Das andere Kind - Link, Charlotte
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Das andere Kind

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Charlotte Link 

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Das andere Kind

"Charlotte Link [...] führt den Leser genüsslich an der Nase herum: Immer wenn man meint den Täter zu kennen, zeigt sich, dass er es doch nicht ist. Fazit: Dies ist bereits der 16. Roman der Wiesbadener Autorin, und wie immer ist er voller zwielichtiger Gestalten. Man fürchtet sich die ganze Zeit - und genießt es ungemein." -- Für Sie

"Charlotte Link hat erneut einen beängstigend guten psychologischen Spannungsroman geschrieben. Sie gibt ihren Charakteren viel Raum um sich zu entfalten und den Leser immer tiefer in deren Verwicklungen untereinander zu ziehen. Bis zum packenden Ende hält sie die hohe Qualität bei. Charlotte Link gehört weltweit zu den größten Crime-Ladys, in einem Atemzug mit Elizabeth George und Minette Walters zu nennen. Das andere Kind stellt das erneut eindrucksvoll unter Beweis." -- www.denglers-buchkritik.de

"Link ist eine tadellose Romandramaturgin." -- Die Zeit

Eine alte Farm, eine einsame Landschaft, ein düsteres Geheimnis aus vergangener Zeit. Mit tödlichen Folgen für die Gegenwart.

In der beschaulichen nordenglischen Küstenstadt Scarborough wird eine Studentin grausam erschlagen aufgefunden. Monatelang tappen die Ermittler im Dunkeln - dann geschieht ein ähnliches Verbrechen. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Opfern ist dennoch kaum herzustellen. Die ehrgeizige Polizistin Valerie Almond klammert sich an das allzu Offensichtliche: an ein Zerwürfnis innerhalb der Familie des zweiten Opfers. Lange Zeit ist ihr der Blick jedoch verstellt für das Gift, das in dieser Familie wirkt, und dessen Ursprung sie bis weit in die Vergangenheit hinein zurückverfolgen müsste. Bis hin zu einer grausamen Entdeckung an einem kalten Dezembertag vor dreißig Jahren. Und sogar bis in die Jahre des Zweiten Weltkriegs, als ein Kind auf geheimnisvolle Weise verschwand ...

Es dauert fast zu lange, bis Valerie Almond begreift, dass ein kranker Täter seinen Hass und seinen Rachedurst noch nicht gestillt hat. Entsetzt erkennt sie, dass es für ihr Eingreifen schon zu spät sein könnte ...


Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 666 S.
  • Seitenzahl: 672
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 147mm x 54mm
  • Gewicht: 882g
  • ISBN-13: 9783764502799
  • ISBN-10: 3764502797
  • Best.Nr.: 26234449

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als subtiles Juwel im Bestseller-Meer des "elenden Stephenie-Meyer-Blödsinns" nimmt Rezensentin Ursula März das neue Buch von Caroline Link auf, der sie nicht nur grammatikalische und sprachliche Fertigkeiten, sondern auch dramaturgische Finesse bescheinigt. Von diesen Qualitäten könnte sich ihrer Ansicht nach auch mancher Protagonist der aktuellen Hochliteratur eine Scheibe abschneiden. Inhaltlich ist sie dann aber nicht ganz so großzügig mit der Verteilung der Bonuspunkte, handelt es sich aus ihrer Sicht bei dieser Geschichte um eine "verhuschte Jungfer Mitte dreißig" doch um eine "literarische Notgemeinschaft" von Familien- und Kriminalroman, dem für sie etwas Kolportagehaftes anhaftet. Auch wabern wohl ein paar Cornwall'sche Pilchernebel zuviel durch den Roman, wie man glauben muss.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Link ist eine tadellose Romandramaturgin." Die Zeit

"Link ist eine tadellose Romandramaturgin." Die Zeit

"Charlotte Link ist eine hervorragende Erzählerin, Gudrun Landgrebe liest den Roman grandios."
Charlotte Link, geboren 1963, gehört zu den erfolgreichen deutschen Autorinnen der Gegenwart. Veröffentlichung großer Gesellschaftsromane (mit z. T. TV-Verfilmungen) sowie psychologischer Spannungsromane in bester englischer Erzähltradition. Die Autorin, seit vielen Jahren aktive Tierschützerin, lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main. 2007 wurde sie für ihr literarisches Werk mit der "Goldenen Feder" ausgezeichnet.

