Der Fluch des Medicus - Benson, Ann

Ann Benson 

Der Fluch des Medicus

Roman. Deutsche Erstausgabe

Ins Dtsch. übertr. v. Andrea Stumpf u. Gabriele Werbeck
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 10,00
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Der Fluch des Medicus

Immer kämpfen, niemals siegen - der Fluch des Medicus Alejandro Canches ...

England im 14. Jahrhundert: Mit aller Kraft versucht der jüdische Medicus Alejandro Canches, den Schwarzen Tod zu besiegen, der noch immer ganz Europa fest im Griff hält. Doch dann gerät seine geliebte Adoptivtochter Kate in die Gewalt des englischen Königs Edward - und Alejandro muss um das Einzige fürchten, was ihm auf dieser Welt noch etwas bedeutet. Sieben Jahrhunderte später: Acht Jahre lang wütete eine verheerende Seuche und warf die Menschheit zurück ins dunkle Mittelalter. Eine kleine Gruppe Überlebender schart sich um die Ärztin Jane Crow. Denn in ihrem Besitz befindet sich die letzte Hoffnung für die Welt - das Erbe des Medicus Alejandro Canches ...

Der lang erwartete furiose Höhepunkt der internationalen Megaseller-Trilogie!

"Eine faszinierend erzählte Saga - fesselnd und farbenprächtig!" Entertainment Weekly

"Eine faszinierend erzählte Saga - fesselnd und farbenprächtig!" Entertainment Weekly

"Ann Benson verknüpft zwei hoch spannende Geschichten zu einem fesselnden Leseabenteuer!" Booklist


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 605 S.
  • Seitenzahl: 608
  • Blanvalet Taschenbuch Nr.36786
  • Deutsch
  • Abmessung: 183mm x 126mm x 46mm
  • Gewicht: 504g
  • ISBN-13: 9783442367863
  • ISBN-10: 3442367867
  • Best.Nr.: 23327418
"Eine faszinierend erzählte Saga - fesselnd und farbenprächtig!" Entertainment Weekly

"Eine einzigartige Erzählstimme!"
Ann Benson war bereits eine erfolgreiche Sachbuchautorin, als sie beschloss, ihre Begeisterung für Wissenschaft und mittelalterliche Geschichte in einen großen Roman einzubringen: Ihr Thrillerdebüt „Die siebte Geißel“ war im In- und Ausland gleichermaßen ein riesiger Erfolg, mehr als 250.000 Exemplare wurden allein von der deutschsprachigen Taschenbuchausgabe verkauft. Ann Benson, die ausgebildete Musikerin ist, lebt mit ihrer Familie in Amherst, Massachusetts.

Leseprobe zu "Der Fluch des Medicus" von Ann Benson

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Der Fluch des Medicus" von Ann Benson

Es war das erste Frühjahr nach dem langen, bitterkalten Winter, in dem die Seuche, die alle nur Mr Sam nannten, erneut gewütet hatte. Die Aprilsonne stand hoch am Himmel, aber der Wind schien noch vom März her zu wehen, laut brüllend fegte er den Hang hinunter und furchte die Oberfläche des schnell dahinfließenden Flusses. Schlanke grüne Schösslinge kämpften sich durch die zähen Reste des Eises, die sich am Ufer festgesetzt hatten. Das Wasser war braun von dem Schlamm und dem alten Laub, die wie jedes Jahr flussabwärts gespült wurden. Bis zum Juni würde sich die Natur dann wieder beruhigt haben und das Wasser glasklar sein bis zum Grund hinunter.

Janie Crowe und Tom Macalester - Ehefrau und Ehemann - saßen auf ihren Pferden und sahen zu der Brücke, unter der sich die Lagerplätze befanden.

"Ich weiß nicht", sagte Tom. "Es gefällt mir nicht, was ich da unten sehe."

"Mir auch nicht."

Angeblich herrschten auf der ganzen Welt Trolle über das Land unter den Brücken. Unter der Brücke, die Northampton mit Hadley verband, lebten allerdings Kolonien von Nichtsnutzen, all jene, die Mr Sam entkommen waren und die von keiner der Gruppen Überlebender, die sich im Tal gebildet hatten, aufgenommen worden waren - oder aufgenommen werden wollten. Sie waren Außenseiter, von allen verachtet. Sie hatten sich zusammengerottet und bildeten nun eine Enklave unberechenbarer, rücksichtsloser Ganoven, die wegen ihrer Überfälle eine Bedrohung für all jene darstellten, die die Brücke überqueren mussten.

Tom sah das Flussufer hinauf und hinunter. "Kaum zu glauben, dass noch keiner auf die Idee gekommen ist, hier einen Fährdienst einzurichten ..."

"Vielleicht hat es ja jemand versucht", sagte Janie, "und wurde wieder verjagt."

