Todesqual (eBook) - Robert Ellis

Robert Ellis 

Todesqual (eBook)

Übersetzer: Dufner, Karin
eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
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Todesqual (eBook)

Eine junge schwangere Frau wird tot in ihrem Bett gefunden - vom Bauch bis zur Kehle aufgeschlitzt. Detective Lena Gamble von der Mordkommission in Los Angeles glaubt zunächst, dass die Frau von ihrem Mann getötet wurde. Aber als weitere brutale Frauenmorde verübt werden, wird klar, dass die schrecklichen Taten auf das Konto eines perversen Serienmörders gehen. Der Killer vergewaltigt seine Opfer, bevor er sie tötet, weshalb die Presse ihn zynisch 'Romeo' tauft. Lena ermittelt fieberhaft - und gerät bald selbst in das Visier des Serienkillers ...


Produktinformation

  • Verlag: PeP eBooks
  • 2009
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 448
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641026783
  • ISBN-10: 3641026784
  • Best.Nr.: 26853816
»Ein Wahnsinns-Thriller - der absolute Renner!«
Robert Ellis hat als Drehbuchautor, Produzent und Filmregisseur gearbeitet, bevor er sich ganz dem Schreiben von Kriminalromanen widmete. Seine Serie um die Ermittlerin Lena Gamble von der Mordkommission in Los Angeles erscheint bei Goldmann. Der Autor lebt in Los Angeles und Connecticut.