Leseprobe zu "Das andere Kind" von Charlotte Link

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DEZEMBER 1970 SAMSTAG, 19. DEZEMBER

Sie wusste, dass sie so schnell wie möglich verschwinden musste.

Dass sie in Gefahr schwebte und dass sie verloren war, wenn die Leute, die auf dem einsamen Hof lebten, auf sie aufmerksam wurden.

Der Mann stand plötzlich wie aus dem Boden gewachsen vor ihr, gerade als sie am Hoftor ankam und sich eilig auf den Weg hinunter zu ihrem Auto machen wollte. Er war groß und nicht so ungepflegt, wie man es von dem Bewohner eines so heruntergekommenen Gehöfts erwartet hätte. Er trug Jeans und einen Pullover. Seine grauen Haare waren sehr kurz geschnitten. Er hatte helle Augen, in denen nicht die Spur eines Gefühls zu erkennen war.

Semira konnte nur hoffen, dass er sie nicht hinter den Stallgebäuden gesehen hatte. Vielleicht hatte er ihr Auto entdeckt und kam nun, um nachzuschauen, wer sich hier herumtrieb. Ihre einzige Chance bestand darin, ihm Harmlosigkeit und Unbefangenheit überzeugend vorzuspielen, und das, obwohl ihr Herz jagte und ihre Knie zitterten. Ihr Gesicht war feucht von Schweiß, trotz der beißenden Kälte des bereits dämmrigen Dezembernachmittags.

Seine Stimme war so kalt wie seine Augen. "Was tun Sie hier?"

Sie probierte ein Lächeln und hatte den Eindruck, dass es zittrig ausfiel. "Gott sei Dank. Ich dachte schon, hier ist niemand ..."

Er musterte sie von oben bis unten. Semira versuchte sich vorzustellen, was er sah. Eine kleine, dünne Frau, keine dreißig Jahre alt, warm verpackt in lange Hosen, gefütterte Stiefel, einen dicken Anorak. Schwarze Haare, schwarze Augen. Dunkelbraune Haut. Hoffentlich hatte er nichts gegen Pakistanis. Hoffentlich bemerkte er nicht, dass er eine Pakistani vor sich hatte, die meinte sich vor Angst jeden Moment übergeben zu müssen. Hoffentlich nahm er ihre Furcht nicht wahr. Semira hatte den beklemmenden Eindruck, dass man sie riechen konnte.

Er machte eine Kopfbewegung hin zu dem Wäldchen am Fuß des Hügels. "Ihr Auto?"

Es war ein Fehler gewesen, es dort unten zu parken. Die Bäume standen zu weit auseinander und trugen kein Laub, sie verbargen nichts. Er hatte es von einem der oberen Fenster seines Hauses gesehen und sich seine Gedanken gemacht.

Sie war ein Idiot. Hierherzukommen und niemandem Bescheid zu sagen. Und dann noch ihr Auto in Sichtweite der gottverlassenen Farm zu parken.

"Ich ... habe mich völlig verfahren", stotterte sie. "Keine Ahnung, wie ich hier gelandet bin. Dann habe ich Ihr Haus gesehen und dachte, ich könnte fragen, ob ..." "Ja?"

"Ich bin neu in der Gegend." Sie fand, dass ihre Stimme völlig unnatürlich klang, viel zu hoch und etwas schrill, aber er konnte ja nicht wissen, wie sie für gewöhnlich sprach. "Ich wollte eigentlich, ich wollte ..." "Wohin wollten Sie denn?"

Ihr Kopf war leer. "Nach ... nach ... wie hieß der Ort ...?" Sie leckte sich über die trockenen Lippen. Sie stand einem Psychopathen gegenüber. Der Mann gehörte nicht nur in ein Gefängnis, er gehörte in die Sicherheitsverwahrung, davon war sie überzeugt. Sie hätte niemals allein hierherkommen dürfen. Niemand war da, der ihr helfen konnte. Sie war sich der vollkommenen Einsamkeit, der Weltabgeschiedenheit des Ortes, an dem sie sich befand, nur zu bewusst. Kein anderer Hof weit und breit, keine Menschenseele.

