This Silence Kills - Dillon
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Dillon 

This Silence Kills

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This Silence Kills

Die in Brasilien geborene Wahlberlinerin Dominique Dillon de Byington hat mit "This Silence Kills" ein eindrucksvolles Debüt geschaffen. Und trotz ihrer gerade einmal 23 Jahre hat sich Dillon mit dem Album viel Zeit gelassen: Schließlich hatte "Spiegel online" sie schon im Frühjahr 2008 als die "Chansonette mit Megaphon" in eine Klasse der "21 unter 21" einsortiert. Gut drei Jahre später lässt sich da kaum noch von einem Medienhype sprechen, vielmehr von einem soliden Künstleraufbau. Entsprechend hat Dillon Megaphon und DIY-Elektropunk längst hinter sich gelassen. Stattdessen nimmt "This Silence Kills" die Hörer mit zumeist sparsam aufgebauten Klanglandschaften für sich ein, spart aber auch nicht an poppigen Momenten. Herausragend gelingt das beim Song "Tip Tapping", der mit seinem auf einem einfachen Bläserlauf tänzelnden minimalpoetischen Text das Potenzial zu einem großen Hit hat, ebenso wie der Titel "Thirteen Thirtyfive", der eine sparsame Klaviermelodie mit Fingerschnippen und einem leicht verstörenden Text über sexuelle Erfahrungen jenseits der Grenzen des Jugendschutzgesetzes kombiniert. Im ungleich aufwändiger arrangierten Song "Your Flesh Against Mine" lässt Dillon ihre Liedfigur wieder von intimen Momenten berichten, "Alexander" wiederum braucht nicht viel mehr als Dillons ungekünstelte Stimme und das Klavier, um eine charmantes Liebeslied zu stricken. Nur einmal, beim Schlussstück "Aprupt Clarity" greift Dillon, die im Studio mit Thies Mynther von Stella, Superpunk und Phantom/Ghost sowie mit Tamer Fahri Özgönenc von der Band MIT zusammenarbeitete, zu Elektrosounds, die sich klangtechnisch am ehesten den anderen Veröffentlichungen des Berliner Labels BPitch Control annähern. Knut Schlinger
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag


Produktinformation

  • Anzahl: 1
  • Datenträger: CD
  • Erscheinungstermin: 11.11.2011
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Seit Dominique Dillon de Byington 2007 erstmals in ihrer Heimat Köln auf der Bühne stand, hörte man immer wieder von ihr. Allerdings vorwiegend live, zuletzt gar im Vorprogramm von Tocotronic. Die vier Jahre Bühnenerfahrung nutzte Dillon, um ihren Stil bis ins letzte Detail auszudefinieren. Mit Erfolg: Das, was im vergangenen Winter im Clouds Hill Studio in Hamburg entstand, ist unglaublich eigenwillig und charmant für ein Debüt. Im Studio standen ihr Thies Mynther von Phantom/Ghost und ihr Kumpel Tamer Fahri Özgönenc von MIT zur Seite und halfen, die bezaubernde Rohheit ihrer Songs zu erhalten. Allein schon ihre Art zu singen ist besonders: Angst vor Exaltiertheit kennt Dillon keine - und seltsamerweise klingt der mädchenhaft-verschrobene Gesang bei ihr in keiner Sekunde aufgesetzt, sondern stets natürlich. Um den dominierenden Gesang webt sie filigrane Klaviermelodien, verspielte Geräusche und sanfte Perkussion zu Songs, die zwischen Melancholie und dezenter Heiterkeit pendeln. Am Ende, wenn sie uns mit Technobeats aus dem Album wirft, will man am liebsten sofort wieder von vorne anfangen. (kat)

Trackliste zu "This Silence Kills" von Dillon


CD
1 This silence kills 04:19
2 Tip tapping 03:07
3 Thirteen thirtyfive 03:43
4 Your flesh against mine 04:29
5 You are my winter 04:21
6 Undying need to scream 02:16
7 Keine Titelinformation [hidden track] 04:52
8 From one to six hundred kilometers 03:38
9 Hey Beau 02:36
10 Texture of my blood 02:33
11 Gumache 02:56
12 Abrupt clarity 04:05
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