Ich bin dann mal weg, 6 Audio-CDs - Kerkeling, Hape

Ich bin dann mal weg, 6 Audio-CDs

Meine Reise auf dem Jakobsweg. Gesprochen vom Autor. Leicht gekürzte Hörbuchfassung. 448 Min.

Hape Kerkeling 

Sprecher: Kerkeling, Hape
Audio CD
 
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  ausgezeichnet
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Ich bin dann mal weg, 6 Audio-CDs

Kein Witz: Hape Kerkeling, Deutschlands vielseitigster TV-Entertainer, geht zum Grab des heiligen Jakob: 600 Kilometer durch Frankreich und Spanien bis nach Santiago de Compostela, und erlebt die außergewöhnliche Kraft einer Pilgerreise.

Es ist ein sonniger Junimorgen, als Hape Kerkeling, bekennende couch potato, endgültig seinen inneren Schweinehund besiegt und in St.-Jean-Pied-de-Port aufbricht. Sechs Wochen liegen vor ihm, allein mit sich und seinem elf Kilo schweren Rucksack: über die schneebedeckten Gipfel der Pyrenäen, durch das Baskenland, Navarra und Rioja bis nach Galicien zum Grab des heiligen Jakob, seit über tausend Jahren Ziel für Gläubige aus der ganzen Welt. Mit Charme, Witz und Blick für das Besondere erschließt Kerkeling sich die fremden Regionen, lernt die Einheimischen ebenso wie moderne Pilger und ihre Rituale kennen. Er erlebt Einsamkeit und Stille, Erschöpfung und Zweifel, aber auch Hilfsbereitschaft, Freundschaften und Belohnungen - und eine ganz eigene Nähe zu Gott. In seinem Buch über den Wert des Wanderns zeigt der beliebte Komiker, wie er auch noch ist: abenteuerlustig, weltoffen, meditativ.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3938781378
  • Best.Nr.: 20836936
  • Laufzeit: 448 Min.
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 27.12.2006

Das Wunder Hape Kerkeling
Unverhoffter Sensationserfolg eines Buches: Pilgerreise, Lebensweisheit und Komik als Botschaft

Am Ende der Lektüre von Hape Kerkelings Bestseller "Ich bin dann mal weg" weiß man zwar nicht mehr über das Leben als vorher. Aber man ist neugieriger geworden, etwas darüber herauszufinden.

Anhand des Buches "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling hat man mal wieder sehr schön beobachten können, wie die "Bild"-Zeitung arbeitet. Irgendwo in diesem 344 Seiten starken Buch, in dem eine Person, die wir alle aus dem Fernsehen kennen, etwas Autobiographisches erzählt, kommt auch eine Episode vor, in der der Autor der Frage nachgeht, ob er vielleicht schon einmal ein früheres Leben hatte. Er tut dies skeptisch, vorsichtig, neigt eher dazu, es nicht zu glauben, konstatiert aber, daß er während einer "Rückführung", die er vor ein paar Jahren interessehalber einmal mitgemacht hat, plötzlich Bilder im Kopf hatte, von denen er nicht wußte, woher sie stammten. Bilder von Orten und Menschen, die er nicht zu kennen meinte, die aber ganz plötzlich da waren. Bilder aus einer anderen Zeit. Im Buch umfaßt diese Episode vier …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.06.2009

Ich bin dann wieder da
Die Spiegel-Bestsellerliste als Gesamtkunstwerk hatte ihre Sternstunde, als Hape Kerkelings Pilgerprotokoll „Ich bin dann mal weg” auf dem ersten Platz stand und auf dem zweiten Joachim Fests Erinnerungsbuch „Ich nicht”. Fest war dann aber viel schneller weg als Kerkeling, der sich mit himmlischem Beistand zwei Jahre an der Spitze hielt. Jetzt gibt es endlich das rucksackkompatible Format, und zähe Bestsellermuffel können zum Preis einer Kinokarte kontrollieren, was dran ist an dem Werk, dessen Erfolg den Weg nach Santiago di Compostela in ein Abbild der Fußgängerzone von Gelsenkirchen verwandelt hat. Sagen wir es so: Der Komiker ist kein Schriftsteller, und hier ist er nicht einmal besonders komisch. Aber die kleinen Erleuchtungen in der angenehm unprätentiösen Tagebuch-Suada ersetzen Regale voller Ratgeberliteratur, inklusive Coelho und Konsorten. maidt
Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg. Piper, München 2009. 368 Seiten, 9,95 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de

"Ein hinreißend ehrlicher, warmherziger und offener Bericht über eine Suche nach sich selbst." Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Hans Peter Wilhelm Kerkeling, geboren 1964 in Recklinghausen, bekannt als Hape Kerkeling, ist Schauspieler, Moderator, Comedian und Schriftsteller. 2007 erhielt Hape Kerkeling den Grimme-Preis und wurde mit dem Medienpreis Bambi in der Kategorie Kultur ausgezeichnet. 2009 wurde er mit dem Karl-Valentin-Orden geehrt.
Hape Kerkeling Ich bin dann mal weg Meine Reise auf dem Jakobsweg 10. Juni 2001 - Roncesvalles Mann, bin ich gebeutelt! Kann kaum noch den Stift in der Hand halten.