Sie durfte keinen Fehler machen. "Nach ...", endlich kam ihr ein Name in den Sinn, "Whitby. Ich wollte nach Whitby."

"Da sind Sie ganz schön weit von der Hauptstraße abgekommen."

"Ja. Das schien mir allmählich auch so." Wieder lächelte sie verkrampft. Der Mann erwiderte ihr Lächeln nicht. Er betrachtete sie aus diesen starren Augen. Aber trotz der Gefühllosigkeit, die von ihm ausging, konnte Semira sein Misstrauen spüren. Seinen Argwohn, der mit jeder Sekunde, da er mit ihr sprach, zu wachsen schien. Sie musste weg!

Sie zwang sich, ruhig stehen zu bleiben, obwohl sie am liebsten losgestürzt wäre. "Vielleicht können Sie mir sagen, wie ich zur Hauptstraße zurückkomme?"

Er antwortete nicht. Seine gletscherblauen Augen schienen sie zu durchdringen. Sie hatte tatsächlich nie kältere Augen gesehen. So kalt, als sei kein Leben mehr in ihnen. Sie war froh, dass sie einen Schal um den Hals trug. Sie konnte spüren, dass ein Nerv rechts unterhalb ihres Kiefers heftig zuckte.

Das Schweigen dauerte zu lange. Er versuchte etwas herauszufinden. Er traute ihr nicht. Er wog das Risiko ab, das von dieser kleinen Person für ihn ausging. Er taxierte sie, als wollte er in die Tiefen ihres Gehirns vorstoßen.

Dann plötzlich glitt ein Ausdruck der Verachtung über sein Gesicht. Er spuckte vor ihr auf den Boden.

"Schwarzes Pack", sagte er. "Müsst ihr jetzt auch Yorkshire bevölkern?"

Sie zuckte zurück. Sie fragte sich, ob er ein Rassist war oder ob er nur provozierte, um sie aus der Reserve zu locken. Er wollte, dass sie sich verriet.

Verhalte dich, als ob das hier eine ganz normale Situation wäre.

Sie merkte, dass ein Schluchzen in ihrer Kehle aufstieg, und sie konnte nicht verhindern, dass ihr ein heiserer Laut entfuhr. Das hier war eben keine ganz normale Situation. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie ihre Panik noch würde kontrollieren können.

"Mein ... Mann ist Engländer", sagte sie. Für gewöhnlich tat sie das nie. Sie versteckte sich niemals hinter John, wenn sie auf Vorurteile stieß, die mit ihrer Hautfarbe zu tun hatten. Aber ein Instinkt hatte ihr diesmal zu dieser Antwort geraten. Ihr Gegenüber wusste nun, dass sie verheiratet war und dass es jemanden gab, der sie vermissen würde, wenn ihr etwas zustieß. Jemanden, der kein Fremder in diesem Land war, der sofort wissen würde, was im Fall des Verschwindens einer Person zu tun war. Jemanden, den man bei der Polizei ernst nehmen würde.

Sie konnte nicht erkennen, ob ihre Aussage ihn in irgendeiner Weise beeindruckte.

"Verschwinde", sagte er.

Es war nicht der Moment, sich über seine Unhöflichkeit aufzuregen. Oder mit ihm über die Frage der Gleichberechtigung weißer und dunkelhäutiger Menschen zu streiten. Es galt nur zu entkommen und die Polizei aufzusuchen.

Sie wandte sich zum Gehen. Zwang sich, in gleichmäßigen Schritten zu laufen und nicht zu rennen, wie sie es am liebsten getan hätte.

DEZEMBER 1970 SAMSTAG, 19. DEZEMBER

Sie wusste, dass sie so schnell wie möglich verschwinden musste.

Dass sie in Gefahr schwebte und dass sie verloren war, wenn die Leute, die auf dem einsamen Hof lebten, auf sie aufmerksam wurden.

Der Mann stand plötzlich wie aus dem Boden gewachsen vor ihr, gerade als sie am Hoftor ankam und sich eilig auf den Weg hinunter zu ihrem Auto machen wollte. Er war groß und nicht so ungepflegt, wie man es von dem Bewohner eines so heruntergekommenen Gehöfts erwartet hätte. Er trug Jeans und einen Pullover. Seine grauen Haare waren sehr kurz geschnitten. Er hatte helle Augen, in denen nicht die Spur eines Gefühls zu erkennen war.

