Der Reporter Marcus Hellwig und ein Fotograf wurden im Iran
verhaftet, als sie das Schicksal der zum Tod durch Steinigung
verurteilten Iranerin Sakineh Ashtiani recherchierten. Ihre Haft
wurde weltweit in Politik und Medien als Willkürakt
des iranischen Terrorregimes verurteilt. Kein Sonnenlicht,
Schlafentzug und die Schmerzensschreie der gefolterten
Mitgefangenen zerren an den Nerven des Journalisten, in
stundenlangen Verhören wird er von seinen Peinigern misshandelt.
Sie
wollen ein Geständnis erpressen, um ihn als Spion zu verurteilen.
Nach engagierter Intervention von westlichen Medien und Politikern
konnte Außenminister Guido Westerwelle den Reporter und den
Fotografen nach 132 Tagen Haft schließlich nach
Deutschland ausfliegen. In die Freiheit. Dieses Buch ist auch ein
fesselnder Bericht über die Ungewissheit, über die Angst in
auswegloser Lage: Was werden sie mit mir machen? Werde ich jemals
meine Familie, meine achtjährige Tochter
wiedersehen? Lange Gespräche mit anderen politischen Gefangenen
geben Marcus Hellwig tiefe Einblicke in das System der iranischen
Gewaltherrschaft.