Heute Morgen um kurz vor sieben verlasse ich mein Hotel mit dem Ziel Roncesvalles in Spanien. Frühstück gab's keines. Das wird erst ab acht gereicht. Stattdessen hab ich mir einen Powermüsliriegel gegönnt. Davon habe ich mir drei Stück eigentlich nur für Notfälle aus Deutschland mitgenommen. Meine Ein-Liter-Plastikwasserflasche habe ich lediglich zur Hälfte gefüllt, denn jedes Milligramm mehr macht meinen Rucksack nur schwerer.

Gleich nachdem ich den offiziellen, zunächst gepflasterten Pilgerpfad betrete, fängt es an, wie aus Kübeln zu regnen, und die nassfeuchte Kälte macht mir schnell klar, dass meine überteuerte Regenjacke nicht nur kälte-, sondern auch wasserdurchlässig ist. Kein anderer Pilger ist unter wegs, soweit ich das in dem dichten Nebel beurteilen kann. Die Herrschaften baden offensichtlich gerne lau. Alles Weicheier und nicht so hart im Nehmen wie ich, so viel steht jetzt schon fest!

Eigentlich wollte ich heute schön langsam starten und mich an das Gewicht auf meinen Schultern und das Gehen mit dem Wanderstock gewöhnen. Pustekuchen! Bei dem Wetter will man nicht laufen, sondern bloß so schnell wie möglich irgendwo ankommen. Der doofe Pilgerstab gerät mir ständig zwischen die Füße und kleinste Stolperer führen dazu, dass mich der Rucksack, der Schwerkraft gehorchend, mit voller Wucht nach vorne drückt, sodass ich untrainierter Moppel mich nur mit Mühe wieder fange. Ein vernünftiges Lauftempo stellt sich so nicht ein. Entweder hetze ich atemlos vor mich hin oder ich krieche nur so voran.

Ob die Gegend hier schön ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Vor lauter Regen und Nebel kann ich nichts, absolut nichts sehen. Das Foto in meinem farbigen Reiseführer zeigt eine märchenhaft verschneite Gebirgskulisse vor einem glühenden Sonnenuntergang und erklärt diese Region zu einer der magischsten Europas, die ich unbedingt mal gesehen haben sollte. Hier soll es üppige Weidematten mit Schafen, die unbedingte Vorfahrt genießen, egal wer des Weges kommt, unter schroffen Felsformationen geben. Mag sein.

Leider werde ich nie guten Gewissens behaupten können, hier gewesen zu sein!

So holpere ich dann in einem dreistündigen Gewaltmarsch immer nur steil bergauf, arbeite mich stoisch durch eine riesige Nebelwand auf die Passhöhe von Roncesvalles auf 1300 Höhenmetern zu, während mein Rucksack ganz eindeutig wieder nach Hause will, so wie der zieht.

Irgendwann, es war ja zu befürchten, kann ich nicht mehr weiter. Mir kommt der Gedanke, dass, wenn ich jetzt tot umfalle, mir auch mein knallroter Signalrucksack nichts nützt. Bei dem Bergnebel wäre ich auch von oben schier unauffindbar. Ich beschließe, dass das überaus tragisch ist, und so kann ich mich durch einen nervösen Lachanfall wenigstens entspannen. Lachen strengt mich aber noch mehr an. Die Vernunft obsiegt und so entscheide ich, dass hier und jetzt nichts mehr geht, dass ich das Heft nicht mehr in der Hand halte und mich demütig in mein Schicksal füge. Ich kann einfach nicht mehr weiter!

Bei strömendem Regen setze ich mich auf einen Stein am Wegesrand und genieße das nicht vorhandene Pyrenäen panorama. Ein Blick nach rechts sagt mir, dass ich den steilen Aufstieg nicht mehr schaffen werde, da der Gipfel, wenn ich von meinem bisherigen Entenmarschtempo ausgehe, wahrscheinlich noch Stunden entfernt liegt. Ein Blick nach links verrät, dass ich den wahrscheinlich dreistündigen, nicht minder steilen Abstieg auch nicht mehr auf die Reihe bekomme. Dies ist also ein Notfall und so gönne ich mir einen Müsliriegel und eine klatschnasse Zigarette. Triefende Nässe verleiht dem Tabak eine besondere Note. Der Regen stört mich nicht mehr, es ist eh schon alles triefend nass, übrigens auch alle Dinge in meinem garantiert wasserundurchlässigen Rucksack! Qualmend sitze ich auf dem Stein und lache. Keine Ahnung wie lang; fünfzehn Minuten vielleicht? Auf dem gesamten mehrstündigen Marsch war ich nicht einem einzigen Menschen begegnet.