Semira konnte nur hoffen, dass er sie nicht hinter den Stallgebäuden gesehen hatte. Vielleicht hatte er ihr Auto entdeckt und kam nun, um nachzuschauen, wer sich hier herumtrieb. Ihre einzige Chance bestand darin, ihm Harmlosigkeit und Unbefangenheit überzeugend vorzuspielen, und das, obwohl ihr Herz jagte und ihre Knie zitterten. Ihr Gesicht war feucht von Schweiß, trotz der beißenden Kälte des bereits dämmrigen Dezembernachmittags.

Seine Stimme war so kalt wie seine Augen. "Was tun Sie hier?"

Sie probierte ein Lächeln und hatte den Eindruck, dass es zittrig ausfiel. "Gott sei Dank. Ich dachte schon, hier ist niemand ..."

Er musterte sie von oben bis unten. Semira versuchte sich vorzustellen, was er sah. Eine kleine, dünne Frau, keine dreißig Jahre alt, warm verpackt in lange Hosen, gefütterte Stiefel, einen dicken Anorak. Schwarze Haare, schwarze Augen. Dunkelbraune Haut. Hoffentlich hatte er nichts gegen Pakistanis. Hoffentlich bemerkte er nicht, dass er eine Pakistani vor sich hatte, die meinte sich vor Angst jeden Moment übergeben zu müssen. Hoffentlich nahm er ihre Furcht nicht wahr. Semira hatte den beklemmenden Eindruck, dass man sie riechen konnte.

Er machte eine Kopfbewegung hin zu dem Wäldchen am Fuß des Hügels. "Ihr Auto?"

Es war ein Fehler gewesen, es dort unten zu parken. Die Bäume standen zu weit auseinander und trugen kein Laub, sie verbargen nichts. Er hatte es von einem der oberen Fenster seines Hauses gesehen und sich seine Gedanken gemacht.

Sie war ein Idiot. Hierherzukommen und niemandem Bescheid zu sagen. Und dann noch ihr Auto in Sichtweite der gottverlassenen Farm zu parken.

"Ich ... habe mich völlig verfahren", stotterte sie. "Keine Ahnung, wie ich hier gelandet bin. Dann habe ich Ihr Haus gesehen und dachte, ich könnte fragen, ob ..." "Ja?"

"Ich bin neu in der Gegend." Sie fand, dass ihre Stimme völlig unnatürlich klang, viel zu hoch und etwas schrill, aber er konnte ja nicht wissen, wie sie für gewöhnlich sprach. "Ich wollte eigentlich, ich wollte ..." "Wohin wollten Sie denn?"

Ihr Kopf war leer. "Nach ... nach ... wie hieß der Ort ...?" Sie leckte sich über die trockenen Lippen. Sie stand einem Psychopathen gegenüber. Der Mann gehörte nicht nur in ein Gefängnis, er gehörte in die Sicherheitsverwahrung, davon war sie überzeugt. Sie hätte niemals allein hierherkommen dürfen. Niemand war da, der ihr helfen konnte. Sie war sich der vollkommenen Einsamkeit, der Weltabgeschiedenheit des Ortes, an dem sie sich befand, nur zu bewusst. Kein anderer Hof weit und breit, keine Menschenseele.

Sie durfte keinen Fehler machen. "Nach ...", endlich kam ihr ein Name in den Sinn, "Whitby. Ich wollte nach Whitby."

"Da sind Sie ganz schön weit von der Hauptstraße abgekommen."

"Ja. Das schien mir allmählich auch so." Wieder lächelte sie verkrampft. Der Mann erwiderte ihr Lächeln nicht. Er betrachtete sie aus diesen starren Augen. Aber trotz der Gefühllosigkeit, die von ihm ausging, konnte Semira sein Misstrauen spüren. Seinen Argwohn, der mit jeder Sekunde, da er mit ihr sprach, zu wachsen schien. Sie musste weg!

Sie zwang sich, ruhig stehen zu bleiben, obwohl sie am liebsten losgestürzt wäre. "Vielleicht können Sie mir sagen, wie ich zur Hauptstraße zurückkomme?"

