Maschinendynamik (eBook) - Uwe Hollburg
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie
Fotogalerie

Uwe Hollburg 

Maschinendynamik (eBook)

eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt
Nicht lieferbar
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Maschinendynamik (eBook)

Einführung, Beispiele, Übungsaufgaben - die komplette Maschinendynamik.

In acht Kapiteln wird die gesamte Bandbreite der Maschinendynamik abgedeckt. Von den Grundlagen der Kinematik und Dynamik, der linearen Schwingungsmechanik mit einem und Systemen mit mehreren Freiheitsgraden wird der Bogen bis zu einer Einführung in die Rotordynamik geschlagen.

Breiten Raum nehmen hierbei die unwuchterregten Schwingungen ein und auch die Problematik des Auswuchtens starrer Körper wird behandelt. Dabei fallen trotz der Fülle des behandelten Stoffes die Gleichungen nicht "vom Himmel", sondern werden nachvollziehbar hergeleitet. Eine Vielzahl praxisbezogener Rechenbeispiele stellt typische Probleme der Maschinendynamik vor und veranschaulicht die Materie.

Aus dem Inhalt:

- Kinematik

- Verfahren der Dynamik

- Grundlagen der Schwingungstechnik

- Lineare Schwingungssysteme

- Unwuchterregte Schwingungen

- Biegeschwingungen von Wellen

- Drehschwingungen von Wellen

- Matrizenrechnung

Uwe Hollburg war nach dem Studium des Maschinenbaus an der Fachhochschule Ulm zunächst als Berechnungsingenieur und als Systemberater in der Fahrzeug- und Computerindustrie beschäftigt. Es folgte ein Maschinenbaustudium an der Technischen Universität in Berlin, wo er im Anschluss fünf Jahre als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Mechanik tätig war und auf dem Gebiet der Rotordynamik promovierte. Daraufhin arbeitete er in der Industrie in den Bereichen experimentelle Modalanalyse, Kurzzeitdynamik und Simulation sowie als Leiter einer wissenschaftlichen Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Mehrkörperprogrammsystemen (MKS). 1993 folgte der Ruf an die Hochschule München, wo er seitdem Professor für Technische Mechanik und Maschinendynamik ist.


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783486578980
  • ISBN-10: 3486578987
  • Best.Nr.: 25750564

Leseprobe zu "Maschinendynamik (eBook)" von Uwe Hollburg

1 Einführung (S. 1)

Der Begriff Maschinendynamik erklärt sich fast von allein. Weist doch das zweite Substantiv, Dynamik [von grch. dynamos], auf die Kraft und ihreWirkung hin. Als Teilgebiet der Mechanik setzt sich die Dynamik aus den Fächern Statik und Kinetik zusammen. Also wird in der Maschinendynamik die Wechselwirkung zwischen den Bewegungen und den dafür verantwortlichen Kräften untersucht.

Obwohl die Mechanik [von grch. mechanike techne] eine der ältesten Wissenschaften ist, das Wort stammt wahrscheinlich von Aristoteles, findet eine ernsthafte Anwendung auf Maschinen erst ab dem Ende des 18. Jhs. statt. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebäude der klassischen Mechanik durch Newton, Leibniz, Euler, D’Alembert, Lagrange, den Bernoullis, Hamilton und vielen anderen, errichtet. Außerdem begann sich langsam eine Messtechnik zu entwickeln. Beides, die Theorie und das Experiment, waren und sind Voraussetzungen für das Betreiben einer Wissenschaft.

Mit Beginn der Industrialisierung seit Mitte des 19. Jhs. und den Erfindungen von Dampfmaschine, mechanischem Webstuhl, Eisenbahn, Elektromotor, . . . , gewann auch eine Maschinendynamik an Bedeutung. Nachdem die ersten Dampfkessel mit verheerenden Folgen barsten, wurden systematische Berechnungen durchgeführt und Richtlinien erarbeitet. Der Respekt vor den gewaltigen kinetischen Energien in rotierenden Maschinen unterstützte dieses Bemühen nachhaltig.

Die Erfindung des Hubkolbenmotors führte zur klassischenMaschinendynamikmit denKernthemen: Schwungräder, Massenausgleich, Schwingungen und Regler. Obwohl die theoretischen Grundlagen schon geschaffen waren, fehlte es an Möglichkeiten, diese praktisch umzusetzen.Man war darauf angewiesen, die realen komplizierten Sachverhalte so weit zu vereinfachen, dass sie mit griffigen Formeln beschreibbar wurden. Dabei mussten oft schwerwiegende Vernachlässigungen in Kauf genommen werden. Eine Bewertung dynamischer Vorgänge erfolgte meist bei Betrachtung des stationären Sonderfalls.

Die stürmische Entwicklung elektronischer Rechner trieb die gesamte Wissenschaft voran. Ab etwa 1960 entstanden leistungsfähige computerorientierte Berechnungsverfahren, wie die Methode der finiten Elemente (FEM) und numerische Programmbibliotheken. Allerdings war die Handhabung noch umständlich und zeitraubend. Der Durchbruch erfolgte mit der Entwicklung des Personal Computers.