Plötzlich - ohne Vorwarnung - taucht links vor mir im Nebel ein kleiner blauer Transporter auf. Ich reagiere prompt und zwinge ihn, vor Freude mit meinem Wanderstab wedelnd, zu halten. An mir und meinem Warnrucksack kommt der auf dem schmalen Sträßchen sowieso nicht vorbei. Der uralte dreirädrige Wagen kommt zum Stehen. Von innen wird die Beifahrertür geöffnet und ein knallrotes Bauerngesicht strahlt mich derbe an.

"Na, wo wollen Sie denn bei dem Sauwetter hin?", schallt es mir in einem urwüchsigen französischen Dialekt entgegen.

"Nach oben!", sage ich, denn das französische Wort für Gipfel will mir gerade partout nicht einfallen. Mit einer knappen einladenden Geste und einem dahingebrummten Wort bittet der Bauer mich in den Wagen. Ohne den Rucksack vorher abzuschnallen, setze ich mich neben den Gauloise rauchenden Mann im Blaumann und klebe nur fast mit der Nase an der Scheibe. Den von hinten kommenden strengen Gestank kann ich allerdings noch deutlich riechen. Ich drehe mich um und ein gigantischer Widderkopf blökt mich von der Ladefläche an. Ein zweites Tier streckt mir seelen ruhig sein Hinterteil entgegen. Mit Vollgas geht es jetzt Richtung Gipfel.

"Wie weit ist es denn noch bis... oben?", frage ich, um eine Konversation zu beginnen.

"Nicht mehr weit. Zweieinhalb Kilometer vielleicht?", entgegnet er, während er mir eine trockene Zigarette anbietet, welche ich mir rasch anzünde.

"Dann war ich ja doch schon fast oben", entfährt es mir erleichtert.

"Sind Sie einer von den Pilgern?"

"Ja!", antworte ich knapp und denke: "Jetzt habe ich es zum ersten Mal gesagt: Ich bin Pilger!"

"Meinen Sie nicht, dass Sie sich da ein bisschen zu viel aufhalsen?", will er jetzt kritisch dreinschauend wissen.

Ja, ich mute mir allerdings zu viel zu, aber ich werde einen Teufel tun, das in Gegenwart zweier stinkender Schafe zuzugeben.

Der Wagen schlängelt sich flott nach oben und wie auf Kommando wird der blökende Widder von einem akuten Würgereiz, begleitet von grünem Auswurf, befallen. Kurz gesagt: Das riesige Schaf kotzt auf die Ladefläche. Als wäre das eine besondere Leistung, grinst der Landmann mich fröhlich an. Mir fällt nichts Originelleres ein als: "Ist ihm nicht gut?"

Der Bauer kann mich aber beruhigen: "Das macht er immer! Er fährt nicht gern Auto! Aber der Sommer kommt und dann müssen sie nun einmal wieder auf die Alm und das geht nur mit dem Auto."

Auf einer Anhöhe setzt mich mein Fahrer dann im strömenden Regen und noch dichterem Nebel und bei subjektiv eindeutig gefühlten Minustemperaturen an einem total zermatschten Waldweg aus. Er beugt sich noch mal lächelnd mit der Kippe im Mund zu mir: "Das Schlimmste haben Sie geschafft! Der Gipfel ist nicht mehr weit." Ich bedanke mich von Herzen und kann es mir nicht verkneifen, dem Widder gute Besserung zu wünschen. So braust das Auto weiter, während ich im Nebel erfolgreich nach Wegweisern fahnde. Durch die Verschnaufpause fühle ich mich wieder halbwegs gewappnet für den Weg nach Spanien und will mir daraufhin einen Schluck Wasser gönnen. Beim Griff nach meiner Wasserflasche muss ich jedoch feststellen, dass mir diese im Auto aus dem Rucksack gerutscht sein muss. Großartig! Es regnet in Strömen und ich hab das Gefühl zu verdursten.

Nach unzähligen weiteren kleinen Aufstiegen - die Luft wird da oben schon etwas dünner - komme ich an die berühmte Rolandsquelle, ganz in der Nähe der offenen spanischen Landesgrenze, dorthin, wo Ritter Roland sich so wacker, aber erfolglos gegen die Basken - oder waren es die Mauren? - geschlagen hat. Schon Karl der Große soll aus der Quelle getrunken haben. Für solche historischen Spitzfindigkeiten habe ich jetzt allerdings wenig Sinn - ich habe Durst. Frei nach Brecht kommt erst das Trinken, dann die Bildung. Im Lauftempo hoppele ich zu dem Brunnen, während mein Rucksack fröhlich auf und ab schunkelt und noch viel stärker an meinen armen Schultern zerrt. Schon sehe ich mich meinen Durst stillen und drücke beinahe feierlich den schicken goldenen Hahn der Rolandsquelle und - nichts passiert! Kein Wasser!