Er antwortete nicht. Seine gletscherblauen Augen schienen sie zu durchdringen. Sie hatte tatsächlich nie kältere Augen gesehen. So kalt, als sei kein Leben mehr in ihnen. Sie war froh, dass sie einen Schal um den Hals trug. Sie konnte spüren, dass ein Nerv rechts unterhalb ihres Kiefers heftig zuckte.

Das Schweigen dauerte zu lange. Er versuchte etwas herauszufinden. Er traute ihr nicht. Er wog das Risiko ab, das von dieser kleinen Person für ihn ausging. Er taxierte sie, als wollte er in die Tiefen ihres Gehirns vorstoßen.

Dann plötzlich glitt ein Ausdruck der Verachtung über sein Gesicht. Er spuckte vor ihr auf den Boden.

"Schwarzes Pack", sagte er. "Müsst ihr jetzt auch Yorkshire bevölkern?"

Sie zuckte zurück. Sie fragte sich, ob er ein Rassist war oder ob er nur provozierte, um sie aus der Reserve zu locken. Er wollte, dass sie sich verriet.

Verhalte dich, als ob das hier eine ganz normale Situation wäre.

Sie merkte, dass ein Schluchzen in ihrer Kehle aufstieg, und sie konnte nicht verhindern, dass ihr ein heiserer Laut entfuhr. Das hier war eben keine ganz normale Situation. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie ihre Panik noch würde kontrollieren können.

"Mein ... Mann ist Engländer", sagte sie. Für gewöhnlich tat sie das nie. Sie versteckte sich niemals hinter John, wenn sie auf Vorurteile stieß, die mit ihrer Hautfarbe zu tun hatten. Aber ein Instinkt hatte ihr diesmal zu dieser Antwort geraten. Ihr Gegenüber wusste nun, dass sie verheiratet war und dass es jemanden gab, der sie vermissen würde, wenn ihr etwas zustieß. Jemanden, der kein Fremder in diesem Land war, der sofort wissen würde, was im Fall des Verschwindens einer Person zu tun war. Jemanden, den man bei der Polizei ernst nehmen würde.

Sie konnte nicht erkennen, ob ihre Aussage ihn in irgendeiner Weise beeindruckte.

"Verschwinde", sagte er.

Es war nicht der Moment, sich über seine Unhöflichkeit aufzuregen. Oder mit ihm über die Frage der Gleichberechtigung weißer und dunkelhäutiger Menschen zu streiten. Es galt nur zu entkommen und die Polizei aufzusuchen.

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Kundenbewertungen zu "Das andere Kind" von "Charlotte Link"

21 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 21 Bewertungen   sehr gut)
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hilfreichste - beste - neueste

Bewertung von Jessica Heck aus Crailsheim am 23.11.2012   ausgezeichnet
Es geht um ein Kind das auf eine Farm zieht. Und es mag die neuen Eltern nicht. Das Kind geht in eine dunkle Kammer, und es passiert etwas spannendes..........
Mir hat das Buch sehr gut gefallen weil es mich in eine andere Welt verzaubert hat. Ich empfehle es weiter weil es super spannend ist.

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Bewertung von Nikkeline aus Breitscheid am 24.04.2012   ausgezeichnet
Super geschrieben - sehr verschachtelt und spannend!

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2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 27.03.2012   gut
Das Buch ist sehr spannend und verleitet zum Weiterlesen. Leider entpuppt es sich immer mehr als Ein Krimiroman, wobei es laut dem Buchcover ein Roman sein soll. Zum Teil sehr angst einflößend. Es fehlt die Romantik.

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3 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Mirjam Stetter aus Gengenbach am 23.02.2012   sehr gut
Super Spannent von anfang an!

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2 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Haserl aus Bayern am 30.01.2012   ausgezeichnet
Dieses Buch ist sehr spannend. Aber wie alle Charlotte Link Romane am Anfang etwas verwirrend und fügen sich dann doch zu einen zusammen. Ich mag wie sie die Dinge beschreibt , sowie die tiefe bei den Erzählungen.

Man hat das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein. Ein lebendiger Schreibstil. Bei vielen Büchern hat man ab der Hälfte keine Lust mehr weiter zu lesen. Aus welchen Gründen auch immer.

Worum geht es?

Die Geschichte spielt in Yorkshire, genauer gesagt in der Nähe von Scarborough an der englischen Nordseeküste,wohin Englische Familien während des Zweiten Weltkrieg ihre Kinder, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen,geschickt hatten .

