Schon immer waren Menschen bestrebt, den Mangel an sexueller
Befriedigung außerhalb der eigenen Partnerschaft zu kompensieren.
Dass es solche Bedürfnisse stets gab, wird man kaum in Frage
stellen können. Mittlerweile scheint sich der Seitensprung sogar zu
einem gesellschaftlichen Phänomen entwickelt zu haben. Wer in
einschlägigen Portalen, Foren und Chats im Internet gezielt danach
sucht, wird schnell fündig. Aber was bewegt den Menschen dazu,
einen Seitensprung zu wagen, sexuelle Befriedigung außerhalb der
eigenen Beziehung zu suchen? Dieser Frage geht die Paar- und
Sexualtherapeutin Andrea Bräu in ihrem Buch nach - ohne dabei den
moralischen Zeigefinger zu erheben. Es geht keinesfalls darum,
Schuld zuzuweisen, denn früher oder später nimmt der Leidensdruck
auf allen beteiligten Seiten von ganz allein zu. Anhand vieler
Beispiele beleuchtet die Autorin die Ursachen sexueller Untreue.
Sie zeigt Auswege aus dem Leidensdruck und widmet sich den
Bedingungen einer gelungenen Partnerschaft, die dazu beitragen
können, dass dieses alte neue Verlangen gar nicht erst
entsteht.
Andrea Bräu, Jahrgang '65, Mutter von zwei Söhnen, ist ausgebildete Geburtsvorbereiterin, Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin und Sexualtherapeutin. Neben ihrer beruflichen Kompetenz bringt sie auch eine Menge Eigenerfahrung mit, unter anderem durch mehrjährigen Auslandsaufenthalt, Trennung, Scheidung, Alleinerziehung, Dreiecksbeziehung und Patchwork-Familie. Sie leitet Die Beziehungspraxis in München mit dem Schwerpunkt Paar- und Sexualtherapie. Wer nicht beginnt zu bewegen, wird nicht vollenden ist der Leitspruch ihrer Arbeit und Denkweise. Veränderung und Weiterentwicklung sind die großen Herausforderungen des Lebens und umfassen natürlich auch die Partnerschaft.