Ich versuche es mehrmals, aber die Quelle scheint versiegt.

Sturzbäche fließen links und rechts an mir vorbei. Rot, matschig und modderig. Aber kein Wasser in der Quelle.

Mein Reiseführer weiß indes zu berichten, dass dies die einzige Trinkwasserquelle auf der gesamten Etappe ist, dass Roland, der Paladin Karls des Großen, hier von den Sarazenen - ah, den Sarazenen! - brutal gemeuchelt wurde und dass mich auf Grund der schlechten Witterung noch mindestens viereinhalb Stunden Fußmarsch erwarten. Fantastisch! Heute ist definitiv mein Tag! Ich bin wütend. Kann mir nicht verdammt noch mal jemand 'n Klempner schicken?

Da höre ich plötzlich ein allmählich sich näherndes Motorengeräusch. Und aus dem Nebel taucht am Berghang oberhalb der Quelle ein kleines Feuerwehrauto auf. Keine Halluzination!

Zwei gut gelaunte Feuerwehrmänner steigen aus und tapern durch den Nebel langsam zu mir herunter. "C'est tout bien, monsieur?" Sie erkundigen sich netterweise nach meinem Befinden. Meine Antwort kommt prompt und wer so großen Durst hat, der kann auch gut Französisch: "Mir geht es bestens, aber der Wasserhahn der historisch bedeutsamen Rolandsquelle ist defekt. Sie werden es kaum glauben, aber da ist kein Wasser mehr drin!" In Nullkommanix, wie halt die Feuerwehr so ist, bringen sie zwar den Hahn nicht dazu, Wasser zu spucken, aber durch eine gemeinsame Kraftanstrengung gelingt es ihnen, hinter der Quelle einen Schlauch aus dem Erdboden zu reißen und ich kann endlich saufen!

Mindestens zwei Liter lasse ich in mich hineinlaufen. Danach reparieren die Jungs alles wieder bzw. sie machen den Brunnen wieder funktionsuntüchtig; so wie er halt vorher war!

Heute war ich sicher der Einzige, der hier getränkt wurde. Und dann sprudelt die Frage förmlich aus mir heraus: "Was um Himmels willen machen Sie denn bei diesem Sauwetter hier oben?"

Der kräftigere der Feuerwehrmänner erklärt mir mit einem Lächeln: "Gar nichts. Meinem Kumpel ist bloß schlecht geworden. Gestern hatten wir den großen Feuerwehrball in Saint-Jean-Pied-de-Port und er hat zu viel getrunken und nun müssen wir alle zehn Minuten anhalten, weil der Kollege sich übergeben muss." So schnell wie die Feuerwehr-Fata-Morgana gekommen ist, verschwindet sie auch wieder in der Nebelwand.

Mensch und Tier scheint es hier wohl öfter schlecht zu gehen und mir kommt es auf mysteriöse Art zugute. Zum zweiten Mal bin ich heute dankbar.

Die Feuerwehrmänner waren Franzosen, was bedeutet, dass ich also noch nicht mal in Spanien bin und der längste Teil des Wegs noch vor mir liegt. Beschwingt marschiere ich weiter durch den immer dichter werdenden Wald und über Berge, von denen ich nur vermuten kann, dass es sie gibt. Der Himmel will und will nicht aufreißen.

Nach drei weiteren quälenden Stunden Fußmarsch werde ich endgültig lauffaul, habe aber noch locker zwei Stunden auf den Beinen vor mir, denn der Regen wird immer stärker und ich immer schwächer. Mittlerweile bin ich so langsam geworden, dass mich innerhalb von einer halben Stunde ein Dutzend Pilger überholen. Wo kommen die auf einmal alle her? Seit Stunden habe ich niemanden gesehen und nun ziehen sie klitschnass und grußlos an mir vorüber!

Zum Glück geht es dann aber auch irgendwann wieder abwärts. Mein Herz schlägt höher. Der Abstieg auf dem höchstens zwanzig Zentimeter breiten Matsch- und Geröllpfad durch den Wald aus Buchen ist jedoch so steil, dass mein linkes Knie nach kurzer Zeit anfängt zu pochen und höllisch zu schmerzen. Dass Knieschmerzen sich so rasend steigern können, war mir bisher unbekannt. Es hilft nichts, ich muss laut vor mich hin stöhnen, um es auszuhalten, und es ist mir gleichgültig, ob das irgendjemand in dieser gottverlassenen Wildnis hört. Ich bin jetzt wehleidig!

