Die Tore der Welt (eBook) - Ken Follett

Ken Follett 

Die Tore der Welt (eBook)

Roman

Illustrator: Balaz, Jan / Übersetzer: Schumacher, Rainer; Schmidt, Dietmar
eBook
 
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Die Tore der Welt (eBook)

Der Weltbestseller geht weiter!

Liebe und Hass, Stolz und Gier, Ehrgeiz und Rache im Schatten der Kathedrale: Ken Follett kehrt an den Schauplatz seines Welterfolgs zurück - mit der langersehnten Fortsetzung von "Die Säulen der Erde"!

1327: Vier junge Menschen versuchen in England ihr Glück zu machen: Der rebellische Merthin, ein Nachfahre des großen Baumeisters Jack. Sein Bruder Ralph, der in den Ritterstand aufstrebt. Das Mädchen Caris, das sich nach Freiheit sehnt. Und Gwenda, die Tochter eines Taglöhners, die nur der Liebe folgen will. Und da ist noch Godwyn, ein aufstrebender Mönch, der nur ein Ziel vor Augen hat: Er will Prior der Abtei von Kingsbridge werden - um jeden Preis!

6 Jahre lang hielt sich der erste Teil "Säulen der Erde" in den deutschen Bestsellerlisten. Ein echtes Jahrhundertwerk. Für Ken Follett, dessen Stil von der Welt am Sonntag als "klar und treffsicher" gelobt wurde, ein voller Erfolg. Seine Leidenschaft für das Schreiben, der sich Ken Follett zunächst nur an Abenden und Wochenenden widmete, wurde damit von Erfolg gekrönt.

"Ein episches, magisches, historisches Meisterwerk!" BamS



Produktinformation

  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783838701134
  • ISBN-10: 3838701135
  • Best.Nr.: 28107069

Leseprobe zu "Die Tore der Welt (eBook)" von Ken Follett

Kapitel 1 (S. 7-8)

Gwenda war acht Jahre alt, aber sie fürchtete sich nicht vor der Dunkelheit.

Darum hatte sie auch keine Angst, als sie die Augen öffnete und ringsum alles finster war. Gwenda wusste, wo sie sich befand: in der Priorei von Kingsbridge, in dem langen Steingebäude, das alle »Hospital« nannten. Sie lag auf dem Boden, auf einem Lager aus Stroh. Neben ihr lag ihre Mutter, an dem warmen, milchigen Geruch erkannte Gwenda, dass sie gerade den Säugling stillte, der noch keinen Namen hatte. Neben Ma lag Pa, und neben dem wiederum lag Gwendas älterer Bruder, der zwölfjährige Philemon. In Wahrheit hieß er Holger, doch im Alter von zehn Jahren hatte er beschlossen, Mönch zu werden, und überall verkündet, er habe seinen Namen in Philemon geändert, weil das frommer klänge. Tatsächlich redeten die meisten Leute ihn nun mit Philemon an, nur Ma und Pa sagten immer noch Holger zu ihm.

Das Hospital war überfüllt, und obwohl Gwenda die anderen Familien nicht sehen konnte, die auf dem Boden lagen, dicht an dicht wie Schafe in einem Pferch, so roch sie doch den ranzigen Gestank ihrer warmen Leiber. Wenn der Tag anbrach, war Allerheiligen, ein Sonntag dieses Jahr und daher ein ganz besonderer Feiertag. Umso schrecklicher war die Nacht davor: Samhain, eine gefährliche Zeit, in der böse Geister ungehindert um die Häuser zogen. Deshalb waren Hunderte von Menschen aus den umliegenden Dörfern nach Kingsbridge gekommen – so wie Gwendas Familie –, um Samhain auf dem heiligen Boden der Priorei zu verbringen und bei Sonnenaufgang am Hochamt zu Allerheiligen teilzunehmen.

Gwenda war wachsam, denn wie jeder vernünftige Mensch hatte sie Angst vor bösen Geistern, doch mehr noch als böse Geister fürchtete sie, was sie während des Hochamts würde tun müssen.Und so starrte sie in die Dunkelheit und versuchte, nicht an das zu denken, was ihr Angst machte. Sie wusste, dass sich an der Wand gegenüber ein Bogenfenster befand. Es gab kein Glas – nur die wichtigsten Gebäude hatten Glas –, aber ein Leinentuch hielt die kalte Herbstluft draußen. Trotzdem konnte Gwenda dort, wo das Fenster sein sollte, einen schwachen grauen Fleck erkennen. Sie war froh. Sie wollte den Morgen nicht kommen sehen.Gwenda sah nichts, hörte jedoch umso mehr: Schnarchen und Husten und das Rascheln des Strohs, sobald jemand sich im Schlaf bewegte. Ein Kind schrie, als wäre es aus einem bösen Traum erwacht, verstummte jedoch nach ein paar raschen gemurmelten Koseworten. Dann und wann sprach jemand – unverständliche Halbworte, wie man sie im Schlaf von sich gibt. Von irgendwo kamen die Geräusche zweier Menschen, die das taten, was auch Gwendas Eltern taten, worüber sie aber nie redeten – das, was Gwenda »Grunzen« nannte, denn sie kannte kein anderes Wort dafür.

Viel zu schnell für Gwenda wurde es hell, doch es war bloß ein Mönch, der am Ostende des langen Raums, hinter dem Altar, mit einer Kerze in der Hand aus einer Tür kam. Er stellte die Kerze auf den Altar, zündete einen Wachsstock daran an und ging damit herum, um die Wandlampen zu entzünden. Dabei flackerte sein langer Schatten jedes Mal die Wand hinauf, und der Wachsstock traf sich mit einem Schattenwachsstock am Docht der Lampe.Das zunehmende Licht fiel auf zusammengekauerte Gestalten auf dem Boden, in graubraune Mäntel gewickelt oder auf der Suche nach Wärme an ihre Nachbarn gedrängt. Kranke lagerten am Altar, weil sie dort am meisten von der Heiligkeit des Ortes profitieren konnten.

Kundenbewertungen zu "Die Tore der Welt (eBook)" von "Ken Follett"

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Bewertung von myd aus Friesenhagen am 07.08.2011 ***** gut
Das Buch ist wirklich gut geschrieben, es lässt sich flüssig lesen was bei diesem Author ja auch kein Wunder ist. Mir persönlich war die Vielzahl der nahezu unabhängigen Handlungsstrenge ein wenig zu anstrengend. Ich hätte mir hier etwas weniger und dafür mehr Tiefgang gewünscht. Ein wenig gestört hat mich auch der Drang des Authors immer noch einen Schicksalsschlag oben drauf zu setzten, wie z.B. auch die abenteuerlichen Reise der beiden Nonnen. Nein, für mich war das einfach zu weit hergeholt!

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