"Offenbar gibt es keinen anderen Weg über den Fluss." Er zeigte flussaufwärts. "Im August könnte man vielleicht hinüberwaten. Da oben, ungefähr hundert Meter weiter, war einmal eine Furt. Aber jetzt ..."

Die Strömung war einfach zu stark für ihre Pferde, mochten sie auch noch so kräftig sein.

"Dann werden wir wohl doch die Brücke nehmen müssen."

"Sieht so aus."

Janie blickte am Ufer entlang Richtung Süden. In der alten Zeit war hier einmal ein Naherholungsgebiet gewesen, das allen, die den Weg hierher fanden, offen stand.

Der Uferbereich fiel so seicht ab, dass die Kinder bis weit in den Fluss hinein bis zum Bauch im Wasser stehen und spielen konnten; größere Boote kamen nur in der Mitte des Flusses durch. So war es zum Tummelplatz für kleinere Wassersportgeräte geworden: Motorboote, Kanus, Kajaks, Kähne, Wasserski. An einem heißen Augusttag fand man wohl in ganz Massachusetts keinen besseren Ort, um sich die Zeit zu vertreiben.

Heute aber war der Fluss ein Hindernis, kalt und bedrohlich. Tom und Janie würden es überwinden müssen, wenn sie an ihr Ziel gelangen wollten.

"Entweder machen wir es gleich oder wir kehren um", sagte Tom. "Wenn wir das Tageslicht nutzen wollen, müssen wir uns sputen."

Kurzes Schweigen. "Dann lieber gleich", meinte Janie. "Gut", sagte Tom. "Wir reiten so schnell wir können und bleiben auf keinen Fall stehen. Verstanden?" Seine Frau nickte ernst.

"Gut. Bist du bereit?" "Ja."

Er versetzte seinem Pferd einen Hieb mit der Gerte, und der Wallach jagte los. Auch Janies Stute, die normalerweise lammfromm war, was ihre Reiterin schätzen gelernt hatte, preschte wie ein Rennpferd davon, als diese ihr die Sporen gab.

Das Donnern der Pferdehufe auf der Brücke brachte die Renegaten sofort auf die Beine. Als Janie und Tom die Brücke zur Hälfte überquert hatten und auf die Straße am anderen Ufer zuritten, drängten die Trolle, die unter der Stahl- und Betonkonstruktion hausten, darunter hervor auf den Bürgersteig oder das, was davon übrig war, und liefen auf sie zu. Gierige Hände streckten sich nach den verängstigten Tieren aus, tasteten nach irgendetwas, das sie festhalten konnten, um den Reiter aus dem Sattel zu werfen und sich des Pferdes zu bemächtigen.

Janie spürte Hände auf ihren Schenkeln und schlug sie mit ihrer Reitgerte weg. Dann sah sie, wie einer der verdreckten, zerlumpten Männer die Hand nach der Kandare ausstreckte und sie packte. Sie zog einen Fuß aus dem Steigbügel und trat mit aller Kraft zu. Er taumelte zurück und hielt sich den Kiefer.

Vor sich erblickte sie Tom, der die ihm nachsetzende Horde abgeschüttelt hatte und jetzt am Ende der Brücke auf sie wartete.

"Schnell", rief er ihr zu. "Du hast es gleich geschafft ..."

Janie wagte es nicht, nach rechts oder links zu sehen. Sie schloss die Augen und vertraute auf ihr Pferd. Etwas anderes blieb ihr auch gar nicht übrig.

Plötzlich befanden sie sich sicher und trocken auf der anderen Flussseite. Fürs Erste waren sie den Renegaten entkommen.

"Du bist eine echte Kriegerin", sagte Tom zu ihr. "Nein", erwiderte sie. Sie zitterte am ganzen Leib. "Das bin ich nicht."

"Komm schon. Wir haben es geschafft. Wir sind über die Brücke. Der Rest des Weges ist ein Kinderspiel."

Es war gut, dachte Janie, dass sie noch eine Stunde bis zum Hebrew Book Depository brauchen würden, denn bis dahin hätte sie sich vielleicht wieder so weit gefasst, dass sie Myra Ross nicht in diesem aufgelösten Zustand unter die Augen treten musste. Als sie sich ihrem Ziel näherten, hatte sie sich halbwegs beruhigt.

Sie wurde allerdings sofort wieder nervös, als sie bei dem Gebäude anlangten, denn es machte einen völlig verlassenen Eindruck.

Janie Crowe zog ihre Jacke um sich und stieg vorsichtig über den Haufen von Ästen und Blättern, die sich vor dem zurückgesetzten Eingang des Archivs angesammelt hatten. Sie beschirmte ihre Augen mit einer Hand und sah durch die verschmierte Glasscheibe ins Vestibül, in der Hoffnung, dort irgendein Lebenszeichen zu entdecken. Als sie nichts dergleichen ausmachen konnte, zog sie an dem Türgriff.

