Windows Server 2008 R2 (eBook) - Ulrich B. Boddenberg
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Ulrich B. Boddenberg 

Windows Server 2008 R2 (eBook)

Das umfassende Handbuch. Inkl. Hyper-V

eBook
 
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Windows Server 2008 R2 (eBook)

Das lösungsorientierte und praktische Handbuch zum Windows Server 2008 R2 mit zahlreichen fundierten Hintergrundinformationen. Der Autor Ulrich B. Boddenberg greift bei der Beschreibung des Servers auf seine praktischen Erfahrungen in zahlreichen Projekten bei mittleren und großen Kunden zurück. Denn ein modernes Betriebssystem wie Windows Server 2008 R2 bietet weit mehr als nur die Möglichkeit, Programme auszuführen. Er beschreibt alle zentralen Technologien, wie die Virtualisierung mit Hyper-V, Active Directory, Terminaldienste und den Webserver IIS. Neben diesen konkreten Technologien geht es auch um Grundlagen wie Netzwerkprotokolle, Kerberos-Authentifizierung oder die eingesetzte Hardware. Zentrale Aspekte wie Performance, Verfügbarkeit und Sicherheit ziehen sich durch das gesamte Buch. Aus dem Inhalt: - Warum eine neue Server-Version? - Editionen und Lizenzen - Hardware und Dimensionierung - Protokolle - Was überhaupt ist .NET? - Installation - Core-Installationsoption - Active Directory-Domänendienste - Netzwerkdienste im AD-Umfeld - Active Directory Lightweight Directory Services (AD LDS) - Active Directory-Verbunddienste (Federation Services) - Active Directory-Zertifikatdienste - Active Directory-Rechteverwaltungsdienste (AD RMS) - »Innere Sicherheit« - Dateisystem und Dateidienste - Drucken - Webserver (IIS) - SharePoint (Windows SharePoint Services, WSS) - Remotedesktopdienste (Terminaldienste) - Hochverfügbarkeit - Datensicherung - Servervirtualisierung mit Hyper-V - Windows PowerShell - Windows 7 und Windows Server 2008 R2


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783836215282
  • ISBN-10: 3836215284
  • Best.Nr.: 28243591

Leseprobe zu "Windows Server 2008 R2 (eBook)" von Ulrich B. Boddenberg

20 Hochverfügbarkeit (S. 1217-1218)

In den Anfangszeiten der PC-basierten Server war ein (zeitlich begrenzter) Ausfall letztendlich zu verschmerzen. Die Systeme waren halt gemeinsame Festplatten und konnten den gemeinsamen Drucker bedienen, und darauf konnte man auch schon einmal ein paar Stunden verzichten. Mittlerweile sind die Windows Server in den meisten Unternehmen das Rückgrat der IT-Landschaft, so dass ein Ausfall irgendwo zwischen »sehr ärgerlich« und »katastrophal« rangiert. Es ist daher sehr verständlich, dass IT-Verantwortliche bestrebt sind, alle Server möglichst ausfallsicher auszulegen. Bei den wichtigsten Servern wird dazu auch gern ein wenig tiefer in die »Trickkiste« gegriffen. Wenn es darum geht, eine verbesserte Verfügbarkeit eines Servers (oder besser: des darauf laufenden Diensts) zu realisieren, gibt es verschiedene Ansätze:

- Beim Stichwort Hochverfügbarkeit denken die meisten Leser vermutlich an den »klassischen Cluster«, bei dem mehrere Knoten einen gemeinsamen Datenbereich (Shared Storage) nutzen, was auch als Failover-Cluster bekannt ist. Typische Anwendungsfälle sind beispielsweise Dateidienste oder Datenbankserver.

- Die Hochverfügbarkeit kann auch in der Netzwerkschicht realisiert werden: Sind mehrere gleichartige Server vorhanden, werden die Anforderungen der Clients beim Ausfall eines Servers einfach an den oder die verbliebenen Systeme geleitet. Ein typisches Beispiel sind Webserver, die nicht geclustert werden, sondern über Network Load Balancing (NLB) redundant gemacht werden.

- Etliche Funktionen werden allein schon dadurch redundant, dass diese auf mehreren Servern vorhanden sind. Die Paradebeispiele dafür sind das Active Directory oder DNS. Sind mehrere Domänencontroller vorhanden, replizieren diese die Daten. Fällt ein Domänencontroller aus, finden die Clients automatisch einen der anderen DCs.

- Es gibt Applikationsserver, die Hochverfügbarkeit mit ihren Bordmitteln, also ohne Mithilfe des Betriebssystems, realisieren. Ein typisches Beispiel dafür ist die Datenbankspiegelung von SQL Server 2005/2008.

