Das Mädchenorchester in Auschwitz - Fénelon, Fania

Fania Fénelon 

Das Mädchenorchester in Auschwitz

Aus d. Französ. v. Sigi Loritz
Broschiertes Buch
 
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Das Mädchenorchester in Auschwitz

"Während das Orchester spielte, lud das Leichenkommando nebenan die abgemagerten Leichen auf, die beim Aufprall aufklatschten und zum Verbrennen ins Krematorium gefahren wurden."
Im Lager Auschwitz-Birkenau, wo in den Jahren 1940 - 1944 Millionen von Menschen vergast und verbrannt worden sind, hat es tatsächlich ein Gefangenenorchester gegeben, das aus jungen Frauen aus Deutschland, Frankreich, Polen und anderen europäischen Ländern bestand. Einer eitlen Laune des Lagerkommandanten entsprungen, sollte es zur "Aufmunterung" der Häftlinge dienen wie zur Erbauung der Mörder. Dirigentin war Alma Rosé, die Nichte des Komponisten Gustav Mahler.

Marschmusik für die ausgemergelten 'Arbeitskommandos', Beethoven, Schumann, Puccini, Mendelssohn für den Kommandanten, die SS-Aufseherinnen und den KZ-Arzt Dr. Mengele: etliche Mitglieder des Orchesters haben Auschwitz durch das Musizieren überlebt.

Die jüdische Musikstudentin Fania Fénelon aus Paris war eine von ihnen. Mit schlichter Anteilnahme beschreibt sie in diesem autobiographischen Roman die Phasen der Erniedrigung bis hin zur Entmenschlichung und schildert den verzweifelten Kampf gegen die Todesangst und die Zerstörung ihrer Persönlichkeit.


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2008
  • 20. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 380 S., . 1 Pln.
  • Seitenzahl: 384
  • dtv Taschenbücher Bd.13291
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 121mm x 25mm
  • Gewicht: 319g
  • ISBN-13: 9783423132916
  • ISBN-10: 3423132914
  • Best.Nr.: 12875920
"Ein erschütterndes Dokument, ein ehrlicher Bericht einer Augenzeugin, ein Buch, das man lesen muß." (Heilbronner Stimme)

»Der Tod ist allgegenwärtig, die SS unberechenbar, fast 50 Frauen sind auf engstem Raum eingesperrt. Anschaulich transportiert Fénelon die unglaubliche Gefühlsintensität dieser Extremsituation. Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt sie die Beziehungen der Frauen untereinander. Höflichkeiten verlieren ihre Funktion, rohe Ehrlichkeit. Gegenseitig geben sie sich Halt, erleben Momente ausgelassen, bestehlen sich, schlagen sich. Hass und Eifersucht sind auf der Tagesordnung. Mit bewundernswerter Lebendigkeit und Leichtigkeit erzählt Fénelon Horror des Lagerlebens, aber auch von dessen freudigen Augenblicken.« aviva-berlin.de
Fania Fénelon wurde im Mai 1943 in Paris als Widerstandskämpferin von der Gestapo verhaftet. Um der Folter zu entgehen, gab sich die 21jährige als "Volljüdin" aus und kam so 1944 nach Auschwitz. 15 Monate später befreiten sie britische Soldaten im KZ Bergen-Belsen. In Paris wurde sie danach zur gefeierten Chansonsängerin. Zeitweilig lebte sie in Ost-Berlin, kehrte Anfang der 70er Jahre aber nach Frankreich zurück, wo sie 1983 starb.

Kundenbewertungen zu "Das Mädchenorchester in Auschwitz" von "Fania Fénelon"

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 09.02.2013 ***** ausgezeichnet
Im Lager Auschwitz-Birkenau, wo in den Jahren 1940 - 1944 Millionen von Menschen vergast und verbrannt worden sind, hat es tatsächlich ein Gefangenenorchester gegeben, das aus jungen Frauen aus Deutschland, Frankreich, Polen und anderen europäischen Ländern bestand. Einer eitlen Laune des Lagerkommandanten entsprungen, sollte es zur "Aufmunterung" der Häftlinge dienen wie zur Erbauung der Mörder. Dirigentin war Alma Rosé, die Nichte des Komponisten Gustav Mahler.

Marschmusik für die ausgemergelten 'Arbeitskommandos', Beethoven, Schumann, Puccini, Mendelssohn für den Kommandanten, die SS-Aufseherinnen und den KZ-Arzt Dr. Mengele: etliche Mitglieder des Orchesters haben Auschwitz durch das Musizieren überlebt.

Ich hatte vor dem lesen dieses Buches selbstverständlich schon einiges über die Nazizeit gehört und manches (z. B. Schindlers Liste) auch gelesen, aber authentische Bericht ist einzigartig und macht einem deutlich, dass es nicht nur darum ging die Aufseher usw. "zufrieden zu stellen" (D. h. bloß nicht auffallen und sich nicht mit ihnen anlegen, denn dann war man schon so gut wie tot) sondern auch untereinander waren die Menschen sich "nicht grün". Es war einfach nur grausam, was da passierte und Fania Fenelon macht das auf sehr eindrucksvolle Weise klar. Sie beklagt ihr Schicksal nicht, sondern liefert einen -fast schon kühlen- Tatsachenbericht ab. (und dennoch war ich sehr, sehr tief berührt) Wer wissen möchte, was damals wirklich passierte, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 21.11.2011 ***** ausgezeichnet
m Lager Auschwitz-Birkenau, wo in den Jahren 1940 - 1944 Millionen von Menschen vergast und verbrannt worden sind, hat es tatsächlich ein Gefangenenorchester gegeben, das aus jungen Frauen aus Deutschland, Frankreich, Polen und anderen europäischen Ländern bestand. Einer eitlen Laune des Lagerkommandanten entsprungen, sollte es zur "Aufmunterung" der Häftlinge dienen wie zur Erbauung der Mörder. Dirigentin war Alma Rosé, die Nichte des Komponisten Gustav Mahler.

Marschmusik für die ausgemergelten 'Arbeitskommandos', Beethoven, Schumann, Puccini, Mendelssohn für den Kommandanten, die SS-Aufseherinnen und den KZ-Arzt Dr. Mengele: etliche Mitglieder des Orchesters haben Auschwitz durch das Musizieren überlebt.

Ich hatte vor dem lesen dieses Buches selbstverständlich schon einiges über die Nazizeit gehört und manches (z. B. Schindlers Liste) auch gelesen, aber authentische Bericht ist einzigartig und macht einem deutlich, dass es nicht nur darum ging die Aufseher usw. "zufrieden zu stellen" (D. h. bloß nicht auffallen und sich nicht mit ihnen anlegen, denn dann war man schon so gut wie tot) sondern auch untereinander waren die Menschen sich "nicht grün". Es war einfach nur grausam, was da passierte und Fania Fenelon macht das auf sehr eindrucksvolle Weise klar. Sie beklagt ihr Schicksal nicht, sondern liefert einen -fast schon kühlen- Tatsachenbericht ab. (und dennoch war ich sehr, sehr tief berührt) Wer wissen möchte, was damals wirklich passierte, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen

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