A Long Way Down, 4 Audio-CDs - Hornby, Nick

Nick Hornby 

A Long Way Down, 4 Audio-CDs

Inszenierte Lesung. 300 Min.

Sprecher: Julia Hummer, Hille Darjes, Andreas Petri u. a.
Audio CD
 
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Produktbeschreibung zu A Long Way Down, 4 Audio-CDs

Was machen vier schräge Vögel in der Silvesternacht zusammen auf dem Dach eines Londoner Hochhauses? Party? Weit gefehlt! Zufällig wollen sie sich alle gleichzeitig vom Dach stürzen. Doch, dass andere zusehen, macht die Sache nicht leichter. Also erstmal eine Runde plaudern - und sich dann verabreden, für den Valentinstag. Ereignisreiche Wochen machen aus Fremden Freunde fürs Leben ...



"Hornby erfindet Figuren, die man so schnell nicht wieder vergisst." -- Süddeutsche Zeitung

Produktinformation


  • ISBN-10: 3867172307
  • Best.Nr.: 23321892
  • Laufzeit: 300 Min.
"Hornby erfindet Figuren, die man so schnell nicht wieder vergisst." Süddeutsche Zeitung

"Hornby erfindet Figuren, die man so schnell nicht wieder vergisst."

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Die Zeit der Musikanekdötchen ist vorbei. Ausgerechnet vier Selbstmordkandidaten retten Nick Hornys fünften Roman in die Zeit nach Pop. Da ist Martin, den Sex mit einer Minderjährigen ins Gefängnis und um Karriere und Familie gebracht hat. Die katholische Maureen hat durch ihren behinderten Sohn den Kontakt zur Aussenwelt verloren, der Exilamerikaner JJ weint Freundin und verpatzter Musikkarriere hinterher, und mit starken Stimmungsschwankungen findet Teenagerin Jess jeden Tag ihre Gründe für den Freitod. Sie alle treffen sich am Silvesterabend zufällig beim geplanten Sprungversuch vom Topper's House in London. Weil man im Tod aber lieber allein ist, vertagen sie den Suizid bis zum Valentinstag, gründen einen Selbstmordclub und wollen für 90 Tage noch einmal ihr Glück im Leben versuchen. Abwechselnd lässt der britische Erfolgsautor seine traurigen Helden monologisieren. Klar, beim abgehalfterten TV-Star im Kampf mit Jugendwahn und Midlife-Crisis hat Hornby keine Probleme. Erstaunlich aber, wie plastisch und sensibel er mit Maureen auch die Sorgen einer biederen Popkultur-Antagonistin zeichnet. Hornby wagt sich an ganz unterschiedliche psychische Nöte und findet immer die richtige Mischung aus schwarzem Humor und humanistischem Ernst. Man kann ihm Gefallssucht und Zugeständnisse an seine Fans vorwerfen, wenn keine Seite ohne Kalauer auskommt. Doch gerade damit vermeidet er in "A long Way down" verkrampftes Moralisieren. (cs)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.08.2005

Der Selbstmörder-Club
Ohne den Mut der Verzweiflung: Nick Hornbys "A Long Way Down"

Von den roten Telefonen an der Clifton Suspension Bridge in Bristol, dem am häufigsten aufgesuchten Selbstmordort Großbritanniens, kann man kostenlos die Samariter anrufen. Ob diese den Verzweifelten am anderen Ende der Leitung künftig allerdings tatsächlich ausgerechnet Auszüge aus Nick Hornbys Roman "A Long Way Down" vorlesen werden, wie die englische Presse prophezeit hat? Bestenfalls hätte dies eine ähnliche Wirkung wie einst die Klänge des kitschigen Folksongs "Mhairis Wedding" auf A. L. Kennedy, die sie in "Stierkampf" festhielt: "Die Stimmung des Tages ist dahin. Ich kann nicht hier sitzen und Mhairis Wedding anhören und mich in angemessener, glaubwürdiger Weise auf den Tod vorbereiten. Ich kann mich nicht mit solcher Begleitmusik umbringen."

