Was Philosophen wissen - Schnädelbach, Herbert

Herbert Schnädelbach 

Was Philosophen wissen

Und was man von ihnen lernen kann

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Was Philosophen wissen

Ein brillanter Grundkurs in Philosophie - für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Herbert Schnädelbach demonstriert in vierzehn Kapiteln exemplarisch, was in der gegenwärtigen Philosophie verbindlich gelehrt und gelernt werden kann. Zusammengenommen sind seine Ausführungen ein brillanter Grundkurs in Philosophie.

Das Buch zeigt anhand ausgewählter Themen, dass der Ausdruck 'philosophisches Wissen' kein leeres Wort ist. Ungeachtet mancher Zweifel wissen Philosophen wirklich etwas; sie verfügen über einen Kernbestand wissenschaftlichen Wissens, der wenig umstritten ist und hinter dessen Einsichten nicht zurückfallen darf, wer heute nach den Regeln des Fachs philosophiert. Dieses Wissen hat sich in der neueren Philosophiegeschichte im ständigen kritischen Dialog mit dem Tradierten herausgebildet.

Es wird beispielsweise gezeigt, dass in der modernen erkenntnistheoretischen Diskussion niemand ernstgenommen wird, der immer noch mit den Modellen 'Subjekt - Objekt' oder 'Bewusstsein - Gegenstand' operiert, in der Semantik Bedeutung und Gegenstand miteinander gleichsetzt, in metaphysischen Fragen das Sein für eine Eigenschaft von Gegenständen hält oder in der Praktischen Philosophie Werte und Normen nicht auseinanderhält.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 236 S.
  • Seitenzahl: 237
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 121mm x 25mm
  • Gewicht: 356g
  • ISBN-13: 9783406633607
  • ISBN-10: 3406633609
  • Best.Nr.: 34504861

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Philosophisches Wissen und philosophische Kontroversen findet Hans Bernhard Schmid in diesem Band des emeritierten Philosophieprofessors Herbert Schnädelbach hinreichend dokumentiert. Für anspruchsvolle Anfänger eignet sich der Band laut Rezensent recht gut. Wortklauberisch im besten Sinn geht's um den Wahrheitsbegriff und andere Begriffe, lehrreich und geschickt vom Autor dirigiert, wie Schmid erklärt. Wann immer der Autor allerdings selbst Position bezieht, hört Schmid den Sound der siebziger und achtziger Jahre, als hätte der zweite "linguistic turn" noch nicht stattgefunden.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 02.04.2012

Bericht vom Konsensgipfel
„Was Philosophen wissen und was man von ihnen lernen kann“: Herbert Schnädelbach gibt eine klare, gelehrte und dabei entschlossen wertende Einführung in sein Fach
„Was kann ich wissen?“ ist die erste von vier Fragen, welche laut Immanuel Kant die Philosophie stellt, um das Welt- und Selbstverständnis des Menschen zu klären. Indes verlor die Philosophie nach und nach vor allem im 19. Jahrhundert ihre Themen an die erfolgreich forschenden Einzelwissenschaften. Immer wieder stand daher eine Selbstvergewisserung der Philosophie als wissenschaftlicher Disziplin auf der Tagesordnung. Was bleibt ihr noch zu erforschen im Ganzen des Seienden und was können Philosophen eigentlich wissen? Die Frage ist wichtig genug, um es zu begrüßen, wenn einer der erfahrensten Philosophen im Land sie zu beantworten versucht. Und Herbert Schnädelbach, der zuletzt in Berlin lehrte, wagt wirklich Antworten, statt allein den Gestus des Fragens zu kultivieren, wie sehr auch immer die Philosophie eine „Kultur der Nachdenklichkeit“ und eine Kunst des Fragens sein möchte.
Wenn es darum geht zu bestimmen, was Philosophen wissen, ist ein angemessenes …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.04.2012

Nur nicht die Sackgassen verachten!

Woran sich nach manchen Irrwegen gar nicht rütteln lässt: Herbert Schnädelbach erläutert Einsichten, die wir den Philosophen getrost abnehmen können.

Werden philosophische (oder philosophierende) Bücher einmal zu Publikumserfolgen, dann in der Regel solche, die jenseits der akademischen Diskussionen Orientierung im Leben versprechen. Es sind, mit anderen Worten, Werke, die der Erwartung zu entsprechen versuchen, dass etwas Brauchbares für das Verständnis unserer Welt doch herauskommen müsste, sobald Menschen ihr Berufsleben mit dem Nachdenken über Grundsätzliches verbringen. Fachphilosophen sind dann gern verärgert, wenn Autoren, die den wissenschaftlichen Ansprüchen der Disziplin nicht einmal genügen wollen, das Wasser philosophischen Sinnversprechens auf ihre Mühlen lenken. Sie scheinen diesen Wasserabgräbern aber nicht viel entgegensetzen zu können, weil es ja gerade ihre Kenntnis des philosophischen Reflexionsstands ist, die sie daran hindert, vollmundige Antworten auf Lebensfragen zu geben.

So hat sich eine eigenartige Kluft zwischen dem Interesse an der Philosophie und dem Interesse der …

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Herbert Schnädelbach, geb. 1936 , promoviert bei Th.W.Adorno mit einer Dissertation über Hegel, Habilitation 1970, emeritiert 2002, lehrte Philosophie u.a. in Hamburg und in Berlin. Arbeitsschwerpunkte: Vernunft und Rationalität. Ehemaliger Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland. Zahlreiche Buchveröffentlichungen.

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