Niederland (Mängelexemplar) - O'Neill, Joseph

Joseph O'Neill 

Niederland (Mängelexemplar)

Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2009

Übersetzung: Nikolaus Stingl
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Niederland (Mängelexemplar)

"A wonderful book!"
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Inmitten der Hysterie nach dem 11. September sucht der holländische Bankier Hans van den Broek nach einem neuen Leben in einer erschütterten Stadt. Er ist einsam, lebt verlassen von Frau und Kind unter den exzentrischen Gestalten im legendären Chelsea Hotel. Doch dann lernt er Chuck Ramkisson kennen, einen dunkelhäutigen Westinder. Chuck ist einer der wenigen, die den Amerikanischen Traum noch ungebrochen träumen und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Mit ihm macht Hans sich auf, ein ihm gänzlich unbekanntes New York zu entdecken, und eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt.
Ein begeisternder und weiser Roman über New York, die Stadt, die eine Welt umfasst.
"Klug und eindringlich ... ein brillanter Roman." Die Zeit


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 314 S.
  • Seitenzahl: 314
  • rororo Taschenbücher Nr.25227
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 116mm x 23mm
  • Gewicht: 258g
  • ISBN-13: 9783499252273
  • ISBN-10: 3499252279
  • Best.Nr.: 35097060
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.03.2009

Wer in New York Stabilität sucht, geht am besten ins Hotel

Joseph O'Neills "Niederland" ist einer der meistbeachteten Romane dieses Frühjahrs. Er spielt im Chelsea Hotel, wo auch der Autor mit seiner Familie lebt.

NEW YORK, im März

Ein junger Mann mit Pudelmütze sitzt vor einem Fenster auf der Heizung und blickt auf die 23. Straße. Vor der Holzbank, die unter einem Gemälde von Philip Taaffe steht, wartet eine korpulente Frau mit Koffer und beobachtet einen Touristen, der die in der Lobby des Chelsea Hotel ausgestellten Kunstwerke fotografiert. Pfeifen der alten Heizkörper, Straßenlärm. Die phantasmagorische, irgendwie diffuse Welt jenseits der schweren Glastür. Larry Rivers' Assemblage "Dutch Masters", daneben ein Aquarell von David Remfry. Zwei Frauen, die sich am Empfang unterhalten, während aus dem Aufzug ein anderer Mann mit Pudelmütze tritt und sich mit seinem Laptop in einen der Sessel setzt.

"Das Hin und Her von Menschen in der Lobby hatte etwas Anästhesierendes", so Hans van den Broek, der Erzähler von "Niederland", Joseph O'Neills gerade in Deutschland erschienenem Roman (F.A.Z. vom 7. März). Hans hat Frau und Sohn …

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Geschichten der Globalisierung
Joseph O’Neills „Niederland”: Ein 9/11-Roman, der kein 9/11-Roman ist
Das „Pastis” ist für die Gastronomie das, was der Realismus für die Literatur ist. Alles hat eine Bedeutung hier. Jeder Gegenstand verweist auf sich und zugleich auf seine Geschichte. In dem New Yorker Lokal sieht es aus wie in einer französischen Brasserie aus den vierziger Jahren, die wiederum an ein ungefähres 1870 erinnert, mit all dem Messing, dem schweren Holz, den matten Lampen. Wirklichkeit, das ist die Botschaft, Wirklichkeit ist möglich, wenn wir nur daran glauben.
Joseph O’Neill hatte das Lokal vorgeschlagen für unser Interview. Es ist später Vormittag, es ist noch ruhig, und O’Neill hat sich ein Bier bestellt. Natürlich weiß er, dass das 19. Jahrhundert lange vorbei ist. Aber es gibt eben die bürgerliche Bedeutungsmaschine des literarischen Realismus, die Balzac-Flaubert-Schule, die besonders in der amerikanischen Literatur weiterlebt, als Beschwörung, als Erinnerung an die Macht der Sprache und der Schriftsteller, als Notwehr gegen die Gegenwart. Zadie Smith hat das neulich in der New York Review of Books in einem langen Essay …

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"Viele haben versucht, den Großen Amerikanischen Roman zu schreiben. ONeill hat es geschafft." Joseph OConnor

Joseph O'Neills Roman "Niederland", der in den USA von der Kritik gefeiert wurde, hat Rezensent Georg Diez tief beeindruckt. In seiner Huldigung des Buchs berichtet Diez von seinem Gespräch mit dem in Irland geborenen, in Holland aufgewachsenen, in London lebenden Autor, den er in New York getroffen hat. Er beschreibt das Werk um den etwas passiven holländischen Börsenanalysten Hans van den Broek, der nach dem 11. September aus seinem Loft ins Chelsea Hotel umziehen muss, als einen 9/11-Roman, "der kein 9/11-Roman ist". Vielmehr sieht er darin eine "fast essayistische Erzählung davon, wie sich der Blick auf die Welt durch dieses Ereignis verändert hat". Besonders fasziniert ihn die Figur des westindischen Selfmademans Chuck Ramkissoon, der sich mit Hans anfreundet, ihm Cricket beibringt und ein fremdes New York zeigt. Ramkissoon verkörpert für ihn auch die Stimme einer postkolonialen, postnationalen, globalisierten Welt. Mit großem Lob bedenkt Diez die sprachliche Meisterschaft des Autors, der souverän, assoziativ und detailfreudig eine komplexe Romanwelt schafft. Sein Fazit: O'Neills Roman ist "europäisch und altmodisch, aber auch globalisiert und voller verwirrender, widersprüchlicher Energie".

© Perlentaucher Medien GmbH
Joseph O'Neill wurde 1964 als Sohn eines Iren und einer Türkin in Cork geboren und wuchs in Holland auf. Er studierte Jura in Cambridge und arbeitete als Anwalt in London. Später folgte er seiner Frau, einer Vogue-Redakteurin, nach New York, wo er heute mit seiner Familie lebt.
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