Heutzutage sind viele Menschen, nicht nur diesen Orts, gestresst.
Die Menschen machen sich
meiner Meinung mit ihrem Egoismus und ihrer Sucht nach materiellen
Gütern gegenseitig
krank. In einer kapitalistischen Gesellschaft wie der unsrigen ist
es kein Wunder, dass der
Wunsch nach innerer Befreiung, einer Befreiung von der Gesellschaft
bestimmten Werten
und Normen, immer größer wird. Viel zu sehr wird darauf geachtet,
was 'der andere' macht,
wie er sich kleidet, welches seine Vorlieben sind, viel zu sehr ist
man auf seinen eigenen
Vorteil aus. Die Menschen entwickeln Komplexe und Neurosen, sie
sind ständig darauf
bedacht, es 'den anderen' recht zu machen und unterwerfen
sich sowohl bewusst als auch
unbewusst so mancher Zwänge. So befinden wir uns in einem nicht
besonders gesunden
Strudel von negativen Gefühlen und nicht immer selbst bestimmten
Verhaltensweisen. Der
Gang zum Therapeutin scheint mir genauso in Mode gekommen wie auch
Gerede und
Ausübung alternativer Methoden mit 'mystischem Touch' wie
Yoga, Feng-Shui, Reiki,
Qigong oder Meditation, um nur eine kleine Auswahl zu nennen, ist
groß.
In dieser Arbeit möchte ich zwei Formen bzw. Wege menschlicher
Befreiung von Zwängen
behandeln und miteinander vergleichen, die sehr populär sind: zum
einen geht es um die
Psychoanalyse, die sich als Wissenschaft versteht, zum anderen geht
es um den Zen-
Buddhismus, den ich als Lebensphilosophie religiöser Gesinnung
bezeichnen möchte. Beide
Disziplinen bieten uns einen Weg zur 'Erlösung der Leiden'
an, doch wie sieht dieser Weg
aus? Welche Praktiken gibt es zur Verwirklichung des Ziels der
Genesung? Diese Fragen
werden für diese Arbeit zentral sein.
Zu Beginn werde ich den jeweiligen geschichtlichen Hintergrund und
die Grundzüge der
jeweiligen Disziplin erläutern, bevor ich genauer auf die Praktiken
eingehe. Abschließend
werde ich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten.