Vögelfrei - Andresky, Sophie

Sophie Andresky 

Vögelfrei

Erotischer Roman. Originalausgabe

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Vögelfrei

"Deutschlands führende Kolumnistin in Sachen Erotik." -- WDR

"Kaum eine schreibt so freizügig wie sie." -- Brigitte

"Ich bin eine bekennende Verbalerotikerin." -- Sophie Andresky

Ein erotisches Roadmovie durch die Abgründe der Lust
»Ein Jahr lang hatte ich einen Freifahrtschein. Mein Mann hat ihn selbst unterschrieben: Zwölf Monate lang darf ich ficken, vögeln, lecken und lutschen und ganz allgemein tun und lassen, was ich will, mit wem ich will, wie oft ich will, wann ich will. Und ich hatte nicht nur die Erlaubnis. Ich hatte das Recht dazu.«


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 238 S.
  • Seitenzahl: 256
  • Heyne Bücher Nr.67570
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 120mm x 25mm
  • Gewicht: 247g
  • ISBN-13: 9783453675704
  • ISBN-10: 3453675703
  • Best.Nr.: 25551497
»Deutschlands führende Kolumnistin in Sachen Erotik.« WDR

"Ich bin eine bekennende Verbalerotikerin."
Sophie Andresky, geboren 1973, lebt als freie Autorin in Berlin. Mit ihren Kurzgeschichtenbänden und dem Roman Vögelfrei wurde sie zur erfolgreichsten Erotik-Autorin Deutschlands. Ihre Artikel erschienen in zahlreichen Magazinen, derzeit ist sie Kolumnistin bei der JOY und www.joyclub.de

Leseprobe zu "Vögelfrei" von Sophie Andresky

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Leseprobe zu "Vögelfrei" von Sophie Andresky

APERITIF:

Champagner mit Holunderblüte in Sirup Ich bin Romantikerin. Und ich liebe das Schöne.

Aber der Sex an sich, zumindest, wenn er geil ist, wenn zwei glitschige, prall durchblutete Körperteile ineinandergleiten, wenn schweißnasse Körper so verknotet werden, dass sich an manchen Stellen Wülste rollen, an anderen Stellen die Knochen hervortreten, wenn sich die Gesichter verzerren, die Augenlider flattern und alle Beteiligten Grunzlaute erzeugen, die klingen wie eine Mischung aus angeschossenem Bär und kalbender Hirschkuh, dann ist das weder romantisch noch schön im Sinne des Musikantenstadls. Und trotzdem ist es großartig. Es hat nichts zu tun mit flatternden Negliges im Mondenschein oder süßem Gehauche wie gezuckerte Rosenblätter. Das ist dann echter Sex. Sex für große Mädchen. Und darum geht es. Um Fick-mir-das-Hirn-raus-Sex.

Ich sehe mich um. Alles hier in meinem Palast, in dem wir das heutige Fest feiern werden, ist Musikantenstadlwunderschön: Die brennenden Kerzen auf den riesigen silbernen Ständern verbreiten eine flimmernde Schwüle, eine knisternde, flirrende Oasenluft in meinem Salon. Die Brokatstoffe türmen sich auf den Sofas und Sesseln, als wären sie von einer hastig beendeten Orgie übrig geblieben. Meine beiden dicken Kastratenkater räkeln sich schnurrend darauf und lecken sich die buschigen Schwänze und das weiche Pudelfell am Bauch. Ganz ähnlich klingen die vielen kleinen und großen, bunten und silbernen Dildos, die ich in den Blumenkübeln verteilt habe und die wie abstrakte Kunst aussehen. Von der Decke hängen die Vogelkäfige, die ich während der letzten Jahre auf Flohmärkten und Auktionen gekauft habe und in denen man Knäuel aus bunten Seidenstoffen, Gefäße mit dampfendem Trockeneis oder Blumen bewundern kann. Der Duft von Vanille und meinem Maiglöckchenparfüm schwebt im Raum, und auf dem üppig gedeckten Tisch sehe ich zwischen den funkelnden Bestecken, den Kristallgläsern und den Buketts aus Papageienblüten die Pomelo-Schnitze leuchten.

Auf jedem der sieben Plätze steht ein Schälchen mit bereits angerichtetem Salat und darauf - wie geöffnete feuchte Mösenspalten - das Fruchtfleisch der Pomelos. Die Gäste müssen jeden Moment eintreffen, und ich gebe Jannik ein Zeichen, damit er die Holunderblüten in die Gläser verteilt, kaum bedeckt vom Sirup, und dann den Champagner darübergießt. Der ist so kalt, dass die Gläser beschlagen. Seine weiß behandschuhten Hände stellen den Holunderblütenaperitif auf den kleinen Beistelltisch. Ich nehme mir noch ein Glas, als er mit dem Tablett an mir vorbeikommt.