"Abgeschlossen", sagte sie zu ihrem Mann. Sie klopfte, vielleicht würde ja jemand kommen. Aber es kam niemand. Sie klopfte erneut, fester dieses Mal und mit der ganzen behandschuhten Faust. Das Glas erzitterte unter den Schlägen. "Niemand da", sagte sie.

Tom stieg von seinem Pferd. "Gibt es hinten vielleicht noch eine Tür?"

"Ja, aber das ist nur ein Notausgang - die Tür hat außen keine Klinke."

"Lass mich mal", sagte Tom. Er zog mit aller Kraft an dem Türgriff, aber ohne Erfolg.

Er sah seine Frau an, zuckte die Achseln. "Willst du wirklich hinein?"

"Deswegen sind wir hier."

"Ich kann die Scheibe einschlagen, aber dann ist das Gebäude nicht mehr sicher." Janie starrte einen Moment lang die Tür an, dachte an die Schätze, die sich dahinter verbargen. Für einen x-beliebigen Einbrecher waren die Bücher und Manuskripte von geringem Wert. Wahrscheinlich würde sie niemand außer einem Sammler oder Antiquitätenhändler stehlen wollen.

"Wenn sie dort drinnen ist", sagte Janie, "nehmen wir sie mit, dann müssen wir uns keine Sorgen mehr um sie machen. Wenn nicht ... ich weiß nicht. Ihre Sammlung ist auf jeden Fall unersetzbar."

"So wie sie selbst", sagte Tom.

Janie presste die Nase gegen die Scheibe und blickte noch einmal ins Vestibül.

Eine kleine Gestalt verschwand schlurfend in den Schatten.

"Da ist jemand!" Sie klopfte wie wild gegen die Tür, aber die Gestalt erschien nicht mehr.

Sie drehte sich zu ihrem Mann um. "Wir müssen rein."

"Okay." Tom zog seine Pistole. "Geh einen Schritt zurück."

Er schoss neben dem Türgriff auf die Scheibe.

"Mist", sagte er. "Sie hat keinen Witz gemacht, als sie sagte, dass das Gebäude eine Festung ist. Bist du dir wirklich sicher, dass du reinwillst?"

"Ja", antwortete sie.

"Okay", sagte er. "Ich wollte nur sichergehen, dass wir keine Kugeln verschwenden, die sich nicht ersetzen lassen."Er schoss noch einmal neben den Türgriff. Der Knall hallte in ihren Ohren wider, und es erschienen neue Sprünge im Glas, aber mehr auch nicht. Leise vor sich hinfluchend schnappte sich Tom das Lasso, das an seinem Sattel hing. Er legte es doppelt, zog es durch den Türgriff und verknotete es am Sattelknauf. Dann stieg er auf sein Pferd und hieb ihm die Fersen in die Flanken.

22 Marktplatz-Angebote für "Der Fluch des Medicus" ab EUR 0,99

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 0,99 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung GNA 100,0% ansehen
gebraucht; gut 0,99 2,25 offene Rechnung Bücherwelt GmbH 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 2,00 Banküberweisung Biene Christa 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,20 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Steffi0870 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,45 2,50 Banküberweisung guenter2010 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 2,00 Banküberweisung p.heinen 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 1,50 2,50 Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Hilfe-Kauf-Notruf GbR  % ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 2,00 Banküberweisung TanteElse 100,0% ansehen
wie neu 2,00 2,50 Banküberweisung yahoo-fan 98,4% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,50 2,20 Banküberweisung Morrighan 100,0% ansehen
gebraucht; gut 3,36 1,50 Banküberweisung, PayPal Buch-Sonderpost en.de 100,0% ansehen
Neuwertige Ausgabe TOP-ZUSTAND mit Stemp 3,50 0,00 Banküberweisung, PayPal Elke Sahlmann 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 3,79 0,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung Happy-Book GmbH 99,4% ansehen
gebraucht; gut 4,00 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, PayPal Flügel & Sohn UG (Haftungsbeschränkt) 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,00 2,25 Banküberweisung GJB e. V. Projekt: zweitleser 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,00 2,50 PayPal, Banküberweisung fantik 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 4,28 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung Bücherdackel 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,89 1,95 Banküberweisung ITM Hölscher&Marks GmbH&Co. KG 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,00 2,00 Banküberweisung schajo 100,0% ansehen
Zustand: gut 8,64 2,00 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung, offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten) Versandantiquariat Behnke 98,8% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,50 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Sigrid und Detlev Lukas GbR 99,9% ansehen
10,00 2,00 Banküberweisung, Lastschrift preiswertlesen1 98,8% ansehen
Mehr von
Andere Kunden kauften auch