"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, so zöge ich
nach Mecklenburg, denn dort geschieht alles 50 Jahre später!?
Soweit ein bekanntes Zitat Otto von Bismarcks, mit dem er
Mecklenburg in seiner Rückständigkeit charakterisierte. Es finden
sich jedoch - gerade unter den Zeitgenossen Bismarcks - erstaunlich
viele Persönlichkeiten in Mecklenburg und Vorpommern, die sich mit
heute hochaktuellen Themen der Toleranz, Gerechtigkeit und Umwelt
beschäftigt haben. Ihre Wertvorstellungen und Lebenskonzepte
folgten schon damals einem "Leitbild", wie wir es heute
unter dem Begriff der nachhaltigen Entwicklung zu verwirklichen
suchen.
Fritz Reuter, Otto Lilienthal, Laura Witte - dieses Buch stellt 14
herausragende historische Persönlichkeiten aus
Mecklenburg-Vorpommern dar, deren Lebensentwürfe im Kontext der
nachhaltigen Entwicklung zeitlos und beispielhaft sind. So wird das
Leitbild der Nachhaltigkeit in einen historischen und regionalen
Kontext eingebettet und bekommt dadurch Gesicht und
Geschichte.
Thorsten Permien, Chemiker, arbeitet im Ministerium für
Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
Mecklenburg-Vorpommern. Nach Studium und Promotion in Kiel erfolgte
2006 die Habilitation an der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen
Fakultät der Universität Rostock.
1;Inhaltsverzeichnis;6 2;1 Einleitung;8 2.1;1.1 Problemstellung;8 2.2;1.2 Zielsetzung;11 2.3;1.3 Ich denke zuweilen so stolz, daß ich durch diese Gedichte Nutzen stiften könnte.;13 3;2 Historische Entwicklung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung;16 3.1;2.1 Stockholm Rio de Janeiro Johannesburg;16 3.2;2.2 Annäherung an einen Begriff;21 3.3;2.3 Gnädige Ungenauigkeit oder erste konkrete Schritte?;31 3.3.1;2.3.1 Starke oder schwache Nachhaltigkeit?;31 3.3.2;2.3.2 Drei Ecken Drei Säulen Ein Leitbild;33 3.3.3;2.3.3 Managementregeln;34 3.4;2.4 Nachhaltigkeitsstrategien;38 3.4.1;2.4.1 Nachhaltige Entwicklung in Europa für eine bessere Welt;38 3.4.2;2.4.2 Perspektiven für Deutschland;40 3.4.3;2.4.3 Aktivitäten der Bundesländer;41 3.4.4;2.4.4 Lokale Agenda 21;42 3.4.5;2.4.5 Wie gehen wir mit dem Wissen der Menschen um, die aus der Natur heraus Kenntnisse erworben haben?;44 3.5;2.5 Frühe Wurzeln der nachhaltigen Entwicklung;47 3.6;2.6 Teure Schuhe nachhaltige Begleiter;56 3.7;2.7 Ungleichheit Gerechtigkeit Kompromiss;61 3.8;2.8 Die Regierten brauchen sich nicht zu entscheiden;65 4;3 Eigene Untersuchungen;70 4.1;3.1 Methodisches Vorgehen;70 4.1.1;3.1.1 Kurzer Abriss des relevanten weltgeschichtlichen Kontextes;73 4.1.2;3.1.2 Kurzer Abriss der mecklenburgischen Geschichte;76 4.2;3.2 Aus Landes Fürstlicher Vorsorge [...];79 4.3;3.3 Johann Heinrich Voß Arm ist auch bei wenigem nicht, wer;90 4.4;3.4 Johann Heinrich von Thünen Wo aber Irrtum und Egoismus die Herrschaft führen, da tritt, wie die Weltgeschichte zeigt, die Nemesis furchtbar rächend auf.;102 4.5;3.5 Ernst Alban Das Wohl meines Vaterlandes von Jugend auf immer ohne Eigennutz vor Augen habend, [...];128 4.6;3.6 Fritz Reuter Unsere Zeit ist reich an Ereignissen, aber arm an Gesinnung.;139 4.7;3.7 Heinrich Seidel Zwei Seiten hat alles in dieser Welt verzeiht, wenn die gute mir gefällt.;155 4.8;3.8 Otto Lilienthal Die Macht des Verstandes, o, wend sie nur an.;173 4.9;3.10 Johannes Gillhoff Ich liebe mein Dorf. Über Leben und Werk;200 4.10;3.11 Friedrich Carl Witte Der Gelderwerb allein gilt den Kaufleuten nicht als oberstes Gesetz [...];222 4.11;3.12 Laura Witte Leben heißt Partei schaffen und ergreifen.;240 4.12;3.13 Kurzvorstellungen Caspar David Friedrich, John Brinckman, Heinrich Schliemann, Friedrich Witte;249 5;4 Schlussfolgerungen;260 5.1;4.1 Ein roter Faden?;260 5.2;4.2 Macht nur Not erfinderisch?;266 5.3;4.3 Zukunft braucht Herkunft wie werden aus Informationen Haltungen und Werte?;272 5.4;4.4 Innere Ordnungen;278 6;5 Was wäre die ethische Zielvorstellung für das dritte Jahrtausend?;283 7;6 Zusammenfassung;292 8;7 Bibliographie;293