschließt daher ihre Stute Bella mit dem neugeborenen Fohlen gegen den Rat ihres Vaters mit in ihre neue Heimat zu nehmen. Doch bevor sie sich ihrem Schicksal völlig geschlagen hingibt, möchte sie wenigstens bei der geheimnisvoll umschriebenen Hochzeitsnacht, die ihr am Ende der Reise bevorsteht, mit Würde entgegentreten. So nimmt sie eines Nachts heimlich die Lehren der Palasthure, draußen vor den Toren, in anspruch und entdeckt die Geheimnisse der Verführung. Auch möchte sie selber den Mann bestimmen, der sie als erste bekommen soll und somit baut sich vor ihrer abreise eine verbotene und sehnliche liebe zweier Menschen, die einander nicht bestimmt sind auf. Wittiges, der es nicht ertragen kann sie zu verlieren kündigt Hals über Kopf seinen Job und schließt sich heimlich ihrem Geleit an.
Jedoch ahnt er nicht, das mit dieser Entscheidung sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt wird. Er erlebt nicht nur eine Achterbahnfahrt seiner Gefühle sondern auch seines Standes. Neben Wittiges, einem der Hauptcharakter des Buches handelt es um die Königin Brunichild und ihr Leben, ihre Regierung.


Für mich, ist die Fehde der Königinnen ein sehr spannender historischer Roman der in Europa um 566 n. Chr. spielt. Zu Beginn kann man ihn mit viel Leidenschaft „verschlingt“ jedoch im mittleren Teil sollte man einen längeren Atem haben um bis zu dem hervorragenden spannenden Schluss zu kommen. Denn hier zeigt die Autorin das sie einen Spannungsbogen gekonnt aufbauen kann um ihn im Richtigen Moment zu beenden. Ihr Schreibstyle ist angenehm zu lesen und man kann sich mit Leichtigkeit in die Zeit hineinversetzen.
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Autorenporträt zu "Eva Maaser"

Eva Maaser wurde 1948 in Reken (Westfalen) geboren. Sie studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster.

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