Der Kampf zwischen Fleisch und Geist kann tödlich enden", sagt
der englische Dichter Thomas Hardy, und kaum ein anderer Roman
führt das so schonungslos vor Augen wie "Herzen im
Aufruhr": Er erzählt von der innigen Begegnung zweier junger
Menschen in Südengland am Ende des 19. Jahrhunderts, ihrer
kompromisslosen Liebe zueinander und der zerstörerischen Macht
eines grausamen Schicksals. Der Steinmetz Juda Fawley und seine
Kusine Sue Bridehead lieben sich, doch Juda ist auf dem Papier der
Gatte einer Frau, die ihn kuzr nach der Hochzeit verlassen hat. Sue
gibt den Werbungen des alternden Lehreres Phillotson nach und
entdeckt zu spät, dass die Ehe mit dem ungeliebten Mann eine
körperliche und seelische Qual für sie ist... "Jude the
Obscure" löste nach seinem Erscheinen 1895 bei Kritikern und
Publikum einen Sturm der Entrüstung aus und blieb daher der letzte
von Hardys (Hardy, Thomas 1840 - 1928) berühmten
"Wessex"-Romanen - und zugleich sein letztes erzählendes
Werk überhaupt.
Thomas Hardy, geb. 1840, ging nach der Architektenlehre nach London und begann neben seiner Arbeit als Kirchenrestaurator zu schreiben. Ab 1871 Veröffentlichungen (Wessex-Romane). Der Autor verstarb 1928; er hinterließ ein umfangreiches Werk - außer Romanen auch fast 1000 Gedichte.