Leseprobe zu "Initiativbewerbung (eBook)"
Einleitung
Warten Sie nicht darauf, dass Ihnen eines Tages zufällig die passende Stellenanzeige auf den Schreibtisch flattert, sondern werden Sie selbst aktiv. Die Initiativbewerbung ist ein hervorragendes Mittel, um sich bei interessanten Arbeitgebern selbst ins Gespräch zu bringen. Erschließen auch Sie sich den verdeckten Stellenmarkt.
Die Beweggründe für eine Initiativbewerbung können vielfältig sein: Manche Bewerberinnen und Bewerber wollen, andere können nicht darauf warten, dass eine geeignete Stelle ausgeschrieben wird. Manchmal sind die Zustände am momentanen Arbeitsplatz so katastrophal, dass es besser ist, den Arbeitgeberwechsel so schnell wie möglich zu vollziehen. Ein anderes Mal fehlen schlichtweg passende Stellenanzeigen für das eigene Qualifikationsprofil. Hinzu kommt, dass sich viele Bewerber nicht nur auf die Firmen beschränken wollen, die offensiv neue Mitarbeiter suchen.
Sowohl für diejenigen, die aus der sicheren Deckung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses nach neuen Aufgaben suchen, als auch für diejenigen, die sich eine neue Stelle suchen müssen, ist die Initiativbewerbung unverzichtbar. Auch ein weiterer Gedanke spricht für die Initiativbewerbung: Ist es nicht viel interessanter, mit dem Wunscharbeitgeber in Kontakt zu kommen, als sich auf die Firmen beschränken zu müssen, die zufällig gerade neue Mitarbeiter suchen?
Fällt es vielen Bewerbern schon schwer genug, die Anforderungen an schriftliche Unterlagen zu erfüllen, wenn sie auf eine Stellenanzeige reagieren, so sind die Schwierigkeiten bei der Initiativbewerbung noch größer. Ohne konkrete Stellenanzeige ist natürlich wesentlich mehr an Vorarbeit gefragt: Welche Kenntnisse könnten die Firma überhaupt interessieren? Wer ist der richtige Ansprechpartner für die Bewerbung? In welchen Arbeitsbereichen kann man sich eine Mitarbeit vorstellen? Wie lassen sich die eigenen Stärken herausstellen?
Aus unserer täglichen Beratungspraxis wissen wir, dass fehlgeschlagene Initiativbewerbungen leider noch häufig die Regel sind. Dies liegt aber nur in den seltensten Fällen am Profil des Bewerbers, sondern fast immer an der Art der Aufbereitung des eigenen Könnens. Denn nur wer selbst die Argumente liefern kann, die für seine Einstellung sprechen, wird Gehör finden. Firmenvertreter haben weder Zeit noch Lust, in lieblos zusammengeschusterten Unterlagen nach Fakten zu suchen, die für den Bewerber sprechen. Dies gilt erst recht für unaufgefordert eingesandte Unterlagen wie die Initiativbewerbung.
Lassen Sie sich von uns zeigen, was aus Unternehmenssicht über Erfolg und Misserfolg einer Initiativbewerbung entscheidet. Orientieren Sie sich an unseren Ausführungen und Beispielen, um passgenaue, stärkenorientierte und glaubwürdige Initiativbewerbungen auf den Weg zu bringen.
Wir werden Ihnen im Einzelnen erläutern,
warum Initiativbewerbungen keine Blindbewerbungen sind,
wie Sie Ihre beruflichen Stärken und Vorlieben herausfinden,
wie Sie sich ein Kurzprofil zur persönlichen Kontaktaufnahme erarbeiten,
warum Sie das Telefon für Ihre Initiativbewerbung nutzen sollten,
was ein überzeugendes Initiativanschreiben enthalten sollte,
wie sich ein aussagekräftiger Initiativlebenslauf gestalten lässt,
was Sie bei Ihrem Bewerbungsfoto beachten müssen,
warum eine Leistungsbilanz aussagekräftiger als eine dritte Seite ist,
wann eine Kurzbewerbung sinnvoll ist,
was in Ihre Bewerbungsmappe gehört und
wie Sie nach dem Versand Ihrer Unterlagen geschickt am Ball bleiben.
Lassen Sie sich durch unsere Tipps und Praxisbeispiele in diesem Ratgeber inspirieren, damit Sie mit einer aussagekräftigen Initiativbewerbung überzeugen können.