Herrin der Lust (eBook) - Eden Bradley

Eden Bradley 

Herrin der Lust (eBook)

Erotischer Roman

eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
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Herrin der Lust (eBook)

Tabulose Lust, Leidenschaft und Liebe

Ava und Marina treibt das Verlangen nach dem gewissen Etwas. Und so erkunden die beiden Frauen die gegensätzlichen Seiten des Shibari, der japanischen Kunst des erotischen Fesselns. Was treibt die Lust in größere Höhen? Ist es die Dominanz und die Möglichkeit, dem Partner unglaubliche Freude zu bereiten, ohne dass dieser sich wehren kann? Oder ist es die Unterwerfung und die völlige Hingabe an die Lust des anderen? Beides bietet unendliche Möglichkeiten, seine Leidenschaft auszuleben. Sollte man vielleicht auch beides versuchen?

Eden Bradley schreibt, seit sie einen Stift halten kann. Wenn sie nicht gerade schreibt, läuft sie durch Museen, kocht, isst, kauft ein und liest alles, was ihr in die Hände fällt. Sie lebt in Kalifornien mit zahlreichen Tieren und der Liebe ihres Lebens.



Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 320
  • Best.Nr. des Verlages: 754/06151
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641061517
  • ISBN-10: 3641061512
  • Best.Nr.: 34532189
Eden Bradley schreibt, seit sie einen Stift halten kann. Wenn sie nicht gerade schreibt, läuft sie durch Museen, kocht, isst, kauft ein und liest alles, was ihr in die Hände fällt. Sie lebt in Kalifornien mit zahlreichen Tieren und der Liebe ihres Lebens.

Leseprobe zu "Herrin der Lust (eBook)" von Eden Bradley

5 (S. 147-148)

Typisch Montagmorgen, seufzte Marina, als sie von ihrem Schreibtisch aufblickte. Der Himmel vor den Fenstern ihres Büros, das sie in einer Galerie an der Union Street angemietet hatte, war trostlos grau verhangen. Draußen war es noch ruhig, in den zwei, drei Kaffeebars in der Straße herrschte jedoch Hochbetrieb.

Sie liebte ihr Büro in dem alten Backsteingebäude. Es war zwar klein, aber sie brauchte nicht viel Platz. Ihr Computer stand auf dem bombastischen antiken Schreibtisch am Fenster, mit Blick auf die Bucht, daneben die Telefonanlage mit mehreren Leitungen, denn Marina war als Kunstbrokerin tätig, und zwar für eine ziemlich betuchte Klientel. In ein Adressbuch mit rotem Ledereinband notierte sie ihre wertvollsten Informationen: ihre weltweiten Kontakte, Agenten, die die heißesten neuen Künstler kannten, und jene schrägen Vögel, die nahezu alles auftreiben konnten, egal wie alt und wie selten. Sie hätte bequem von zu Hause aus arbeiten können, war aber gern unter Leuten.

Es gab ihr das Gefühl, am prallen Leben der City teilzuhaben. Trotzdem hatte sie sich die ganze Woche total isoliert gefühlt und von dem quirligen Lifestyle der Metropole nicht viel gemerkt. Nichts außer einer permanenten Obsession für James. Wo war er? Was machte er gerade? Wieso zum Teufel rief er nicht an? Es war neun Tage her, dass James ihr Haus verlassen hatte. Neun Tage, dass er versucht hatte, sie zu küssen. Und sie sich nicht gesträubt hatte.

Er hatte weder angerufen noch die E-Mail beantwortet, die sie ihm geschrieben hatte. Sie schwankte zwischen Verärgerung und Bestürzung. Bei jedem anderen Submissiven wäre so ein Verhalten ein Grund zur Trennung gewesen. Sie wusste jedoch, dass hinter James’ plötzlichem Verschwinden mehr steckte als bloßer Ungehorsam. Das hier ging tiefer. Für James. Und für sie. Er hatte an jenem Abend Panik bekommen. Und sie selbst auch.

Ein Grund mehr, mit ihm weiterzumachen, die elektrisierende Dynamik zu erforschen, die verblüffend stimmige Chemie zwischen ihnen, ihre spirituelle Verbundenheit. Ihr unbändiges Verlangen. So frustriert und unsagbar hilflos hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt, nicht mehr seit Nathans Tod. Sie hatte das Gefühl damals schon genauso gehasst wie heute. Hilflosigkeit war nicht ihr Ding.

Und ebendiese Hilflosigkeit hielt sie davon ab, bei ihm anzurufen: James durfte davon nichts merken, denn die Realität hätte ihn bestimmt enttäuscht. Andererseits wollte und musste sie ihn unbedingt wiedersehen, mit ihm reden. Immerhin war sie verantwortlich für das, was mit ihm gelaufen war, für eine Spielszene, die horrormäßig geendet hatte. Hey, gib deinem Herzen einen Stoß, Marina, und stell den Kontakt wieder her. Das bist du ihm schuldig.