Aus einem touristischen Kaufrausch heraus habe ich mir Gott sei Dank diesen Wanderstock gekauft. So sehr mich dieser Knüppel beim Aufstieg behindert hat, so sehr nützt mir dieser Zauberstab jetzt bei dieser Schlitterpartie nach unten. Ohne ihn könnte ich mich auf dieser Rutschbahn gar nicht mehr halten. Alle zehn Minuten muss ich eine Pause einlegen, um überhaupt vorwärts zu kommen. Jetzt bloß kein Selbstmitleid. Ich hab mich hier hochgeschleppt und nun schleppe ich mich eben wieder runter. Allerdings muss ich vor Sonnenuntergang in Roncesvalles sein, sonst sehe ich tatsächlich schwarz. Bisher war immer noch kein Grenzstein zu sehen, also muss ich immer noch in Frankreich sein. Spanien, komm mir doch bitte ein Stückchen entgegen!

Die Schmerzen im Knie werden unerträglich und ich bin den Tränen nahe! In meinem hellsichtigen Reiseführer steht übrigens, dass jeder Pilger auf der Reise mindestens einmal weinen wird.

Aber doch bitte nicht gleich am ersten Tag! Noch zehn Minuten und ich falle um! Und oh Wunder, kurz bevor ich tatsächlich losheule, komme ich aus dem dichten Wald an eine Lichtung und sehe die Klostermauern von Roncesvalles. Ich fühle mich wie ein Aussätziger im Mittelalter, dem ein Barmherziger ein Stück Brot reicht. Ich hab's geschafft. Sechsundzwanzig Kilometer zu Fuß über die Pyrenäen! Die kleine Spritztour mit dem Schafbauern mal nicht dazu gerechnet.

Das wuchtige Kloster von Roncesvalles, die offizielle Pilgerherberge, sieht aus wie eine verschlafene Dornröschenburg und ist drei Nummern zu groß für den bescheidenen Flecken. Der Ort scheint quasi jeden Moment von dem Konvent erdrückt zu werden. Nach einem kleinen Rundgang durch das Kloster, bei dem ich mich auf das Erdgeschoss beschränke, da ich heute nicht mal mehr eine Bordsteinkante bewältigen könnte, stellt sich leider heraus, dass die Schlafsäle, die Toiletten und Duschen nicht halten, was das Kloster von außen verspricht. Es ist schrecklich kalt und schmutzig. In der Haupthalle lagern an die fünfzig Pilger. Ihre durchnässten Kleider haben sie auf dem feuchten Steinboden zum Trocknen ausgebreitet. In den Ecken kauern und liegen verschwitzte, überanstrengte Menschen mit erstaunlich zufriedenen Gesichtern. So sehe ich also auch aus.

Als ich mir meinen ersten richtigen Pilgerstempel im Kloster abhole, fragt mich der stämmige baskische Rentner hinter dem Schreibtisch:

"Wieso wollen Sie nur einen Pilgerstempel, brauchen Sie kein Bett?"

Mein Spanisch kann sich im Gegensatz zu meinem Französisch wirklich hören lassen. Spanisch war mein zweites Abiturfach und ich liebe diese Sprache nach wie vor. Also entgegne ich ihm: "Nein, ein Bett brauche ich nicht, ich werde im Hotel schlafen." Der Mann erhebt sich wütend von seinem Schreibtisch, haut mit der Faust auf den Tisch und fährt mich an: "Was fällt Ihnen ein? Das sind ja ganz neue Moden! Als Pilger hat man in einer Pilgerherberge zu schlafen, um gemeinsame Erfahrungen mit anderen Pilgern auszutauschen, und sich nicht in einem Hotel abzusondern!"

Fassungslos schaue ich den Bettenwart an und sage: "Erfahrungen tausche ich gerne aus, an Fußpilzaustausch habe ich jedoch kein Interesse." Ich drehe mich um und gehe. Anstatt hier rumzumaulen, könnte der Typ besser mal eben die Duschwannen durchfeudeln, schießt es mir wütend durch den Kopf. Beim besten Willen, in diesem Kloster werde ich nicht übernachten. Ich habe mir den Gewaltmarsch meines Lebens angetan und werde mich jetzt nicht dafür bestrafen, indem ich in diesem refugio schlafe. Gut, übersetzt bedeutet das nicht mehr und nicht weniger als "Zuflucht", deswegen darf man auch nicht zu viel erwarten.

Ich humpele auf die andere Seite der einzigen Straße im Dorf.

Meine Wahl fällt auf die kleine Pension direkt gegenüber dem Konvent. Sie ist preisgünstig, gepflegt und im warmen Zimmer gibt es sogar eine Badewanne. In der guten Stube angekommen, breite ich zunächst mal meine nassen Habseligkeiten auf dem Boden und über der Heizung aus. Selbst das Geld und mein Reiseführer sind nass. Mein Knie tut jetzt bei jedem Schritt höllisch weh. Hoffentlich muss ich das Unternehmen nicht nach der ersten Etappe abbrechen. Kommt nicht in Frage! Im Ruhezustand merke ich ja nichts. Rauflaufen geht gerade noch, aber runter ist unmöglich und leider hat man mir das einzige freie Zimmer im ersten Stock gegeben. Ich habe ewig gebraucht, bis ich hier oben war, und hab vorsichtshalber unten gleich was gegessen; Calamares in der eigenen Tinte, so muss ich nachher nicht mehr runter und dann wieder rauf. In meinem desorientierten Reiseführer steht, es soll hier ein Lebensmittelgeschäft geben. Gibt es aber nicht. Mir ist ein Rätsel, wo ich morgen Verpflegung herbekommen soll. Und selbst wenn es irgendwo ein Lebensmittelgeschäft gäbe, würde ich morgen früh die Stufen runter ins Erdgeschoss womöglich ja gar nicht mehr schaffen.