Leseprobe zu "Todesqual (eBook)" von Robert Ellis

Sie wälzte sich im Bett herum, schmiegte die Wange in einen Zipfel ihres Kopfkissens und kuschelte sich noch tiefer hinein. Träumen. Schlafen. Beine und Füße tasteten nach den kühlen Stellen unter dem sauberen Laken und der zusätzlichen Decke.
Durch einen Nebel aus Trägheit hörte sie die Vorhänge rascheln. Feuchtkalte Meeresluft drang durch das offene Fenster herein. Laut Wetterbericht würde es der Sonne erst am morgigen Nachmittag gelingen, ein Loch in die Wolkendecke zu brennen.
Es war April in Los Angeles - Nikki Brants Lieblingsmonat. Das Leben war zur Zeit so schön. Schöner als je zuvor.
In der Dunkelheit griff sie nach dem zweiten Kopfkissen, kuschelte sich hinein und tat, als sei sie nicht allein im Bett. Sie träumte von ihrem Geheimnis. Ihrem ganz besonderen Geheimnis. Dem, das ihre Ärztin ihr erst heute kurz nach dem Mittagessen eröffnet hatte. Der Satz hatte mit einem einzigen Wort begonnen.
Glückwunsch.
Den Rest hatte Nikki gar nicht mehr richtig mitbekommen. Nach diesem Wort spielte nichts mehr eine Rolle, denn ihr Herz schlug so schnell, dass die Welt um sie herum vor Glück verschwamm. Angefangen hatte es in dem Moment, als die Ärztin das Untersuchungszimmer betreten hatte, ein Funkeln in den Augen, das nur das eine bedeuten konnte.
Allerdings hatte ihre Ärztin Nikki nur bestätigt, was sie in ihrem Innersten bereits gewusst hatte.
Sie drehte sich um und öffnete mühsam die Augen, da sie spürte, dass jemand ins Schlafzimmer gekommen war. James, der wieder einmal spätnachts aus dem Büro zurückkehrte. Nikki sah seine dunkle Gestalt. Die Leuchtanzeige des Radioweckers tauchte seinen Körper in einen neonblauen Schein. Er schien sie vom Fußende des Bettes aus anzustarren, während er das Sakko auszog und die Krawatte lockerte.
Irgendwo in der Nachbarschaft begann ein Hund zu bellen.
Nikki tippte auf den kleinen weißen Terrier drei Häuser weiter, war sich aber nicht sicher. Die Ärztin hatte ihr etwas gegen die Übelkeit verschrieben, das hundertprozentig nicht schädlich sei, sie aber schläfrig machen könne. Als der Hund verstummte, warf Nikki James noch einen kurzen Blick zu, ließ sich dann zurücksinken und nickte wieder ein. Eine wohlige Müdigkeit ließ ihren Körper schwer werden.
Vor drei Jahren hatten sie sich über einen gemeinsamen Freund an der University of Oregon kennengelernt. James war eher der nervöse Typ und wirkte auf sie zunächst schwer durchschaubar. Er studierte im letzten Jahr Wirtschaft am Lundquist College of Business, während Nikki gerade an ihrer Doktorarbeit in Kunstgeschichte saß. Für das kommende Jahr hatte sie bereits eine Stelle als Dozentin an einem kleinen College in Pasadena in Aussicht. Damals kam es ihr so vor, als ähnelten sie und James zwei einander fremden Planeten, die rasch auseinanderdriften würden. Doch er hatte nicht lockergelassen, bis sie sich irgendwann an ihn gewöhnte. Sein Lächeln hatte das gewisse Etwas. Ebenso anregend war das Gefühl, das er in ihr auslöste, wenn er ihr einen seiner geschmacklosen Witze erzählte und sie dabei aus großen braunen Augen ansah. Schon ein halbes Jahr später zogen sie zusammen. Und am ersten Jahrestag ihrer Begegnung wurde geheiratet. Keine Flitterwochen, denn sie waren viel zu sehr damit beschäftigt, ihren Hausstand zusammenzupacken: Sie hatten ein Haus im Westen von Los Angeles ergattert. In Laufnähe zum Strand.
Wann sollte sie ihm ihr Geheimnis nur anvertrauen?
Wieder schlug Nikki die Augen auf. James stand immer noch am Fußende des Bettes. Sie fragte sich, wie lange sie wohl geschlafen hatte, konnte aber die Zeit nicht ablesen, weil er ihr die Sicht zum Radiowecker auf der Kommode versperrte. Nach einer Weile zog er das Hemd aus der Hose und fing an, es aufzuknöpfen.
Wann sollte sie es ihm sagen?
Das war die große Frage, denn sie wollte genau den richtigen Augenblick erwischen.
Seit zehn Tagen schon arbeitete James bis zum Morgengrauen und kam nur nach Hause, um ein paar Stunden zu schlafen, zu duschen und sich umzuziehen, bevor er wieder ins Büro fuhr. Er war Chefbuchhalter eines kleinen Unternehmens, das gerade im Begriff war, sich mit einem größeren zusammenzuschließen. Ein junger Mann in einer noch jüngeren Firma, mit deren Erfolg eh nie jemand gerechnet hatte. James beaufsichtigte die Buchprüfung, die nötig war, um den Vertrag in trockene Tücher zu bringen. Obwohl es sich - seinen Worten nach - um eine freundliche Übernahme handelte, machte er einen nervösen, ja, sogar gereizten Eindruck. Wie Nikki wusste, wollte er beweisen, wie tüchtig er war, in der Hoffnung, dass man ihn noch brauchen würde, wenn die beiden Unternehmen schließlich zu einem einzigen Konzern verschmolzen.
Langsam kehrte sie in die Wirklichkeit zurück.
Als sie über den Rand der Bettdecke spähte, stellte sie fest, dass er seine Hose auf den Stuhl warf und die Boxershorts auszog. Da er zum Abstreifen der Socken den Kopf senkte, konnte sie endlich einen Blick auf die Uhr erhaschen. Es war noch früh. Erst halb zwei Uhr. Bei seinem Anruf um zehn hatte er gesagt, sie würden sich erst morgen sehen. In der
Dunkelheit konnte sie sein Gesicht nicht erkennen, hatte aber den Eindruck, dass er lächelte. Vielleicht wollte er sich ja eine freie Nacht gönnen. Oder die Buchprüfung war endlich abgeschlossen, sodass ihr Leben und ihre Ehe wieder ihnen gehörten.
Nikki setzte zum Sprechen an, befürchtete aber, durch ihren Tonfall ihr Geheimnis zu verraten. Sie wollte damit weiterschlafen und es noch ein oder zwei Nächte oder sogar länger auskosten, bis genau der richtige Zeitpunkt da war. Sie ahnte, dass es nicht leicht werden würde. Denn sie wusste, dass James sich nicht so sehr darüber freuen würde wie sie. In der vergangenen Woche hatte sie, um schon einmal vorzufühlen, ein paarmal Andeutungen fallen gelassen, doch das Ergebnis war immer ein schrecklicher Streit gewesen. Eine ganz besonders hässliche und lange Auseinandersetzung endete mit dem unangenehmen Ergebnis, dass er sie einen Tag lang anschwieg. Warum begriff er einfach nicht, wie wichtig es ihr war?
Der dämliche Hund bellte schon wieder. Diesmal lauter und schriller.
Sie spürte, dass James in der Dunkelheit auf sie zukam. Er zog ihr das zweite Kopfkissen weg und schlüpfte auf ihrer Seite des Bettes unter die Decke.

Kundenbewertungen zu "Todesqual (eBook)" von "Robert Ellis"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von aerides0109 aus Bochum am 14.11.2012 ***** gut
Für mich ein gutes Buch, dessen Handlung spannend von Anfang bis Ende bleibt, jedoch leider unter langwierigen Be- und Umschreibungen leidet. Schade, daß man am Ende mancher Seite das Gefühl hat, daß man, ohne sie gelesen zu haben, nichts verpaßt hätte, daher für mich leider "nur" gut. Jedoch sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden, will heißen: Empfehlenswert.

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Bewertung von Annett aus Dresden am 29.07.2012 ***** ausgezeichnet
Ich habe das Buch in Form eines e-books gelesen. Absolut spannend geschrieben von der 1. bis zur letzten Seite. Ich war immer wieder bestrebt weiterzulesen. Es gab nicht eine langweilige Passage oder Kapitel. Der bzw. die Fälle häuften sich und bis zum Ende war nicht erkennbar wie es ausgeht. Absolut grandios spannend. Für Krimiliebhaber sehr zu empfehlen.

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