Als Kenneth Arrow (US-Amerikanischer Ökonom, *1921) 1951 seine
Doktorarbeit unter dem Titel 'Social Choice and Individual
Values' veröffentlichte, begründete er damit die moderne Social
Choice-Theorie, die analytisch und logisch untersucht, wie in
Gruppen (z.B. demokratischen Gesellschaften) gemeinsame rationale
Entscheidungen getroffen werden können. In Anbetracht des Alters
der Demokratie als Staatsform handelt es sich dabei um ein
vergleichsweise junges Forschungsgebiet. Dass man in diesem Feld
keine aufsehenerregenden Ergebnisse hervorbringen kann, kann als
Grund dafür zumindest ausgeschlossen werden: Zentraler Bestandteil
von Arrows Arbeit ist die, als Unmöglichkeitstheorem bekannt
gewordene Aussage, dass es kein kollektives Wahlverfahren gibt,
welches ein paar trivial scheinende demokratische Prinzipien
erfüllt. Dabei untersucht er jedoch nur einen Teilbereich der
kollektiven Entscheidungsfindung. Welcher das ist , soll im
Folgenden näher eingegrenzt werden.