Daß Nick Hornbys Suizid-Club ebenfalls am Selbstmord-Projekt scheitert, verdankt sich keinem fremden Lied, sondern einzig der eigenen Kakophonie, die alle anderen Lebensnebengeräusche schrill übertönt. In einer Silvesternacht kommen sie einander in die Quere, weil sie alle zur selben Zeit am selben Ort …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nicht nur enttäuscht, sondern richtig böse scheint Felicitas von Lovenberg auf Nick Hornby zu sein, dessen neuester Roman im Gegensatz zu seiner bisherigen leichten Kost diesmal tiefgründig sein will. Vier intentionierte Selbstmörder treffen sich zufällig auf dem Dach eines Hauses, berichten sich von ihrem Leid und beschließen, sich gegenseitig vom Sprung abzuhalten. Diese Grundidee findet die Rezensentin eigentlich ganz hübsch, doch wird der gute Gedanke von der "eigenen Kakophonie" Hornbys übertönt. Lautstark vermisst von Lovenberg die Glaubwürdigkeit der Charaktere, Tempo und Witz. Zuviel aufgesetzte Weinerlichkeit und Jammern produziert der Bestseller-Autor, findet sie und konstatiert: "Wer tief in Abgründe schaut, die er nicht versteht, wird darüber nicht unbedingt selbst tiefgründiger." Und kann dann weder für den vermeintlichen Tod noch für das Leben der Figuren Empathie aufbringen, was sie dem holprigen und verwaschenen Erzählstil der vier Protagonisten zuschreibt. Schlicht "fad" resümiert sie das Suizidkomplott und verzeiht Hornby diesen Ausflug in den menschlichen Abgrund nicht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.06.2005

Wir sind noch einmal davongekommen
In Nick Hornbys Roman „A Long Way Down” beschließen vier Selbstmörder, doch noch eine Weile zu leben
Manchmal entstehen aus Pressemeldungen ganze Romane, aus kleinen Zeitungsnotizen große Literatur: Er habe einen Zeitungsartikel über Beachy Head gelesen, einen Küstenabschnitt in England, der als beliebter Ort für Selbstmörder gilt, hat Nick Hornby neulich über seinen neuen Roman erzählt. Und er habe sich gefragt, wie das an so einem Ort eigentlich ist, wenn zufällig mehrere Selbstmörder aufeinandertreffen. Ob sie sich grüßen? Ob sie sich in die Augen sehen? Oder anfangen, miteinander zu reden? „Ich habe für mein Buch nur den Ort verändert”, sagt er. „Meine Selbstmordkandidaten treffen sich nicht an der Küste, sondern auf dem Dach eines Londoner Hochhauses. Ich wollte nicht, dass sie abhauen können.”
Also stehen sie zu Beginn von „A Long Way Down”, am Silvesterabend, ganz oben auf dem Dach von „Topper’s House”, einem Wohnsilo im Londoner Norden. Vier völlig unterschiedliche Menschen, die in dieser Nacht die „Topper”-Treppen hochgekommen sind, bis es nicht mehr weitergeht: Ein …

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Nick Hornby, 1957 geboren, studierte in Cambridge und arbeitete zunächst als Lehrer. Mit seinen Romanen feierte er sensationelle Erfolge und gilt seitdem als Kultautor. "High Fidelity" wurde mit John Cusack und Iben Hjelje von Stephen Frears verfilmt und "About a Boy" mit Hugh Grant. Nick Hornby lebt in London.

Weitere Titel: "High Fidelity", Roman, 1996. "Fever Pitch", KiWi 409, 1997. "About a Boy", Roman, 1998. "Speaking with the Angel", Nick Hornby (Hg.), Erzählungen, 2001. "How to be Good", Roman, 2001. "31 Songs", 2003, KiWi 822, 2004.

Das Hörbuch erscheint zeitgleich im Hörverlag. www.hoerverlag.de

Leseprobe zu "A Long Way Down, 4 Audio-CDs" von Nick Hornby

Ich weiß, es war seine Leiter, aber ich brauchte sie. Er würde ja keine Verwendung mehr dafür haben. Ich habe nie versucht, ihn zu schubsen. Ich habe gar nicht die Statur, einen erwachsenen Mann vom Sims zu schubsen. Ich bin gar nicht kräftig genug, um einen erwachsenen Mann vom Sims zu stoßen. Und ich hätte es auch nie versucht; es war seine Entscheidung, ob er sprang oder nicht. Ich ging nur zu ihm hin, steckte meine Hand durch das Drahtgitter und tippte ihm auf die Schulter. Ich wollte ihn bloß fragen, ob er noch lange brauchen würde.

