Schloß Rodriganda (eBook) - Karl May

Karl May 

Schloß Rodriganda (eBook)

Karl May´s Gesammelte Werke Band 51

Herausgeber: Schmid, Euchar A
eBook
 
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Schloß Rodriganda (eBook)

Spanien ist der Ausgangspunkt einer Kette von Rätseln und Abenteuern, die in den folgenden vier Bänden bis nach Mexiko führt: Die Handlung erzählt vor historischem Hintergrund die Geschichte von zwei Grafen, die - der eine in Spanien, der andere in Mexiko - ahnungslos von abgefeimten Schurken umgeben sind. Der deutsche Arzt Karl Sternau greift in das Geschehen ein. Fortsetzung in den Bänden 52 bis 55.



Produktinformation

  • Verlag: Karl-May-Verlag
  • 2012
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 507
  • Best.Nr. des Verlages: 1551
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783780217516
  • ISBN-10: 3780217511
  • Best.Nr.: 32685192
Karl May (1842-1912) ist mit einer Auflage von 100 Mio. Exemplaren - davon allein 80 Mio. aus dem Karl-May-Verlag (inkl. Lizenzen) - der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache! Seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Die fremdsprachige Auflage weltweit wird auf weitere 100 Mio. Bände geschätzt.

Leseprobe zu "Schloß Rodriganda (eBook)" von Karl May

"14. Neue Schlingen (S. 326-327)

Die Anwesenheit der beiden Gäste brachte in das ein- same Leben auf Rodriganda Bewegung und Abwechs- lung. Was den Grafen Manuel betraf, so freute er sich, wenn die jungen Leute auf eine halbe Stunde sein Kran- kenzimmer teilten, um ihn zu erheitern. Er fühlte sich auf eine unerklärliche Weise zu dem Leutnant hingezo- gen. Auch das stille Wesen der Engländerin gefiel ihm und der Umgang mit solchen Personen war von vorteil- hafter Wirkung auf seinen leidenden Zustand.

Da die drei Ärzte Rodriganda verlassen hatten, so befand er sich unter der alleinigen Behandlung Sternaus und dessen Kunst hatte solche Erfolge, dass er nach einigen Tagen erklären konnte, der Stein sei entfernt. Nachdem der angegriffene Körper sich gekräftigt habe, könne man daran denken, sich auch mit den erblindeten Augen zu beschäftigen. Das war eine Botschaft, die alle Bewohner des Schlosses in Freude versetzte – den Notar, Señora Clarissa und Alfonso ausgenommen.

Es war eigentümlich, dass die regelmäßig im Park unternommenen Spaziergänge stets zu vieren begonnen wurden und doch zu zweien endeten. Während der Graf auf der Veranda die balsamische Luft genoss, lustwandel- ten die anderen zwischen Blumen. Da fand sich dann stets der Arzt zu Roseta und der Leutnant zu Amy, ein Umstand, dessen sogar der Graf mit einem liebenswürdi- gen Scherz gedachte. Mariano fühlte, dass die Liebe in ihm emporflammte, und Amy sah in dem jungen Mann die Verwirklichung ihres Ideals, ohne weiter und tiefer über die Gefühle nachzudenken, die ihr Herz beseelten.

So verfloss einige Zeit, ohne dass irgendein Ereignis von außen her das Stillleben unterbrochen hätte. Man las, man ging spazieren, man fuhr zuweilen aus, man musizierte und überall zeigte sich Mariano als ein vollen- deter Gesellschafter. Nur bei der Musik schloss er sich von jeder Beteiligung aus: Er könne nicht Klavier spie- len. Es war eines Abends zur Zeit der Dämmerung. Der Arzt befand sich beim Grafen in dessen Zimmer. Roseta war mit dem Bruder ausgefahren und der Leutnant hatte wieder, wie oft, in der Galerie vor dem Bild gestanden, das ihm so ähnlich war.

Da trat er in die daran stoßende Bücherei, in der es bereits ziemlich dunkel war, sodass er nicht bemerkte, dass Amy sich dort befand. Sie genoss jetzt die stille Dunkelstunde im Hinträumen. Als sie de Lautreville eintreten hörte, verhielt sie sich ruhig, weil sie glaubte, dass er nur hindurchzugehen beabsichtige. Er aber tat es nicht, sondern trat an eines der anderen Fenster und blickte hinaus in die Landschaft, von der das scheidende Tageslicht Abschied nahm."

Inhaltsangabe

1;INHALT;4 2;1. Von den Komantschen verfolgt;6 3;2. Die Hacienda del Eriña;32 4;3. Der Schatz der Mixtekas;62 5;4. Am Teich der Krokodile;78 6;5. Der Schwarze Hirsch;108 7;6. Pablo Cortejo;140 8;7. Eine Schurkentat;165 9;8. Der falsche Erbe;181 10;9. Doktor Sternau;209 11;10. Gasparino Cortejo;221 12;11. Was der Bettler erzählt;246 13;12. Ein missglückter Anschlag;268 14;13. Alfred de Lautreville;301 15;14. Neue Schlingen;327 16;15. ‚Pohon Upas!‘;361 17;16. Die Zigeuner;404 18;17. Im Gefängnis;444 19;18. Am Leuchtturm von Mont St. Michel;497