20.1 Vorüberlegungen

Bevor es »so richtig« losgeht, möchte ich Ihnen einige grundlegende Gedanken nahebringen, die mit der technischen Umsetzung eines Hochverfügbarkeitsszenarios zunächst (noch) nichts zu tun haben. »Hochverfügbarkeit« ist zwar als Begriff in aller Munde, dennoch erscheint es mir wichtig, zu prüfen, was ein Unternehmen oder eine Organisation wirklich benötigt – und wie viel Geld dafür ausgegeben werden kann. Natürlich können Sie ein System aufbauen, das auch zur Planung und Durchführung der bemannten Mondlandung geeignet wäre. Wenn diese Anforderungen allerdings nicht bestehen, wäre es Geldverschwendung, trotzdem dementsprechend zu investieren.

Anders gesagt: Sie könnten das Geld in wesentlich sinnvollere IT-Projekte investieren, als eine Verfügbarkeit aufzubauen, die vom Business nicht benötigt wird. Ich habe übrigens auch deutlich mehr als einen Fall erlebt, in dem die Geschäftsleitung »Hochverfügbarkeit « bestellt hat – und als dann die ersten Kostenschätzungen über 250.000 EUR ins Haus flatterten, war doch alles nicht mehr so wichtig. Die Schlussfolgerung ist nicht, dass man, wenn man nicht gerade die Bank von England ist, lieber gleich die Finger von Hochverfügbarkeitsprojekten lässt, sondern dass man sehr genau prüfen sollte, welchen Wert eine bessere Verfügbarkeit der Systeme für das Business hat, und dementsprechende Vorschläge ausarbeitet.

Wenn das Hochverfügbarkeitsprojekt die geldbringenden Geschäftsprozesse betrifft, ist zumindest in mittleren und größeren Unternehmen auch eine Investition von einer halben Million Euro (und mehr) sicherlich kein Problem. Ist nur ein »Nebensystem« betroffen, dessen Ausfall keine signifikanten Auswirkungen auf das Business hat, werden Sie vermutlich keine 5.000 EUR dafür bekommen.

