Tod bei Vollmond (eBook) - Peter Tremayne
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Peter Tremayne 

Tod bei Vollmond (eBook)

Historischer Kriminalroman

Übersetzer: Zylla, Susanne Olivia
eBook
 
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Tod bei Vollmond (eBook)

Die Untertanen von Fürst Becc sind aufs höchste beunruhigt. Sie versuchen sogar die nahe gelegene Abtei zu stürmen. Denn decken nicht die Mönche drei gefährliche Mörder, drei Fremde mit schwarzer Hautfarbe? Schon drei junge Mädchen sind in Vollmondnächten grausam umgebracht worden. Es reicht! Was bleibt Schwester Fidelma da weiter übrig, als ihren gerade geborenen Sohn für ein paar Tage allein zu lassen und mit ihrem Gefährten Eadulf dem Fürsten zu Hilfe zu eilen.

Ein neuer Keltenkrimi mit Schwester Fidelma, die zu einer Zeit agiert, in der der katholische Glaube irisch-keltischer Prägung den Frauen noch Bildung, Macht und Einfluß gestattete und es in Irland noch kein Zölibat gab.


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau Verlag
  • 2010
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 392
  • Schwester Fidelma
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783841201447
  • ISBN-10: 384120144X
  • Best.Nr.: 32746585
Peter Tremayne ist das Pseudonym eines anerkannten Historikers, der sich auf die versunkene Kultur der Kelten spezialisiert hat. In seinen im 7. Jahrhundert spielenden historischen Romanen löst Schwester Fidelma, eine irische Nonne von königlichem Geblüt und gleichzeitig Anwältin bei Gericht, auf kluge und selbstbewusste Art die schwierigsten Fälle. Wegen des großen internationalen Erfolgs seiner Serie um Schwester Fidelma wurde Peter Tremayne 2002 zum Ehrenmitglied der Irish Literary Society auf Lebenszeit ernannt. 2007 erhielt er den Preis für die beste Krimiserie des französischen Verlags Univers Poche. Im Aufbau Verlag erschienen bisher Die Tote im Klosterbrunnen (2000), Tod im Skriptorium (2001), Der Tote am Steinkreuz (2001), Tod in der Königsburg (2002), Tod auf dem Pilgerschiff (2002), Nur der Tod bringt Vergebung (2002), Ein Totenhemd für den Erzbischof (2003), Vor dem Tod sind alle gleich (2003), Das Kloster der toten Seelen (2004), Verneig dich vor dem Tod (2005), Tod bei Vollmond (2005), Tod im Tal der Heiden (2006), Der Tod soll auf euch kommen (2006), Ein Gebet für die Verdammten (2007), Tod vor der Morgenmesse (2007), Das Flüstern der verlorenen Seelen (2007), Tod den alten Göttern (2008), Das Konzil der Verdammten (2008), Der falsche Apostel (2009), Eine Taube bringt den Tod (2010), Der Blutkelch (2011) und Die Todesfee (2011).

Leseprobe zu "Tod bei Vollmond (eBook)" von Peter Tremayne

"KAPITEL 13 (S. 266-267)

Nicht nur Accobráns Beschreibung führte Eadulf zu Mochtas Werkstatt, auch der stechendes Geruch, den die Farbstoffe verbreiteten, wies ihm den Weg. Wie war nur die irische Bezeichnung für die Pflanze, die er suchte? Er meinte, daß sie brachlais oder so ähnlich heißen mußte. Im Angelsächsischen nannte man sie einfach Kraut – und die Christen kannten sie als Johanniskraut, nach Johannes dem Täufer, weil sie im Juni blühte, in dem die Geburt des Apostels gefeiert wurde.