Fiona kommt als kleines Mädchen dort auf eine Farm,mit von der Partie völlig ungeplant ein geistig zurückgebliebener Waisenjunge aus ihrer Nachbarschaft.
Sie war gerade 11 Jahre alt und hatte zu viel Verantwortung, und darum tat sie etwas, was sie niemals hätte tun dürfen.

Mehr wird nicht verraten. :o))

5 Sterne von mir

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 14.07.2011   weniger gut
Ich finde das Buch sollte eher unter "Psychothriller" laufen. Teilweise langatmig und typisch Frau Link "nicht besonders". Die "Familentragödie" finde ich nicht gut in die Jetztzeit integriert, d.h. sie läuft irgendwie extra nebenher und das Schicksal von Brian überschattet eigentlich die Mordgeschichte so enorm, dass das eigentliche Verbrechen - um das es ja hier wohl geht - als harmlos erscheint. Aber wie es angeführt wird, sind die verstandesgemäßen zugefügten Grausamkeiten - auch jahrelanges Wegsehen - das schlimmste was gesunde Menschen tun können .

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Bewertung von Mia am 15.06.2011   gut
Wie von der Autorin Charlotte Link gewohnt, ist auch dieser Roman spannend und leicht zu lesen. Allerdings bin ich der Meinung, dass "Das andere Kind" länger als andere Romane der Autorin braucht, um den Spannungsbogen vollständig zu entwickeln. Die einzelnen Handlungsstränge rutschen immer wieder in ausschweifende, weniger interessante Details ab. Liest man mehrere Bücher der Autorin, bemerkt man die immer wiederkehrenden stereotypischen Figuren, die einen mit der Zeit doch ermüden und zu bekannt sind.
Im Gegensatz zu vielen ihrer anderen Romane, werden in diesem historische Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg eingeflochten. Inwieweit diese realistisch sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Da diese, meiner Meinung nach, aber auch nicht genügend in die Handlung integriert scheinen, wirkt es etwas gewollt historisch anmutend.
Für eine seichte Lektüre nebenbei jedoch, ist das Buch gut geeignet.

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Bewertung von gelbbyrill aus Dorsten am 31.05.2011   ausgezeichnet
....es nimmt einen mit von der ersten bis zur letzten Zeile. Kuschelecke suchen, und lesen, man nöchte es nicht aus der Hand legen, man will und muss wissen, was ist da passiert.

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Bewertung von MIA aus Gifhorn am 25.05.2011   sehr gut
Das andere Kind, war das erste Buch, welches ich von Charlotte Link las. Vom ersten Kapitel an, war ich begeistert. Mit jedem neuen Kapitel kamen mehr Personen dazu, die alle in irgendeiner Form miteinander zu tun hatten. Die Geschichte ist sehr spannend und verständlich geschrieben, sodaß ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. In knapp eineinhalb Wochen hatte ich es gelesen und bin so auf den Geschmack gekommen, daß ich mir gleich das nächste Buch bestelle.

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Bewertung von Leseratte 1 aus Aalen-Dewangen am 16.05.2011   ausgezeichnet
In einer kleinen nordenglischen Stadt, Scarborough, wird eine Studentin grausam erschlegen. Die Ploizeit tappt lange im Dunkeln. Erst als ein zweiter grausamer Mord geschieht, kommt Bewegung in die Ermittlungen, obwohl eine Verbindung beider Taten sehr lange verborgen bleibt. Obwohl die junge Polizistin Valerie Almond in richtung eines Zerwürfnisses in der Familie des zweiten Opfers ermittelt, kann sie lange Zeit keinen Fortschritt machen. Erst die Suche in der Vergangenheit, die bis in die Wirren des 2. Weltkrieges zurückreicht, bringt sie der Lösung des Rätsels näher. Spät erkennt sie den ungeheuren Hass und den Rachedurst eines verwirrten Täters.
Dieser Kriminalroman ist von der ersten bis zur letzten Seite Hochspannung pur. Die Lebensgeschichten mehrerer Personen werden so zusammen geführt, dass man den Roman in einem Rutsch lesen möchte. Immer wieder ergibt sich so eine neue Spur, eine unerwartete Wendung in der Geschichte. Auf jeden Fall ein Muss-Lektüre für jeden Fan intelligenter Kriminalromane.

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