Der Wächter (eBook) - Dean Koontz

Dean Koontz 

Der Wächter (eBook)

Roman

Übersetzer: Kleinschmidt, Bernhard
eBook
 
Kopierschutz: Adobe-DRM
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Der Wächter (eBook)

Anonyme Warnungen kündigen einen grausamen Tod an.

Ein Hollywoodschauspieler findet mysteriöse Drohsendungen in seinem Briefkasten und sein zehnjähriger Sohn Eric erhält Schrecken erregende Anrufe. Sicherheitschef Ethan Truman versucht die Bedeutung der Botschaften zu entschlüsseln und gerät in eine albtraumhafte Situation, die ihn fast das Leben kostet.

Dean Koontz wurde 1945 in Pennsylvania geboren und lebt heute mit seiner Frau in Kalifornien. Seine zahlreichen Romane - Thriller und Horrorromane - wurden in 38 Sprachen übersetzt und sämtlich zu internationalen Bestsellern. Weltweit wurden bislang 400 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft. Zuletzt bei Heyne erschienen: 'Blindwütig'.



Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2011
  • 1. Auflage
  • Seitenzahl: 736
  • Best.Nr. des Verlages: 756/07858
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641078584
  • ISBN-10: 364107858X
  • Best.Nr.: 34571364
"Der Meister unserer dunkelsten Träume"
Dean Koontz wurde 1945 in Pennsylvania geboren und lebt heute mit seiner Frau in Kalifornien. Seine zahlreichen Romane - Thriller und Horrorromane - wurden in 38 Sprachen übersetzt und sämtlich zu internationalen Bestsellern. Weltweit wurden bislang 400 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Der Rabenmann".

Leseprobe zu "Der Wächter (eBook)" von Dean Koontz

22 (S. 156-157)

Obwohl Hazard im Flur und auf der Treppe durchaus bewusst war, was für ein gutes Ziel ein Bär von einem Mann in engen Räumlichkeiten abgab, war er mit Leib und Seele bei der Verfolgungsjagd. Wenn man seinen Beruf ergriff, wusste man schließlich, dass man nicht wählen konnte, an welchem Ort man sein Leben aufs Spiel setzte. Außerdem gab er sich wie die meisten Polizisten dem Aberglauben hin, dass das größte Risiko in dem Moment bestand, in dem man zögerte oder kurz die Nerven verlor.

Ob man überlebte, hing seiner Meinung nach davon ab, dass man beherzt vorging und gerade genug Angst verspürte, um nicht tollkühn zu werden. Jedenfalls konnte man sich diesem Glauben leicht hingeben, bis man durch ein wenig zu viel Beherztheit den Tod fand. In Filmen brüllten die Cops immer: »Halt! Polizei!«, und das nicht nur, wenn sie wussten, dass die davonrennenden Schurken ihnen ohnehin nicht gehorchen würden. Sie taten es auch, wenn sie dadurch ihre Anwesenheit verrieten, bevor es wirklich notwendig war und sogar bevor irgendein böser Bube in der Geschichte überhaupt gemerkt hatte, dass Bullen mit im Spiel waren.

Hazard Yancy hingegen wäre zwar soeben fast auf einer Sesselkante hockend zur Zielscheibe geworden, aber er bellte dem Revolverhelden, der Rolf Reynerd erschossen hatte, weder einen Befehl noch eine Drohung zu. Er stürzte einfach hinter ihm her. Als Hazard den mittleren Treppenabsatz erreicht hatte, war der Killer bereits am unteren Ende angelangt, wo er etwas aus dem Gleichgewicht geriet, als er polternd von der letzten Stufe in den Hausflur sprang.

Er schlitterte über die mexikanischen Fliesen und ruderte wild mit den Armen, um nicht hinzufallen. Während der Bursche weiterrannte, sah er sich kein einziges Mal um. Offenbar hatte er gar nicht gemerkt, dass er verfolgt wurde. Mitten im Laufen konnte Hazard sich vorstellen, was im Kopf seiner Beute vorging. In der Annahme, dass Reynerd allein zu Hause sitzt, läutet der gedungene Killer an der Tür seines Opfers, um kurzen Prozess zu machen.

Er erledigt den Job mit einem glatten Schuss ins Herz, vermeidet es dabei, gesehen zu werden, und macht sich schleunigst wieder davon. Nun denkt er schon daran, sich mit der langbeinigen Süßen, die in seinem Bettchen auf ihn wartet, einen dicken Joint reinzuziehen. Im selben Augenblick, in dem der Killer die Haustür aufstieß, landete Hazard im Flur, aber der Killer machte zu viel Lärm, um hören zu können, dass von hinten Unheil nahte; und da Hazard im Gegensatz zu ihm nicht ins Trudeln gekommen war, holte er auf.

Als Hazard die Tür erreichte, war der Killer bereits draußen in der Nacht. Während er die Treppe zur Straße hinunterrannte, überlegte er möglicherweise, ob er mit dem Kopfgeld lieber schicke Chromkappen für die Räder seines Schlittens kaufen oder seine Süße mit einem hübschen Diamantring dekorieren sollte. Kaum Wind, kalter Regen, Hazard auf der Treppe, der Killer auf dem Gehsteig: Die Lücke zwischen den beiden schloss sich so unweigerlich wie die zwischen einem dahinrasenden Lastwagen und einer Ziegelmauer. Auf einmal plärrte eine Autohupe.