Generationenmanagement in Unternehmen (eBook) - Jutta Oertel
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie
Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie Fotogalerie

Jutta Oertel 

Generationenmanagement in Unternehmen (eBook)

eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
Ob und wann dieser Artikel wieder vorrätig sein wird, ist unbekannt
Nicht lieferbar
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Andere Kunden interessierten sich auch für

Generationenmanagement in Unternehmen (eBook)

Der demografische Wandel führt zu einer Verschiebung der Altersstrukturen in der deutschen Erwerbsbevölkerung. Inzwischen überwiegt der Anteil älterer Arbeitnehmergruppen und bis zu sechs Generationen bringen ihre unterschiedlichen Sichtweisen und Bedürfnisse mit an den Arbeitsplatz. Die Sicherung der Leistungs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen hängt entscheidend vom optimalen Einsatz dieser altersdiversen Belegschaft ab. 

Jutta Oertel untersucht, wie Unternehmen den Umgang mit diesen Generationenstrukturen und -beziehungen optimal gestalten können. Anhand einer theoretischen Analyse und einer empirischen Studie entwickelt sie ein Generationenmodell als Anknüpfungspunkt für die wirtschaftswissenschaftliche und die interdisziplinäre Generationenforschung. Darüber hinaus erarbeitet die Autorin einen branchenübergreifenden, anwendungsorientierten Katalog von Problemlösungen für die Unternehmenspraxis.



Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783835055254
  • ISBN-10: 3835055259
  • Best.Nr.: 25769710

Leseprobe zu "Generationenmanagement in Unternehmen (eBook)"

B GRUNDLAGEN UND ANSÄTZE DER GENERATIONENFORSCHUNG (S. 24)

Im Anschluss an die semantische Analyse sollen nun anhand einer dimensionalen Analyse die relevanten Charakteristika von Generationen im Betriebsleben aufgedeckt und der Frage nachgegangen werden, wie diese generationstypischen Charakteristika entstehen und zu beeinflussen sind. Dazu liefern die amerikanischen Forschungsergebnisse im Bereich Generationenmanagement einen ersten heuristischen Modellansatz, der jedoch einige gravierende Schwachpunkte vor allem in der Fundierung der Wirkungsbeziehungen aufweist. Diesen gilt es zu untermauern und auf deutsche Verhältnisse zu übertragen.

Die Befunde der Forschung zum Thema Generationen am Arbeitsplatz sind in der deutschsprachigen Literatur dünn gesät und finden sich meist als Randergebnisse anderer Forschungsschwerpunkte. Genetik und Soziologie stellen sich zum Beispiel die Frage, in wie weit Eigenschaften ererbt und/oder erlernt sind. Die Verhaltenswissenschaften beschäftigen sich mit positiven wie negativen Beziehungen und Transfers in der Familie zwischen heute bis zu sechs verschiedenen Generationen. Die psychologische Forschung liefert ebenfalls eine Vielzahl von Beiträgen, die insbesondere das Thema „Generationenkonflikt" behandeln.

Mit diesem Thema setzten sich vorwiegend in der Zeit nach den 68er Unruhen sehr viele Autoren unter den verschiedensten wissenschaftlichen Blickwinkeln auseinander. Unter anderem die Beziehungen zwischen den Generationen auf der Makroebene sind Gegenstand der empirischen Forschung. Diese bewegen sich zwischen dem Solidaritätsgedanken und dem negativen Altersstereotyp, das den Kampf der Generationen postuliert. Die gerontologische Generationenforschung betrachtet die verschiedensten Aspekte des Alterns und bezieht unter anderem medizinische und psychologische Befunde ein.

Sie gewinnt zunehmend an Gewicht. Solche Erkenntnisse finden auch in den Wirtschaftswissenschaften Anwendung, wenn es zum Beispiel um Arbeitsergonomie, Weiterbildung oder Übergangsregelungen in den Ruhestand geht. Dieses facettenreiche Bild wird um weitere Aspekte aus anderen Wissensgebieten, wie zum Beispiel der Anthropologie, Ethnologie etc., noch erweitert.

Die internationalen und interdisziplinäre Generationenforschung liefert also ein vielfältiges und theoretisch und empirisch weitgehend wohlfundiertes Bild, das es auf das Generationenverhalten am Arbeitsplatz zu fokussieren gilt, ohne relevante Aspekte aus den Augen zu verlieren. Im folgenden Hauptkapitel geht es also darum, ein allgemeines theoretisches Gerüst mit betriebswirtschaftlichem Bezug zu entwickeln, das den vielfältigen Forschungsergebnissen zur Generationenproblematik einen Rahmen verleiht.

