Dem deutschen Schulsystem gelingt die Kompensation von
herkunftsbedingten Nachteilen nur sehr unbefriedigend und seine
systembedingten Bildungsübergänge solche Benachteiligungen in der
Tendenz unterstützen und fördern. Die Grundschulpädagogik hat sich
mit mehreren grossen Übergängen auseinanderzusetzen: dem Übergang
von der Kindertageseinrichtung in die Schule, von der Grundschule
in weiterführende Schulen und zwischen Grundschulen und
Förderschulen. Diese Übergänge sind mit Selektionsentscheidungen
verbunden, an denen die Lehrkräfte der Grundschule beteiligt sind
und die für die Kinder und ihren Bildungsprozess weitreichende
Konsequenzen haben. In diesem Band wird der Frage nachgegangen,
inwieweit Übergänge oder Brüche zur Bildung gehören und diese
befördern oder behindern. Dazu werden unterschiedliche Perspektiven
beleuchtet.