Von Bagdad nach Stambul (eBook) - Karl May

Karl May 

Von Bagdad nach Stambul (eBook)

Karl May´s Gesammelte Werke Band 3

Herausgeber: Schmid, Lothar; Schmid, Bernhard
eBook
 
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Von Bagdad nach Stambul (eBook)

Im Pesthauch der Todeskarawane werden Kara Ben Nemsi und sein treuer Diener Halef von schwerer Krankheit befallen. Und es lauern noch andere tödliche Gefahren auf die Gefährten: Bei den Ruinen von Baalbek begegnen sie einem alten Widersacher. Band 3 des sechsbändigen Orientzyklus.


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783780217035
  • ISBN-10: 3780217031
  • Best.Nr.: 32685221
Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.

Leseprobe zu "Von Bagdad nach Stambul (eBook)" von Karl May

12. In den Ruinen von Baalbek (S. 346-347)

Die Torwache wurde gar nicht beachtet, rasch ritten wir an ihr vorüber. Draußen vor Es Salehije bog ich zur Seite, wo ich die Aussätzigen liegen sah. Unser Kommen weckte sie vom Schlaf und sie waren höchst erfreut über das umfangreiche Paket, das ich für sie auf den Boden niedergleiten ließ. Dann ging es weiter. Salehije lag hinter uns und nun trabten wir längs des Barada-Flusses dahin. Bevor wir zwischen die Berge einritten, wandte ich mich um und warf einen Blick hinab auf Damaskus.

Da lag die Stadt, im Mondschein glänzend wie eine Wohnung von Geistern und Dschinnen, umgeben von dem dunklen Ring der Ghuta. Rechts kam die Straße von Hauran, die mich herbeigeführt hatte, und ganz draußen führte der Karawanenweg nach Palmyra, das mir verschlossen blieb. Ich hatte nicht geahnt, dass mein Aufenthalt in Damaskus so kurz sein würde. Hinter Kubbet en Naßr wandten wir uns rechts gegen das Gehänge des Dschebel Rebach hin und erreichten den Engpass Rabuh, von dem es weiter nach Dummar ging, einem großen Dorf, wo wir zum ersten Mal Halt machten. Mit Hilfe der Saptijeler wurde der Vorsteher des Ortes geweckt, um Erkundigungen einzuziehen, und seinen Nachforschungen verdankten wir die Nachricht, dass am späten Nachmittag vier Reiter im Galopp durch das Dorf geritten seien; unter ihnen ein grau gekleideter Inglis mit blauen Gläsern vor den Augen. Sie hatten den Weg nach Es Suk eingeschlagen, den auch wir ohne Verzug verfolgten.

Der Tag brach an, als wir über die Hochebene von El Dschedide ritten; dann kamen wir links von der Stelle vorüber, wo einst die Hauptstadt des alten Abilene lag; auf der anderen Seite erblickten wir den Berg, der Abels Grabstätte tragen soll. Nun folgten mehrere kleine Dörfer, deren Namen ich vergessen habe, und in einem mussten wir anhalten, um unseren angegriffenen Pferden Rast zu gönnen. Wir hatten jetzt eine Strecke zurückgelegt, die eigentlich einen vollen Tagesritt in Anspruch nahm. Wenn wir auch fernerhin den Tieren eine solche Anstrengung zumuteten, so war es sicher, dass sie uns nicht sehr weit tragen würden.

Übrigens erfuhren wir von den Leuten, die herbeikamen, um uns freundschaftlich mit Früchten zu beschenken, dass sie die von uns gesuchten Reiter zwar nicht gesehen hätten, aber am späten Abend habe man hören können, dass ein kleiner Trupp den Ort durchquerte. Nachdem die Pferde sich leidlich erholt hatten, brachen wir nach Es Suk auf, das nicht sehr fern lag, konnten hier aber nichts Gewisses erfahren. Hinter dem Ort kam uns ein einzelner Reiter entgegen. Es war ein alter, weißbärtiger Araber, den unser Führer freudig begrüßte und uns dann mit den Worten vorstellte: „Das ist Abu Medschach, der Chabir1 , der den Inglis geleitet hat.“

Inhaltsangabe

1;INHALT;4 2;1. An der persischen Grenze;6 3;2. Allo, der Köhler;36 4;3. Ein Überfall;77 5;4. Scheik Gasâl Gaboga;108 6;5. Im Kampf gefallen;142 7;6. Ein persischer Flüchtling;173 8;7. Mirza Selim;213 9;8. In Bagdad;237 10;9. Die Todeskarawane;260 11;10. In den Krallen der Pest;282 12;11. In Damaskus;302 13;12. In den Ruinen von Baalbek;347 14;13. Bei den Tanzenden Derwischen;390 15;14. Im dunkelsten Stambul;421 16;15. Am Turm von Galata;451 17;16. In Edirne;479

Kundenbewertungen zu "Von Bagdad nach Stambul (eBook)" von "Karl May"

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 08.09.2011 ***** sehr gut
Kurzbeschreibung:
Von Bagdad nach Stambul zieht sich der Reiseweg unserer Helden. Im Pesthauch der Todeskarawane werden Kara Ben Nemsi und sein treuer Diener Halef von schwerer Krankheit befallen. Aber noch andere tödliche Gefahren lauern auf die Gefährten: Bei den Ruinen von Baalbek begegnen sie einem alten Widersacher.

Auch der dritte Band des "Orientzyklus" ist spannend bis zum Schluss und bietet faszinierende Einblicke in das Leben im Orient. Wer die ersten beiden Bände kennt, wird hier auf "alte Bekannte" treffen. Mir hat auch dieser Band wieder sehr gut gefallen und ich habe mit dem vierten Band bereits angefangen.

Reihenfolge des "Orientzyklus":

1. Durch die Wüste
2, Durchs wilde Kurdistan
3. Von Bagdad nach Stambul
4. In den Schluchten des Balkan
5. Durch das Land der Skipetaren
6. Der Schut

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