Die Engel von Morgan Hill - Eine Geschichte voller Hoffnung (eBook) - Vanliere, Donna

Donna Vanliere 

Die Engel von Morgan Hill - Eine Geschichte voller Hoffnung (eBook)

Übersetzer: Krätzer, Anita
eBook
 
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Die Engel von Morgan Hill - Eine Geschichte voller Hoffnung (eBook)

Jane ist neun Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Ihre Mutter ist zum dritten Mal schwanger und voller Sorge um die Zukunft ihrer Kinder. Als der kleine Milo Turner mit seiner Familie in die Stadt zieht, begegnen die Menschen von Morgan Hill ihnen mit Misstrauen und Ablehnung. Nur Jane und ihre Familie gehen mit offenem Herzen auf die Neuankömmlinge zu. Aber dann geschieht ein schreckliches Unglück. Janes Mutter steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens, und Milo braucht Janes Freundschaft so dringend wie nie zuvor. In dieser schweren Zeit erkennt Jane, dass auch Engel in menschlicher Gestalt die Hand über sie halten.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 125mm
  • ISBN-13: 9783838712468
  • ISBN-10: 3838712463
  • Best.Nr.: 33724173

Leseprobe zu "Die Engel von Morgan Hill - Eine Geschichte..."

NEUNTES KAPITEL (S. 182-183)

Wir hatten unser Frühstück fast beendet, als Joe unsere Auffahrt hochfuhr. Mama ging auf die Veranda, und wir folgten ihr. John, Milo und ich beobachteten schweigend, wie er aus dem Lastwagen stieg und auf uns zukam. »Ich wollte mich verabschieden«, sagte er und kniete sich vor uns hin. »Wann kommst du wieder?«, fragte ich. Ich konnte meine Tränen kaum unterdrücken. »In ein paar Monaten. Wenn die Auktion beginnt.« »Die Carter Family kommt her. Kommst du vorbei, um sie singen zu hören?« Joe sah mich an und lächelte. »Das klingt nach einer guten Idee.« Ich warf mich in seine Arme und umklammerte seinen Hals. John und Milo schlangen ihre Arme um uns. »Seid schön brav.« Die Tränen brannten mir in den Augen, und ich presste mich noch enger an ihn.

»Passt auf eure Mama auf.« Ich nickte und ließ ihn los. Er strich Milo über den Kopf. »Ich seh dich wieder, wenn ich zurückkomme.« Milo nickte und rieb sich mit der Hand die Nase. Joe stand auf und sah Mama an. »Pass auf dich auf, Fran.« »Und du auf dich, Joe.« Ich wollte das Geschehen anhalten. Ich wollte, dass meine Mutter ihn bat, in Morgan Hill zu bleiben. Aber ich wusste, dass sie das nicht tun würde. Ich wusste, dass sie ihn weggehen lassen würde, aus unser aller Leben. Sie streckte ihre Hand aus, und Joe schüttelte sie, bevor er John und Milo und mir in die Wangen kniff. Wir liefen hinter ihm her, als er zu seinem Laster ging und sich hinter das Steuer setzte. Mit schmerzverzerrtem Gesicht fuhr er fort. Tränen strömten mir über die Wangen, während ich ihm hinterherwinkte.

Am nächsten Morgen kam Henry vorbei, um Milo zu den Aldens zu bringen. Milo erhob sich, um sein Frühstücksgeschirr zum Spülbecken zu bringen. »Das machen wir schon«, sagte Mama. Milo stellte sein Geschirr ab und sah sie an. »Mr. Alden hat gesagt, dass er dich rechtzeitig zum Abendbrot zu uns zurückbringen wird. Also verbring einen wirklich schönen Tag mit ihnen, und dann sehen wir dich wieder.« Milo nickte. John und ich saßen schweigend da und starrten auf den Tisch. Henry nahm Milos Hand und führte ihn zu seinem Lastwagen. John und ich rannten von der Küche auf die Veranda und sahen zu, wie sie fortfuhren.

Milo drehte sich um und sah uns durch das Beifahrerfenster an. Wir winkten ihm beide zu und versuchten, dabei zu lächeln. Ich drehte mich um und wollte in die Küche zurückgehen. An Mama, die hinter uns stand, ging ich wortlos vorbei. »Er wird nicht immer klein sein, Jane«, rief sie mir hinterher. »Eines Tages wird er erwachsen sein und wissen wollen, ob es Farbige gab, die ihn bei sich aufgenommen hätten.« Ich blieb abrupt stehen und schüttelte den Kopf. »Er muss das tun«, setzte sie hinzu. Dann riss ich die Tür auf, stürmte hindurch und ließ sie hinter mir zuknallen. Mama sagte weiter nichts. Es hatte keinen Sinn, darüber zu debattieren. Wir mussten einfach den Tag abwarten und dann sehen, was passierte. Milo sah aus dem Fenster und beobachtete gedankenverloren, wie der Schlamm hinter den Reifen der Autos hochspritzte. »Was soll ich machen, Mr. Henry?« »Du lernst ganz einfach mal diese Leute kennen. Frag sie alles, was du willst.«