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Bewertung von Taskari aus Nürnberg am 05.04.2011 ***** sehr gut
Ein extrem exotisches Buch mit verrückten Ideen und unterschiedlichsten Charakteren.
Beim Lesen weiß man oftmals leider nicht wer momentan spricht, ansonsten ist das Buch wirklich sehr gut und auf jeden Fall lesenswert geschrieben.
Die verschiedenen Ideen, die zu einem Ganzen zusammengefasst werden, werden brillant in Szene gesetzt.
Dieses Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

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Bewertung von held_vom_feld aus Bad Berka am 07.09.2010 ***** sehr gut
Wie oft kommt es wohl vor, dass das Thema Suizid anstatt Beklemmungen haltloses Lachen auslöst? Mit seinem Roman "A long way down" hat Nick Hornby die Gratwanderung zwischen galgenhumor und geschmacklosen Witz mit Bravour gemeistert. Aus anfänglicher Absurdität entwickelt sich eine skurille Selbsthilfegruppe... Selten werden sich wohl vier Menschen auf diese Weise begegnen. Treffpunkt ist das Dach eines Hochhauses, denn die protagonisten sind alle samt ihres Lebens müde. Doch wer will schon springen, wenn ein anderer dabei zuguckt? Man kann sich auch zusammensetzen und sich gegenseitig die Meinung geigen. Das Leben ist eh´sinnlos! Was dabei rauskommt ist eine Reflektion der Einzelschicksale, die mit viel Lebensweisheit geschmückt ist. Sie haben einiges zu tun, um ihre Situation möglicherweise zu verbessern. Deshalb beschließt man den finalen Sprung vorerst zu verschieben...
Die vier Lebensmüden erzählen die Geschichte abwechselnd und in der Ich-Perspektive. Dabei scheint zwischen Dylan-Versen, Weisheiten von Oscar Wilde, Pop-Zitaten und Ratgeberplatitüden immer wieder bitterer schwarzer Humor durch. Denn wann lässt sich mehr ändern, als bei einer Krise? Vielleicht hält der Roman niemanden vom Sterben ab. Aber immerhin stellt sich die Frage: Was würde ich tun, damit ich lieber lebe?

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Bewertung von Schmirey aus München am 08.07.2010 ***** weniger gut
Leider kann ich mich den positiven Rezensionen hier nicht anschließen. Mir persönlich hat das Buch insgesamt weniger gefallen. Von der Idee und dem Klappentext war ich begeistert und versprach mir viel von der Handlung - die aber meiner Meinung nach irgendwann an einem Punkt angelangt ist, wo man nur noch gähnen muss. Schade.

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Bewertung von Kristin aus SW am 15.02.2008 ***** ausgezeichnet
Noch nie habe ich so gelacht, wenn ich gelesen habe. Die Idee des Buches ist wirklich einzigartig. Die einzelen sichtweisen zum totlachen komisch und die Bilder in denen Hornby erzählt falbelhaft. er ist der schreibende gott und meiner meinung nach einer der besten schristeller des universums.
das buch kann man nicht mehr aus der hand legen, denn es ist nie langweilig und immer etwas besonderes. kauft es euch, ihr werdes es lieben

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Bewertung von ac-tofu aus Wuppertal am 30.07.2007 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand legen...es war durch und durch spannend,interessant erzählt und fesselnd durch die Beschreibung vier völlig verschiedener und auf ihre Weise skurriler Persönlichkeiten.

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A Long Way Down, 4 Audio-CDs

A Long Way Down, 4 Audio-CDs - Hornby, Nick

Inszenierte Lesung. 300 Min.

Sprecher: Julia Hummer, Hille Darjes, Andreas Petri u. a.

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  • Erscheinungstermin: 2009
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Kurzbeschreibung

Was machen vier schräge Vögel in der Silvesternacht zusammen auf dem Dach eines Londoner Hochhauses? Party? Weit gefehlt! Zufällig wollen sie sich alle gleichzeitig vom Dach stürzen. Doch, dass andere zusehen, macht die Sache nicht leichter. Also erstmal eine Runde plaudern - und sich dann verabreden, für den Valentinstag. Ereignisreiche Wochen machen aus Fremden Freunde fürs Leben ...

Beschreibung

"Hornby erfindet Figuren, die man so schnell nicht wieder vergisst." -- Süddeutsche Zeitung

Leseprobe zu "A Long Way Down, 4 Audio-CDs" von Nick Hornby

Ich weiß, es war seine Leiter, aber ich brauchte sie. Er würde ja keine Verwendung mehr dafür haben. Ich habe nie versucht, ihn zu schubsen. Ich habe gar nicht die Statur, einen erwachsenen Mann vom Sims zu schubsen. Ich bin gar nicht kräftig genug, um einen erwachsenen Mann vom Sims zu stoßen. Und ich hätte es auch nie versucht; es war seine Entscheidung, ob er sprang oder nicht. Ich ging nur zu ihm hin, steckte meine Hand durch das Drahtgitter und tippte ihm auf die Schulter. Ich wollte ihn bloß fragen, ob er noch lange brauchen würde.

