Das Europa der Jahre 1850 bis 1890 ist geprägt durch vielfältige
Disparitäten, Brüche und Umwälzungen. Modernitätsbegeisterung stand
neben Fortschrittspessimismus, radikale gesellschaftliche
Veränderung neben traditionellen Lebensweisen und Strukturen. Damit
ist nicht die Geschlossenheit der Epoche, die frühere
Untersuchungen noch suggeriert hatten, sondern deren Diversität in
den Mittelpunkt der Forschung gerückt. Lothar Gall folgt in seiner
Einführung strukturellen Zugangsmöglichkeiten und vergleichenden
Ansätzen. Er erschließt so Studierenden und historisch
Interessierten eine schillernde Zeit der Gleichzeitigkeit des
Ungleichzeitigen. Ebenso ist sein Buch "ein vorzügliches
Mittel zur Orientierung über die modernen Forschungseinrichtungen
und Forschungsergebnisse im Bereich der europäischen Geschichte der
2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus ein wichtiger und
maßgeblicher Versuch einer umfassenden Interpretation dieses
Zeitabschnitts." (Das historisch-politische Buch)
"Ein vorzügliches Mittel zur Orientierung über die modernen Forschungseinrichtungen und Forschungsergebnisse im Bereich der europäischen Geschichte der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus ein wichtiger und maßgeblicher Versuch einer umfassenden Interpretation dieses Zeitabschnitts." (Das historisch-politische Buch)
Lothar Gall, geboren 1936, ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Frankfurt am Main. Er ist u. a. Träger des Leibniz-Preises und des Balzan-Preises.