Im ersten Schritt werden dazu die amerikanischen Ansätze zum Generationenverhalten und Generationenmanagement vorgestellt und kritisch hinterfragt. Diese Ansätze müssen anhand von Erkenntnissen der soziologischen und verhaltenswissenschaftlichen Forschung überprüft und entwickelt werden. Im Einzelnen geschieht das für den soziologischen Bereich zunächst mit Hilfe eines historischen Abrisses. Die für die Generationenforschung im Betriebsleben relevanten Konzepte, wie die formalsoziologische Analyse des Generationenproblems, die Sozialisationstheorie, die Rollentheorie, das Lebenslaufkonzept und der Kohortenansatz als Forschungsmethode, werden anschließend weiter vertieft.

Die so gewonnenen Hinweise bezüglich Eigenschaften und Verhalten von Generationen werden im Rahmen der Persönlichkeitsforschung, der Wertetheorie und verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse, vor allem aus der Motivations- und Konflikttheorie, genauer analysiert. Über eine kritische Würdigung der dargestellten Erkenntnisse werden dann die Kernelemente eines Generationenmodells herausgefiltert, systematisiert und gewichtet.

I Erste Ansätze des Generationenmanagements

1 Amerikanische Generationsidealtypen und ihre Beziehungen


Der so genannte Generationenkonflikt zwischen Eltern und Kindern als pubertäres Phänomen ist nicht neu und wurde insbesondere aus psychologischer und sozialpädagogischer Sicht bereits gründlich analysiert. Des Weiteren sind Studien zum Thema Konflikte zwischen der jungen nachrückenden und erwachsenen etablierten Gesellschaftsgeneration nicht nur auf familiärer, sondern auch auf der Ebene der Gesamtgesellschaft traditionell Gegenstand der empirischen Sozialforschung. Die theoretische Forschung auf diesem Gebiet hat ebenfalls eine lange Tradition. Generationen am Arbeitsplatz stehen erst seit kurzer Zeit im Blickfeld der betriebswirtschaftlichen Forschung.

