Hitlers Pressechef (eBook) - Stefan Krings

Stefan Krings 

Hitlers Pressechef (eBook)

Otto Dietrich (1897-1952). Eine Biografie

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Hitlers Pressechef (eBook)

Otto Dietrich gehörte als Reichspressechef der NSDAP fast vierzehn Jahre lang zu den engsten Begleitern Adolf Hitlers. Zwischen 1938 und 1945 hatte er zugleich die Funktion des Pressechefs der Reichsregierung in Goebbels' Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Um so erstaunlicher ist, dass seiner Person bislang wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Stefan Krings konnte für seine biografisch angelegte Studie erstmals auch den persönlichen Nachlass von Otto Dietrich auswerten. Er zeigt, dass sich der eher farblose Pressesprecher durch ehrgeiziges Machtstreben und geschickte Personalpolitik eine starke Position auf dem Pressesektor geschaffen hatte und hier sogar einige Zeit mächtiger war als der zynisch-diabolische Rhetoriker Goebbels. Die jahrzehntelange Fixierung der kommunikationshistorischen Forschung auf die Person Joseph Goebbels wird damit in Frage gestellt.

Stefan Krings, geb. 1971, studierte Journalistik und Psychologie. 2008 promovierte er am Institut für Journalistik in Dortmund und veröffentlichte verschiedene kommunikationswissenschaftliche Forschungsarbeiten.


Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783835321434
  • ISBN-10: 3835321439
  • Best.Nr.: 33574923
»Stefan Krings' aufschlussreiche Biografie rückt nicht nur das Bild zurecht, das Dietrich von sich selbst gezeichnet hat, sondern sie korrigiert auch die bisherige Fixierung der historischen Forschung auf Goebbels als die Zentralfigur der NS-Propaganda. Auf dem Felde der Pressepolitik war Dietrich zeitweilig seinem Rivalen durchaus ebenbürtig. So ist dieses Buch über die rein biografische Darstellung hinaus auch ein wichtiger Beitrag zur Mediengeschichte des »Dritten Reiches«.«(Volker Ullrich, Deutschlandfunk, 03.05.2010)»Stefan Krings stellt Dietrichs Werdegang nach fleißigen Recherchen gekonnt in die personellen und organisatorischen Verflechtungen der Medienlenkung im »Dritten Reich«. So können einerseits die Fixierung auf Hitlers Chefpropagandisten Goebbels durchbrochen, andererseits der grenzenlose Opportunismus der meisten Presseleute sowie die internen Konflikte der für Propaganda zuständigen Institutionen von Staat und Partei wieder einmal dargestellt werden.«(Rainer Blasius, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2010) »Den Karriereweg Dietrichs »Abschließend ist festzustellen, dass dem Autor eine hervorragende, gut lesbare Biografie über einen der führenden Nazifunktionäre Deutschlands gelungen ist, die auch auf dem Eichsfeld Interesse verdient.«(Paul Lauerwald, Eichsfelder Heimatzeitschrift, März 2011)»Eine besonders interessante und vorzüglich dokumentierte Biographie.«(Frank-Rutger Hausmann, Informationsmittel (IFB), April 2011)
Stefan Krings, geb. 1971, studierte Journalistik und Psychologie. 2008 promovierte er am Institut für Journalistik in Dortmund und veröffentlichte verschiedene kommunikationswissenschaftliche Forschungsarbeiten.