Heute stehen dem Ingenieur alle Hilfsmittel, wie Compiler, Programmbibliotheken, FE-Programme, CAD-Systeme, Graphik- und Textverarbeitungsprogramme . . . , in anwenderfreundlicher Art zurVerfügung. Neu hinzu gekommen sind ab etwa 1985 Mehrkörperprogrammsysteme. Mit diesem Werkzeug können die im Allgemeinen nichtlinearen Bewegungsdifferentialgleichungen räumlicher Gebilde, Fahrzeuge beispielsweise, aufgestellt und gelöst werden. Man bezeichnet dies als Simulation.

Diese Möglichkeiten befähigen den Ingenieur zur Lösung hoch komplexer Aufgaben. Damit dies auch erfolgreich abgewickelt werden kann, sind stets zwei Anforderungen zu erfüllen. Das erste Problem, das zu bewältigen ist, besteht in der formal richtigen Anwendung des ausgewählten Programmsystems. Die zweite, wichtigere Aufgabe, ist die Bewertung der erzeugten Ergebnisse. Und dies erfordert ein hohesMaß an Grundlagenwissen. Die richtige Reproduktion von Übungsbeispielen aus dem Bedienungshandbuch reicht dazu nicht aus.

In diesem Zusammenhang gewinnt die Modellierung an Bedeutung. Ein Modell ist ein ideales Abbild des realen Gegenstandes. Es entsteht durch Beschränkung auf dasWesentliche. Dadurch wird ein konkretes technisches Problem erstmathematisch beschreibbar. So wird beispielsweise eine Maschine, ein Fahrzeug, ein Bauwerk und dergleichen durch Idealisierung in ein physikalisches Ersatzsystem verwandelt. Die Anwendung von Lehrsätzen derMechanik führt zu einem mathematischem Modell und daraus entsteht letztlich ein numerisches Rechenmodell.

Inhaltsangabe

1;Vorwort;6 2;Inhaltsverzeichnis;8 3;1 Einführung;14 3.1;1.1 Aufgaben der Maschinendynamik;15 4;2 Kinematik;18 4.1;2.1 Bewegung des materiellen Punktes;18 4.2;2.2 Bewegung des starren Körpers im Raum;25 4.3;2.3 Momentanpol;37 4.4;2.4 Kinematik von Koppelgetrieben;40 5;3 Verfahren der Dynamik;58 5.1;3.1 Dynamische Grundgesetze;58 5.2;3.2 Prinzip der virtuellen Arbeiten;69 5.3;3.3 Lagrangesche Bewegungsgleichungen;87 6;4 Grundlagen der Schwingungstechnik;92 6.1;4.1 Schwinger mit einem Freiheitsgrad;92 6.2;4.2 Modellbildung;92 6.3;4.3 Bewegungsdifferentialgleichung;93 6.4;4.4 Lösung der Bewegungsgleichung;95 6.5;4.5 Eigenschwingungsverhalten;96 6.6;4.6 Erzwungene Schwingungen bei harmonischer Anregung;101 6.7;4.7 Verhalten in der Resonanz;113 6.8;4.8 Schwingungsisolation;125 6.9;4.9 Periodische Anregung;131 6.10;4.10 Nichtperiodische Anregung;141 6.11;4.11 Transiente Anregung;147 6.12;4.12 Darstellung im Frequenzbereich;152 7;5 Lineare Schwingungssysteme;158 7.1;5.1 Struktur der Bewegungsdifferentialgleichungen;158 7.2;5.2 Schwingerkette;160 7.3;5.3 Verzweigte Systeme;162 7.4;5.4 Eigenschwingungsverhalten;167 7.5;5.5 Auswahl der Verfahren;181 7.6;5.6 Modale Transformation;184 7.7;5.7 Schwingungsantwort bei äußerer Anregung;190 7.8;5.8 Schwingungstilgung;207 7.9;5.9 Mechanisch-elektrische Analogie;211 8;6 Unwuchterregte Schwingungen;224 8.1;6.1 Statische Unwucht;224 8.2;6.2 Dynamische Unwucht;226 8.3;6.3 Statische und dynamische Unwucht;228 8.4;6.4 Auswuchten starrer Rotoren;235 8.5;6.5 Elastisch gelagerter starrer Rotor;246 8.6;6.6 Elastische Plattform;264 9;7 Biegeschwingungen von Wellen;270 9.1;7.1 Der transversal schwingende Balken;270 9.2;7.2 Ortsdiskretisierung;274 9.3;7.3 Dämpfung;286 9.4;7.4 Biegekritische Drehzahlen;288 9.5;7.5 Schwingungsantwort beim Betrieb der Welle;292 10;8 Drehschwingungen von Wellen;296 10.1;8.1 Der Drehstab als Kontinuum;296 10.2;8.2 Diskrete Torsionsschwingungsmodelle;298 10.3;8.3 Torsionskritische Drehzahlen;309 10.4;8.4 Erzwungene Torsionsschwingungen;311 11;9 Aufgaben;318 12;A Matrizen;344 12.1;A.1 Definition;344 12.2;A.2 Rechenregeln;346 12.3;A.3 Determinanten;347 12.4;A.4 Inverse Matrix;348 12.5;A.5 Orthogonale Matrix;349 12.6;A.6 Komplexe Matrizen;349 12.7;A.7 Beispiele;350 13;B Symbole;354 14;Literaturverzeichnis;358 15;Sachverzeichnis;361
Mehr von