Diese Pflanze konnte – den alten Heilkundigen von Tuam Brecain nach – solche Zustände lindern, in denen sich Fidelma jetzt vermutlich befand. Sie wurde allerdings nur in den Sommermonaten gesammelt, sonst hätte er sie selbst in der üppigen Pflanzenwelt der Gegend suchen können. Er wußte aber, daß man in den restlichen Monaten des Jahres außer im Laden des Apothekers noch woanders Johanniskraut fand. Man benutzte es nämlich auch zum Färben. Mochta, der Färbermeister, begrüßte ihn freundlich. »Willkommen, sächsischer Bruder. Ich weiß, wer du bist und was dich in diese Gegend geführt hat. Ich habe dich und die Schwester des Königs neulich gesehen. Was willst du von mir?« Eadulf erklärte ihm sein Anliegen. »Johanniskraut?« Mochta überlegte.

»Das verwende ich schon. Natürlich verwende ich es. Aus den Blüten gewinne ich Purpur, aus dem grünen Kraut Gelb. Eine sehr nützliche Pflanze für einen dathatóir. Wozu brauchst du sie?« »Gib dich damit zufrieden, daß ich Verwendung dafür habe, mein Freund. Wenn du mir ein paar Stengel davon verkaufst, was müßte ich dafür bezahlen?« Mochta rieb sich das Kinn. »Wofür könntest du wohl Johanniskraut verwenden?« fragte er wieder. »Du willst doch am Ende keine Farbstoffe damit herstellen?« Eadulf lachte. »Nein, ganz bestimmt nicht, Färbermeister. Über das Färben hinaus sind Pflanzen auch sonst sehr nützlich.«

»Ah, ich verstehe. Dann bist du so eine Art Heilkundiger, nicht wahr?« »Ich habe Medizin studiert, aber ich bin eher ein Botaniker, als daß ich mich mit besonderen medizinischen Fähigkeiten brüsten könnte.« Mochta strich sich mit dem Zeigefinger über die Nase, während er nachdachte. »Ich kann dir für einen screpall ein Bund Johanniskraut verkaufen, aber nicht mehr.«

»Ein Bund genügt mir schon«, erklärte Eadulf. Am Abend war das Angelusläuten gerade verklungen, als sich die Leute in Beccs Halle versammelten. Eadulf setzte sich unauffällig auf einen der hinteren Plätze. Die meisten, die gekommen waren, hatte er am Vormittag auf Lesrens Beerdigung gesehen. Auch einige Brüder aus der Abtei waren erschienen. Bébháil und Tómma hatte man genau gegenüber dem Amtssessel des Fürsten in die erste Reihe gesetzt. Unmittelbar hinter ihnen hatten Bébháils Verwandte Platz genommen, um ihr Beistand zu leisten.

Zu beiden Seiten des Amtssessels standen weitere Stühle. Nun trat Accobrán mit einem Amtsstab ein, mit dem er dreimal auf den Boden klopfte, um für Ruhe zu sorgen. Ihm folgten Becc und anschließend Fidelma und Abt Brogán. Der Fürst nahm seinen Sessel ein, und Fidelma setzte sich zu seiner Rechten, der Abt zu seiner Linken. Accobrán ließ sich neben dem Abt nieder. Becc sah Fidelma an und gab ihr das Zeichen, mit der Verhandlung zu beginnen.

Inhaltsangabe

1;HISTORISCHE ANMERKUNG;9 2;HAUPTPERSONEN;17 3;KAPITEL 1;19 4;KAPITEL 2;36 5;KAPITEL 3;53 6;KAPITEL 4;71 7;KAPITEL 5;96 8;KAPITEL 6;114 9;KAPITEL 7;133 10;KAPITEL 8;153 11;KAPITEL 9;173 12;KAPITEL 10;202 13;KAPITEL 11;227 14;KAPITEL 12;245 15;KAPITEL 13;267 16;KAPITEL 14;290 17;KAPITEL 15;308 18;KAPITEL 16;338 19;KAPITEL 17;356 20;KAPITEL 18;369 21;EPILOG;390