Ich halte fest: Auf meine Weise habe ich heute einen Gipfel erklommen. Meine unteren Gliedmaßen sprechen eine eindeutige Sprache. Sie sind mittlerweile zu einem einzigen dumpfen Schmerz zusammengewachsen. Verhält es sich mit meiner Suche vielleicht so wie mit der Suche nach dem Gipfel im Nebel? Ich kann zwar nichts sehen, aber er ist da! Es wird ja wohl nicht an akutem Sauerstoffmangel liegen? Jedenfalls freue ich mich, in Spanien zu sein, und morgen geht's weiter. Ich fühle mich so, als wäre ich heute durch einen nebeligen Geburtskanal auf den Weg geboren worden. Es war eine schwere Geburt, aber Mutter und Kind sind trotzdem wohlauf und die Nabelschnur ist durchtrennt! Von meinen orthopädischen Problemen sollte ich einmal absehen.

Erkenntnis des Tages:

Obwohl ich den Gipfel durch den Nebel nicht sehen kann, ist er doch da!


Kundenbewertungen zu "Ich bin dann mal weg, 6 Audio-CDs" von "Hape Kerkeling"

132 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.6 von 5 Sterne bei 132 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von zipp83 aus zwickau am 17.11.2013   ausgezeichnet
Das ist ein sehr gutes Buch ich konnte vor lachen nicht mehr

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Bewertung von Kantianerin aus Berlin am 23.03.2013   ausgezeichnet
Der Hype um das Buch ist ja schon seit einiger Zeit vorbei. Als das Buch erschien, fingen etliche Freunde und Bekannte an, aus allen möglichen Gründen den Jakobsweg als Urlaubs- oder Pilgerziel zu glorifizieren. Einige haben den Weg auch geschafft.
Bei mir blieb es bei der Begeisterung für das Buch. Hape Kerkeling, vielen bekannt als Komiker, Showmaster und Moderator aus dem Fernsehen, begab sich 2001 auf den Jakobsweg. Für ihn waren religiöse Gründe einerseits und seine Selbsterfahrung andererseits die wichtigsten Motive, sich diesen Strapazen auszusetzen. Die Etappen seines Weges kann man gut verfolgen. Das Buch ist auch geographisch gut gestaltet. Viel besser ist es allerdings, die Anstrengungen mitzuverfolgen. Ich habe meinen inneren Schweinehund förmlich gespürt und konnte mir gut vorstellen, welch Überwindung die vielen Kilometer abverlangen.
Auch wenn es Hape Kerkeling sehr ernst nahm, den Weg zu schaffen, er wäre kein Komiker, wenn nicht auch sein Humor der fast wichtigste Begleiter war. Deshalb ringt das Buch nicht nur Respekt ab, es ist auch sehr unterhaltsam. Und dank der offenen Art des Autors lernt man "nebenbei" auch ziemlich skurile Menschen kennen.

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Bewertung von Batrix aus Aachen am 04.02.2013   ausgezeichnet
Mit Hape auf dem Jakobsweg – ein super tolles Hörvergnügen!

Hape Kerkeling beschreibt seine Erlebnisse auf dem Jakobsweg so lebendig, dass man das Gefühl hat den Weg mit ihm zusammen zu gehen. Man kann sich die einzelnen Landschaften, Situationen und die Menschen denen er begegnet richtig gut vorstellen.
Ich habe mir das Buch in einer schlaflosen Nacht im Dunkeln angehört und ich muss Euch ehrlich sagen: das war ein sehr intensives Hörerlebnis – da hat man wirklich das Gefühl live dabei zu sein und seine eigene Begegnung mit Gott und der Welt zu machen......
Aber auch tagsüber bietet das Hörbuch einen richtigen Genuss. Man kann dabei gut lachen, aber es regt auch zum Nachdenken an. Es weckt die Pilgerlust, aber es verharmlost die Anstrengungen, die damit verbunden sind, nicht und das Beste überhaupt ist, dass er sein Buch selber vorliest. Ein anderer hätte es wahrscheinlich nicht so gut rübergebracht......

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Bewertung von ellenroberto@t-online.de aus auetal am 14.04.2012   ausgezeichnet
Ich bin fasziniert von dem Buch. Leider lese ich nicht so viel aber das Buch habe ich verschlungen.
Das Buch habe ich weiter empfohlen. Es ist ein Buch, das man mit ruhigem Gewissen verschenken kann.

