Adam Smith gilt als Vater der "modernen" Ökonomie. Mit
der Metapher der "unsichtbaren Hand" schafft er die
theoretische Grundlage einer auf Selbststeuerung beruhenden
Marktwirtschaft, in der ein dem Markt innewohnender Automatismus
stets zur optimalen Güterverteilung führen und damit die Wohlfahrt
aller garantieren soll. Vielfach vergessen wird, dass Adam Smith
seine ökonomische Theorie ausgehend von moral- und
rechtsphilosophischen Überlegungen formuliert. Die Kenntnis der
smithschen Moralphilosophie bildet eine unabdingbare Voraussetzung
für das Verständnis der normativen Grundlagen seines ökonomischen
Werkes. Ökonomie und Moralphilosophie stellen für Smith zwei
Bereiche der praktischen Philosophie dar, die nicht unabhängig
voneinander betrachtet werden können.
Prof. Dr. Michael Aßländer: Geb. 1963, Studium der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Philosophie, Psychologie, Soziologie und der Russischen Sprache in Bamberg, Wien, Bochum und Moskau. Dipl.-Kfm. (1988), MA phil. (1990), Dr. phil (1998), Dr. rer. pol. habil. (2005). Seit 2005 Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Universität Kassel.
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