Inhaltsangabe

1;Liebe Leserin, lieber Leser,;3 2;Auf einen Blick;4 3;Inhalt;6 4;Geleitwort zu diesem Buch;22 5;Inhalt des Buchs;24 6;Warum eine neue Server-Version?;26 6.1;Rückblick;26 6.2;Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2;36 6.3;Aufgaben und Rollen;42 7;Editionen und Lizenzen;50 7.1;Editionen;50 7.2;Lizenzierung;53 8;Hardware und Dimensionierung;56 8.1;Serverhardware;56 8.2;Storage-Architekturen;66 8.3;Netzwerk;82 8.4;Das Rechenzentrum;90 8.5;Mein Freund, der Systemmonitor;95 8.6;Dimensionierung und Performance;111 9;Protokolle;128 9.1;Mein Freund, der Netzwerkmonitor;129 9.2;IPv4 vs. IPv6;140 9.3;Einige grundlegende Netzwerkprotokolle;150 9.4;Authentifizierung und Kerberos;160 10;Was überhaupt ist .NET?;178 10.1;Der Grundgedanke;179 10.2;.NET bei der Arbeit;180 10.3;.NET Framework und Compact Framework;182 10.4;Code Access Security;185 10.5;Von Codegruppen und Berechtigungssätzen;187 10.6;WPF, WCF, WWF und CardSpace;188 11;Installation;190 11.1;Grundinstallation;190 11.2;Aktivieren;194 12;Core-Installationsoption;198 12.1;Erste Schritte;200 12.2;Weitere Rollen hinzufügen;203 13;Active Directory-Domänendienste;208 13.1;Aufbau und Struktur;209 13.2;Planung und Design des Active Directory;241 13.3;Ein neues Active Directory einrichten;281 13.4;Gruppenrichtlinien;285 13.5;Diverses über Gruppen;349 13.6;Delegierung der Verwaltung;351 13.7;Das Active Directory aus der Client-Perspektive;354 13.8;Zeitdienst;358 13.9;Upgrade der Gesamtstruktur auf Active Directory-Domänendienste ( AD DS) 2008;362 13.10;Umstrukturieren;384 13.11;Werkzeugkiste;385 13.12;Windows Server 2008 R2-Domänencontroller;386 13.13;Active Directory Best Practice Analyzer";396 13.14;Der Active Directory-Papierkorb;398 13.15;Active Directory-Verwaltungscenter;406 13.16;Active Directory-Webdienste (Active Directory Web Services, ADWS);416 13.17;Active Directory-Modul für Windows-PowerShell;419 13.18;Offline-Domänenbeitritt;424 14;Netzwerkdienste im AD-Umfeld;426 14.1;DNS;426 14.2;DHCP;442 14.3;WINS;452 14.4;NetBIOS über TCP/IP;453 15;Active Directory Lightweight Directory Services ( AD LDS);456 15.1;Installation;458 15.2;Einrichten einer Instanz;459 15.3;Administration;466 15.4;Replikation einrichten;473 16;Active Directory-Verbunddienste ( Federation Services);478 16.1;Ein Anwendungsszenario;478 16.2;Installation;479 16.3;Die Kernidee;481 17;Active Directory-Zertifikatdienste;484 17.1;Einige Anwendungsszenarien;484 17.2;Zertifikatsdienste installieren/Migration (einstufige Architektur);492 17.3;Zertifikate aus Sicht des Clients;501 17.4;Zertifizierungspfad;506 17.5;Zertifikatvorlagen;506 17.6;Weboberfläche;513 17.7;Mehrstufige Architekturen;516 17.8;Autoenrollment und automatische Zertifikatanforderung;520 17.9;Zertifikate für Websites;526 17.10;Zertifikatssperrlisten;526 17.11;Das Online Certificate Status Protocol (OCSP);544 17.12;Zweistufige Architektur implementieren;553 17.13;Zertifikate und Windows Mobile;583 17.14;Zertifikate und das iPhone;586 18;Active Directory-Rechteverwaltungsdienste ( AD RMS);588 18.1;Funktionsweise;590 18.2;Installation;591 18.3;Anwendung;598 18.4;Konfiguration;605 18.5;Abschlussbemerkung;606 19;»Innere Sicherheit«;608 19.1;Netzwerkrichtlinien- und Zugriffsdienste;609 19.2;Windows-Firewall;641 19.3;Windows Server Update Services (WSUS);654 19.4;VPNs mit Windows Server 2008 R2;675 20;Dateisystem und Dateidienste;702 20.1;Allgemeines zum Dateisystem;702 20.2;Installation der Rolle Dateiserver;725 20.3;Ressourcen-Manager für Dateiserver (RMDS);726 20.4;Verteiltes Dateisystem – Distributed File System (DFS);738 20.5;Encrypting File System, EFS;760 21;Drucken;774 21.1;Einige Begriffe und Definitionen;775 21.2;Installation;779 21.3;Arbeiten mit der Druckverwaltung;781 21.4;Drucker bereitstellen;790 22;Webserver (IIS);796 22.1;Begriffsdefinitionen;798 22.2;ASP.NET;801 22.3;Installation;813 22.4;Kurzer Überblick über die Architektur des Webservers;815 22.5;Webserver, Websites, Anwendungen, virtuelle Verzeichnisse und Anwendungspools;827 22.6;Authentifizierung;839 22.7;Autorisierung;882 22.8;Sonstiges zum Thema »Sicherheit«;886 22.9;Sitzungszustand & Co.;897 22.10;Load Balancing und Redundanz;901 22.11;Administration;905 22.12;Der Best Practice Analyzer (BPA);917 22.13;IIS-Schlussbemerkung;918 23;SharePoint (Windows SharePoint Services, WSS);920 23.1;Warum SharePoint?;921 23.2;Welche SharePoint-Edition?;931 23.3;Das initiale Projekt;932 23.4;Hinweise zur Lizenzierung;934 23.5;Installation;934 23.6;Ein erster Blick;943 23.7;Webanwendung, Websitesammlung, Website;952 23.8;Listen und Dokumentbibliotheken;964 23.9;Benutzerverwaltung in SharePoint;1001 23.10;Webparts;1016 23.11;Workflows;1028 23.12;Vorlagen;1066 23.13;Abschlussbemerkung;1067 24;Remotedesktopdienste (Terminaldienste);1070 24.1;Die Funktionen aus 10.000 m Höhe;1073 24.2;Installation;1077 24.3;Feature »Desktopdarstellung« installieren;1084 24.4;Benutzerzugriff;1088 24.5;Installation von Anwendungen;1093 24.6;Desktop bereitstellen;1097 24.7;RemoteApp-Programme;1098 24.8;Administration und Verwaltung;1107 24.9;Drucken, Easy Print;1135 24.10;Web Access für Remotedesktop;1143 24.11;RemoteApp- und Desktopverbindungen mit Windows 7;1149 24.12;Remotedesktopdienste-Farmen mit Netzwerklastenausgleich und Remotedesktopdienste- Verbindungsbroker;1154 24.13;Remotedesktopdienste-Farmen mit DNS Round Robin bzw. Verbindungsbroker;1169 24.14;Remotedesktopgateway;1169 24.15;Host für Remotedesktopvirtualisierung;1202 24.16;Schlussbemerkung;1216 25;Hochverfügbarkeit;1218 25.1;Vorüberlegungen;1219 25.2;Failover-Cluster;1228 25.3;Network Load Balancing;1254 26;Datensicherung;1286 26.1;Sicherung;1288 26.2;Wiederherstellung;1290 27;Servervirtualisierung mit Hyper-V;1298 27.1;Allgemeine Überlegungen zur Servervirtualisierung;1301 27.2;Editionen und Installationsmöglichkeiten;1307 27.3;Der Hyper-V Manager;1311 27.4;Installation und Grundkonfiguration;1313 27.5;Administration von virtuellen Maschinen mit dem Hyper- V Manager;1317 27.6;System Center Virtual Machine Manager 2008;1325 27.7;Hochverfügbarkeit;1341 27.8;Neues in R2;1342 28;Windows PowerShell;1344 28.1;Ein paar Grundlagen;1346 28.2;Die Entwicklungsumgebung;1356 28.3;PowerShell-Fazit;1358 29;Windows 7 und Windows Server 2008 R2;1360 29.1;Überblick DirectAccess;1361 29.2;Überblick BranchCache;1377 30;Index;1392