Meinen Platz im Leben finden (eBook) - Cornelia Mack

Cornelia Mack 

Meinen Platz im Leben finden (eBook)

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Meinen Platz im Leben finden (eBook)

Wie finde ich meinen Platz im Leben, wenn ich jung bin oder älter werde? Was mache ich, wenn mir der Platz verloren geht? Wenn Beziehungen zerbrechen oder ich meine Arbeitsstelle verliere ...? Was gibt mir Sicherheit im Leben? Was passt zu meinem Typ und welchen Plan hat Gott für mich? Die Suche nach dem richtigen Platz begleitet uns das ganze Leben. Cornelia Mack geht diesen existenziellen Fragen kompetent auf den Grund. Sie schöpft dabei aus einem reichen Erfahrungsschatz.


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783775170727
  • ISBN-10: 3775170723
  • Best.Nr.: 32744772
n/a

Leseprobe zu "Meinen Platz im Leben finden (eBook)" von Cornelia Mack

"Außenwirkung und Selbstwahrnehmung (S. 19-20)

Wer bin ich? Nicht immer ist diese Frage leicht zu beantworten. Das merken wir in der Begegnung mit anderen Menschen. Manchmal lösen wir mit unserem Verhalten oder bestimmten Bemerkungen bei anderen etwas aus, das wir so nicht beabsichtigt haben. Oder wir werden von anderen ganz anders beurteilt, als wir uns selbst einschätzen. Ganz klassisch beschreibt Dietrich Bonhoeffer das in seinem Gedicht: »Wer bin ich?«, entstanden im Gestapo-Gefängnis in Tegel 1944, in einer Situation, in der ihm bisher Vertrautes genommen wurde: Heimat, Familie, Schreibtisch, Bücher. Als Gefangener war er aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen. Vor ihm lag Ungewissheit, die Androhung des Todes.

Seine Wärter beurteilen ihn als gelassen, ruhig und sicher beim Verlassen seiner Zelle. Sie vergleichen ihn mit einem Gutsherr, der aus seinem Schloss tritt. Sie erleben ihn heiter und freundlich im Gespräch mit seinen Bewachern, als hätte er zu gebieten. Bonhoeffers Innenwelt wird aber ganz anders beschrieben, in krassem Gegensatz zu deren Schilderung:

Voller Unruhe und Sehnsucht, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, hungernd nach Farben, nach Blumen und Vogelstimmen ... dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe, zitternd vor Zorn über die Willkür und kleinlichste Kränkung ... umgetrieben vomWarten auf große Dinge, in Angst um seine Freunde, mit denen er nicht kommunizieren kann. Er fühlt sich »müde und unfähig zum Beten und zum Danken, nur matt und bereit von allem Abschied zu nehmen«. So fragt er sich: »Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?« – »Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer? Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?« Auch ohne solch krasse Erlebnisse wie Gefängnisaufenthalt und Todesdrohung kann uns die Frage nach dem »Wer bin ich?« umtreiben. Wir können bereits durch die Unterschiede von Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung verunsichert sein. Renate arbeitet in vorgesetzter Position, erlebt sich dort als sicher, zufrieden und voller Energie.

Andere geben ihr die Rückmeldung, sie sei unausgeglichen, umgetrieben, überaktiv. Das verunsichert sie. Oliver ist unsicher im Blick auf seinen Platz im Leben, möchte so vieles ändern, aber hat Angst vor Entscheidungen. Andere sagen, er sei ihnen Stütze und Halt, gebe ihnen Wegweisung und Orientierung. Katrin, Tom und Christine bringen sich als ehrenamtliche Mitarbeiter in einer Kirchengemeinde ein und freuen sich an ihren Aufgaben. Andere beurteilen deren Aktivität aber mit Kritik und meinen, sie wollten nur ihr Image aufbessern und sich in den Vordergrund spielen.

Solche Unterschiede zwischen Selbstwahrnehmung und Außenwirkung können verunsichern. Beurteilungen durch andere führen auf jeden Fall zum Nachdenken. Vielleicht verändern sie mich oder sie machen gewiss, beim bisherigen Verhalten zu bleiben – trotz Widerstand oder Kritik. Auf jeden Fall verhelfen sie dazu, sich seiner selbst sicherer zu werden und so seinen Platz im Leben zu finden. Darum ist es gut, immer wieder zu prüfen, wo Lob oder Kritik stimmig sind. Wertschätzende Begleitung und liebevolles Hinweisen auf Schwächen in der eigenen Lebensgestaltung sind ein großer Schatz im Leben."

