"Das Leben könnte gut sein" - Maier, Ruth
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Ruth Maier 

"Das Leben könnte gut sein"

Tagebücher 1933 bis 1942

Hrsg. v. Jan E. Vold
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Produktbeschreibung zu "Das Leben könnte gut sein"

Ein berührender Blick auf das Leben in finsteren Zeiten

Mit 13 Jahren beginnt die Wiener Jüdin Ruth Maier ihrem Tagebuch anzuvertrauen, was sie erlebt, was sie bewegt und was sie sich erträumt. Als 18-Jährige flieht sie vor den Nazis in das vermeintlich sichere Norwegen, 1942 wird sie nach Auschwitz deportiert. In den Aufzeichnungen der Jugendlichen - offen, temperamentvoll, zunehmend verzweifelt - verbinden sich höchst private Bekenntnisse mit einem wachen Blick auf die Welt.

Ein außerordentliches, berührendes Zeugnis.

Die Tagebücher von Ruth Maier sind ein außergewöhnlicher Fund aus den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Ruth Maier, die 1920 in Wien in eine gutbürgerliche Familie säkularisierter Juden geboren wurde, beginnt früh mit dem Schreiben. Sie begeistert sich für Literatur und Theater, ist brennend wissbegierig und hellwach, eine Suchende. Sensibel beobachtet sie sich und ihre Umwelt, aufmerksam registriert sie die wachsende Bedrohung durch die Nationalsozialisten. Nach den Pogromen von 1938 emigriert sie nach Norwegen und befreundet sich dort eng mit der Dichterin Gunvor Hofmo. 1940 besetzen deutsche Truppen Norwegen, 1942 wird Ruth Maier nach Auschwitz deportiert, wo man sie sofort ermordet.

Gunvor Hofmo hob die Tagebücher sowie literarische Texte und Zeichnungen Ruth Maiers jahrzehntelang auf. Jan Erik Vold veröffentlichte sie schließlich in norwegischer Übersetzung aus ihrem Nachlass. Was Ruth Maiers Tagebücher auszeichnet, ist neben der langen Spanne der Aufzeichnungen vor allem die ausdrucksvolle Sprache, die den Leser gleich gefangen nimmt.

- Ein einmaliges Dokument: fast zehn Jahre umspannende Tagebuchaufzeichnungen einer jungen Wiener Jüdin, die 1939 nach Norwegen flieht und von dort 1942 nach Auschwitz gebracht wird
- Ausdrucksstarke, lebendige Sprache, die fesselt
- Eine ergreifende Geschichte vom Erwachsenwerden in der NS-Zeit: besonders geeignet auch für junge Leser

Mit 13 Jahren beginnt die Wiener Jüdin Ruth Maier ihrem Tagebuch anzuvertrauen, was sie erlebt, was sie bewegt und was sie sich erträumt. Als 18-Jährige flieht sie vor den Nazis in das vermeintlich sichere Norwegen, 1942 wird sie nach Auschwitz deportiert. In den Aufzeichnungen der Jugendlichen offen, temperamentvoll, zunehmend verzweifelt verbinden sich höchst private Bekenntnisse mit einem wachen Blick auf die Welt.Ein außerordentliches, berührendes Zeugnis.

Produktinformation


  • Verlag: Dva
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 529 S. m. zahlr. Abb.
  • Seitenzahl: 544
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 147mm x 34mm
  • Gewicht: 662g
  • ISBN-13: 9783421043726
  • ISBN-10: 3421043728
  • Best.Nr.: 23819921

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Obgleich die Zeugen des nationalsozialistischen Terrors ausstürben, schreibt Jakob Hessing, kämen immer noch Texte zutage, die uns die Schrecken vergegenwärtigten. Von so unerwarteter Plastizität erscheinen ihm die nun auf Deutsch erscheinenden Tagebücher der gebürtigen Wienerin und Exilnorwegerin Ruth Maier, die 1942 in Auschwitz ermordet wurde. Hessing beeindruckt die Beobachtungsgabe und der weite Erfahrungshorizont der jungen Maier, ihre Frühreife vergleicht er mit der Anne Franks. Von sehr persönlichen Beobachtungen die eigene Sexualität betreffend bis hin zu Analysen der für die jüdische Autorin sich zunehmend repressiv auswirkenden politischen Entwicklungen reicht der Bogen der dem Rezensenten mitgeteilten Erfahrungen.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Bericht aus der Hölle: Die Wiener Jüdin Ruth Maier, die 1942 22-jährig in Auschwitz ermordet wurde, führte ab 1933 ein Tagebuch über die NS-Schreckenszeit. Der Sensationsfund erscheint nun in Buchform." Profil

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.12.2009

So viel Leid
Von Wien über Oslo nach Auschwitz: Ruth Maiers ergreifende Tagebücher

"Ich schreibe nicht Tagebuch, um ,Reflexionen' niederzuschreiben. Ich schreibe, um Gefühle auszulösen, die mich sonst ersticken würden." Das notiert Ruth Werner Anfang April 1941. Seit drei Jahren lebte sie schon in Norwegen, und ihre Zukunftsaussichten verdüsterten sich von Tag zu Tag. Die 1920 in Wien geborene Ruth Werner entstammte einer gutsituierten jüdischen Familie; ihr schon früh verstorbener Vater war führender Gewerkschafter in Österreich und in der internationalen Postgewerkschaft, seine vielen Kontakte gerade in das sozialdemokratisch gefärbte Norwegen waren für die Tochter 1939 eine lebensrettende Chance, in der Fremde eine Bleibe zu finden. Für die in Österreich lebenden Juden änderte sich das Leben nach dem "Anschluss" an Deutschland im März 1938 geradezu schlagartig. Über Nacht wurden sie zu Parias, zu entwürdigenden öffentlichen Arbeiten gezwungen und oftmals ihrer Habe beraubt. Die Familie Werner konnte um die Jahreswende 1938/39 Österreich verlassen; Mutter, Schwester und Großmutter flüchteten nach England, Ruth nach Norwegen, eine …

Weiter lesen

"Die Tagebücher der Ruth Maier sind ein Fund, eine Rarität. Denn hier schreibt eine Verfolgte keineswegs aus der Perspektive des Opfers, hier schreibt eine hochbegabte, eine wissbegierige und lebenshungrige Person. Es ist die lautere Radikalität, die besticht und berührt, die emotionale wie intellektuelle Dringlichkeit, mit der sich die junge Frau den existenziellen Fragen des Erwachsenwerdens, der Liebe, der politischen Entwicklung und der Verlorenheit stellt."
Jan Erik Vold, geboren 1939 in Oslo, ist einer der bekanntesten Schriftsteller Norwegens. Er veröffentlichte über 20 Gedichtbände, dazu Übersetzungen und Essays. Im Nachlass seiner Dichterkollegin Gunvor Hofmo entdeckte er die Aufzeichnungen Ruth Maiers und veröffentlichte sie 2007 in Norwegen.

Ruth Maier, geboren 1920 in Wien, emigrierte Anfang 1939 nach Norwegen. 1942 wurde sie nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihre Tagebücher wurden im Nachlass einer Freundin entdeckt.

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