Eine geheimnisvolle Lady (eBook) - Anna Campbell

Anna Campbell 

Eine geheimnisvolle Lady (eBook)

Roman

eBook
 
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Eine geheimnisvolle Lady (eBook)

Tarquin Vale, Earl of Ashcroft, ist für seine außerordentlichen Künste als Liebhaber bekannt ? trotzdem staunt er nicht schlecht, als eine verschleierte Schönheit ihn unverblümt um seine Dienste bittet. Die zarte Unschuld hinter Diana Carricks kühnem Auftreten zieht ihn in ihren Bann, und eine stürmische Affäre voll sündiger Leidenschaft beginnt, obwohl eine innere Stimme ihn davor warnt. Denn was hat die junge Witwe in sein Bett geführt, und welches düstere Geheimnis verbirgt sie vor ihm?



Produktinformation

  • Verlag: Blanvalet
  • 2011
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 448
  • Best.Nr. des Verlages: 754/05754
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641057541
  • ISBN-10: 364105754X
  • Best.Nr.: 33835813
Anna Campbell wurde in Brisbane, Australien, geboren. Aufgewachsen auf einer Avocado-Farm, war ihr liebstes Hobby als Kind das Lesen. Schon während der Schulzeit begann sie zudem, eifrig zu schreiben. In den vergangenen Jahren verfasste sie eine beträchtliche Anzahl von unveröffentlichten historischen Romanen und Kurzgeschichten, doch erst mit dem Liebesroman Rebellische Küsse gelang ihr der weltweite Durchbruch.

Leseprobe zu "Eine geheimnisvolle Lady (eBook)" von Anna Campbell

28 (S. 297-298)

An Dianas Hochzeitsmorgen herrschte helles, sonniges, perfektes Oktoberwetter. Es war seltsam, den Himmel in so festlicher Stimmung zu sehen, wenn er doch grau und stürmisch erscheinen müsste, um das Elend ihres Herzens widerzuspiegeln. Es war Zeit für den Gang in die Kirche. Diana stieg die Treppe hinab und hielt ohne viel Hoffnung nach ihrem Vater Ausschau, und ihre böse Ahnung bestätigte sich. Er stand nicht in der Diele, um ihr – wenn auch widerwillig – seinen Segen zu erteilen.

Die Hochzeit mit William war ganz anders verlaufen. Lachend hatte sie am Arm ihres Vaters den kurzen Weg zur Kirche St. Mark’s zurückgelegt – überglücklich, weil sie sich bald Mrs. Carrick nennen würde. Wie ein bunter, üppig gemusterter Teppich hatte die Zukunft vor ihr gelegen, ein Leben voller Liebe, Kameradschaft und Erfüllung. Von diesem Tag an würde ihr Herz nie mehr jubeln. Sie fühlte sich wie eine uralte Frau. Und zutiefst beschmutzt und erniedrigt. Vor drei Monaten hätte sie diese Hochzeit für ihren höchsten Triumph gehalten. Vor drei Monaten war sie eine andere Frau gewesen. Nervös glättete sie den Rock ihres gelben Seidenkleids.

Es stammte aus ihrer Londoner Garderobe. Als sie hineingeschlüpft war, hatte es formlos an ihrem abgemagerten Körper gehangen. Aber es musste genügen. Selbst wenn sie sich ein neues Kleid gewünscht hätte, wäre die Zeit zu knapp gewesen, um es anfertigen zu lassen. Burnley hatte die Hochzeit sofort nach ihrem Jawort arrangiert. Ihren Hinweis auf die unziemliche Hast hatte er mit der Erklärung beantwortet, niemand dürfe Zweifel an der Legitimität des Kindes hegen. Vielleicht hatte er recht, obwohl das Baby schon sechs oder sieben Monate nach der Zeremonie zur Welt kommen würde.

Sie vermutete, der Marquess befürchtete eher, sie könnte ihren Entschluss ändern. Doch sie hatte sich mit ihrem Schicksal abgefunden. Wohin könnte sie auch gehen, um ihrem Unglück zu entrinnen? Nirgendwohin. Wenigstens würde ihre Ehe die Zukunft ihres Kindes sichern und ihm einen respektablen Namen verschaffen. Im schwachen Licht am Fuß der Treppe hielt sie inne und erwiderte Lauras mitleidsvollen Blick. »Hat er etwas gesagt?« Die Freundin wusste, wen Diana meinte. John Dean. »Nein.« »Wo ist er?« »In seinem Arbeitszimmer. Mit Mr. Brown.« Diana seufzte wehmütig. Seit sie ihrem Vater vor fünf Tagen mitgeteilt hatte, sie würde Burnley heiraten, sprach er nicht mehr mit ihr.

Wenn sie sich trafen – in dem kleinen Haus war es unmöglich, Begegnungen zu vermeiden –, behandelte er sie wie eine Fremde. Ein paar Mal hatte sie versucht, die Barriere zu durchbrechen, ihm zu erklären, dass die Heirat auch zu seinem Nutzen wäre. Aber er hatte sie ignoriert, als wäre er nicht nur blind, sondern auch taub. Flüchtig erwog sie, die Tür des Arbeitszimmers aufzureißen und kategorisch zu verlangen, er müsse sie zum Altar führen. Aber sie besann sich eines Besseren. Welchen Sinn hätte eine dramatische Szene? Niemals würde der Vater ihr verzeihen, dass sie sich Ashcroft so ehrlos hingegeben hatte und nun eine lieblose Ehe mit Burnley einging. »Glaubst du, ich mache einen Fehler?«, fragte sie, obwohl Laura ohnehin nie verhehlte, was sie von den Entscheidungen ihrer Freundin hielt. »Ich habe kein Recht, dich zu verurteilen«, antwortete Laura und berührte Dianas Arm, eine kurze tröstende Geste.

Kundenbewertungen zu "Eine geheimnisvolle Lady (eBook)" von "Anna Campbell"

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Bewertung von Kleines aus Saarland am 10.02.2012 ***** ausgezeichnet
Da möchte man(Frau) doch glatt an ihrer Stelle sein. Wo das Leben so ernst sein kann - sollte man(Frau) sich auch etwas gönnen. Hab ich recht?

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