Inhaltsangabe

1;GELEITWORT;8 2;VORWORT;10 3;INHALTSVERZEICHNIS;12 4;ABBILDUNGSVERZEICHNIS;16 5;TABELLENVERZEICHNIS;18 6;ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS;20 7;A EINFÜHRUNG;23 7.1;I Generationsproblematik im Arbeitsleben;23 7.1.1;1 Generationen am Arbeitsplatz;23 7.1.2;2 Entwicklung des deutschen Arbeitskräftepotenzials;28 7.1.3;3 Forschungsanliegen und Forschungsmethodik;33 7.2;II Analyse des Generationsbegriffes;36 7.2.1;1 Sprachliche Facetten des Generationsbegriffs;36 7.2.2;2 Bedeutungsinhalte des Generationsbegriffs in den Wissenschaften;39 7.2.3;3 Kontextunabhängige Generationendefinition;42 8;B GRUNDLAGEN UND ANSÄTZE DER GENERATIONENFORSCHUNG;46 8.1;I Erste Ansätze des Generationenmanagements;47 8.1.1;1 Amerikanische Generationsidealtypen und ihre Beziehungen;47 8.1.2;2 Kritische Würdigung des amerikanischen Forschungsmaterials;53 8.2;II Soziologische Grundlagen der Generationenforschung;58 8.2.1;1 Historie der soziologischen Generationenforschung;58 8.2.2;2 Formalsoziologische Analyse des Generationenproblems;65 8.2.3;3 Sozialisationsforschung und Rollentheorie;71 8.2.4;4 Lebenslaufkonzept;79 8.2.5;5 Kohortenanalyse;84 8.3;III Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen der Generationenforschung;90 8.3.1;1 Generationspersönlichkeit und Generationshandeln;90 8.3.2;2 Wertsystem der Generationspersönlichkeit;98 8.3.3;3 Generationentypisierung;105 8.4;IV Zwischenfazit: Kernelemente des Generationenverhaltens;109 9;C GRUNDMODELL ZUM GENERATIONENVERHALTEN IM UNTERNEHMEN;114 9.1;I Grundmodell und raumzeitliche Verankerung;114 9.1.1;1 Modell zum Generationenverhalten;114 9.1.2;2 Zeitliche Präzisierung der Generationenlagerung;117 9.1.3;3 Sozial-räumliche Präzisierung der Generationenlagerung;120 9.2;II Konkretisierung der Generationenmerkmale;124 9.2.1;1 Generationszusammenhänge und Generationseinheiten;124 9.2.2;2 Generationenlebensverläufe;129 9.2.3;3 Generationspersönlichkeit und Generationsverhalten;137 9.3;III Konkretisierung der Generationenverhältnisse;142 9.3.1;1 Generationendynamik;142 9.3.2;2 Generationenbeziehungen;145 9.3.3;3 Generationenkonflikte im Unternehmen;149 9.3.4;4 Beeinflussung des Generationsverhaltens im Unternehmen;154 9.4;IV Zwischenfazit: Modellkonkretisierung;157 10;D INHALTLICHE KONKRETISIERUNG DES MODELLS;159 10.1;I Entwicklungen auf staatlicher Ebene;159 10.1.1;1 Bevölkerungsentwicklung;159 10.1.2;2 Zeitgeistgeschichte der Bundesrepublik Deutschland;163 10.1.3;3 Wertewandel;169 10.2;II Generationenprägung in Familie und Unternehmung;174 10.2.1;1 Entwicklungen auf der Familienebene;174 10.2.2;2 Wandel der Geschlechtertypisierung;178 10.2.3;3 Entwicklungen auf Unternehmensebene;182 10.3;III Zwischenfazit: Generationszusammenhänge und Zeitgeisttrends;188 11;E GENERATIONENMANAGEMENTSTUDIE;193 11.1;I Methodik und Durchführung der Generationenmanagementstudie;193 11.1.1;1 Methodenwahl und Erhebungsdesign;193 11.1.2;2 Fragebogengestaltung und Pretest;197 11.1.3;3 Durchführung, Auswertung und Stichprobe der Erhebung;200 11.2;II Empirische Befunde zur Positionierung im Lebensverlauf;203 11.2.1;1 Familiäre Situation der Altersgruppen;203 11.2.2;2 Berufliche Situation der Altersgruppen;206 11.2.3;3 Prägende Ereignisse im Lebenslauf;210 11.3;III Empirische Befunde der Generationenzuordnung;212 11.3.1;1 Generationsbewusstsein;212 11.3.2;2 Bedeutende generationenprägende Ereignisse;217 11.3.3;3 Generationenprägung im Privatleben;219 11.4;IV Empirische Befunde zu Generationspersönlichkeiten;224 11.4.1;1 Grundwertsystem;224 11.4.2;2 Generationenprioritäten im Arbeitsleben;227 11.4.3;3 Generationenstereotype Eigenschaften;229 11.5;V Empirische Befunde zu Generationenverhältnissen in Unternehmen;235 11.5.1;1 Wunscheigenschaften von Arbeitnehmern;235 11.5.2;2 Zeitgeistanforderungen an den Arbeitsplatz;239 11.5.3;3 Generationenbeziehungen im Unternehmen;245 11.6;VI Zwischenfazit: Diskussion der empirischen Ergebnisse;249 12;F GENERATIONENMANAGEMENT;255 12.1;I Grundlagen des Generationenmanagements;255 12.1.1;1 Sensibilisierung für die Notwendigkeit von Generationenmanagement;255 12.1.2;2 Zentrale Prinzipien des Generationenmanagements;258 12.1.3;3 Ansatzpunkte des Generationenmanagements;262 12.2;II Generationenmanagementstrategie;267 12.2.1;1 Unternehmensanalyse mit Schwerpunkt Altersdiversität;267 12.2.2;2 Altersdiverse Unternehmensstrategie;270 12.2.3;3 Zeitgerechter Unternehmenskulturwandel und seine Träger;273 12.2.4;4 Generationenmanagementcontrolling;282 12.3;III Management von Altersstruktur und intergenerationeller Zusammenarbeit;287 12.3.1;1 Steuerung des Personalbestands nach Altersgruppen;287 12.3.2;2 Gestaltung altersdiverser Teams;296 12.3.3;3 Altersdiverse Führung;304 12.3.4;4 Management von Generationenkonflikten;311 12.3.5;5 Generationenmanagement in Außenbeziehungen und Außenwirkung;319 12.4;IV Instrumente altersdiverser Leistungsförderung;323 12.4.1;1 Altersdiverse Förderung von Gesundheit und körperlicher Leistung;323 12.4.2;2 Altersdiverse Förderung von Wissensaustausch und geistiger Leistung;335 12.4.3;3 Altersdiverse Förderung der sozialen Kompetenz;348 12.5;V Flexibilisierung der Rahmenbedingungen;356 12.5.1;1 Individualisierung des Anreizsystems;356 12.5.2;2 Flexibilisierung des Arbeitsorts;366 12.5.3;3 Flexibilisierung der Arbeitszeit;371 12.5.4;4 Flexibilisierung des Entgeltsystems;379 12.6;VI Generationenmanagement im Überblick;383 13;G KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK;387 13.1;I Implikationen für die Unternehmenspraxis;387 13.2;II Entwicklungslinien und Implikationen für Politik und Gesellschaft;392 13.3;III Implikationen für die Forschung;404 14;H RESUME;408 14.1;I Motivation;408 14.2;II Aperçu de la recherche et choix des méthodes;409 14.3;III Modèle et facteurs conditionnants;410 14.4;IV Recherche empirique;414 14.5;V Gestion des générations;417 14.6;VI Conclusion;418 15;ANHANG;421 16;LITERATURVERZEICHNIS;425
Mehr von