Ich hatte schon das eine oder andere, aber angeschickert bin ich als Herrin des Hauses einfach am besten. Das ist ein Gesetz: Der Fisch in der Pfanne muss schwimmen, und die Gastgeberin an der Tafel auch. Dafür sorgen nicht unerhebliche Mengen Champagner - aber was soll's, mein Mann bunkert genug davon im Keller. Auch unter der Tischkante, zwischen den Beinen der Gesellschaftsdame, hat es feucht zu sein.

Darum kümmert sich in meinem Fall der Caterer. Das hatte ich schon lange vorher bei der Planung dieses Festes beschlossen. Er ist sozusagen das Amuse-Gueule meiner Dinnerparty, der Gruß aus der Küche, und als solcher auch für mich eine Überraschung. Denn ich bin nicht vorher durch die Feinkostläden gezogen auf der Jagd nach dem attraktivsten Fahrer. Ich habe nicht weißteigige Metzgerhände verglichen mit den gebräunten schlanken der spanischen Aushilfen. Ich habe einfach das Dinner bestellt und gewartet, was auf mich zukommt. Wer auf mich zukommt. Heute Abend nehme ich als Auftakt jeden - das gehört zum Spiel. Ein letztes Blind Date zum Abschluss. Vögel-Roulette könnte man das nennen, rien ne va plus.

Der wird es also.

Er ist knapp eins sechzig groß und hat eine beginnende Halbglatze. Alle Gerüchte über den Zusammenhang zwischen männlichem Haarwuchs und Potenz, dass die mit dem Affenfell auch ficken können wie ihre Kumpels im Zoo, sind Quatsch. Zwar kenne ich kahlköpfige Männer, die aussehen wie wandelnde Riesenpenisse, doch zwischen ihren Beinen hängt bloß ein trauriges Würmchen, mit dem man vielleicht angeln kann, aber die yetiartig bestückten Zottelrastas halten auch nicht immer das, was sie versprechen. Letztendlich sieht man es einem Mann nicht an, was er bringt, man muss ihn schon testen.

Anfangs ist der Caterer noch schüchtern, als er reinkommt und seine Styroporkästen und Taschen abstellt. Er verschlingt den ganzen Raum mit seinen großen, glänzenden Makakenaugen. Ich kann genau sehen, dass er überlegt, ob er wohl in einem Bordell gelandet ist. Vor allem Jannik irritiert ihn, obwohl der selbst keine Miene verzieht und wie ein schweigender, geschäftiger Pinguin hin und her läuft, ihm das Essen quittiert und mit seinen weißen Handschuhen eine einladende Geste in meine Richtung macht.

Was der Caterer nicht weiß: Er ist nicht nur der Auftakt für eine große Dinnerparty, er ist auch der letzte Unbekannte, den ich in diesem gerade vergangenen wilden Jahr ficken werde. Denn dies hier ist der krönende Abschluss meiner Vögelfreiheit. Ein Jahr lang hatte ich einen Freifahrtschein, mein Mann hat ihn selbst unterschrieben: Zwölf Monate lang darf ich ficken, vögeln, kohabitieren, lecken, lutschen und ganz allgemein tun und lassen, was ich will, mit wem ich will, wie oft ich will, wo ich will, wann ich will. Und ich hatte nicht nur die Erlaubnis. Ich hatte das Recht dazu.

So stehe ich jetzt an den Flügel gelehnt da in meinem engen schwarzen Kleid und lasse die nackten Arme ausgebreitet auf dem Instrument liegen. Die breite Narbe, die wie ein Stammeszeichen meinen rechten Oberarm vertikal durchschneidet, ist bei der schummrigen Beleuchtung mit den vielen flirrenden Farben und Spiegelungen kaum zu sehen, und sie geht ihn auch nichts an. Und obwohl von den Dutzenden winzigen Knöpfen an der silbernen Borte, die das Kleid vom Hals bis zu den Knöcheln zusammenhalten, kein einziger geschlossen ist, er also freien Blick hat auf meine nackte Haut, meine Brüste, meine blitzblank rasierte Möse, versucht er immerhin, mir ins Gesicht zu sehen. Das ehrt ihn, ist aber zwecklos, denn das Kleid hat am Rücken eine große weite Kapuze, die ich bis in die Stirn gezogen habe, sodass ich wie eine augenlose Priesterin am Flügel stehe und die Beine aneinanderreibe.

Er weiß nicht, was er tun soll, zwirbelt an seiner Uniformjacke herum, schluckt hart, tritt von einem Fuß auf den anderen. Ich lege den Kopf leicht zurück, nehme das Glas mit dem Champagner, trinke erst, lasse dann aber die Hälfte über meinen Körper fließen bis zu meinen nackten Füßen.

