Tote Mädchen lügen nicht (eBook) - Jay Asher

Jay Asher 

Tote Mädchen lügen nicht (eBook)

Übersetzer: Krüger, Knut
eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
2 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Tote Mädchen lügen nicht (eBook)

Die Stimme der Toten, ein Ruf nach Leben

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ... Ein Roman, der unter die Haut geht.



Produktinformation

  • Verlag: cbt Jugendbücher
  • 2009
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 288
  • Altersempfehlung: ab 13 Jahre
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641025649
  • ISBN-10: 3641025648
  • Best.Nr.: 26736506
Hannah hat sich umgebracht. Jungs laufen Amok, Mädchen jedoch richten die Aggression, die sie nicht mehr ertragen können, oft gegen sich selbst. Aber woher diese verzweifelte Wut, dieser unsägliche Hass kommt, der junge Menschen dazu bringt, ihr Leben - und im Fall der Jungen auch das Leben anderer - zu zerstören, das hat Hannah Schritt für Schritt dokumentiert. Dreizehn Kassetten hat sie besprochen, für dreizehn Menschen, die dazu beigetragen haben, dass ihr Leben für sie keinen Wert mehr hatte. Hannah will, dass sie das, was sie ihnen zu Lebzeiten nicht vermitteln konnte, jetzt nach ihrem Tod zur Kenntnis nehmen müssen. Dabei geht es gar nicht in erster Linie um Schuldzuweisung, jedenfalls nicht gegenüber allen. Denn viele von ihnen spielten eine scheinbar unbedeutende Rolle für die verheerende Entwicklung von Hannahs Selbstbewusstsein. Aber es geht um die Summe! Die Summe der einzelnen Lieblosigkeiten, Kopflosigkeiten, Verächtlichkeiten, Gemeinheiten, mit denen die einzelnen Adressaten dazu beigetragen haben, Hannahs Würde Stück für Stück zu beschädigen und sie dadurch letztlich zu töten. Dieser Roman könnte für junge Leser ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Sensibilität nicht nur ein kostbares Gut, sondern gleichzeitig auch eine gefährliche Basis für Verletzungen ist, wenn der Ton, mit dem sich Schüler untereinander ihre Machtkämpfe liefern, eine bestimmte Grenze überschreitet und entgleitet. Natürlich ist es nicht immer und für jedes Mädchen vernichtend, wenn ihr öffentlich bescheinigt wird, sie hätte den schärfsten Hintern der Schule. Wenn aber jeder Schüler sich daraufhin aufgefordert fühlt, dieses Hintern mit den entsprechenden entwürdigenden Kommentaren zu begrapschen, dann kann eine Kettenreaktion ausgelöst werden, die wie im Falle Hannahs zur Katastrophe führt. Dieses Buch sollte schnell als Klassenlektüreausgabe greifbar sein, denn es geht dabei nicht nur um Hannah. Es geht ganz allgemein um die Würde junger Menschen, die, wenn sie durch so schlechte Sitten, wie sie an manchen Schulen selbstverständlich sind, so leicht verloren gehen und in den Schmutz getreten werden kann. Das kann gar nicht offen genug und ohne Lügen oder Vertuschung thematisiert werden. (Rezension von Gabriele Hoffmann aus dem LibriFachkatalog Harry & Pooh 2009/2010)
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers "Tote Mädchen lügen nicht", der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Seinen neuesten Roman, "Wir beide, irgendwann" verfasste er gemeinsam mit Carolyn Mackler. Er lebt in Kalifornien.

Leseprobe zu "Tote Mädchen lügen nicht (eBook)" von Jay Asher

KASSETTE 1: SEITE A (S. 10-11)

Hallo zusammen. Hier spricht Hannah Baker. Live und in Stereo.
Ich kann es nicht glauben.
Keine Wiederkehr. Keine Zugabe. Und diesmal auch absolut keine Forderungen.
Nein, ich kann es nicht glauben. Hannah Baker hat sich das Leben genommen.
Ich hoffe, ihr seid bereit, denn ich will euch die Geschichte meines Lebens erzählen. Genauer gesagt, warum mein Leben ein Ende fand. Und wenn ihr diese Kassetten hört, dann seid ihr einer der Gründe dafür.
Was? Nein!
Ich werde nicht verraten, welche Kassette wen von euch ins Spiel bringt. Aber keine Sorge, wer diese hübsche kleine Schachtel bekommen hat, dessen Name wird irgendwann auftauchen - versprochen!