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Bewertung von s.B. aus Bremen am 06.02.2012   ausgezeichnet
Sehr gut geschrieben und als Hörbuch prima vorgelesen.

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Bewertung von Michael_Kunz aus www.michael-kunz.net am 25.11.2011   ausgezeichnet
Was ist im Leben wichtig?

Diese Frage kann eigentlich nur jeder für sich selbst beantworten, aber vielleicht wird er zu einer ähnlichen Ansicht wie Hape Kerkeling kommen: „Wenige Dinge sind im Leben wirklich wichtig und wenn man sich eingehend selbst erforscht, stellt man fest, dass man auch nur wenige echte Herzenswünsche hegt.“

Bei Hape Kerkeling denkt man zunächst einmal an Figuren wie Horst Schlämmer, Beatrix oder Riko Mielke. Aber er ist nicht nur ein brillanter Komiker, sondern spricht sechs Sprachen fließend.

Ein Hörsturz, die Entfernung seiner Gallenblase und ein Buch von Shirley MacLaines („Der Jakobsweg: Eine spirituelle Reise“) bewegen ihn 2001 zu einer ganz besonderen Entscheidung: 38 Tage wird er auf dem Jakobsweg pilgern und darüber ein Tagebuch führen. Für wen er diese vielen Notizen niederschreibt, weiß er zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Eine Pilgerin hingegen ahnte es bereits: „Du wirst schon noch erfahren, für wen.“ Und tatsächlich: Hape Kerkeling schrieb seine Notizen für mehr als 4 Millionen Leser, denn er veröffentlichte sie 2006 in seinem Buch „Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg“.

Der Jakobsweg ist ein Pilgerweg, und zwar zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien. Auf diesem Weg treffen die wundersamsten Gestalten zusammen, von denen Hape Kerkeling auf eine ausgesprochen humorvolle Art berichtet. Er erzählt aber auch von den Strapazen, die dieser Weg mit sich brachte: „Das Essen wird zur Nebensache und man freut sich nicht besonders darauf. Man lernt ein einfaches Schinkenbrot zu schätzen.“

Am 17. Tag seiner Pilgerreise fasste er schließlich in einer Bar seinen Entschluss, aufzugeben. „Die Hitze und der Staub setzen mir schon zu, bevor ich überhaupt mein Tagespensum beginne. Ich bin schlicht ausgepauert. [...] Mein Entschluss steht fest: Ich bringe den Pilger in mir jetzt um die Ecke! [Aber] während ich so in Gedanken versinke, steht plötzlich der Kellner vor mir und ich lese, was auf seinem T-Shirt steht: Keep on running!“

Also pilgerte Hape Kerkeling trotz aller Vernunft weiter und er zweifelte, ob es die richtige Entscheidung war, denn mit Sicherheit war der Schriftzug purer Zufall oder ein Trick des spanischen Fremdenverkehrsamts. Aber dann häuften sich diese sonderbaren Vorfälle. Hape Kerkeling erinnerte sich hierzu später an die Worte der Pilgerin Evi: „Wenn [Gott] zu einem spricht, dann ist man zunächst voller Freude [...], aber dann kommen die Zweifel. Bin ich verrückt, bilde ich mir das ein, halte ich mich für was Besonderes? Aber dann, wenn man es weiter zulässt, geschehen unglaubliche Dinge!“

Die Gespräche mit anderen Pilgern werden immer tiefsinniger und befassen sich schließlich mit Fragen wie: Was ist Erleuchtung? Wo ist Gott zu finden? Warum gibt es Leid? Für Hape Kerkeling ist das Leiden nur ein Nicht-Verstehen und vielleicht müsse er sich nur vorstellen, was er gerade benötige, um Gott zu spüren. Die Erleuchtung stelle er sich wie ein Tor vor, durch das er schreiten müsse, und zwar mit einer gewissen Gleichgültigkeit. Aber auch wenn sein Reiseführer schreibe, der Jakobsweg sei ein Erleuchtungsweg, so sehe er dennoch keine Erleuchtungsgarantie.

Abschließend möchte ich eine ganz besondere Textstelle zitieren, die mich persönlich sehr angesprochen hat: „Jeder Mensch sucht nach Halt. Dabei liegt der einzige Halt im Loslassen. Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist eine Herausforderung und eine Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Restlos. Und er baut dich wieder auf. Gründlich. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück. Du musst ihn alleine gehen, sonst gibt er seine Geheimnisse nicht preis. Ich muss vor allem an die denken, die diesen Weg nicht gehen können, und ihnen sei versichert: Dieser Weg ist nur eine von unendlichen Möglichkeiten. Der [Jakobsweg] ist nicht einer, sondern tausend Wege, aber jedem stellt er nur eine Frage: Wer bist du?“

