Mit seiner Berufung zum Prediger an der Charitè (1796) tritt
Friedrich Schleiermacher in das kulturelle Leben Berlins ein. Eine
bedeutende Rolle spielt für ihn die Geselligkeit, deren Theoretiker
er mit dem anonym publizierten Versuch einer Theorie des geselligen
Betragens (1799) wird. Den anderen Pol von Schleiermachers Leben in
Berlin bildet die Wissenschaft - vom Symphilosophieren" im
frühromantischen Freundeskreis über die Teilnahme etwa an
Vorlesungen zur Experimentalchemie bis hin zur theologischen
Reflexion seiner Tätigkeit an der Charitè. Der Band, der aus einem
Symposion an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften hervorgegangen ist, vermittelt ein Bild dieses
Lebens zwischen Wissenschaft und Geselligkeit auf der Basis von
Quellen, die durch die Kritische Schleiermacher-Gesamtausgabe neu
erschlossen wurden. Allgemeinverständliches, lebendiges Bild der
Person Schleiermachers Bietet spannende Einblicke in die Berliner
Gesellschaft um 1800 Geeignet als Einstieg in die Beschäftigung mit
Schleiermacher
Andreas Arndt, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und Freie Universität Berlin.
Inhaltsangabe
1;Frontmatter;1 2;Inhalt;13 3;Zur Einführung;15 4;Eine literarische Ehe. Schleiermachers Wohngemeinschaft mit Friedrich Schlegel;17 5;Seelsorge ganz unten Schleiermacher, der Charité-Prediger;29 6;Liebe, Freundschaft, Faublastät der frühe Schleiermacher und die Frauen;57 7;Der Chemiekult der Frühromantik;81 8;Fahre fort mich zu lieben. Zum Beginn der Freundschaft und Verlagsbeziehung von Schleiermacher und Georg Andreas Reimer mit Blick auf die spätere Zeit;107 9;Schleiermachers Predigttermine zur Charité-Zeit (1796 1802);135 10;Backmatter;157
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