Tote Mädchen lügen nicht!
Ist das etwa ein Abschiedsbrief?
Ihr lacht ja gar nicht. Sollte ein Scherz sein.
Bevor Hannah gestorben ist, hat sie diese Aufnahmen gemacht. Warum?
Es gibt nur zwei Regeln und die sind ganz einfach. Regel Nummer eins: Ihr hört zu.
Nummer zwei: Ihr schickt die Kassetten weiter. Hoffentlich wird euch beides schwerfallen.
»Was hörst du da an?«
»Mom!«
Ich fingere aufgeschreckt an den Tasten herum und drücke mehrere gleichzeitig.

»Mensch, hast du mich erschreckt!«, sage ich. »Das ist nichts Besonderes. Nur ein Projekt für die Schule.«
Meine Standarderklärung. Wenn ich erst spät nach Hause kommen will - Schulprojekt. Wenn ich extra Geld brauche - Schulprojekt. Und jetzt die Kassetten eines Mädchens. Eines Mädchens, das vor zwei Wochen eine Handvoll Tabletten geschluckt hat.
Schulprojekt.
»Darf ich mal hören?«, fragt sie.
»Das ist nicht von mir«, entgegne ich, während die Spitze meines Schuhs über den Betonboden kratzt. »Ich helfe nur einem Freund … in Geschichte, ziemlich langweiliges Zeug.«
»Das ist aber nett von dir«, entgegnet sie. Sie beugt sich über meine Schulter, hebt einen schmutzigen Putzlappen - eine meiner alten Stoffwindeln - hoch und nimmt sich das Maßband, das sich darunter befindet. Dann küsst sie mich auf die Stirn. »Bin schon wieder weg.«
Ich warte, bis die Tür sich schließt, den Finger bereits auf der Starttaste. Doch meine Hände, meine Arme, mein Hals, alles fühlt sich taub an. Ich habe nicht genug Kraft, um die Taste eines Kassettenrekorders herunterzudrücken. Ich nehme die Stoffwindel und lege sie über den Schuhkarton, um ihn nicht ansehen zu müssen. Ich wünschte, ich hätte diese Schachtel und die sieben Kassetten darin nie zu Gesicht bekommen. Das erste Mal auf »Play« zu drücken, war einfach gewesen. Ein Kinderspiel. Ich hatte nicht geahnt, was ich hören würde.
Doch jetzt ist es eines der beängstigendsten Dinge, die ich je getan habe.
Ich drehe die Lautstärke herunter und drücke auf »Play«.

… Nummer eins: Ihr hört zu. Nummer zwei: Ihr schickt die Kassetten weiter. Hoffentlich wird euch beides schwerfallen

Kundenbewertungen zu "Tote Mädchen lügen nicht (eBook)" von "Jay Asher"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von phine aus friedeburg am 19.07.2010 ***** ausgezeichnet
selten so ein spannendes buch gelesen. kann dies nur empfehlen

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 11.02.2010 ***** sehr gut
Beschreibung:
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...

Ich habe das Buch geschenkt bekommen und es hat eine Weile gedauert, bis ich mich getraut habe es zu lesen, denn für mich steht eines absolut fest: "Selbstmord ist keine !!! Lösung".
Das Buch hat mich fasziniert, weil es zwar Gründe angibt, warum Hannah sich umgebracht hat, aber auch gleichzeitig klar macht, dass es einen (oder mehrere) anderen Weg gegeben hätte.
Nach dieser Lektüre wird jeder Leser wohl auch etwas vorischtiger sein, mit dem was er so von sich gibt, denn Hannah hat recht, wenn sie sagt "Alles was du sagst oder tust hat Einfluss auf andere Leute bzw. auf die kommenden Ereignisse".
Es ist ein Buch, das nachdenklich macht.

Ich kann es absolut weiter empfehlen, denn es geht nicht in erster Linie um den Selbstmord sondern um Verhaltensweisen.
Nicht nur was man sagt und tut ist von Bedeutung, sondern gerade die Dinge die man nicht sagt oder tut sind manchmal wichtig.

Ich habe das Buch gelesen, denke allerdings, dass es noch viel interressanter ist es zu hören, denn das tut Clay ja auch.

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