17.08.2005

Der Selbstmörder-Club
Ohne den Mut der Verzweiflung: Nick Hornbys "A Long Way Down"

Von den roten Telefonen an der Clifton Suspension Bridge in Bristol, dem am häufigsten aufgesuchten Selbstmordort Großbritanniens, kann man kostenlos die Samariter anrufen. Ob diese den Verzweifelten am anderen Ende der Leitung künftig allerdings tatsächlich ausgerechnet Auszüge aus Nick Hornbys Roman "A Long Way Down" vorlesen werden, wie die englische Presse prophezeit hat? Bestenfalls hätte dies eine ähnliche Wirkung wie einst die Klänge des kitschigen Folksongs "Mhairis Wedding" auf A. L. Kennedy, die sie in "Stierkampf" festhielt: "Die Stimmung des Tages ist dahin. Ich kann nicht hier sitzen und Mhairis Wedding anhören und mich in angemessener, glaubwürdiger Weise auf den Tod vorbereiten. Ich kann mich nicht mit solcher Begleitmusik umbringen."

Daß Nick Hornbys Suizid-Club ebenfalls am Selbstmord-Projekt scheitert, verdankt sich keinem fremden Lied, sondern einzig der eigenen Kakophonie, die alle anderen Lebensnebengeräusche schrill übertönt. In einer Silvesternacht kommen sie einander in die Quere, weil sie alle zur selben Zeit am selben Ort …

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06.06.2005

Wir sind noch einmal davongekommen
In Nick Hornbys Roman „A Long Way Down” beschließen vier Selbstmörder, doch noch eine Weile zu leben
Manchmal entstehen aus Pressemeldungen ganze Romane, aus kleinen Zeitungsnotizen große Literatur: Er habe einen Zeitungsartikel über Beachy Head gelesen, einen Küstenabschnitt in England, der als beliebter Ort für Selbstmörder gilt, hat Nick Hornby neulich über seinen neuen Roman erzählt. Und er habe sich gefragt, wie das an so einem Ort eigentlich ist, wenn zufällig mehrere Selbstmörder aufeinandertreffen. Ob sie sich grüßen? Ob sie sich in die Augen sehen? Oder anfangen, miteinander zu reden? „Ich habe für mein Buch nur den Ort verändert”, sagt er. „Meine Selbstmordkandidaten treffen sich nicht an der Küste, sondern auf dem Dach eines Londoner Hochhauses. Ich wollte nicht, dass sie abhauen können.”
Also stehen sie zu Beginn von „A Long Way Down”, am Silvesterabend, ganz oben auf dem Dach von „Topper’s House”, einem Wohnsilo im Londoner Norden. Vier völlig unterschiedliche Menschen, die in dieser Nacht die „Topper”-Treppen hochgekommen sind, bis es nicht mehr weitergeht: Ein …

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Bewertung von Taskari aus Nürnberg am 05.04.2011
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Ein extrem exotisches Buch mit verrückten Ideen und unterschiedlichsten Charakteren.
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Bewertung von held_vom_feld aus Bad Berka am 07.09.2010
*****
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Wie oft kommt es wohl vor, dass das Thema Suizid anstatt Beklemmungen haltloses Lachen auslöst? Mit seinem Roman "A long way down" hat Nick Hornby die Gratwanderung zwischen galgenhumor und geschmacklosen Witz mit Bravour gemeistert. Aus anfänglicher Absurdität entwickelt sich eine skurille Selbsthilfegruppe... Selten werden sich wohl vier Menschen auf diese Weise begegnen. Treffpunkt ist das Dach eines Hochhauses, denn die protagonisten sind alle samt ihres Lebens müde. Doch wer will schon springen, wenn ein anderer dabei zuguckt? Man kann sich auch zusammensetzen und sich gegenseitig die Meinung geigen. Das Leben ist eh´sinnlos! Was dabei rauskommt ist eine Reflektion der Einzelschicksale, die mit viel Lebensweisheit geschmückt ist. Sie haben einiges zu tun, um ihre Situation möglicherweise zu verbessern. Deshalb beschließt man den finalen Sprung vorerst zu verschieben...
Die vier Lebensmüden erzählen die Geschichte abwechselnd und in der Ich-Perspektive. Dabei scheint zwischen Dylan-Versen, Weisheiten von Oscar Wilde, Pop-Zitaten und Ratgeberplatitüden immer wieder bitterer schwarzer Humor durch. Denn wann lässt sich mehr ändern, als bei einer Krise? Vielleicht hält der Roman niemanden vom Sterben ab. Aber immerhin stellt sich die Frage: Was würde ich tun, damit ich lieber lebe?
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Leider kann ich mich den positiven Rezensionen hier nicht anschließen. Mir persönlich hat das Buch insgesamt weniger gefallen. Von der Idee und dem Klappentext war ich begeistert und versprach mir viel von der Handlung - die aber meiner Meinung nach irgendwann an einem Punkt angelangt ist, wo man nur noch gähnen muss. Schade.
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Bewertung von Kristin aus SW am 15.02.2008
*****
ausgezeichnet
Noch nie habe ich so gelacht, wenn ich gelesen habe. Die Idee des Buches ist wirklich einzigartig. Die einzelen sichtweisen zum totlachen komisch und die Bilder in denen Hornby erzählt falbelhaft. er ist der schreibende gott und meiner meinung nach einer der besten schristeller des universums.
das buch kann man nicht mehr aus der hand legen, denn es ist nie langweilig und immer etwas besonderes. kauft es euch, ihr werdes es lieben
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*****
ausgezeichnet
Dieses Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand legen...es war durch und durch spannend,interessant erzählt und fesselnd durch die Beschreibung vier völlig verschiedener und auf ihre Weise skurriler Persönlichkeiten.
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Perlentaucher-Notiz zur FAZ-Rezension

