Lauf, Jane, lauf! (eBook) - Joy Fielding

Joy Fielding 

Lauf, Jane, lauf! (eBook)

Roman

Übersetzer: Sandberg-Ciletti, Mechtild
eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
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Lauf, Jane, lauf! (eBook)

So beginnt der Alptraum einer Frau, die sich plötzlich blutbefleckt, die Taschen voller Geld, ohne Erinnerungsvermögen auf den Straßen Bostons wiederfindet. Wer ist dieser Mann, den man ihr als ihren Ehemann vorstellt und der sie so aufopfernd umsorgt? Was sind das für Medikamente, die ihr angeblich helfen sollen? Und warum fühlt sie sich plötzlich als Gefangene im eigenen Haus?

Oder sind das alles Hirngespinste einer Geisteskranken? Ihre kleine Tochter, an die sie sich zu erinnern glaubt, ist auch verschwunden. Langsam wächst in Jane der Verdacht, dass sie einem teuflischen Plan ausgeliefert ist. Verzweifelt kämpft sie um ihr Gedächtnis - es wird ein Kampf auf Leben und Tod.



Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2010
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 448
  • Best.Nr. des Verlages: 763/05409
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641054090
  • ISBN-10: 3641054095
  • Best.Nr.: 32452548
"Das ist der Stoff, aus dem Alpträume gemacht werden - ein phantasiereiches, atemloses Leseerlebnis."
Joy Fielding gehört zu den unumstrittenen Spitzenautorinnen Amerikas. Seit ihrem Psychothriller "Lauf, Jane, lauf" waren alle ihre Bücher internationale Bestseller. Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada, und in Palm Beach, Florida.

Leseprobe zu "Lauf, Jane, lauf! (eBook)" von Joy Fielding

"8 (S. 85-86)

Er führte sie die Treppe hinauf zu ihrem Schlafzimmer. Unter dem riesigen Oberlicht blieb sie stehen und blickte zum immer noch sonnigen Himmel hinauf. Dann sah sie auf ihre Uhr. Es war fast acht. Bald würde es dunkel werden. Der Mond, der jetzt nur ein bleicher Fleck auf strahlend blauem Hintergrund war, würde an Kraft und Farbe gewinnen und die Herrschaft übernehmen. Wo war die Zeit geblieben?

»Komm«, sagte Michael und schob sie sachte ins Schlafzimmer am Ende des Flurs. »Was sind das hier für Zimmer?« Sie blieb vor der ersten Tür rechts der Treppe stehen. »Machen wir doch unseren Rundgang morgen zu Ende.« Sein Ton war leicht, aber sie hörte eine ernstere Schwingung, als meine er, der Enthüllungen seien genug für diesen einen Tag, und fürchte, weitere könnten sich auf ihr unsicheres seelisches Gleichgewicht ungünstig auswirken.

»Ich möchte es aber gern jetzt wissen«, beharrte sie. »Bitte.« Seine Stimme war sanft. »Wie du willst.« Sie traten in ein mittelgroßes Gästezimmer, das ganz in Hellgrün und Gelb gehalten war. Dem breiten Himmelbett gegenüber stand eine große antike Kommode, über der ein goldgerahmter Spiegel hing. Jane kopfte leicht auf die unverkennbar alte und kostbare Quilt-Decke, die über dem Bett ausgebreitet war, mied den Blick in den Spiegel, berührte flüchtig die Kommode, als sie zu dem Fenster mit der Buntglasscheibe ging. Inmitten eines grün-roten Feldes stand hoch aufgebäumt ein weißes Einhorn.

Ihr Blick folgte ihren Fingern, die die schwarzen Umrandungen des geschliffenen Glases nachzeichneten. Das Einhorn ist ein Märchenwesen, dachte sie und fragte sich, ob man dasselbe von ihr sagen könnte. Jane Whittaker ist ein Märchenwesen, wiederholte sie, und das Bild gefiel ihr. Lautes Kreischen riß sie aus ihrer Vergangenheit. Durch die einfache Glasscheibe neben dem Buntglasfenster sah sie zwei junge Leute in jugendlichem Ungestüm aus dem Haus Carole Bishops stürmen.

»Andrew und Celine«, bemerkte Michael, der zu ihr ans Fenster getreten war. »Andrew ist vierzehn, Celine wird, glaube ich, im Herbst sechzehn. Sie waren früher öfter zum Babysitten bei uns.« »Früher?« »Sie haben immer weniger Zeit. Du weißt ja, wie junge Leute sind. Sie sind der Meinung, sie haben ein Recht auf ein Eigenleben.«"