Inhaltsangabe

1;Vorwort;10 2;1 Einleitung;14 2.1;1.1 Otto Dietrich: "Hauptdarsteller" der NS-Propaganda?;14 2.2;1.2 Forschungsstand;20 2.3;1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit;26 2.4;1.4 Quellen;34 3;2 "Ich kam 1914 zu früh ins Leben und in den Krieg" - Nationalistische Prägung zwischen Kaiserreich und Republik;40 3.1;2.1 Familie - Kindheit - Jugend;40 3.2;2.2 Freiwillig zum Dienst an die Front;50 3.3;2.3 Studium und Burschenschaft;61 3.4;2.4 Erste berufliche Stationen;75 3.5;2.5 Journalist der Generalanzeiger-Presse und im Hugenberg-Konzern;80 4;3 "Mit Hitler in die Macht" - Medien- und Wahlkampfmanager im Dienst der NSDAP;100 4.1;3.1 Aufbau einer Gauzeitung;100 4.2;3.2 Gründung von Parteipressestelle und NSK;107 4.3;3.3 "Lügenabwehr" und Deutschlandflüge;117 4.4;3.4 "Eroberung der bürgerlichen Presse" - Dietrichs zweigleisige Strategie;124 4.5;3.5 Dietrich und die Industrie;139 5;4 "Öffentliche Sauberkeit" - Deutsche Presse zwischen Republik und NS-Staat;152 5.1;4.1 "Die Wahrheit mit Posaunen blasen";152 5.2;4.2 "Säuberung" des Reichsverbandes der deutschen Presse;162 5.3;4.3 Exkurs: "Ich rechne damit, dass auch Feigheit im Spiel gewesen ist" - Bürgerliche Journalisten zwischen Kooperation und Konformität;187 6;5 "Die öffentliche Meinung, das ist bei uns die Partei!" - Dietrich und die Presselenkung in den ersten Jahren der NS-Herrschaft;212 6.1;5.1 "Der Journalist im neuen Staat" - Auseinandersetzungen um ein Pressegesetz;212 6.2;5.2 "Donquichotterie" zwischen Reichsleitern;223 6.3;5.3 Ausbau der Reichspressestelle als Zentrale parteiamtlicher Presselenkung;231 6.4;5.4 "Sind wir langweilig?" - Eintönigkeit der Berichterstattung;243 6.5;5.5 Nachwuchssorgen;250 7;6 "Befreiung der Gehirne" - Erfolge und Rückschläge als Schriftsteller und Redner;268 7.1;6.1 Religion und Nationalsozialismus;268 7.2;6.2 "Phiosophischer Edelquatsch";279 7.3;6.3 Kampf gegen das "Untermenschentum" - Dietrich und der Antisemitismus;292 7.4;6.4 "Rechnen wir nicht, wo wir glauben müssen" - NS-Wirtschaftspolitik;304 7.5;6.5 "Die Nachfahren": Das dritte Reich im Jahr 2008;308 7.6;6.6 Die Lebensweise eines Parteifunktionärs;316 8;7 "Generalstab der deutschen Pressepolitik" - Als Staatssekretär im Propagandaministerium (1938 - 1945);326 8.1;7.1 "Dietrich muss bei uns eingeschmolzen werden." - Neue Strukturen im RMVP;326 8.2;7.2 "Divisionen und Armeen der deutschen Presse";352 8.3;7.3 Tagesparolen des Reichspressechefs;363 8.4;7.4 "Zuckerbrot und Peitsche" - Streit um die Kontrolle der Auslandspresse;378 8.5;7.5 Internationale Pressepolitik und Beziehungen zur Zeitungswissenschaft;389 9;8 "Auf den Straßen des Sieges" - Pressemann im Führerhauptquartier;402 9.1;8.1 Das "Führermaterial";402 9.2;8.2 "Der Sieg im Osten ist entschieden";414 9.3;8.3 Briefe an Roosevelt und Churchill;422 9.4;8.4 "Niemals eine Spur von diesen Dingen gewusst";427 9.5;8.5 "Es ist besser so ..." - Dietrichs Entlassung;434 10;9 "Praktisch hatte ich mit der Organisation der Presse nichts zu tun" - Inhaftierung - Prozess - beruflicher Neuanfang;444 10.1;9.1 "Der Kerl muss völlig verrückt sein" - Langwierige Verhöre;444 10.2;9.2 Anklage und Schuldspruch;452 10.3;9.3 Mitarbeit für Verkehrsfragen: "Unverantwortlich";469 10.4;9.4 Streit um die Memoiren;474 11;10 Schlussbetrachtung;480 12;Dank;492 13;Anhang;494 13.1;Abkürzungsverzeichnis;496 13.2;Quellen- und Literaturverzeichnis;499 13.3;Bildnachweis;537 13.4;Personenregister;538