17.08.2005

Nicht nur enttäuscht, sondern richtig böse scheint Felicitas von Lovenberg auf Nick Hornby zu sein, dessen neuester Roman im Gegensatz zu seiner bisherigen leichten Kost diesmal tiefgründig sein will. Vier intentionierte Selbstmörder treffen sich zufällig auf dem Dach eines Hauses, berichten sich von ihrem Leid und beschließen, sich gegenseitig vom Sprung abzuhalten. Diese Grundidee findet die Rezensentin eigentlich ganz hübsch, doch wird der gute Gedanke von der "eigenen Kakophonie" Hornbys übertönt. Lautstark vermisst von Lovenberg die Glaubwürdigkeit der Charaktere, Tempo und Witz. Zuviel aufgesetzte Weinerlichkeit und Jammern produziert der Bestseller-Autor, findet sie und konstatiert: "Wer tief in Abgründe schaut, die er nicht versteht, wird darüber nicht unbedingt selbst tiefgründiger." Und kann dann weder für den vermeintlichen Tod noch für das Leben der Figuren Empathie aufbringen, was sie dem holprigen und verwaschenen Erzählstil der vier Protagonisten zuschreibt. Schlicht "fad" resümiert sie das Suizidkomplott und verzeiht Hornby diesen Ausflug in den menschlichen Abgrund nicht.

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"Hornby erfindet Figuren, die man so schnell nicht wieder vergisst."

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Die Zeit der Musikanekdötchen ist vorbei. Ausgerechnet vier Selbstmordkandidaten retten Nick Hornys fünften Roman in die Zeit nach Pop. Da ist Martin, den Sex mit einer Minderjährigen ins Gefängnis und um Karriere und Familie gebracht hat. Die katholische Maureen hat durch ihren behinderten Sohn den Kontakt zur Aussenwelt verloren, der Exilamerikaner JJ weint Freundin und verpatzter Musikkarriere hinterher, und mit starken Stimmungsschwankungen findet Teenagerin Jess jeden Tag ihre Gründe für den Freitod. Sie alle treffen sich am Silvesterabend zufällig beim geplanten Sprungversuch vom Topper's House in London. Weil man im Tod aber lieber allein ist, vertagen sie den Suizid bis zum Valentinstag, gründen einen Selbstmordclub und wollen für 90 Tage noch einmal ihr Glück im Leben versuchen. Abwechselnd lässt der britische Erfolgsautor seine traurigen Helden monologisieren. Klar, beim abgehalfterten TV-Star im Kampf mit Jugendwahn und Midlife-Crisis hat Hornby keine Probleme. Erstaunlich aber, wie plastisch und sensibel er mit Maureen auch die Sorgen einer biederen Popkultur-Antagonistin zeichnet. Hornby wagt sich an ganz unterschiedliche psychische Nöte und findet immer die richtige Mischung aus schwarzem Humor und humanistischem Ernst. Man kann ihm Gefallssucht und Zugeständnisse an seine Fans vorwerfen, wenn keine Seite ohne Kalauer auskommt. Doch gerade damit vermeidet er in "A long Way down" verkrampftes Moralisieren. (cs)

Autorenporträt zu "Nick Hornby"

Nick Hornby, geb. 1957, lebt in London. Nach seinem Studium in Cambridge war er als Lehrer und Journalist tätig. Seit 1983 arbeitet er als freier Schriftsteller. Hornby schreibt für die 'Sunday Times', 'Time Out' und das 'Times Literary Supplement'.

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