Ich trage niemals hochhackige Schuhe, auch nicht zur Abendrobe. Hohe Hacken haben Männer erfunden, die es lustig finden, wenn Frauen im Film auf der Flucht vor Aliens stolpern, sich in den Matsch werfen und dabei ihre Bluse zerreißen. So eine bin ich nicht. Vor mir hätten eher die Aliens Angst.

Kundenbewertungen zu "Vögelfrei" von "Sophie Andresky"

17 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 17 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Sonja aus Hannover am 21.08.2012 ***** ausgezeichnet
INHALT:
Die Hauptprotagonistin bekommt von ihrem Mann 12 Monate einen Freifahrtschein in Sachen Sex. Fremdgehen in sämtlichen Kategorien.....

FAZIT:
Als ich die Rezension von Dany auf www.buchgesichter.de (http://www.buchgesichter.de/buecher/1375057-voegelfrei/reviews/3696) gelesen hab, war ich sowas von neugierig, dass ich mich SOFORT in die nächste Buchhandlung (nicht das ich da nicht irgendwann sowieso hingegangen wäre) aufgemacht habe.

Dort war es damals sogar als der absolute Hingucker im Erotikregal in der hintersten Ecke (damit man nicht so gesehen wird, wenn man das Buch Probe liest) dekoriert. Ich hab es dann nach einer kurzen Leseprobe und einem kurzen Moment mit roten Ohren mitgenommen. Die Kassieren hat mir mit Augenzwinkern viel Spass gewünscht.

Hui, Dany - Du hattest recht: Hardcore aber gut und sogar mit Handlung - empfehlenswert. Daher vergebe ich 5 von 5 Punkten und empfehle dieses Buch aufgrund des derzeitigen Interesses durch Shades of Grey an Erotikbüchern gern wieder.

http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2012/08/sophie-andresky-vogelfrei-von-sonja.html

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Bewertung von bibabatzel aus chemnitz am 18.06.2012 ***** gut
Das Buch liest sich gut. Anfangs fande ich das Buch spannender als am Ende. Es regt die Fantasie an, ist aber stellenweise auch realitätsfern.

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Bewertung von anaj15 aus Schwedt am 14.09.2011 ***** ausgezeichnet
Das Buch ist echt top , der Titel ist Programm ;-) ! Einige Stellen im Buch sind echt hart und ein Spass für Jeden Horrorliebhaber und bleiben nachhaltig im Gedächtniss!!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 01.05.2011 ***** sehr gut
Tolle, ausgefallene Geschichte, die Humor und Erotik vereint. Ich hatte es innerhalb kurzer zeit gelesen.

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Bewertung von lesegeil aus Köln am 28.04.2011 ***** ausgezeichnet
Ein wunderbares Buch!!!! ;0)))))

Mal witzig, mal knisternd erotisch!!!!!
Gerne würde man tauschen wollen ;0))))) ABER es kann auch dem eigenen Sexleben wieder "leben" einhauchen ;0))) MEIN Mann hat mir nach 3 Tagen verboten das Buch weiter zu lesen ;0))))))) (ich war ja schon längst fertig...)
Genau das richtige für Frauen mit ausgprägter Phantasie!!! ;o) viel Spass beim lesen.........

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Bewertung von Leseratte aus Bonn am 09.03.2011 ***** sehr gut
Gutes Buch; nett geschrieben, Läßt sich gut lesen.

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Bewertung von the_critic aus Stuttgart am 25.01.2011 ***** sehr gut
Über dieses Buch war ich ziemlich positiv überrascht.
Welche verheiratete Frau träumt nicht davon ein Jahr lang gegen die Stränge zu schlagen :)?
Dieses Buch ist definitiv was für die gewissen Stunden zu zweit und auch zum alleine lesen gut geeignet. Das Ende ist... eher nichts für Romantiker, aber ich empfehle es dennoch weiter :)

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Bewertung von Sabrina aus Dippoldiswalde am 08.01.2011 ***** gut
Ein nettes Buch für zwischendurch, nicht unbedingt realitätsnah, aber auf jeden Fall anregend! Für den Preis auf jeden Fall mitbestellen und genießen.

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Bewertung von Lady Antonia aus München am 13.12.2010 ***** ausgezeichnet
Ein schönes Buch, das man gut als Bettlektüre lesen kann, bei einem guten Glas Rotwein im kalten Winterabend am Kamin. Das aus dem vollen realen Leben geschrieben wurde. Bravo!!! Endlich mal wieder ein Buch mit knisternder feiner und humorvoller Erotik.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 13.11.2010 ***** sehr gut
Tolles Buch, schön geschrieben und leicht zu lesen. Gute Feierabendkost. Etwas verwirrend sind die Sprünge in die Vergagenheit und zurück, man muss halt dranbleiben.

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