»Ohne Spiel ist mir das Leben einfach zu ernst.«
Mit viel Wärme, Poesie und zartem Humor erzählt Hannelore Elsner
aus ihrem Leben - von den Schätzen einer bayerischen Kindheit, dem
Schmerz über den frühen Verlust ihres Bruders und Vaters, dem Glück
der ersten Liebe, von ihren Lehrjahren als Schauspielerin und der
Freude an einem Beruf, der Achtsamkeit gegenüber dem Leben
lehrt.Seit fünf Jahrzehnten ist Hannelore Elsner vor der Kamera und
auf der Bühne Medium für das Leben anderer. Mit einer einzigartigen
Intensität, die das Publikum heute mehr denn je begeistert. Nun hat
die große Schauspielerin ein hinreißend sinnliches Buch
geschrieben: wie sie als wildes, lebenshungriges Mädchen die
paradiesischen Landschaften Oberbayerns durchstreifte und als
Klosterschülerin Verlogenheiten jeglicher Art verabscheuen lernte,
wie im München der Fünfziger- und Sechzigerjahre das Kino zu ihrem
wahren Zuhause wurde und sie sich eines Tages als 16-Jährige in
Istanbul zum ersten Mal vor einer Filmkamera wiederfand. In Worten
voll Kraft und Zärtlichkeit erzählt Hannelore Elsner von ihren
Lebensmenschen, ihrer Liebe zum französischen Film und zum Jazz,
von ersten Erfahrungen als junge Schauspielerin, von Rollen, die
ihr am Herzen liegen - und vom Glück des Älterwerdens.Ein
Selbstporträt einer großen Künstlerin und eigen-sinnigen Frau, mal
wehmütig, mal heiter, immer wahrhaftig. Und nicht zuletzt ein
Lesevergnügen, das uns verführt, die eigenen Räume der Erinnerungen
zu durchschreiten.
Hannelore Elsner, geboren 1942 in Burghausen, absolvierte eine
Schauspielausbildung in München und begann Ende der Fünfziger Jahre
ihre Karriere mit ersten Filmauftritten. In den Sechzigern folgten
Engagements an Theatern in München und Berlin sowie zahlreiche
Rollen in Unterhaltungsfilmen. Doch auch die deutschen
Autorenfilmer wurden auf sie aufmerksam. So spielte sie 1973 in Die
Reise nach Wien von Edgar Reitz und 1975 in Berlinger von Bernhard
Sinkel und Alf Brustellin. Ab den Siebziger Jahren war Hannelore
Elsner auch häufiger im Fernsehen zu sehen, große Popularität
erlangte sie ab 1994 als Titelfigur der ARD-Serie Die Kommissarin.
Ihr großes Kino-Comeback erlebte sie 1999 mit Oskar Roehlers Die
Unberührbare. Für ihre Verkörperung der Schriftstellerin Hanna
Flanders wurde sie im Jahr 2000 mit dem Deutschen Filmpreis
ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Preise und Ehrungen erhielt sie
für ihre Rollen in Mein letzter Film (2002), Alles auf Zucker
(2005) und Kirschblüten - Hanami (2007). Im Frühjahr 2011 wird sie
in dem Film Das Blaue vom Himmel von Hans Steinbichler erneut auf
der Kinoleinwand zu sehen sein.