www.michael-kunz.net

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Bewertung von donaldduck aus Bad Berka am 30.07.2011   ausgezeichnet
Hape Kerkeling beschreibt, in seiner unverwechelbaren Art, in diesem Buch die Erlebnisse seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela.
Hape, der eigentlich nicht so der sportliche Typ ist, muss sich am Anfang einer Reise mit den für ihn ungewöhnlichen Strapazen auseinandersetzen. Hierbei gerät er mehrmals an seine physischen Grenzen, lässt sich aber nicht von seinem Ziel abbringen die ganze Strecke durchzustehen. Er lernt dabei sich und zahlreiche Menschen, die Ihm auf dieser Reise begegnen besser kennen. Hierbei haben es ihm insbesondere von normalen Pilger abweichende Personen angetan. Zu der Engländerin Anne und der Neuseeländerin Sheelagh entsteht dabei eine besondere Freundschaft. Auch wenn sich ihre Wege mehrmals trennen, treffen sie sich immer wieder und gehen einen großes Stück der Reise gemeinsam bis zum Ziel nach Santiago de Compostela.
Hapes Erzählweise ist amüsant und fesselnd. Ich glaube, es gibt nicht viele Menschen, welche von einer Pilgereise so interessant und spannend erzählen können. Diese Buch ist nicht nur für Menschen zu empfehlen, welche eine Pilgerreise planen. Es ist einfach eine kurzweilige Unterhaltung eines sympatischen, lustigen und offenen Menschen.

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Bewertung von pirat aus Bad Berka am 29.07.2011   ausgezeichnet
Hape Kerkeling ist eigentlich ein Komiker, den man aus dem Fernsehen kennt. ER verdiente gut und hatte viele Projekte, aber wenig Zeit. Irgendwann kam eine Zeit, wo er sich fragte, was für ihn eigentlich wichtig ist. Er beschloss, eine Pilgerreise auf dem 800 km langen Jakobsweg zu wagen. Die aufregenden Situationen, die er erlebte, werden ausführlich und modern beschrieben. Obwohl ich kein leidenschaftlicher Leser bin, hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es auf eine witzige Art verfasst wurde. In fast jeder Zeile steckt etwas zum Lachen, deswegen hat mich das Buch bei guter Laune gehalten.
Aber es ist anspruchsvoll und daher eigentlich mehr für größere Kinder geeignet. Den Jakobsweg würde ich nicht unbedingt bevorzugen, da dieser schwierig und anstrengend dargestellt wird. Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn man eine Herausforderung bewältigt, die man sich nie zugetraut hat. Daran wächst der Mensch. Ich würde das Buch weiterempfehlen.

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Bewertung von pirat aus Bad Berka am 28.07.2011   ausgezeichnet
Einfach loslaufen, den Kopf frei kriegen und in Ruhe nachdenken – das war das Projekt Hape Kerkelings, als er 2006 aufbrach, um den 800km langen Jakobsweg in Spanien zu belaufen. Der Pilgerweg ist aber eine Herausforderung! Natürlich körperlich, denn wer ist es schon gewohnt am Tag 10 Stunden zu laufen? Die Hitze, die Blasen an den Füßen und das schwere Gepäck sind nur einige der täglichen Probleme. Und dann natürlich die ganze Ruhe! So mitten in der Natur merkt man plötzlich, was wirklich wichtig ist und man kann mal ganz anders über sein Leben nachdenken. Genau diese Erfahrungen beschreibt Hape Kerkeling in seinem Buch auf sehr witzige Art und Weise.
Mir hat das Lesen großen Spaß gemacht und ich musste oft lachen. Man kann sich die Reise des Autors gut vorstellen und so richtig Lust den Jakobsweg zu bewandern, habe ich nicht bekommen bei all den Problemen und Herausforderungen. Trotzdem oder gerade deshalb war es toll Hape Kerkeling auf seiner Tour zu begleiten – ein Lesespaß, der sich lohnt!

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Bewertung von Franziska R aus Bad Schönborn am 06.07.2011   ausgezeichnet
Hape Kerkeling, ein deutscher Entertainer, macht sich auf den Weg nach Spanien, um eine Pilgerreise zu machen.Er bereitet sich auf den beschwerlichen Weg zu Hause vor, ohne viel Aufsehen zu erregen. Während der Wanderung macht er sich sehr viele Gedanken über sich selbst, über Gott und den Rest der Welt. Dabei lernt er, das Wandern zu schätzen.
Auf seinem Weg überlegt er sich oft, ob diese Reise überhaupt Sinn macht, ob sein Körper- und auch seine Füße- diese Strapazen überstehen. Aber als er ans Ziel kommt, ist er über seine Leistung überglücklich .
Das Buch hat mir deshalb gefallen, weil Hape Kerkeling ganz offen erzählt hat, dass er ans Aufgeben dachte, als er körperlich nicht mehr konnte. Dass er sich trotz seiner körperlichen Schwächen immer wieder aufgerafft hatte, weiter zu laufen.Ich empfehle dieses Buch weiter, weil man dieses Thema auch auf eigene Lebenssituationen übertragen könnte.

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