Inhaltsangabe

1;Inhalt;6 2;Vorwort;10 3;Einleitung: Wer bin ich?;12 4;Meinen Platz im Leben finden;16 5;Das eigene Ich entdecken;16 6;Außenwirkung und Selbstwahrnehmung;20 7;Die vielen Stimmen in mir;24 8;Die Veränderung des Ichs im Lauf des Lebens;31 9;Der Frühling der Kindheit und Jugend;32 10;Der Sommer des Erwachsenenalters;36 11;Der Herbst des Älterwerdens;42 12;Der Winter des Altseins;45 13;Die Grundbedürfnisse des Menschen;49 14;Leib;50 15;Seele;52 16;Geist;54 17;Ungestillte Bedürfnisse;55 18;Unterdrückte Bedürfnisse;56 19;Sucht;58 20;Mein Körper;62 21;Positives Körpergefühl entwickeln;65 22;Atem;69 23;Stimme;70 24;Aussehen bejahen;74 25;Biorhythmus;77 26;Krankheit;79 27;Meine Persönlichkeit;85 28;Das Riemann–Thomann–Kreuz;85 29;Der Nähe-Typ oder »Verehrer des Du«;86 30;Der Distanz-Typ oder »Verehrer des Ichs«;87 31;Der Dauer-Typ oder »Verehrer der Ordnung«;88 32;Der Wechsel-Typ oder »Verehrer des Lebens«;89 33;Meine Herkunft;93 34;Die eigene Kultur verstehen;93 35;Die Vielschichtigkeit unserer Gesellschaft;95 36;Kenntnis der Familiengeschichte;101 37;Geschwisterposition und ihre Auswirkung;104 38;Mein Umgang mit Besitz und Geld;113 39;Aufgaben, Begabungen, Beruf und Berufung;118 40;Begabungen;120 41;Erfüllender Beruf;122 42;Beruf als Job;124 43;Berufung;126 44;Den Willen Gottes für sich erkennen;130 45;Bibel;130 46;Beratung;131 47;Verstand;131 48;Umstände;132 49;Zeichen;133 50;Hingabe;133 51;Mut;135 52;Irrtum;135 53;Zusammenfassung: Sich selbst lieben;137 54;Meinen Platz im Leben finden;139 55;Von Gott gewollt;141 56;Der Mensch braucht Gott;141 57;Der Mensch ist Ebenbild Gottes;143 58;Abkehr von Gott – gestörte Identität;144 59;Gottes Suche nach dem Menschen;150 60;Von Christus befreit;151 61;Gefangenschaften;151 62;Freispruch;155 63;Eigentumswechsel;159 64;Liebe zu Christus;161 65;Vom Heiligen Geist geprägt;164 66;Gottes Wohnung in uns;164 67;Das Herz als Tempel;165 68;Der Mittelpunkt des Lebens;169 69;Beten;172 70;Zusammenfassung: Gott lieben;175 71;Meinen Platz im Leben finden;177 72;Beziehungsmuster;179 73;Ich bin nicht okay – du bist okay (depressive Position);179 74;Ich bin okay – du bist nicht okay (autoritäre Position);180 75;Ich bin nicht okay – du bist nicht okay (nihilistische Position);181 76;Ich bin okay – du bist okay (gesunde Position);181 77;Beziehungsebenen;184 78;Eltern;184 79;Geschwister;186 80;Großeltern;190 81;Ehepartner;191 82;Alleinlebende;194 83;Kinder;195 84;Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn;197 85;Gemeinde;199 86;Feinde;200 87;Lieben lernen;203 88;Blockade: Lebensverletzungen;204 89;Blockade: Idealvorstellungen;205 90;Liebe ist keine Symbiose;207 91;Liebe ist mehr als Gefühl;208 92;Von Gott das Lieben lernen;209 93;Heilung zulassen;212 94;Vergebung annehmen;214 95;Versöhnung trotz Schuld;215 96;Zusammenfassung: Den Nächsten lieben;219 97;Schlusswort – Wo ist mein Platz im Leben?;220 98;Literaturverzeichnis;224 99;Anmerkungen;226