Als am 1. Oktober 1892 die erste württembergische
Normalspur-Sekundärbahn von Waldenburg nach Künzelsau eingeweiht
wurde, hatte Künzelsau durch die 12 Kilometer lange Strecke endlich
den Anschluss an die weite Welt erhalten. Erst 32 Jahre später und
nach einer Bauzeit von 10 Jahren konnte am 21. Juni 1924 die
Verlängerung bis nach Forchtenberg eröffnet werden. 99 Jahre lang
gehörte die Eisenbahn mit ihren Bahnhöfen, Gleisanlagen,
Lokomotiven und Wagen zum Alltag im Kochertal. Dann wurde am 31.
Mai 1981 zunächst der Personenverkehr und am 15. Mai 1991 auch der
Güterverkehr eingestellt. Inzwischen erinnert fast nichts mehr an
den Eisenbahnbetrieb. Die Gleise und Signale sind verschwunden,
Brücken wurden abgebaut und der ehemalige Bahndamm dient heute als
Fahrradweg. Der vorliegende Band will die Erinnerung an diesen
wichtigen Abschnitt in der Verkehrsgeschichte des Kochertals wach
halten.