Indignation\Empörung, englische Ausgabe - Roth, Philip

Philip Roth 

Indignation\Empörung, englische Ausgabe

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Indignation\Empörung, englische Ausgabe

Amerika 1951. Marcus Messner beginnt sein zweites College-Jahr. Nicht in seiner Heimatstadt, denn er sucht Abstand zu seinem übervorsichtigen, verrückten Vater und den unschlüssigen Erklärungen seiner Mutter.


Produktinformation

  • Verlag: Cape
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 233 p.
  • Seitenzahl: 233
  • Englisch
  • Abmessung: 22, 5 cm
  • Gewicht: 420g
  • ISBN-13: 9780224085137
  • ISBN-10: 0224085131
  • Best.Nr.: 23554620
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.02.2009

Amerika in der Hölle
Nachwort zu Bush: Der neue Roman von Philip Roth
Dicht gefügt wie eine klassische Novelle und unaufhaltsam wie eine Schicksalstragödie kommt Philip Roths kurzer, wuchtiger Roman „Empörung” daher. Der erste lange Satz, der Geschichte und Autobiographie verkettet, klingt nach neunzehntem Jahrhundert: „Ungefähr zweieinhalb Monate nachdem die gutausgebildeten, von den Sowjets und den chinesischen Kommunisten mit Waffen ausgerüsteten Divisionen Nordkoreas am 25. Juni 1950 über den 38. Breitengrad vorgedrungen waren und mit dem Einmarsch in Südkorea das große Leid des Koreakrieges begonnen hatte, kam ich aufs Robert Treat, ein kleines College in Newark, benannt nach dem Mann, der die Stadt im siebzehnten Jahrhundert gegründet hatte.”
Die Tragödie, die sich auf den folgenden zweihundert Seiten entwickelt, besteht aus der Engführung der beiden Linien dieses ersten Satzes: Der Ich-Erzähler muss nach Korea, wo er beim ersten Kriegseinsatz verblutet und als knapp Zwanzigjähriger stirbt. Dass er überhaupt eingezogen wird, verdankt er seiner vorzeitigen Entlassung aus einem College – es ist ein anderes als das „Treat” des …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Impotenz, körperlicher Verfall und die Angst vorm nahen Tod: Während es in den letzten Werken von Philip Roth um die Schrecken des Alters ging, kehrt der 75-jährige Autor mit seinem 29. Roman noch einmal zu einem jugendlichen Helden zurück. "Empörung" ist eine Coming-of-Age-Geschichte aus den 50er-Jahren. Mit 19 flüchtet der jüdische Metzgerssohn Marcus Messner vor seinem überfürsorglichen Vater an ein christliches College im Mittleren Westen. Hier leidet er unter den Vorurteilen gegenüber Juden und verliebt sich in eine psychisch labile Kommilitonin. Schon nach kurzer Zeit wird er wegen religiöser Streitereien von der Schule verwiesen und endet im Koreakrieg. Nicht nur mit sprachlicher Perfektion unterstreicht Roth erneut seinen Anspruch auf den schon so lange verwehrten Nobelpreis. "Empörung" ist auch grandios komponiert: 57 Jahre nach seinem Tod lässt Ich-Erzähler Marcus Messner die spektakulären Ereignisse noch einmal Revue passieren. Und damit empfieht sich der schwarzhumorige Roman auch als Parabel auf jüngere amerikanische Geschichte. (cs)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.03.2009

Blick zurück im Zorn
"Empörung": Philip Roth auf der Höhe seiner Kunst

Von Felicitas von Lovenberg

Die Produktivität von Philip Roth, der in dieser Woche seinen sechsundsiebzigsten Geburtstag gefeiert hat, ist größer denn je. Kaum ist sein neuer Roman, "Empörung", erschienen, da hat er bereits den nächsten fertig und kündigt auch schon den darauffolgenden an (F.A.Z. vom 28. Februar). Doch während er sich in drei seiner vier letzten Romane - "Das sterbende Tier", "Jedermann" und "Exit Ghost" - so radikal wie erbittert mit dem Alter auseinandergesetzt hat, kehrt er in seinem aktuellen Werk in die fünfziger Jahre Amerikas und damit auch in die Zeit seiner Jugend zurück.

Im zweiten Jahr des Korea-Kriegs, 1951, nimmt Marcus Messner, genannt "Markie", einziger Sohn eines koscheren Metzgers aus Newark, sein Studium am College von Winesburg, Ohio auf - ein Schauplatz, den Roth sich von Sherwood Andersons berühmtem gleichnamigen Kurzgeschichtenzyklus von 1919 entliehen hat. Zunächst hatte sich Markie, ein begeisterter Student mit Bestnoten, am College seiner Heimatstadt eingeschrieben, aber als sein Vater Liebe und Fürsorge immer …

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Philip Roth wurde 1933 in Newark, New Jersey, geboren. Für sein Werk wurde er mit allen bedeutenden amerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. Im Jahre 2001 erhielt er die höchste Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters, die Goldmedaille für Belletristik, die alle sechs Jahre für das Gesamtwerk eines Autors verliehen wird. 2006 wurde Philiph Roth mit dem "Pen/Nabokov-Preis" ausgezeichnet, 2007 erhielt er den "Saul-Bellow-Preis" des Schriftsteller-Verbands, 2009 den "Welt"-Literaturpreis und 2011 wurde er mit dem "Man Booker International Prize" ausgezeichnet.

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