Dunkle Flüsse des Herzens (eBook) - Dean Koontz

Dean Koontz 

Dunkle Flüsse des Herzens (eBook)

Roman

Übersetzer: Kubiak, Michael; Anton, Uwe
eBook
 
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Dunkle Flüsse des Herzens (eBook)

Spencer Grant kennt seine Vergangenheit nicht. Er liebt eine Frau, von der er fast nichts weiß. Und er wird gnadenlos von einem Unbekannten namens Todesengel verfolgt. Doch der schlimmste Feind steckt in ihm selbst: sein innerer Dämon.

Dean Koontz wurde 1945 in Pennsylvania geboren und lebt heute mit seiner Frau in Kalifornien. Seine zahlreichen Romane - Thriller und Horrorromane - wurden in 38 Sprachen übersetzt und sämtlich zu internationalen Bestsellern. Weltweit wurden bislang 400 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft. Zuletzt bei Heyne erschienen: 'Blindwütig'.



Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2011
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 784
  • Best.Nr. des Verlages: 756/07847
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641078478
  • ISBN-10: 3641078474
  • Best.Nr.: 34571533
"Ein großartiger Spannnungsroman."
Dean Koontz wurde 1945 in Pennsylvania geboren und lebt heute mit seiner Frau in Kalifornien. Seine zahlreichen Romane - Thriller und Horrorromane - wurden in 38 Sprachen übersetzt und sämtlich zu internationalen Bestsellern. Weltweit wurden bislang 400 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Der Rabenmann".

Leseprobe zu "Dunkle Flüsse des Herzens (eBook)" von Dean Koontz

15 (S. 543-544)

Eve Jammer konnte die Hauptstadt Washington im August nicht ausstehen. Eigentlich hasste sie Washington während aller vier Jahreszeiten mit gleicher Leidenschaft. Zugegeben, die Stadt war für eine kurze Weile ganz angenehm, wenn die Kirschbäume in Blüte standen; den Rest des Jahres über war sie einfach widerlich. Feucht, überfüllt, laut, schmutzig, von Verbrechen heimgesucht. Voller langweiliger, dummer, gieriger Politiker, deren Verstand entweder in ihren Hosen oder ihren Hosentaschen steckten.

Der Ort war einer Hauptstadt nicht angemessen, und manchmal träumte sie davon, die Regierung umzusiedeln, sobald die richtige Zeit dafür gekommen war. Vielleicht nach Las Vegas. Während sie durch die mörderische Augusthitze fuhr, hatte sie die Klimaanlage und die Lüftung in ihrem Chrysler Town Car fast auf die höchste Stufe eingestellt. Eisige Luft wehte um ihr Gesicht und ihren Körper und unter ihrem Rock hinauf, aber ihr war noch immer heiß.

Diese Hitze hatte natürlich nur teilweise mit den Temperaturen zu tun: Sie war so geil, dass sie ein Kopfstoßduell mit einem Widder gewonnen hätte. Sie fand den Chrysler fast genauso abscheulich wie Washington. Bei all ihrem Geld und ihrer Stellung hätte sie einen Mercedes, wenn nicht sogar einen Rolls-Royce fahren können. Aber als Ehefrau eines Politikers musste sie auf den äußeren Schein achten – zumindest noch eine gewisse Zeit lang. Es war unklug, einen ausländischen Wagen zu fahren. Achtzehn Monate waren verstrichen, seit Eve Jammer Roy Miro kennengelernt und die Natur ihrer wahren Bestimmung erfahren hatte.

Seit sechzehn Monaten war sie mit dem allseits bewunderten Senator E. Jackson Haynes verheiratet, der bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr als Kandidat seiner Partei antreten würde. Das war keine Spekulation. Es war bereits alles arrangiert worden, und all seine Rivalen würden bei den Vorwahlen auf die eine oder andere Weise Mist bauen. Er würde als einziger Bewerber übrigbleiben, ein Riese auf der Weltbühne. Persönlich verabscheute sie E. Jackson Haynes und ließ nicht zu, dass er sie berührte, von Auftritten in der Öffentlichkeit einmal abgesehen. Und selbst dafür gab es mehrere Seiten umfassende Vorschriften, die er sich hatte einprägen müssen und die die akzeptablen Grenzen bei liebevollen Umarmungen, Küssen auf die Wange und Händchenhalten festlegten.

Die Aufnahmen von ihm, die in ihrem Versteck in Vegas lagen und auf denen zu hören war, wie er Geschlechtsverkehr mit mehreren kleinen Jungs und Mädchen unter zwölf Jahren hatte, hatten dafür gesorgt, dass er ihren Heiratsantrag sofort akzeptiert und sich mit den strengen Bedingungen einverstanden erklärt hatte, die ihre Beziehung regelten. Jackson schmollte nicht allzu heftig oder allzu oft über das Arrangement. Er war scharf darauf, Präsident zu werden.

Und ohne die gesammelten Aufzeichnungen in Eves Besitz, die seine ernsthaftesten politischen Rivalen belasteten, hätte er nicht die geringste Chance gehabt, auch nur in die Nähe des Weißen Hauses zu kommen. Eine Zeit lang hatte sie befürchtet, einige der Politiker und Drahtzieher hinter den Kulissen, deren Feindschaft sie sich zugezogen hatte, könnten zu dickköpfig sein, um zu erkennen, dass sie aus der Ecke, in die Eve sie gedrängt hatte, nicht mehr herauskamen. Sollten sie sie beseitigen, würden sie damit die größten, schmutzigsten politischen Skandale in der Geschichte des Landes entfesseln. Mehr als nur Skandale.