Rainer M. Rilke (1875-1926), der Prager Beamtensohn, wurde nach
einer erzwungenen Militärerziehung 1896 Student, zuerst in Prag,
dann in München und Berlin, weniger studierend als dichtend. Die
kurze Ehe mit der Bildhauerin Clara Westhoff in Worpswede löste er
1902 auf. Er bereiste darauf Italien, Skandinavien und Frankreich.
In Paris schloß er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen
Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es zum Bruch. Es
folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen
Städten Europas. Nach seinem Entschluß zur Berufslosigkeit und zu
einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn
es dem Werk galt. Er opferte sein Leben seiner Kunst und gewann
Unsterblichkeit, indem er unerreichte Sprach- und Kunstwerke
schuf.
Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen,
wurde aber aufgrund seiner kränklichen Konstitution in das Wiener
Kriegsarchiv versetzt. Rilke starb nach langer Krankheit in Val
Mont bei Montreux Heinrich Heine, 1797 in Düsseldorf geboren, kam
im April 1821 nach Berlin, wo er sich zwei Jahre lang aufhielt.
1829 kehrte er noch einmal hierher zurück, bevor er Deutschland
1831 für immer verließ. 1856 ist er in Paris im Exil gestorben.
Friedrich von Schiller wurde 1759 in Marbach geboren. Auf Befehl
des Herzogs Karl Eugen musste der junge Schiller 1773 in die
'Militär-Pflanzschule' eintreten, wo er ab 1775 Medizin
studierte, später wurde er Regimentsmedicus in Stuttgart, das er
1782 nach Arrest und Schreibverbot wegen seines Stückes 'Die
Räuber' jedoch fluchtartig verließ. 1789 wurde er zum Professor
der Geschichte und Philosophie in Jena ernannt, 1799 ließ er sich
endgültig in Weimar nieder. Schiller starb am 9.5.1805 in
Weimar